wenn man die Kurse am Freitag nachmittag anschaut und die Kurse am Mittwoch vor den Zahlen sieht man eines ganz deutlich. Alles wie gehabt, die Zahlen haben im Markt genaugenommen nichts bewirkt, weder positiv noch negativ. Das ist aber schon fast ein Erfolg, denn bei den letzten Quartalsausweisen gab es ja regelmässig eine Abstrafung durch den Markt. Immerhin, dk hat es einmal mehr bestens beschrieben, das Glas ist inzwischen halbvoll, man kann auch Torsten voll zustimmen, das risiko nach unten ist deutlich geringer geworden. Die vermutete Kursragen von 21 bis 25 E halte ich auch für recht realistisch.
Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist die totale Euphorie, die manche user hier nach den Zahlen zum besten geben. Die Aktie ist auf Basis 2017 mit dem 30-fachen bewertet, das ist doppelt so teuer wie der Gesamtmarkt. Also wenn man das für unterbewertet hält, dann ist einem eigentlich nicht zu helfen Selbst wenn man eine deutliche Steigerung des operativen Gewinne erwartet, das tun ja wohl alle, dann ist man selbst bei einer Gewinnverdoppelung Marktdurchschnitt bewertungstechnisch. Also für deutliche höhere Kurse muss dann noch mehr kommen, evtl in 2019. Aber persönlich halte ich nicht allzuviel, zu prognostizieren, wie der nächste Winter wird, wie die Kalipreise in 12 Monaten sind. Hoffen und wünschen kann man alles, besagen tut es nichts.
dk hat den Buchwert angesprochen. Das thema hatte ich ja schon früher angerissen. Ein Buchwert ist erst mal nur ein Buchwert, keine feste Grösse. Wie man ja zB bei den Versorgern gesehen hat, kann sich ein sehr guter Buchwert, eine exzellente Kurs-Buchwert-Ratio manchmal schneller verdünnisieren als man sich das so vorstellt. Es kommt mithin stark an, wie sich der Gewinntrend entwickelt. Die Abschreibungen sind nun mal, das ist also zwangsläufig ins Kalkül zu nehmen, aber wenn die Gewinne wie erwartet in den Folgejahren spriessen, wird auch der Buchwert wieder steigen.
Thema Ausgliederung Salzsparte hatten wir ja auch schon öfter. Das kann man vermutlich unterschiedlich sehen, allerdings halte ich bei sehr guten Rahmenbedingungen einen teilweisen Verkauf über die Börse für hoch interessant. Insbesondere deswegen weil ks sich ja sehr schwer tut, den Investoren die gewünschte Werthaltigkeit zu belegen. Man sieht ja auch, dass Siemens und Deutsche Bank gerade diesen Weg gehen, healthcare und dws. Man hat eine Akquisitionswährung- kann sehr wichtig sein, dass die grosse Verschuldung ks ansonsten stark einschränkt - und kann die Werthaltigkeit des Unternehmens vermutlich deutlich besser belegen. Man verliert ja nicht nur Abgabe einer Minderheitsbeteilung die Kontrolle, also ich finde es zumindestens sehr unvernünftig, diese Option von vornherein auszuschliessen. Das nicht enden wollende Thema Ankeraktionär. Also da sollte man zunächst erst mal sehen, dass dieses von ks aufgeworfene Thema recht erfolglos verlaufen sein muss, denn selbst bei deutlich niedrigeren Kursen hat sich offensichtlich kein Ankeraktionär gefunden, wenn das überhaupt ein wirkliches Thema gewesen ist. Ansonsten, wie das Salzthema ein eher komplexes Thema, das mE vor allem davon abhängt, was ein Ankeraktionär bereit wäre für eine Schachtel von zB 10 Prozent zu zahlen.Wäre der Preis deutlich höher als die aktuellen Kurse wäre das durchaus okay. Ansonsten wäre es eine Verarschung der Aktionäre. Denn wenn denen schon vor 3 Jahren vermittelt wurde, dass der Wert der Aktie deutlich mehr als 41 E sein soll, kann man jetzt wohl schlecht nach Jahren des Lieferns und Leistens einen Ankeraktionär zu aktuellen Kursen einladen.
Die Eintagesspekulation mit Sicherheitsnetz, die ich am Mittwoch aufgezeigt habe, ist schön aufgegangen. Vielleicht hats der eine oder andere auch gemacht. |