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K+S wird unterschätzt

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neuester Beitrag: 18.01.20 23:50
eröffnet am: 28.01.14 12:31 von: Salim R. Anzahl Beiträge: 40064
neuester Beitrag: 18.01.20 23:50 von: Clintosthut Leser gesamt: 5632773
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28.01.14 12:31
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89 Postings, 3492 Tage Salim R.K+S wird unterschätzt

Als ich im August 2013 über die Aktie K+S eine Analyse unter dem Titel ?Alle Krähen hacken auf K+S?  schrieb, lag ihr Preis zwischen 17?-18?. Es war die Zeit in der viele Analysten über K+S nur negatives geschrieben haben. Als ich die Fakten studierte, stellte ich fest, dass es eine unbegründete Angst ist, die die Aktie herunterzog. Die Spekulation um niedrigen Kalipreise war das Hauptargument. Es schien mir schon damals unlogisch, dass ein tiefer Kalipreis für alle Kaliproduzenten langfristig sinnvoll wäre. Es lag auf der Hand, dass um Kalipreis letztendlich einen vernünftigen Kompromiss geben muss.

Wie ist die Lage jetzt?
Nun seit August letzten Jahres ist eine Menge geschehen. Der Vorstandschef von Uralkali Baumgartner wurde in Ukraine verhaftet. Der Milliardär und Großaktionär von Uralkali, der den Preiskampf wollte, hat auf Druck von Putin seine Anteile verkaufen müssen. Das politische Verhältnis zwischen Russland und Ukraine verbesserte sich enorm. Es stellte sich heraus, dass Kaligeschäft für die Ukraine ein wichtiger Devisenbringer ist.  
Da der russische Präsident Putin seinen guten Verhältnis zum Nachbarland Ukraine weiter stärken und ausbauen will, fällt mir schwer zu glauben, dass er mit einem Kalipreiskampf weiter machen wird. Meine Schlussfolgerung ist: Der Kalipreis wird wieder steigen!

Wie steht es mit K+S?
Das erste, was mir sofort auffiel, war das gute Management von K+S. Ich habe den Eindruck, dass hervorragende Personen an der Leitung von K+S tätig sind. Sie haben sofort ihre Hausaufgaben gemacht. Es wurde ein Sparprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren auferlegt. 150 Millionen davon werden im Jahr 2014 zu realisieren sein. Der Kauf von Kali Mine in Kanada wurde klugerweise mit Ausgabe von Anleihen finanziert und nicht Bankkrediten, da in einer problematischen Situation man mit Anleihenbesitzern besser verhandeln und gute Kompromisse schließen kann. Mit den Banken wäre das nicht ohne weiteres möglich.
Der andere Vorteil ist: Sollte, aus welchen Gründen auch immer, der Kurs der K+S-Anleihen fallen, könnte K+S ihre Schulden billiger zurück kaufen. Die Kalimine im Kanada, die 2016 in Produktion geht, wird das Produzieren von Kali viel billiger machen. Das bedeutet mehr Gewinn für K+S.  

Wie ist die Bewertung der Aktie?
In meinem Beitrag von August letzten Jahres ? Alle Krähen hacken auf K+S? sah ich die faire Bewertung der Aktie bei 30?. Diese Bewertung fand in einer Zeit statt, als noch Spannungen zwischen Russland und Ukraine gab. Baumgartner posaunte täglich die Abwärtsspirale des Kalipreises aus. Das Sparprogramm von K+S war noch nicht verkündet worden.
Heute ist die Situation anders: Der Kalipreis wird wieder ansteigen. Der Gewinn von K+S wird sich erhöhen (Sparprogramm, Kalipreisanstieg, Salzgeschäft). Zukunftsvisionen des Managements im Bereich Seltene Erden werden einen positiven Wachstumsschub auf langer Sicht ermöglichen.  Ich sehe aktuell die faire Bewertung der Aktie zwischen 50-60?.
Diese Bewertung habe ich sehr konservativ und fast pessimistisch berechnet. Wenn der brutto Gewinn des Unternehmens für 2013 bei 600 Millionen Euro liegt, und das netto Gewinn ca. 280 Millionen beträgt, dann hätten wir für 2013 einen netto Gewinn von 1,46? pro Aktie.
Nehmen wir pessimistisch an, dass dieser Gewinn in den nächsten drei Jahren auf diesem Niveau bleibt. Dazu kommt durch das Sparprogramm ein brutto von 500 Millionen Euro hinzu. Netto wäre das wahrscheinlich 280 Millionen. Geteilt durch drei Jahre hätten wir pro Jahr 93 Millionen oder 0,49? pro Aktie zusätzlich. Also 1,46? + 0,49? = 1,95? pro Jahr pro Aktie. Bei den Kursen von 50? - 60? hätte die Aktie eine Gewinnrendite von 4% bzw. 3,2%.
Dieser Prozentsatz ist Momentan bei vielen Aktien gar nicht ungewöhnlich!
Und wie hoch ist der aktuelle Preis der Aktie? Nur 23?!
Meiner Meinung nach ist eine Verdopplung bzw. eine Verdreifachung des Aktienkurses nur eine Frage der Zeit und Geduld.
Alle Forum Lesern wünsche ich viel Erfolg und gute Gewinne!
Salim R.
 
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40038 Postings ausgeblendet.

17.01.20 20:47

4222 Postings, 3961 Tage Diskussionskulturerfahrungsgemäß

würde man den aktionären in so einem fall (komplettausstieg von k+s) mittelfristig mit einem spin-off vermutlich den größeren gefallen tun; gerade in der aktienmäßig vorherzusehenden mittelfristig sich vollziehenden neuformierung des großen streubesitzes läge kurspotential; im von euch diskutierten fall als reine geldbeschaffungsmaßnahme sehe ich hingegen eher enttäuschungspotential: entweder geht k+s nicht voll raus oder man muß den käufern konzessionen machen, weil die wissen, weshalb die braut angeboten wird.  

17.01.20 21:06

1838 Postings, 1412 Tage AndtecBarracuda

Wenn man K+S unter Wert abspeisen will, könnte auch China National Salt auf den Plan treten. Somit hätte man immer noch 3 Salzhauptakteure  auf dem amerikanischen Markt. Wenn compass minerals oder cargill K+S fair bezahlen, konzentriert sich der amerikanische Markt auf zwei Anbieter. Cargill könnte Morton Salt sogar aus der Portokasse bezahlen.  

17.01.20 21:10

1838 Postings, 1412 Tage AndtecDiskussionkultur

Ein Börsengang ist teuer und würde zu lange dauern. Wenn mindestens zwei Interessenten da sind, ist egal aus welchen Beweggründen ein Verkauf erfolgt.  

17.01.20 22:10

4222 Postings, 3961 Tage Diskussionskultures wird aber

hoffentlich keine auktion mit startpreis 1 dollar  

17.01.20 22:28

1838 Postings, 1412 Tage AndtecWir sind nicht bei e-bay

 

17.01.20 22:34

1838 Postings, 1412 Tage AndtecBoeckers war doch in USA

Normalerweise präsentieren Marketing Leute die abgedroschenen Folien. Diese Woche war Boeckers aber persönlich in New York. Vielleicht hat er schon mal Vorgespräche geführt?  

18.01.20 08:34
1

130 Postings, 153 Tage Trader2022Aktuelle MOS Preise

18.01.20 11:04
1

372 Postings, 3140 Tage Luxury-GapDeal mit Naturschützern - vorzeitiger Baubeginn

18.01.20 11:55

26 Postings, 1274 Tage Falkone3Naturschutz

Es geht den "Umweltschutzfuzzis" eh nur um Geld. Sie sind vgl. mit Abmahnvereinen.  

18.01.20 12:42

2245 Postings, 4435 Tage DerLaie@ Andtec

"Normalerweise präsentieren Marketing Leute die abgedroschenen Folien. Diese Woche war Boeckers aber persönlich in New York. Vielleicht hat er schon mal Vorgespräche geführt?"

Boeckers ? - Der war echt gut!

Dann vermutlich schon eher, weil Dr. Lohr zumindest das Taktieren auf Konzernebene bei Hochtief mitbekommen hat, ganz im Gegensatz zu Herrn Boeckers, der vorher keinerlei Erfahrung als CFO oder auch nur kfm. Leiter - üblicherweise - im Mittelstand aufweisen konnte, zumindest ergibt sich darauf kein Hinweis in seiner von K+S veröffentlichten Biografie!  

18.01.20 14:26

1838 Postings, 1412 Tage AndtecDerLaie

Boeckers ist nun mal der CFO von K+S. Darüber hinaus als großer Vertrauter von Lohr wird er bestimmt die nötige Vollmacht gehabt haben, um mit möglichen Käufern von Morton Salt Gespräche zu führen.  

18.01.20 16:14
1

173 Postings, 65 Tage Barracuda7Für alle die von der vorzeitigen

Vertragsverlängerung nichts mitbekommen haben:

http://fruchtnews.com/...ndsmandate-von-lohr-und-boeckers-verlaengert

K+S entwickelt sich laut AR hervorragend. Vertrauensvolle Zusammenarbeit - das glaube ich sogar!
Erfolgreiche Entwicklung von K+S wird weiter vorangetrieben. Man muss sich schon Fragen ob das System ist oder die alle Tomaten auf den Augen haben.  

18.01.20 16:37

259 Postings, 1101 Tage ClintosthutBarracuda

vielleicht musst du dich auch fragen, ob du das Unternehmen richtig bewertest! Ich als Aktionär bin mit k-plus-s sehr zufrieden! Kommuniziere ich ja andauernd! Es gibt Entwicklungen auf die k-plus-s Einfluss hat und solche auf diese keinen Einfluss haben! Und zu boeckers, hier wird getan, als hätte man ihn nur in Vetternwirtschaft zum CFO gemacht! immer wieder hat man den Eindruck von euch madig machern als würde Vorstand und Aufsichtsrat ganz bewusst dass Unternehmen schädigen wollen! Was für eine unsinnige Vorstellung. und auch der Verkauf an die Schweizer ist ja nicht mit der Investition von Kanada gleichzusetzen, sondern nur ein kleiner Baustein um die Verschuldung zu reduzieren. Mit dem Salzgeschäft in den USA wird es möglicherweise halbiert. hier haben einige Lia kommuniziert, dass sie noch Stückzahlen in dieser Aktie halten, obwohl sie so negativ die Zukunft des Unternehmens sehen. Ich kann da eigentlich nur raten zu verkaufen und in Aktien zu investieren, denen man mehr Potential zutraut! Es macht ja gar keinen Sinn hier investiert zu bleiben. Aber die Texte die hier geschrieben werden lässt eigentlich schon erahnen welch guter Kontext hier zu erkennen ist.  

18.01.20 18:17
1

1838 Postings, 1412 Tage AndtecClintoshut das ist heuchlerisch

oder eine Realitätsverweigerung. Du seist mit der Entwicklung des Unternehmens sehr zufrieden. Ich bin vom Aktienkurs schockiert. Was Boeckers angeht, so wundert es mich, dass jemand  nur mit einer Banklehre,  der keine abgeschlossene Hochschulausbildung  in den Wirtschaftswissenschaften voweisen kann, einen solchen Job bekommt. Dieses fehlende Wissen merkt auch der Markt. Wann immer scheinbare Erfolge oder Halbfakten vermeldet werden, taucht die Aktie ab. Die Investoren nehmen ihm die Geschichten nicht ab. Es gab schon schlimmere Zeiten bei K+S, als Bethune noch nicht fertig war und es gar nicht klar war, ob es überhaupt jemals beendet würde, die Genehmigung der Versenkung versagt wurde, der Kalipreis niedriger war, aber die Aktie stand dennoch 80% höher. Man muss sich auch schlechten Nachrichten stellen können und ihnen offensiv begegnen und sich nicht vor ihnen verstecken. Das letzte kommt nie gut an.  

18.01.20 18:36

4222 Postings, 3961 Tage Diskussionskultur#40053

"Mit dem Salzgeschäft in den USA wird es möglicherweise halbiert"

aber dafür ist es dann auch weg.  

18.01.20 18:41

1838 Postings, 1412 Tage AndtecÜbrigens war die Verschuldung ähnlich.

Die Aktienindizes waren auch nicht so hoch wie jetzt, um die Realation des derzeitigen Absturzes richtig einzuordnen. Wie kann man sich in einer HV vor Aktionäre stellen und jedesmal erzählen, dass man den Börsenwert wieder mal um 35% verbrannt hat und sagen, dass alles gut wäre, weil Shaping 2030 alles ins Lot bringen würde?  

18.01.20 18:42
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1838 Postings, 1412 Tage AndtecDiskussionkultur

Einen Tod muss man sterben.  

18.01.20 18:49
1

1838 Postings, 1412 Tage AndtecEntweder werfe ich Ballast ab

oder ich gehe mit der vollen Last unter.  

18.01.20 19:08
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4222 Postings, 3961 Tage DiskussionskulturAndtec

dass der kurs in schlimmeren zeiten höher stand, hat m.e. nichts mit boeckers, sondern einzig und allein mit der seit langem eingeschlagenen strategie, die deutschen standorte halten und zwei fliegen mit einer klappe treffen zu wollen (deren absehbare erschöpfung und die kostennachteile durch eine megainvestition in kanada auszugleichen). solange das werk in kanada in der bauphase war, bestand die hoffnung, dass, es a) problemlos starten kann und b) dann, wenn es läuft, der kalipreis sehr rentable geschäfte ermöglicht. also damaliger kurs war hoffnungskurs.

stattdessen hat sich jetzt halt die schlinge zusammengezogen, aber ich bezweifle, dass das mit einem anderen cfo groß anders wäre. was hätte eine rachel empey - um mal eine in den medien und der industrie gefeierte topfinanzchefin zu nennen - daran ändern können? erst hat man kein glück und dann kommt halt auch noch pech hinzu.

und die bilanz der mit e-plus vollgepackten telefonica deutschland, wo empey beim deal so viele milliarden gespart haben soll, dass es für eine rasche beförderung bei fresenius gereicht hat, ist jetzt aus meiner sicht auch nicht so wahnsinnig doll (was m.e. am total absurden KP lag ... also das nebenbei zur expertise all der unangreifbar kompetenten).

so sieht es zumindest für mich von sehr weit außen aus. natürlich ist boeckers im land des "generals dr. von staat" (thomas mann) sicher das schwächste glied. die kommunikation gegenüber der börse ist m.e. indiskutabel, aber das zieht sich sich fast schon wie ein roter faden durch die letzten jahre und hat wohl auch wenig spezifisch mit ihm zu tun, sondern liegt eher an etwas, was ich mit wagenburg umschreiben würde (zur erinnerung: steiner 41 plus x; roberts (sinngemäß) probleme sind kein problem und kosten nichts; salz EBIT I 250 mio).

also: auf ihm allein würde ich jetzt nicht herumhacken, wenngleich ich mir beim besten willen auch nicht vorstellen kann, dass er eine KE über 1 mrd durchbringen könnte ... (läge aber auch nicht nur an ihm, oder?)

dass der kurs da ist, wo er ist, liegt am erwarteten ergebnis je aktie 2019 und 2020, am kalipreis, an den operativen problemen und dass jedem klar ist, dass im laufe der nächsten 12-18 monate das thema refinanzierung GROSSGESCHRIEBEN werden wird und die vor weihnachten angekündigten maßnahmen total waren. da gab es an der börse nichts zu feiern, weil man nicht wußte, was man feiern soll.

aber glaubst du im ernst, das unkonkrete lag am fehlenden studium von boeckers oder nicht doch eher daran, dass AR und VV auch noch sehr unkonkret sind?

boeckers könnte nur sagen: so etwas trägt er nicht mit, und sich verabschieden. aber wo soll er hin ? ? (da, aber erst da, sind wir dann vielleicht wirklich mal zum ersten mal beim fehlenden hochabschluß in wirtschaftswissenschaften oder mathematik)  

18.01.20 20:48
1

173 Postings, 65 Tage Barracuda7Clinto

Nein es ist keine Vetternwirtschaft jemanden aus den eigenen Reihen ein Millionengehalt zu offerieren, wenn es extern mehr als genug Kandidaten mit viel besserem Profi und mehr Erfahrung gibt. Aber mit extern fuhr man ich der Vergangenheit auch nicht gut, als man Rademacher von RWE holte. Der sagte seine Meinung und musste gehen. So siehts in der Unternehmenskultur aus. Ein Guru und viele Ja-Sager. Shareholdervalue interessiert da niemanden, sonst würde man so einen Müll gar nicht erst publizieren. Die Aktie sackte um 50% ab und die Vorstände werden aufgrund ihrer hervorragenden Arbeit ausgezeichnet. Sicherlich spielen externe Faktoren eine Rolle. Nun frag ich dich aber mal direkt: Was bitte haben diese Herren seit 5 Jahren gemacht? Nichts! Das ist Stillstand wie in der Regierung. Was soll davon bitte hervorragend sein. Aussitzen und blöd aus der Wäsche schauen. Dafür gibts nun die Quittung. Völlig zurecht.
Hier kanns erst wieder anders laufen wenn der Vorstand samt AR die Positionen räumen. Schau dir mal andere Unternehmen an. K+S bräuchte jemand wie Reitzle als AR. Der würde den Laden mal auskehren. Das wäre bitter nötig.  

18.01.20 22:02

259 Postings, 1101 Tage Clintosthutheuchlerisch?

was soll denn bei meinem Statement heuchlerisch gewesen sein? wenn der Kurs bei schlechter dann Voraussetzungen sehr viel höher gewesen ist, umso mehr ist es dann weniger die Schuld von Vorstand oder Aufsichtsrat, aber letztendlich wir das ja alles nicht von euch bestimmt, sondern von denen die das Sagen haben! das Unternehmen hat noch zwei Joker und wer glaubt, dass der calibrize nicht mehr sehr viel höher ansteigen kann, soll sich Ende des Jahres noch mal mit mir auseinandersetzen.  

18.01.20 22:11

2245 Postings, 4435 Tage DerLaie@ Clinto, etc...

" (...) Und zu boeckers, hier wird getan, als hätte man ihn nur in Vetternwirtschaft zum CFO gemacht! immer wieder hat man den Eindruck von euch madig machern als würde Vorstand und Aufsichtsrat ganz bewusst dass Unternehmen schädigen wollen! (...)"

Mit Verlaub Clinto, ich darf einmal den Ausdruck von Andtec übernehmen: Sie heucheln!

Wenn man Ihre alten postings liest, Ihre Einstiegskurse und Ihre Argumente, dass Sie durchs shorten  dennoch hinreichend verdienen, um Ihre immensen Kursverluste zu kompensieren (?), können Sie logischer Weise nicht mit dem Management zu frieden sein.

Im Übrigen ist es völlig aberwitzig zu unterstellen, das das Management bewusst das Unternehmen schädigen will. Die Probleme respektive Optionen sind vielschichtiger:

Ein Unternehmen wie K+S, dass dermaßen in der Bredouille steht wie K+S hat schlicht das Beste Management nötig. Und dazu gehört umfangreiche theoretische und noch viel mehr praktische experience. Da darf man sich schon fragen, warum es dem AR nicht gelungen ist adäquate Kandidaten zu akquirieren. Haben die Profis alle dankend abgelehnt, wissend um die internen Strukturen, welche erfahrende Manager davon abhalten sich bei K+S ihre Karriere zu ruinieren?

Wem das zu weit hergeholt erscheint, sollte sich einmal mit der Geschichte der (alten) RWE vertraut machen. Hier war durch die gewachsenen Beiräte, bestehen aus Kommunalpolitikern - mit völlig anderen - als wirtschaftlichen Interessen planvolles Handeln nur rudimentär gegeben. Die Folgen sollten hinlänglich bekannt sein!!

Bei K+S kommen noch erschwerend die historischen Gewerkschaftsfunktionäre hinzu, welche den Politikern nicht nachstehen.

Nur, wenn ich TOP Manager nicht finden kann, muss man in der zweiten Reihe suchen, aber keinesfalls, gerade in dieser Situation der sog. betrieblichen Inzucht Vorschub leisten und darauf vertrauen, was man gemeinhin als Potentialkandidat versteht.

Aus Sicht des CEO kann, ich betone kann, je nach Intention des CEO eine derartige Besetzung erleichternd für Ihn sein. Insbesondere, wenn er selbst bei verschiedenen Konzernen sich das spezifische knowledge als CFO aneignen konnte. Es lohnt sich, sich darüber den einen oder anderen Gedanken zu machen. Womit ich explizit nicht unterstellt habe, daß das Management das Unternehmen absichtlich schaden will.

Diesen Gedanken könnte man unterstellen, wenn einem Dritten, neuen oder "bekannten" Unternehmen der Steigbügel gehalten werden soll um günstig einzusteigen bzw. wieder einzusteigen. Das müsste aber nicht unbedingt schlecht für "das Unternehmen K+S" sein, wohl aber für die Aktionäre, insbesondere mit Blick auf die ausgeschlagenen Optionen 2014 UND 2015! Das wäre allerdings mehr als Perfide - würde aber durchaus zum Zeitgeist passen.

Derartige strategische Optionen werden aber i.d.R. weniger vom Management, als von den finanzierenden Banken angedacht und forciert. In Anbetracht der absoluten Verschuldung, nicht der durch das Management "schön gerechneten" relativen Verschuldung, der immer noch bestehenden hausgemachten Probleme und dem Preisniveau, liegen bei den Banken sicherlich die "Plan - B" Pläne nicht mehr im Keller.

In diesem Sinne, ein schönes (Rest-)Wochenende.




 

18.01.20 22:54

2245 Postings, 4435 Tage DerLaieAus gegebenem Anlass:

Es völlig aberwitzig zu unterstellen, das das Management bewusst das Unternehmen schädigen will. Die Probleme respektive Optionen sind vielschichtiger:

Ein Unternehmen wie K+S, dass dermaßen in der Bredouille steht wie K+S hat schlicht das Beste Management nötig. Und dazu gehört umfangreiche theoretische und noch viel mehr praktische experience. Da darf man sich schon fragen, warum es dem AR nicht gelungen ist adäquate Kandidaten zu akquirieren. Haben die Profis alle dankend abgelehnt, wissend um die internen Strukturen, welche erfahrende Manager davon abhalten sich bei K+S ihre Karriere zu ruinieren?

Wem das zu weit hergeholt erscheint, sollte sich einmal mit der Geschichte der (alten) RWE vertraut machen. Hier war durch die gewachsenen Beiräte, bestehen aus Kommunalpolitikern - mit völlig anderen - als wirtschaftlichen Interessen planvolles Handeln nur rudimentär gegeben. Die Folgen sollten hinlänglich bekannt sein!!

Bei K+S kommen noch erschwerend die historischen Gewerkschaftsfunktionäre hinzu, welche den Politikern nicht nachstehen.
Nur, wenn ich TOP Manager nicht finden kann, muss man in der zweiten Reihe suchen, aber keinesfalls, gerade in dieser Situation der sog. betrieblichen Inzucht Vorschub leisten und darauf vertrauen, was man gemeinhin als Potentialkandidat versteht.

Aus Sicht des CEO kann, ich betone kann, je nach Intention des CEO eine derartige Besetzung erleichternd für Ihn sein. Insbesondere, wenn er selbst bei verschiedenen Konzernen sich das spezifische knowledge als CFO aneignen konnte. Es lohnt sich, sich darüber den einen oder anderen Gedanken zu machen. Womit ich explizit nicht unterstellt habe, daß das Management das Unternehmen absichtlich schaden will.

Diesen Gedanken könnte man unterstellen, wenn einem Dritten, neuen oder "bekannten" Unternehmen der Steigbügel gehalten werden soll um günstig einzusteigen bzw. wieder einzusteigen. Das müsste aber nicht unbedingt schlecht für "das Unternehmen K+S" sein, wohl aber für die Aktionäre, insbesondere mit Blick auf die ausgeschlagenen Optionen 2014 UND 2015! Das wäre allerdings mehr als Perfide - würde aber durchaus zum Zeitgeist passen.

Derartige strategische Optionen werden aber i.d.R. weniger vom Management, als von den finanzierenden Banken angedacht und forciert. In Anbetracht der absoluten Verschuldung, nicht der durch das Management "schön gerechneten" relativen Verschuldung, der immer noch bestehenden hausgemachten Probleme und dem Preisniveau, liegen bei den Banken sicherlich die "Plan - B" Pläne nicht mehr im Keller.

In diesem Sinne, ein schönes (Rest-)Wochenende.

 

18.01.20 23:50
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259 Postings, 1101 Tage ClintosthutLaie

die Texte sind mir einfach zu lang! Da habe ich noch drei Zeilen schon keine Lust mehr weiterzulesen! Und der Witz fängt ganz oben als erstes an und ich heuchel weil ich ja böse auf das Unternehmen sein muss! Wie oft muss ich es noch sagen, ich gebe den Vorstand und Aufsichtsrat keine schuld! aber das bekommt ihr in euren Köpfen einfach nicht hinein! Wenn eine Aktie fällt dann muss man in hektischer Kopflosigkeit einen Schuldigen finden und das ist falsch! ob ich heuchel oder nicht kann also nur ich selbst mit besten Gewissen beantworten und ich habe es bestritten! Ganz abgesehen davon dass ja die besten gar nicht rekrutiert werden können wie hier immer wieder behauptet wird! Boah, es langweilt mich immer wieder die gleichen Sätze zu lesen und das über 80 Zeilen setz mal eine andere LP auf  

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