Plug Power steht kurz vor der Inbetriebnahme seiner neuesten Wasserstoffproduktionsanlage in St. Gabriel, Louisiana. Das Unternehmen, dessen Aktien derzeit nahe ihrem 52-Wochen-Tief bei 1,59 US-Dollar gehandelt werden, erwartet den Produktionsstart im ersten Quartal dieses Jahres. Die Anlage, ein Joint Venture mit Olin Corporation, soll die Wasserstoffproduktionskapazität von Plug Power in Nordamerika erheblich steigern. Laut einer Analyse von InvestingPro steht das Unternehmen vor erheblichen operativen Herausforderungen, was diese Expansion für seine zukünftige Leistung entscheidend macht.
Die von Hidrogenii betriebene Anlage in St. Gabriel wird Nebenprodukt-Wasserstoff aus Olins Chlorproduktion nutzen. Nach vollständiger Inbetriebnahme soll die tägliche Produktion von flüssigem Wasserstoff um 15 Tonnen steigen, wodurch sich Plug Powers Gesamtkapazität auf 39 Tonnen pro Tag erhöht. Diese Erweiterung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: InvestingPro-Daten zeigen, dass das Unternehmen in den letzten zwölf Monaten einen Umsatzrückgang von 25,89% verzeichnete. Die Expansion soll die wachsende Nachfrage von Großpartnern wie Amazon und Walmart decken, trotz der aktuellen Bruttomarge von -82,46%.
CEO Andy Marsh betonte das Engagement für Sicherheit und verwies auf über 412.000 unfallfreie Arbeitsstunden in der Anlage. Dies unterstreicht die Einhaltung strenger Sicherheitsprotokolle, insbesondere bei Hochrisiko-Aktivitäten.
Eine entscheidende Phase in der Inbetriebnahme ist der laufende Trocknungsprozess. Dieser Schritt ist wesentlich für die Produktion von hochreinem Wasserstoff, indem Feuchtigkeit und Verunreinigungen entfernt werden, die zu Korrosion, Gefrieren und Leistungseinbußen führen könnten.
Die Anlage in Louisiana soll kontinuierlich betrieben werden und dabei Erkenntnisse aus der bestehenden Anlage in Woodbine, Georgia, nutzen, um Effizienz und Energieunabhängigkeit zu verbessern. Dies ist Teil von Plug Powers Strategie, ein zuverlässiges und nachhaltiges Wasserstoffnetzwerk in Nordamerika aufzubauen
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