TUI 2007: Erholung oder Zerschlagung?

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neuester Beitrag: 13.04.21 08:33
eröffnet am: 23.11.06 19:09 von: fuzzi08 Anzahl Beiträge: 14095
neuester Beitrag: 13.04.21 08:33 von: Jupp007 Leser gesamt: 2316870
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23.11.06 19:09
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11367 Postings, 6299 Tage fuzzi08TUI 2007: Erholung oder Zerschlagung?

Vorab einige Worte pro domo:
Mein alter TUI-Thread (Titel: TUI) funktioniert nicht mehr. Auf Schreibversuche
erfolgt der Hinweis (in Rot), daß ich in einem "verbotenen Forum" schreibe - was immer das auch heißen mag. Anfragen an ARIVA wurden bis jetzt nicht beantwor-
tet. Wozu sich lange rumärgern - schneller kommt man mit einem neuen Thread
zum Ziel. Schade um den alten Thread, der für viele eine Hilfestellung geboten, zuletzt durch notorische Stänkerer aber doch arg gelitten hat.
Also: auf ein Neues.
Ich begrüße alle, die sich im alten Thread konstruktiv am Dialog beteiligt haben,
oder beteiligen wollen - auch wenn sie konträre Meinungen vertreten.

Wie der Titel schon andeutet, geht es um die Perspektiven des Unternehmens im kommenden Jahr, 2007. Da dürfte nämlich entscheiden, wohin im wahrsten Sinne
die Reise geht: kommt die Erholung - wofür es jetzt schon Anzeichen gibt; oder
kommt eine Zerschlagung, wofür vieles spricht?

Zur Aktie: der Kurs schmiert wieder ab. Einerseits durch die laufenden Abstufun-
gen, andererseits wegen der speziellen Situation zum Jahresende, wo schlechte
Performer eher wieder gegeben werden, da sie kein Fondsmanager zum Ultimo im
Portefeuille haben will. Und last but not least ist da der heißgelaufene Dax, der
vielen zur Vorsicht rät; da versuchen viele Marktteilnehmer, durch Stockpicking
Risikominimierung zu betreiben.

Wie auch immer: Fundamentales spielt in solchen Fällen keine bzw. nur eine unter-
geordnete Rolle. Ich habe mir deshalb eine Deadline gesetzt, die ich aktuell an das Tief, das vor 5 Handelstagen erreicht wurde, angepaßt habe: 5,90 EURO.
 
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14069 Postings ausgeblendet.

09.04.21 17:03
1

1554 Postings, 3301 Tage cromwelleecht Mist

was die Tun.

Morgen ist Freitag, könnte nochmal richtig runtergehen.  

09.04.21 17:35

4573 Postings, 2840 Tage dlg....

So, mit den finalen Zahlen zur Wandelanleihe (https://www.dgap.de/dgap/News/corporate/...onen-euro/?newsID=1433959) ist wiederum für jeden etwas dabei.

Positiv: man hat die kompletten 400 Mio platzieren können.

Negativ: man musste die teuersten Varianten nehmen, sprich: sowohl die 5% komplett ausgereizt und auch bei der Wandlung nur die 25%. Und ?fast zweifach überzeichnet? ist mE alles andere als überzeugend. Die Kombination aus 400Mio/5%/25% könnte man als Zeichen werten, wie verzw?angespannt die Lage ist.

cromwelle, den Stern gab's für die Freitags-Analyse.  

09.04.21 17:51
1

64 Postings, 1575 Tage Jupp007Der letzte Satz

Der letzte Satz macht nachdenklich:

Fritz Joussen, Vorstandsvorsitzender der TUI Group: "Die Anleihe war fast 2-fach überzeichnet. Die im Januar erfolgreich abgeschlossene Bezugsrechtekapitalerhöhung und heute die Platzierung der Wandelanleihe zeigen, dass Kapitalmarkt und Investoren Strategie und Geschäftsmodell der TUI vertrauen, unseren Weg aktiv unterstützen und ihn mitgehen. Sie erwarten eine spürbare Erholung des Tourismus und nach der Pandemie eine starke TUI - digitaler, schlanker und effizienter. Wir haben die Weichen dafür gestellt: die Transformation läuft, die Digitalisierung wurde beschleunigt, wir bauen insbesondere unsere digitalen Plattformen aus und unser Effizienzprogramm wird die Kosten ab dem Geschäftsjahr 2023 um 400 Millionen Euro pro Jahr senken. Mit der heute abgeschlossenen Emission können wir den ersten wichtigen Schritt im Rahmen der Refinanzierung unserer Kapitalstruktur planen."


Das ist eine sehr deutliche Ankündigung für die nächsten Kapitalmaßnahmen!

Gewinne werden dieses Jahr nichts refinanzieren können und die umfangreichen Kostenreduzierungen sind erst für 2023 terminiert.  

09.04.21 19:36

1110 Postings, 797 Tage Hitman2Wandelanleihe

TUI finanziert sich per neuer Wandelanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von circa 350 Millionen Euro.https://www.sharedeals.de/tui-neue-kursbombe/  

09.04.21 21:16
1

64 Postings, 1575 Tage Jupp007Buchungsrückgang auch bei TUI

Kritik am Mallorca-Tourismus gab es in den vergangenen Wochen von vielen Seiten - insbesondere von einigen Politikern. Die Debatte sorgte für eine Trendumkehr, so legt es eine Analyse des Marktforschungsinstituts Travel Data + Analytics nahe. Demnach brachen die Buchungen in der Woche vor Ostern mass ...
Möglicherweise ist das der Grund für die schnelle Kapitalaufnahme:



 

09.04.21 21:27

1554 Postings, 3301 Tage cromwellefinde ja

das sie sich für heute Ja noch ganz gut erholt hat.

Hoffen wir das beste ..... !  

10.04.21 08:36

3636 Postings, 6704 Tage ciskaBis zur Pleite dauert es nicht mehr lange

TUI besorgt sich frisches Geld am Kapitalmarkt. Durch die Platzierung einer Wandelanleihe will das Unternehmen rund 350 Millionen Euro einnehmen, wie TUI mitteilte. Möglicherweise soll das Volumen auch auf 400 Millionen Euro erhöht werden. Die Mittel sollen zur Erhöhung der Liquidität und später zur Rückzahlung anderer Verbindlichkeiten eingesetzt werden. Die Wandelanleihe soll eine Laufzeit bis zum Jahr 2028 haben und mit 4,5 bis 5 Prozent pro Jahr verzinst werden. Das Analysehaus Jefferies hält die Aufnahme neuer Mittel durch TUI für unzureichend. So sichere die Wandelanleihe die Zahlungsfähigkeit gerade einmal für einen Monat, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Analyse.

Was passiert nächsten Monat .............

 

10.04.21 08:49

387 Postings, 890 Tage Hobbytrader0815Gutscheinflut

Gutscheine fluten leere Tui Kasse mit buntem Altpapier.

 

11.04.21 08:10
2

4573 Postings, 2840 Tage dlg....

ciska, wer sich gerade am Kapitalmarkt innerhalb eines Tages 400 Mio Euro besorgen kann, dem droht normalerweise nicht so schnell die Pleite. Dazu gäbe es immer noch die Möglichkeit, Unternehmensteile zu verkaufen, weitere KEs zu starten und im Hintergrund gibt es zudem noch den Bund mit weiteren möglichen Hilfsprogrammen (die die bisherigen Programme nicht als Milliardengrab erscheinen lassen).

Deshalb wie ich schon seit Monaten schreibe: einen Pleite-Fall sehe ich bei TUI nicht. Aber ich sehe auch leider keinen Fall bei dem für viel Wert für die Aktionäre übrig bleibt aufgrund der aufgelaufenen hohen Verschuldung. Dein Jeffries Auszug zeigt es ja (bzw. ich hatte es am Freitag erwähnt): Liquidität für einen Monat kostet TUI 20 Mio Zinskosten pro Jahr bei einer möglichen 6,8%igen Verwässerung. Und dass der Liquiditäts-Abfluss nicht so schnell vorbei ist, zeigt der folgende Link:
http://www.finanztreff.de/news/...rechen-um-drei-viertel-ein/24212142  

11.04.21 09:35

299 Postings, 6163 Tage Chico79Aus der Traum

Quelle NTV


+++ 07:15 Tourismusbuchungen für Sommer brechen um drei Viertel ein +++
Die deutsche Tourismusbranche stellt sich angesichts der Corona-Pandemie auf ein weiteres schwieriges Jahr ein. Die Buchungen für 2021 seien deutlich schlechter als die schon schlechten Zahlen vom Vorjahr, sagt Michael Frenzel, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft, der "Welt am Sonntag". "Für die Sommersaison liegen die Buchungen gemessen am Umsatz um 76 Prozent unter den Zahlen im Vorjahreszeitraum." Im Frühjahr hätten die Stornierungen die Buchungen sogar weiterhin übertroffen. Erst ab dem dritten Quartal rechnen die Bürger nach Darstellung von Frenzel wohl mit spürbaren Verbesserungen. "Die Mehrheit der Menschen setzt auf späte Reisen im Herbst", sagte er. "Das sieht man daran, dass die Buchungsrückgänge für diese Zeit niedriger sind als in den Sommermonaten davor: für September um 36 Prozent, im Oktober um 22 Prozent."  

11.04.21 09:38

299 Postings, 6163 Tage Chico79Umsatzeinbruch

Der Umsatz bricht weiter ein, das große Sommergeschäft wird anscheinend ausbleiben, die Verwässerung steigt weiter an.
Der große Knall wird hier sicherlich demnächst kommen, den die MK von TUI ist ein riesiges aufgeblasenes Etwas was die Realität nicht widerspiegelt.  

11.04.21 10:11
1

548 Postings, 3192 Tage jef85Zuversichtlicher Tuichef

Es gibt bereits jetzt einige gute Signale. Der Vergleich zum Vorjahr ist sehr unpassend. Letztes Jahr dachte ziemlich jeder im April, dass Corona nach einigen Wochen vorbei ist. Daher wurden Reisen blind gebucht und anschließend die meisten storniert.

Der Tuichef hat vollkommen recht. Die einzige Lösung heißt Impfen und aktuell 2-3 Wochen harter Brückenlockdown.

Wenn die Situation ab Mai ruhiger wird und lockdownfrei, wird es hier eine Freude sein.

https://www.google.com/amp/s/www.noz.de/...le-und-entwicklungen%3famp  

11.04.21 14:06
2

299 Postings, 6163 Tage Chico79Der TUI Chef

versucht doch schon seit Monaten alles schön zu reden....
In der Vergangenheit kamen doch von seiner Seite aus nur Phrasen wie: Die Bürger sind hungrig auf Urlaub, Buchungen nehmen extrem zu.... usw usw usw. Die Realität sieht anders aus, er versucht alles irgendwie ins Positive zu drehen damit der Kurs nicht abrutscht. Die Verwässerung ist extrem, da wirft sich die Frage auf, ob TUI demnächst nicht doch einen Re-Split plant bevor es die nächste KE geben wird. Für die Aktienstruktur wäre es sinnig, für den Kleinaktionär ist diese Variante meistens ein Verlustgeschäft.  

11.04.21 14:28
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548 Postings, 3192 Tage jef85@ Chico79

Deine negative Grundhaltung zu TUI ist ja ok, aber man muss folgendes beachten:

- Menschen wollen reisen
- die aktuelle Situation ist nicht mit der vor einem Jahr zu vergleichen
- Es wird immer mehr Länder mit hoher Impfrate geben
- Reisen in Zukunft werden teurer
- durch Corona beschleunigte Digitalisierung wird Kosten nachhaltig drücken
- TUI ist Marktführer

Ob der Kurs kurzfristig auf unter 4 geht, ist die eine Frage. Aber längerfristig wird der Reisehunger der Menschen für gute Ergebnisse sorgen. Dies führt zu Schuldensenkungen usw.

Trotz der noch vielen Unsicherheiten ist ein Zins von 5 % ein Erfolg. Zieht das Geschäft erst mal an, sind auch 2-3 % möglich und das ohne Probleme.  

11.04.21 22:30
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773 Postings, 1350 Tage larrywilcox...

Wie kann man diesem Zombieunternehmen noch die Stange halten?  

12.04.21 07:15
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4573 Postings, 2840 Tage dlg....

jef85, die negative Grundhaltung von chico ist in der Tat allen bekannt. Was aber mittlerweile genauso oft hier im Forum gepostet wurde ist Dein ?die Menschen wollen wieder reisen?. Nur weil Menschen reisen wollen, heißt das noch lange nicht, dass die TUI Aktie ein gutes Investment für die Aktionäre ist. Ich weiß nicht, warum sich diese Phrase immer noch so dermaßen hält.

Natürlich ist es für jedes Unternehmen gut, wenn das zugrunde liegende Produkt am Markt nachgefragt wird. Aber im Falle von TUI ist das einfach viel zu kurz gegriffen. Wie wird gereist, über wen wird gereist (HRS, Expedia, Booking), wohin wird gereist (zukünftig mehr innerhalb Deutschlands?), wie teuer werden die Hygienmaßnahmen für die Reiseanbieter, wieviel Geld steht zukünftig für Reisen zur Verfügung, sind wirklich Wettbewerber ausgefallen, was ist mit der Verschuldung TUIs, was mit weiteren Verwässerungen, müssen Unternehmensteile verkauft werden, etc. Das sind die relevanten Aspekte für ein Investment in TUI und mE nicht ob Menschen wieder reisen wollen. Ja, das wollen sie - ich übrigens auch im Oktober geht?s zum ersten mal seit zwei wieder los (über DERTour übrigens, aber das hat keine Aussagekraft).

Wenn Du mich vor zehn Jahren gefragt hättest, ob die Menschen Bier trinken wollen, hätte ich das auch bejaht - schau Dir die Aktie von Inbev die letzten zehn Jahre an, ein Performancegrab für Aktionäre. Die Leute wollen übrigen auch gerne essen habe ich neulich mal gehört. Trotzdem war Vapiano nicht die beste Aktie in den letzten Jahren.

Ein Zins von 5% bei einer Wandlungsprämie von nur 25% ist alles andere als ein Erfolg und als teuer zu bezeichnen. Wenigstens so viel Objektivität sollte vorhanden sein.  

12.04.21 08:03
1

4573 Postings, 2840 Tage dlg....

Mal ein Beispiel zum letzten Punkt: ich weiß, solche Vergleiche sind extrem schwierig bis manchmal auch überhaupt nicht aussagekräftig aus mehreren Gründen (Laufzeit, Branche, Zinsniveau damals, etc.), aber hier mal zwei Beispiele anderer Wandelanleihen deutscher Unternehmen in den letzten Monaten:

Duerr:
http://www.finanztreff.de/news/...m-volumen-von-150-mio-euro/21875667
?Mehrfach überzeichnet? nicht wie TUIs 1,x-fache Überzeichnung
0,75% Kupon
Wandlung bei 40%

Lufthansa
https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/...geschafft-20220496.html
?Sechsfach überzeichnet?
2,0% Kupon
Wandlung bei 40%
 

12.04.21 09:16
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121 Postings, 351 Tage EinzigNICHTartigDer oben zitierte

Michael Frenzel ist übrigens der, der die Preussag AG zur TUI AG gemacht hat. Nicht ganz unumstritten.

Leider hatte die TUI selten ein gutes Händchen in puncto Führungspersönlichkeiten. Willy Scharnow würde im Grab rotieren.

Allein mit der großspurigen Verkündung, wie gut Mallorca gebucht wurde, hat man sich in Hannover doch ein mächtiges Eigentor geschossen. Und auch allen anderen Touristikunternehmen einen Bärendienst erwiesen. Erstens war diese Aussage schon eine riesige Lüge, einzig und allein, um die Aktionäre bei Stange zu halten. Zweitens hat man aufgrund des medialen Shitstorms für zahlreiche Stornierungen gesorgt und gleichzeitig Neubuchungen nahezu komplett verhindert.

Der Joussen hat von Tourismus so viel Ahnung wie eine Kuh vom
Schlittschuhlaufen. Der Gute ist die Fehlbesetzung des Jahrzehnts und es würde mich nicht wundern, würde er der Totengräber der TUI. Aber ich vermute, wie DLG bereits erwähnt hat, dass man inzwischen zu viel Geld in den Konzern gepumpt hat, um ihn fallen zu lassen. Aber Geld verdienen, war vorher schon schwierig und wird in Zukunft bei diesen Schulden nahezu unmöglich sein.

Und selbst wenn Reisen teurer werden. Andere Touristikunternehmen sind deutlich besser durch die Krise gekommen und werden sicher nicht die Preise in dem Maße erhöhen, wie die TUI sie erhöhen muss.







 

12.04.21 09:38
3

64 Postings, 1575 Tage Jupp007Aktie steigt, warum?

Echt witzig: Es gibt mehr Stornierungen als Buchungen und TUI braucht eine Kapitalspritze. Das sind aber nur die Fakten.
Die TUI-Chef beschreibt die nötige Kapitalspritze als "Weg zur Entschuldung" und spricht von "Besserung in den nächsten Monaten".  Er setzt voll auf Prinzip Hoffnung und nennt keine neuen Fakten.

Was überwiegt am Kapitalmarkt: Prinzip Hoffnung. Fakten sind egal und der Kurs steigt.

Die Leute kaufen die Aktie tatsächlich, weil ja viele Leute "in den Urlaub wollen". Das reicht als Argument. Dabei scheint alles andere egal, bis die Zahlen beweisen, dass man mit "alle wollen in den Urlaub" allein kein Geld machen kann.

Ich bin gespannt auf die Halbjahreszahlen am 12.05. Dann heißt es wieder, dass jetzt aber wirklich alle in den Urlaub wollen und demnächst auch dürfen. Gleichzeitig wird dann die geplante Auslastung weiter gesenkt.

Mal schauen, wie lange die Aktionäre geduldig auf Gewinne warten werden. Das Prinzip Hoffnung geht in der Regel nur solange gut, wie genügend Liquidität vorhanden ist. Das ist bei den Aktionären genauso wie bei der TUI. Eine Wirtschaftskrise nach der Pandemie wäre für beide ein gewaltiges Problem. Aber das wollen wir ja nicht hoffen.




   

12.04.21 13:11
3

2149 Postings, 2325 Tage EtelsenPredatorStimmt natürlich:

TUI wird am Leben gehalten, weil der Deutsche als Reiseweltmeister auf eine Infrastruktur zurückgreifen muss, wenn demnächst die Zahl der Geimpften in ganz Europa - und das ist wichtig: nützt nichts, wenn der Deutsche durchgeimpft ist, der Grieche aber z.B. nicht - deutlich wächst. So wie ich Umfragen verstanden habe, will die Masse der Deutschen das "alte" Leben zurück. Ergo wird er einen Urlaub wollen wie er früher war: ohne Maskengedöns und anderen AHA-Regeln.
Insoweit ist es richtig, TUI als "systemrelevant" zu bezeichnen.

Davon zu trennen ist das, was für den Aktionär zu erwarten ist. Fakt ist: eine MK von z.Zt. 5 Milliarden bei - ich glaube - 6 Milliarden Schulden. Der Kurs müsste deutlich tiefer stehen, aber "der Markt" bewertet ihn anders. Ich vermute, hier sind viele Anleger unterwegs, die investiert sind, weil der Kurs so niedrig steht. Sie mögen auch gepusht sein durch Veröffentlichungen in Börsenmedien und glauben vielleicht, der Kurs schießt deutlich und dauerhaft in die Höhe, wenn gute Nachrichten kommen. Aber sie übersehen, dass durch die bisherigen Maßnahmen der Kurs bereits deutlich verwässert ist. Weitere Kapitalmaßnahmen sind zu erwarten mit entsprechenden Effekten.

Dividende wird es dauerhaft entweder gar nicht oder nur marginal geben. Da muss sich doch jeder Anleger fragen, ob es nicht sinnvoller ist, in andere Werte zu investieren als hier ewig zu warten, bis mal wieder etwas abfällt. Ein Anleger sollte sich um seine Rendite kümmern, und sich nicht als Retter eines Unternehmens begreifen. Irgendein Trottel hat hier doch tatsächlich mal geschrieben, wir wären doch eine Interessengemeinschaft für das Unternehmen und sollten uns daher positiv äußern.... Ob dieser Zeitgenosse irgendetwas begriffen hat?

Ich bleibe weiter nicht investiert. Selbst ein Trading dieser Aktie sehe ich mittlerweile skeptisch.  

12.04.21 19:18

58 Postings, 319 Tage cycas@14090

Ja, stimmt alles, ABER:
wie viel Euronen konnte man (mindestens) seit Januar mit einen Invest verdienen wenn man zwischenzeitlich auch mal veräußert hat?
Und das ging nur, wenn man nicht auf die konträren Stimmen die hier seit Monaten vorher abgeraten haben gehört hat !!  

12.04.21 20:14

64 Postings, 1575 Tage Jupp007@cycas

@cycas,
seit Januar haben nur die Broker gewonnen. Der Kurs war mal drüber und mal unter dem aktuellen Stand. Natürlich gibt es auch andere Gewinner, denen aber genauso Verlierer gegenüber stehen.

Ich glaube, dass die TUI nicht unbedingt eine Erfolgsgeschichte über die letzten Monate darstellt.  

13.04.21 07:10
1

4573 Postings, 2840 Tage dlg....

cycas, ein Argument ist das nicht und Du bringst hier eine Menge durcheinander. Die Kritiker, die hier schreiben, reden (mit ein paar Ausnahmen wie dem Weltenbummler wenn er sein Geld unter die Leute bringt) davon, dass die Aktie auf mittel- bis langfristige Sicht aus verschiedenen Gründen - u.a. der Verschuldung - ein sehr riskantes/gefährliches Investment ist. Aber selbstverständlich bedeutet das nicht, dass man die Vola in der Aktie nicht durch gezieltes Zocken ausnutzen kann. Natürlich kann man das und wenn Dir das momentan gelingt, dann herzlichen Glückwunsch. Aber bitte nicht so tun als würden die kritischen Stimmen dazu beitragen, den Zockern die Gewinne zu verwehren - das ist Mumpitz.

Das gilt übrigens für alle Aktien dieser Welt - seien es die Gamestops, AMCs oder auch sogar Wirecards (nach dem 18. Juni) - dass man die hohe Vola nutzen und kurzfristig gute Trading Gewinne einfahren kann. Das macht diese Aktien aber nicht zu guten Investments und man darf/sollte diese trotzdem kritisch diskutieren. Ich kann auch ins Casino gehen, drei mal auf Rot setzen und bei einem Verachtfacher den Casino-Warnern sagen, dass sie mich von einer profitablen Strategie abhalten wollten (schon klar, dass die Wahrscheinlichkeiten andere sind, geht um das Prinzip).  

13.04.21 08:31

64 Postings, 1575 Tage Jupp007Analyse UBS

Aktuelle Analyse der UBS:


Commerzbank-Aktie


Beim deutschen Kreditinstitut Commerzbank gibt die UBS das Kursziel im Rahmen einer Verkaufsempfehlung mit 4,70 Euro an (wobei man dieses Kursziel am 19. Februar um 0,10 Euro erhöht hatte). Das vergleicht sich mit einer Schlussnotiz am Freitag von 5,06 Euro. Daraus ergibt sich ein Abwärtsrisiko von gut sieben Prozent für den Fall, dass die Rechnung aufgeht. Läuft es besonders schlecht, kann sich die Schweizer Großbank auch Notierungen von 3,00 Euro vorstellen, bei einer besonders guten Entwicklung seien aber auch Kurse von 8,50 Euro drin.

Für den zuständigen Analyst Daniele Brupbacher gehört zu den zentralen Fragestellungen rund um diesen Titel, ob das Unternehmen bis 2024 einen Return on Tangible Equity (ROTE - Eigenkapitalverzinsung, bereinigt um immaterielle Vermögenswerte) von sieben Prozent erreichen kann?

Angesichts der Ertrags- und Kostenherausforderungen für die Commerzbank im Speziellen und der Branche im Allgemeinen glaubt er daran nicht. Selbst wenn man wesentliche Kostensenkungsinitiativen berücksichtige, zeichne sich nicht ab, dass die Commerzbank bis 2024 eine Umsatzrendite von fünf Prozent erreichen könne. Im Vergleich zu den Unternehmenszielen liege man mit den eigenen Schätzungen bei den Erträgen um sechs Prozent niedriger und bei den Kosten um fünf Prozent höher.

Brupbacher rechnet mit 1,1 Milliarden Euro von den angestrebten 1,4 Milliarden Euro an Nettokosteneinsparungen. Er veranschlagt die Umsätze im Jahr 2024 zudem auf 8,15 Milliarden Euro (etwa gleichbleibend gegenüber 2020) und damit unter dem Ziel von 8,7 Milliarden Euro. Vorsichtig ist er aufgrund des potenziellen Margendrucks und der Kundenabwanderung. Allerdings seien in den Zielen des Instituts keine Vorteile durch steigende Zinsen berücksichtigt.

Wichtig sei außerdem auch die Frage, ob die Commerzbank genug Kapital habe, um eine weitere Restrukturierung durchzustehen? Die Antwort von Brupbacher lautet ja. Die regulatorischen Mindestanforderungen (MDA Trigger Level) seien von 11,33 Prozent auf 9,49 Prozent gesenkt worden. Die CET-1-Kapitalquote habe 2020 bei 13,2 Prozent gelegen und der Analysten sieht sie 2024 bei 12,9 Prozent%, was eine flache Entwicklung bei den risikogewichteten Aktiva und zusätzliche Restrukturierungskosten von rund eine Milliarden Euro ermögliche.

Die von ihm unterstellten Risikokostenannahmen lägen ebenfalls auf der konservativen Seite (1,1 Milliarden Euro in 2021E, eine Milliarden Euro in 2022E, 0,9 Milliarden Euro in 2023). Brupbacher sieht den operativen Gewinn 2021 bei 0,9 Milliarden Euro und damit unterhalb der mehr als eine Milliarden Euro, welche die Commerzbank anstrebe.

Der Gewinn vor Rückstellungen sollte nahe bei oder über 2 Milliarden Euro liegen. Geschätzte Risikokosten von 2020-2023, die deutlich über den aktuellen Schätzungen liegen würden, könnten die Kapitalquoten senken, aber sie würden deutlich über den Mindestkapitalanforderungen bleiben. Die UBS geht von einer kumulierten Dividende von 1,7 Milliarden Euro für die Geschäftsjahre 2022-2024 aus.

Brupbacher geht von einem negativen Umsatzwachstum in 2021 aus, nach unten gerichteten Umsatzkonsensrevisionen und ein unzureichendes ROTE-Niveau stimmt ihn vorerst fundamental zurückhaltend. Wir bleiben unter den Unternehmenszielen (6% weniger Umsatz 2024E und 5% mehr Kosten). Ein Verhältnis von Kurs zum materiellen Buchwert von rund 0,3 für einen ROTE von -3,5 Prozent in 2021, der in 2022 auf zwei Prozent steigt, 2023 auf 3,4 Prozent und 2024 auf 4,6 Prozent sei unattraktiv.

Risikokosten, mehrjährige Restrukturierungen und Umsatzeinbußen seien einige der Hauptunsicherheiten in den nächsten Jahren. Brupbacher hält auch M&A-Aktivitäten in naher Zukunft für unwahrscheinlich. Auch das Risiko-/Ertragsverhältnis bleibe somit insgesamt unattraktiv.

Die Schätzung zum Ergebnis je Aktie in diesem Jahr bewegt sich bei minus 0,08 Euro. Im kommenden Jahr soll daraus ein Plus von 0,35 Euro je Anteilsschein werden und bis 2025 soll dieser Wert den Prognosen zufolge bis auf 0,88 Euro steigen. Spannend gestalten sich die Dividendenvorhersagen. Denn diese sehen erstmals für 2022 wieder eine Ausschüttung von 0,25 Euro je Aktie vor. Die Schätzreihe für die Jahre 2023 bis 2025 umfasst sogar Zahlungen von 0,50, 0,60 und 0,80 Euro je Aktie. Erwähnt sei noch, dass die Zahlen zum ersten Quartal für den 12. Mai angekündigt sind, ein Ereignis, dass die Kurse deutlicher bewegen könnte.






Quelle:
https://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/...verkauf-1030292500
 

13.04.21 08:33
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64 Postings, 1575 Tage Jupp007Sorry, falsche Aktie


Natürlich TUI:

TUI-Aktie


Beim Reisekonzern TUI AG geht im Basisfall ein Verkaufsvotum mit einem Kursziel von 1,70 Pfund einher. Angesichts eines Schlusskurses von 3,89 Pfund am Freitag birgt diese Vorgabe 56,3 Prozent Luft nach unten. Im Negativfall seien sogar nur Notierungen von 0,60 Pfund vorstellbar und im Idealfall dafür aber auch Kurs von 4,24 Pfund.

Der zuständige Analyst Cristian Nedelcu hält die Frage für zentral, welchen freien Cashflow TUI in den nächsten zwei Jahren generieren kann? Im Geschäftsjahr 2018/19 sei ein bereinigter freier Cashflow von rund 200 Millionen Euro herausgesprungen. Unter der Annahme einer nahezu vollständigen Erholung auf das Niveau des Geschäftsjahres 2019 sollte TUI einen Cash-Vorteil von 1,4 Milliarden Euro erzielen, da das Working Capital abgebaut wird.

Dies werde jedoch kompensiert durch: i) den Cash-Burn in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2021; ii) ausstehende Gutscheine in Höhe von 400 Millionen Euro; iii) der UBS-Erwartung erhöhter Bargeldrestriktionen durch die Regulierungsbehörden. Insgesamt prognostiziert man einen kumulierten Cash-Burn von 500 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2021 und im Geschäftsjahr 2022, einschließlich Mittelzuflüssen aus Veräußerungen.

Außerdem beschäftigt den Analysten die Frage, um wie viel TUI den Bruttoverschuldungsgrad in den nächsten Jahren reduzieren muss? Unter der Annahme, dass das Unternehmen letztendlich den gleichen EBITDAR wie im Geschäftsjahr 2019 (2,3 Milliarden Euro) erreichen wird, kommt Nedelcu zu dem Schluss, dass die Bruttoverschuldung in den nächsten Jahren um 2,4 Milliarden Euro sinken muss, um die internen Ziele für den Bruttoverschuldungsgrad (weniger als die Dreifache Bruttoverschuldung zum EBITDAR) einzuhalten.

Die UBS glaubt, dass das Momentum rund um eine Wiedereröffnung der Reisebranche zu einer Divergenz zwischen dem Aktienkurs und dem fundamentalen Wert geführt hat. Man ist zudem der Ansicht, dass der Aktienkurs die künftige Cash-Generierung von TUI überschätzt und das zusätzliche Risiko unterschätzt, dass eine weitere Rekapitalisierung der Bilanz erforderlich ist.

COVID-19 habe zu einem bedeutenden Anstieg der Bruttoverschuldung und einer Schrumpfung des Geschäfts durch den Verkauf von Vermögenswerten geführt, während die Fähigkeit zu Wachstumsinvestitionen eingeschränkt worden sei. Geringere Vorauszahlungen seien zwar kurzfristig förderlich für die Liquidität, dürften aber nach Meinung von Nedelcu letztlich zu einer geringeren Produktdifferenzierung und niedrigeren Margen führen. Man erwartet, dass die Regulierungsbehörden die Bargeldbeschränkungen für erhaltene Vorauszahlungen erhöhen werden und rät vor diesem Hintergrund zum Verkauf.

In die Meinungsbildung fließen unter anderem die Daten des UBS Evidence Lab zu den Kreditkartenausgaben in Großbritannien ein und diese würden zeigen, dass Jet2 Marktanteile erobere. Man hat sich außerdem intensiv mit der Buchhaltung und dem Working Capital von Reiseveranstaltern beschäftigt. Auch zeige eine Analyse der Eigentümerstruktur der TUI-Tochtergesellschaften, der finanziellen Verschuldung und des Vermögensbesitzes die Grenzen auf.

Gemäß den Berechnungen von Nedelcu liegt der Unternehmenswert beim aktuellen Aktienkurs um rund 30 Prozent höher vor Covid-19. Auf Basis seines fairen Wertes würde TUI dagegen mit einem Abschlag von drei Prozent zum Unternehmenswert von vor Covid-19 gehandelt werden.

Nedelcu weist ansonsten auf die Erwartung hin, dass die Zivilluftfahrtbehörde in den nächsten Monaten eine öffentliche Konsultation zum regulatorischen Rahmen für die Reiseindustrie starten wird, was nach seiner Meinung ein Abwärtsrisiko darstellt, da er erwartet, dass ein Teil der Vorauszahlungen auf ein Treuhandkonto verschoben werden könnte. Seine These ist, dass es eine nur begrenzte freie Cashflow-Generierung selbst in einem Szenario einer sich erholenden Reisebranche gibt. Der Nachweis, dass diese These richtig sei, könnte die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer wieder auf die Bilanz lenken.

Die UBS-Schätzungen zum Ergebnis je Aktie sehen für 2021 einen Verlust von 0,88 Pfund vor und für 2022 dann wieder einen Gewinn von 0,45 Pfund. Die Schätzreihe für 2022 bis 2025 gestaltet sich wie folgt: 0,46 Pfund, 0,50 Pfund und 0,91 Pfund. Eine Dividendenausschüttung kommt in den Prognosen bis 2025 nicht vor.


Quelle:
https://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/...verkauf-1030292500  

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