Oirad, ein sehr guter Beitrag!. Bin ich nicht anders von dir gewohnt. Kautschuk brauche ich nicht zu loben, wir kommunizieren täglich sehr eng. Für Rentier und alle anderen Leidensgenossen möchte ich nochmals einen Blick in die Vergangenheit werfen:
OTI wurde von den Bashans gegründet. Eine Ingenieurfamilie durch und durch, die ihre Firma mit einem sehr guten Ingenieurteam voll auf Spitzentechnologie trimmten, allg. immer der Zeit und vor allem dem Markt voraus. Sie entwickelten sehr früh eine wahre Schatzkiste an Patenten. Global Player. Wie Visa, Mastercard, Cubic und diverse US-Großbanken wurden sehr früh auf sie aufmerksam und stiegen mittels Feldversuchen in ihre Technologie ein. Wie gesagt, waren die Bashans keine Kaufleute, waren dem entsprechend nicht in der Lage, gute, rentable Verträge mit diesen GlobalPlayern zu erzielen. Irgendwann wurde unser Mr. Ivy (2010-11) auf sie aufmerksam und investierte recht zeitnah rund 10 Mio USD. Da es weiterhin keine Fortschritte hin zu einem profitablen Unternehmen gab, zettelte er eine erfolgreiche Revolution an, unterstützte jeden gleichgesinnten Anleger (Angebot) mit seinem Büro und seinen Anwälten, um die Gründerfamilie in die Wüste zu schicken. Einfachheitshalber geschah dies mit einem großzügigen Angebot, das die Bashans kaum ablehnen konnten. Selbstverständlich zu Lasten der Investoren. Warum Ivy anschliessend eine allseits bekannte Gangstertruppe mit dem Kommando betraute und den relativ unerfahrenen CEO von EasyPark, Tzipperman, zum CEO von OTI ernannte, begreife ich bis heute nicht. Der angebliche Sprzialist für Patentrecht, Dimitrios Angelis, Mitglied der genannten Gruppe, sollte endlich den berühmten Patentschatz heben und in bare Münze wandeln.. Das ging, aus denkbaren Gründen, kräftig in die Hose. Alle Rechtstreitigkeiten, insbesondere gegen die vier US.Telekomunikationsriesen, wurden zwar gewonnen, allerdings ohne dass irgendwelche nennenswerten Zahlungen erfolgten. Plötzlich stand Shlomi auf der Matte, und die Brut wurde in die Wüste gejagt. Wiedereinmal traf es den dummen Investor. Der neue CEO Shlomi Cohen tat gleich auf, wie ein Märchenprinz und genehmigte sich ein ebenso üppiges Gehalt von fast 900000 USD im Jahr bei unter 20 Mio Umsatz. Toll Und wieder zahlte der Investor. Man kann es zwar nicht beweisen, aber viele Aussagen aus dem Umfeld, damals war ich da auch noch aktiv, Kautschuk war gerade eingestiegen und hatte sein NW begonnen aufzubauen, bestätigten, dass Shlomi wohl nicht unbedingt mit seinem großzügigen Jahresgehalt zufrieden war, und deshalb anfing, noch nebenbei "Verabredungen" mit der Konkurrenz zu beginnen. In 2018 kam es dann allerdings zum Bruch. Zunächst bot das Board Shlomi noch eine großzügige Ablöse, den Stuhl des Chaiman und weitere Kleinigkeiten an. Dann kam es allerdings zum absoluten Bruch mit Ivy und Shlomi ging ohne jeglicheKündigungsfrist, ohne pompöse Abfindung, ohne Ablöse und ohne jegliche weiteren Privilegien.
Das sagt meiner Meinung nach ALLES, welche Verhältnisse hier vor ein paar Jahren geherrscht hatten.
Und trotz dem Abgang von Shlomi war die involvierte Konkurrenzfirma Nayax derart dreist, dem Board und Ivy ein Übernahmeangebot zu 60 Cent zu unterbreiten. Laut meiner Info war es das neu besetzte Board, das in erster Linie dieses Angebot ablehnte.
Nun betrat Yehuda die Bühne und den Rest sollte jeder hier aus eigener Erfahrun kennen.
Noch kurz meine persönliche Ansicht zur Entwicklung solcher Techfirmen vor dem Hintergrund neuer Technologien: In US ist das ganz einfach: Solchen Firmen wirft man als StartUp und später bei IPO viele Milliarden in den Rachen. Dann kommt es auf absolute Schnelligkeit an. Geld spielt zwar keine Rolle, ist allerdings auch endlich. Im Rest der Welt läuft das meist anders. Am Anfang steht die Idee, mit der allerdings kaum ein aussenstehender etwas anfangen kann und für deren Produkte auch kein Markt besteht. Klar, können die Firmen zu Beginn über zeistellige Millionenbeträge verfügen, die allerdings meist rech zügig aufgebraucht sind. Auch ohne korruptes Management vergehen viele Jahre, bis Technologie, natürlich weiterentwickelt, auf Markt trifft, oder auch nicht. Parallel muss die Firma bekannte werden, Kontakte knüpfen und ihre Stellung in der Hackordnung, am Besten ganz Oben, finden.
Und genau hier stehen wir jetzt!!!
OTI ist global bekannt, hat mittlerweile sehr gute Partner und Kunden, Spitzenprodukte und endlich einem Markt gefunden, der zudem coronabedingt noch rasant wächst. Ich jedenfalls habe die letzten 20 Jahre abgehakt und freue mich auf die bevor stehenden.
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