Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

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neuester Beitrag: 17.07.18 12:40
eröffnet am: 01.05.16 00:56 von: lumpensamm. Anzahl Beiträge: 1631
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01.05.16 00:56
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9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerDie Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahysterie für gewöhnlich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlich diskutiert wird und ein Zugewinn an Erkenntnissen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendlich doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrorenheit der AGW (Anthropogenous Global Warming) Protagonisten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose Akzeptanz der kontraproduktiven Maßnahmen, die auf Basis dieser Propaganda getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtbank geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht: Der größte antidemokratische und antikapitalistische Coup seit der Nachkriegsordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellbar sein, zumal alle Medien und alle politischen Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen unser Klima in einer für uns gefährlichen Art und Weise beeinflussen. Garniert wird diese Einstimmigkeit von einem breiten wissenschaftlichen Konsens (97% der Klimawissenschaftler bestätigen das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerweile sogar verstehen, wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit", der mehr Lügen als Wahrheiten enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigten Unnachweisbarkeit der Zunahme von Extremwetterereignissen die meisten Hauptthesen des Films widerlegt), gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisiert gegen die AGW-Kritik. Wenn fast alle globalen Temperaturrohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonisten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingeschränktes Vertrauen entgegengebracht wird, obwohl die daraus errechneten historischen Temperaturen sich mit schöner Regelmäßigkeit und haarsträubenden Begründungen auf wundersame Weise nachträglich hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen, wo doch schon vor Jahrmillionen das Zigfache an CO2 Konzentrationen herrschten, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt und es wird bereits kräftig an der politischen Umsetzung gearbeitet.

Die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen sind eigentlich leicht absehbar. Aber es stört offensichtlich niemanden, dass Kritiker der AGW Thesen mittlerweile nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://theclimatefix.wordpress.com/ oder Lennart Benngston http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/...-gwpf-aus-a-969382.html). Es stört auch niemanden, dass wir eine Energiepolitik aufsetzen, die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftigen Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepreise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerung deutliche Einschränkungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet, gar keine Lösung zu dem Problem existiert. Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!) 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtete Klimakatastrophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedruckten ganz unverblümt von der notwendigen Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft gesprochen wird. Also zurück in die Steinzeit!

SChließlich und gleichzeitig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentlichten globalen Temperaturen gegenüberstellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur gleich- bzw. gegenläufig waren, habe ich farblich gekennzeichnet.

More to follow.
 
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22.06.18 12:37

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerEtappensieg für die Hexenjäger

Mit Audi-Chef Stadler hinter Gittern haben die Hexenjäger einen Meilenstein gesetzt. Endlich ist einer der Kapitalisten hinter Schloss und Riegel, zumindest temporär. Auf das übergeordnete Ziel der Misanthropen, die Branche und am besten den Kapitalismus gleich mit zu vernichten, bezogen ist das zwar nur ein kleiner Etappensieg, dafür aber einer mit Symbolcharakter.

Das Lechzen nach Blut ist vor allem bei der SZ in fast jedem Beitrag zum Dieselskandal sprichwörtlich mit Händen zu greifen. Mich wundert, dass man dort noch nicht in roten Lettern schreibt. Jetzt beklagen die empörten Neider und Nörgler, dass der in den Abagsskandal verwickelte Audiingenieur auch noch eine Millionenabfindung für seine Straftaten bekommt. Dabei titelt die SZ "Millionen-Abfindung für Audi-Ingenieur - inklusive Schweigeklausel". Der flüchtig Lesende wird mit dieser Schlagzeile zur Annahme verleitet, dass Audi hier einen Verbrecher mit Millionen ruhig stellen will. Tatsächlich jedoch ist das Gegenteil der Fall. Die Abfindungsregelung ist eine Einigung zwischen Audi und dem Ingenieur, der von Audi zuvor fristlos entlassen wurde, um einem arbeitsrechtlichen Prozess zu entgehen. In der Abfindungsregelung ist die Klausel enthalten, dass der Ingenieur mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten muss, um die Affäre aufzuarbeiten. Er wird damit vertraglich verpflichtet, eben nicht zu schweigen.

Natürlich ist die Schlagzeile nicht gelogen, denn der Abfindungsvertrag enthält - wie fast jeder Abfindungsvertrag auch die Schweigeklausel in Bezug auf öffentliche Äußerungen über Audi, nur ist dies eine banale statt brisante Information. Aus dem Zusammenhang gerissen und in der Überschrift neben die Abfindung gestellt, kehrt sich diese rechtlich einwandfreie Regelung in der Wahrnehmung des Lesers in Bestechung um.

So ein Verhalten ist nicht nur unredlich, das ist unterste Schublade. Welches Unterscheidungsmerkmal zur Bild will man da noch geltend machen? Oder will man sie gar noch übertrumpfen?

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

22.06.18 13:08
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12676 Postings, 4351 Tage NurmalsoBundestag. Untersuchungsausschuss zu NOx

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22.06.18 13:13
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12676 Postings, 4351 Tage Nurmalso... aber man kann damit prima die deutsche

Automobilindustrie fertig machen.

Die Amis lachen sicher darüber. Ihr Grenzwert für Stickoxide in der Außenluft ist mit 100 Mikrogramm 2,5 Mal so hoch wie der in D und die denken gar nicht daran, den zu ändern, weil auch ihre wichtigste Übersichtsstudie keine signifikanten Gefahren erkennt.

Hier die Studie:
https://www.epa.gov/isa/...sment-isa-nitrogen-dioxide-health-criteria  

22.06.18 13:15

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerBezeichnendes Verhalten der Klimaritter

sind die Ausnahmen bei Gesetz und Regeln, die man sich selbst zugesteht bei gleichzeitiger Forderung, die Gegenseite noch stärker zu regulieren. Beispiele dazu: Cadmium ist ein gesundheitsschädliches Schwermetall, das in so gut wie allen Produkten strengstens verboten ist. Die Solarmodule enthalten das Zeugs tonnenweise  und vollkommen unbehelligt vom Gesetzgeber. Windanlagen unterliegen keinerlei technischen Vorschriften während des Betriebs. Einmal aufgestellt dürfen sie Schaden anrichten, ohne dass die Betreiber für eine ordnungsgemäßen Betrieb verpflichtet wären. Nicht umsonst machen die alten Windräder mit 15 Jahren und mehr aufm Buckel zunehmend die Biege. Für komplexe technische Produkte (z.B. Autos) gilt eine Recyclingverordnung. Für die WKAs und Solarmodule existiert die Recyclebarkeit noch nicht einmal in der Theorie. Man baut sie und schaut mal, was mit dem Cadmium, Beton oder der verdichteten Erde später so alles passiert. Das ist Umweltschutz in Reinstform.

Auch die Tatsache, dass sowohl Solarenergie als auch Windenergie das Netz stärker strapazieren, für den Preisverfall an der Börse verantortlich sind und die Betriebskosten der fossilen Anlagen erhöhen, geht ihnen ungehindert und kostenfrei durch. Würde ein Kohlekraftwerk das Netz destabilisieren und für den teureren Betrieb sowie niedrigere Strompreise bei Windkraftanlagen sorgen, würde ein nicht endendes Gejammer gefolgt von einer saftigen Klagewelle der grünen Betreiber durch die Lande ziehen.

Man sieht sich als Weltenretter einfach ausgenommen von lächerlich irdischen Gesetzen und Regeln. Selbstverständlich hat man auch das Naturrecht, die Taschen der Bürger über den Strompreis zu plündern. Es ist schließlich für einen guten Zweck ... ähm, welchen nochmal? Achja, irgendwas mit Hitzefrei in Hamburg oder so...

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

22.06.18 13:46
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9484 Postings, 5162 Tage lumpensammler@1609

So ist es, Nurmalso. Dass wegen der absolut lächerlichen, undemokratisch zustande gekommenen 40 µg Grenze jetzt Menschen im Gefängnis sitzen, ist ein Hohn für eine Demokratie. Klar, formal wurde ein Gesetz gebrochen, aber alleine dessen Zustandekommen hat ein Vielfaches an kriminellem Potenzial von dem, was bisher der Autoindustrie angedichtet wird.

Europa und vor allem Deutschland zeigen mittlerweile stark totalitäre Tendenzen, was die willkürliche Gesetzgebung, die Aufhetzung der Bürger und den Umgang mit unliebsam gewordenen Gesellschaftsteilen angeht. Ein gefährliches Spiel, auf das man sich hier einlässt.
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22.06.18 22:12

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerWieso totalitär?

Wie kann es sein, dass Grenzwerte für eine Technologie von der EU-Kommission auf der Basis von Gefahren, die toxikologisch keine sind und ausschließlich auf äußerst wackeligen statistischen Beinen stehen, sofort beschlossen und durch alle Länder trotz sofort offensichtlicher, immenser Auswirkungen (Kosten, Fahrverbote) auf das tägliche Leben der Bürger umgesetzt werden? Das ist die eine Seite, die die Automobilindustrie und die Bürger betrifft.

Die andere Seite ist, dass bestehende Gesetze, z.B. das Verbot von Schwermetallen wie Cadmium mit toxikologisch nachgewiesenen, schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen für eine andere Technologie (Solarmodule), einfach mal so ausgehebelt werden, weil das Produkt dem gerade gehypten politischen Narrativ entspricht.

Das ist nicht nur gesetzgeberische Willkür. Denn die Vorgehensweise legt ein Demokratieverständnis offen, das zu mehr als Stirnrunzeln anregen sollte. Der skizzierte Widerspruch wird nämlich nicht stillschweigend durch die Instanzen getragen, sondern mit massiver Propaganda von den offiziellen Institutionen zugekleistert, siehe die Statistikleichen des Umweltbundesamtes oder die der europäischen Umweltagentur (Air Quality In Europe ? 2016 Report). 

Wenn dann noch dazukommt, dass Gesetzesübertretungen auf der einen Seite mit Milliarden- bzw. Gefängnisstrafen geahndet und auf der anderen Seite die Täter als Weltenretter geadelt werden, dann hat das den Bereich der Willkür längst verlassen. Dafür spricht auch, dass sich Politiker und Behörden den wütenden medialen Anklageschriften ergeben und populistisch Exempel statuieren. Das soll ein Rechtsstaat sein? Das ist Nötigung und Erpressung unter dem Deckmantel eines angeblich fürsorgenden Übervaters, der Gesetze nur erlässt, wie es ihm beliebt, in der Hauptsache aber, um seine Macht zu zementieren und die Bürger auszunehmen wie Weihnachtsgänse. 

Die Frage ist nicht mehr, was jetzt mit der Autoindustrie passiert, sondern wer als nächster dran ist und welche Schauergeschichten er sich da einfallen lässt. Sicher ist nur eins, auch da wird die Welt untergehen, wenn wir nicht alle spuren. Drunter geht?s nicht mehr. 

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27.06.18 21:00

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerWetter und Hexenjagd

Ein interessanter Beitrag der Astrophysikerin Baliunas. Die Parallelen mit der modernen, grünen Hexenjagd sind einfach verblüffend.

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27.06.18 21:48

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerApropos Wetter

In Grönland will die Schmelzsaison partout nicht beginnen.  
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27.06.18 21:53

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerÄhnliches Bild in der Arktis

Eisvolumen weit überm Schnitt

Quelle oben: https://www.dmi.dk/en/groenland/maalinger/...et-surface-mass-budget/#
Quelle hier: http://polarportal.dk/en/sea-ice-and-icebergs/...hickness-and-volume/
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27.06.18 22:02

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerPassend dazu

Sommerschnee in Labrador, Polen und Ukraine

http://notrickszone.com/2018/06/24/...summer-camp-children-evacuated/

Nur weil ich n paar mal mit Moped statt Auto zur Arbeit gefahren bin, friert gleich die Nordhalbkugel ein. Schon der Hammer, was dieses Teufelszeug anrichtet.  
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27.06.18 22:07

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerDerweil

Richten die Hexenjäger labile Follower psychisch zugrunde, denn das Ende der Welt ist nahe.

http://notrickszone.com/2018/06/26/...catastrophe-is-rolling-our-way/


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05.07.18 01:26

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerOn the road

650 km quer durch die Republik nach Holland und was mir dabei aufgefallen ist.

Bayern rüstet windradmäßig brutal auf. Ein Trauerspiel, wie sorglos mit der Landschaft umgegangen wird, wenn?s um persönlichen Profit, Ideologie und wissenschahtlichen Offenbarungseid geht. Ein Jammer, wie doof wir sind.

Ab 8 in Hessen und wenig später hinter Frankfurt. Endlich Gas geben. Da machen sogar die Autobahnkurven Spaß. Selten so schnell da durch gewesen. Aber dann ...

Ankunft in NRW und rum war?s mit der freien Fahrt für freie Bürger. Man merkt sogar auf der Autobahn, dass Geld fehlt. Blitzer ohne Ende. Speed limits als Nebenerwerb. Vor allem um Köln herum treibt es der staatliche Wegelagerer auf die Spitze. Nur noch dreist: die 40er und 60er Limits in den gefühlt 100 Jahre alten Baustellen.  Witzig: Ein Biker macht Turnübungen auf dem Bock. Kein Wunder bei 50 km/h. Diese Gängelei zieht sich bis Krefeld, dann nochmal kurz Vollgas, bis die peniblen Holländer mit 130 abwinken.  

Wie es der Zufall will, legt der Zufallsgenerator im Iphone Golden Earring ein, just als ich grade über die Grenze fahre. Schon Jahrzehnte nicht mehr gehört. Totaler Anachronismus Flash. Damals gabs keine  political correctness, keine Blitzer und man vermutete weder hinter jedem lauen Lüftchen den Weltuntergang noch stellte man Betonpfeiler als Sinnbild der Verdummung in die Landschaft. Wahrscheinlich die Zeit mit den meisten Freiheiten. Heute alles vollkommen undenkbar.

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05.07.18 23:58

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerZurück über A61

Was da in Rheinland-Pfalz an Windrädern rumsteht, ist vorsätzliche Umweltzerstörung. Unglaublich, was man da in den letzten Jahren zubetoniert hat.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

09.07.18 13:25
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9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerPostmoderne, Wegbereiter jeglicher Ideologie

Die Postmoderne wollte über ihre originäre Dekonstruktion der objektiven Wirklichkeit der Wahrheitsfindung näherkommen. Die Definition von Wahrheit und Wirklichkeit sollte nicht mehr individuellen, menschlichen Qualifikationen wie Vernunft und Beobachtung (Empirie) überlassen werden. An deren Stelle sollte vielmehr eine Vielzahl unterschiedlicher Sichten rücken, um den individuellen Bias in der Beurteilung von Wahrheit auszuschließen. Maßgeblichen Anteil daran sollte die Sprache haben, der die absolute Wahrheit beigemessen wurde. Im Wesentlichen ersetzt man damit die aus dem Wettbewerb der Ideen und Gedanken hervorgehende, beste individuelle Interpretation der Wirklichkeit durch einen Massenkompromiss des kleinsten gemeinsamen Nenners. Das verhindert zum Einen das Abdriften in Extreme, zum Anderen aber auch bahnbrechende Erkenntnisse. Zieht man die dem Ansatz zugrundeliegende Motivation, Ideologien zu dekonstruieren, heran, ist das ein durchaus akzeptabler Ansatz.

Wenn aber Vernunft und Empirie keine Kriterien mehr für die Beurteilung der Wahrheit sind, ist theoretisch der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet. Die Postmoderne hält dieser Kritik die Redlichkeit der Akteure entgegen. Die Redlichkeit des Beurteilenden stellt sich so dar, dass er seine Sicht der Wirklichkeit durch Fußnoten zu seinen getroffenen Annahmen und Bedingungen beschreibt. Und genau hier kommt die Beliebigkeit ins Spiel. Denn erstens befindet sich die Wahrheit damit tatsächlich in den Fußnoten, womit nur Experten die Sinnhaftigkeit beurteilen können. Zweitens fließen offensichtlich unrealistische Annahmen genauso in die Bewertung ein wie realistische. Das führt im besten Fall (einer kompletten Unabhängigkeit zwischen den Beurteilenden) zu einer Vielzahl an Sichten, erzeugt durch unterschiedliche Annahmen. Das ist an und für sich ein guter Ansatz, individuelle Eigenschaften wie Vernunft und Können in statistische Schranken zu weisen und zu objektivieren. Im schlechtesten Fall (komplette Abhängigkeit zwischen den Beurteilenden) geht dem Ansatz die Statistik Flöten. Sie wird stattdessen durch einen noch stärkeren Bias des Ergebnisses ersetzt, als das die wettbewerbsorientierte individuelle Beurteilung je erzeugen könnte, weil die Macht der Masse hinter ihr steht.

Das heißt, dass man mit der Auswahl der Beurteilenden automatisch den Grad der Objektivität des Ergebnisses festlegt. Eine weite Streuung mit vollständiger Unabhängigkeit zwischen den Schiedsrichtern garantiert maximale Objektivität, eine zufällige oder bewusste Konzentration mit fundamentalen Abhängigkeiten erzeugt einen Konsens zu einer beliebigen Scheinrealität. Das bedeutet wiederum, dass sich derjenige, der die Auswahl der Gutachter bestimmt, über die postmodernen Wahrheitsfindungsmechanismen seine ganz eigene Scheinrealität konstruieren kann.

Die Frage nach der Redlichkeit der Schiedsrichter wird damit durch die Frage nach der Redlichkeit ihrer Auftraggeber ersetzt. Außerdem offenbart der Prozess einen weiteren systematischen Nachteil der Postmoderne. Indem sie die Interpretation der Wirklichkeit Mehrheiten überlässt, definiert sie Autoritäten, denen der Mainstream blind vertraut. Er muss sich ja nicht mehr um das kritische Hinterfragen kümmern. Schließlich suggeriert der Expertenkonsens die Bestätigung eines bestimmten Faktums. In Wirklichkeit gibt es jedoch nur einen Konsens über eine Beschreibung der Annahmen, unter denen sich eine bestimmte Wirklichkeit manifestiert. So kann beispielsweise der rosa Elefant in der Steppe einheitlich nur mit entsprechenden Sonnenbrillen gesichtet worden sein. Er existiert deshalb natürlich nicht real, aber das blinde Vertrauen erübrigt die Kritik an dieser Scheinwirklichkeit, die damit zur geglaubten Wirklichkeit mutiert.

Die Gefahren, die die Postmoderne in ihren Genen trägt, sind damit die Anfälligkeit für Wirklichkeitskonstruktionen über Abhängigkeiten unter den Beurteilenden sowie die Schaffung von Ersatzautoritäten, die sich zudem meist dem Einfluss der Bürger entziehen.

Eine potenziell fehlgeleitete Wirklichkeitsdefinition hat damit zwei immanente Konsequenzen. Zunächst wird die Empirie der Masse auf Dauer jedes Konstrukt von Scheinwirklichkeit zum Einsturz bringen, es manifestiert sich einfach nicht. Im Anschluss erzeugt dieser Einsturz einen massiven Vertrauensverlust und eine entsprechend heftige Reaktion nach der Erkenntnis.

An dieser Stelle zwei Zitate, das erste von Ayn Rand: ?You can ignore reality, but you can?t ignore the consequences of ignoring reality? oder wie Abraham Lincoln schon wusste ?You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time.?

Das beste Beispiel ist der IPCC, der von vorne herein als Expertengremium zum anthropogenen Klimawandel angelegt war. IPCC Autoren müssen sogar eine Konformitätserklärung dazu unterzeichnen. Wenn man in diese Wagenburg noch das finanzielle Incentive der Wissenschaftler und die postmoderne Kausalität sperrt, kann es nur ein mögliches Ergebnis von Wahrheit geben. Da dies wissenschaftlich ohne Datenfälschung oft schwer vermittelbar ist, behilft man sich bei der Wahrheitsdefinition einer besonderen Kommunikationsstrategie. Der streng wissenschaftliche Bericht beleuchtet zwar nur einen Ausschnitt und ist in vielen Punkten tendenziell, aber er kann aus einem Lüftchen keinen Sturm machen. Wer aber liest die 1500 Seiten? Also komprimiert man das Ganze in eine Kurzform mit ganz anderen Schwerpunkten und gänzlich anderer Formulierung. Diese hat nun mit der tatsächlichen Realität nicht mehr viel zu tun.

Dass diese postmodernen Verzerrungstendenzen immer mit einem identitären Impuls einhergehen, tragen sie in den Genen. Denn zwangsläufig scharen sich aus von der Wahrheit unabhängigen Gründen immer Mehrheiten um ein ?Wunschergebnis?, je nachdem wie die Gremien zu ihrer Beurteilung zusammengestellt werden. Gerade, wenn dieses Ergebnis empirisch zweifelhaft ist, wird es eine Opposition dazu geben. Da diese aber in der Minderheit ist, muss man noch nicht einmal auf deren Argumente eingehen, es reicht der Verweis auf die eigene Mehrheit. In hartnäckigen Fällen ist der Gegner eben der Wissenschaftsleugner oder der Putinversteher, obwohl er nur zu einem Ergebnis kommt, das dem Mainstream widerspricht.

Politik und Medien haben damit in der Postmoderne alle Zügel fest in der Hand. Sie bestimmen nach Gusto Wissenschaftler, Experten sowie sonstige Schiedsrichter und damit das Ergebnis in jeglicher Disziplin. Aus der identitären Einordnung der Für- und Widersprecher einer Theorie wird zwangsläufig die identitäre Abgrenzung in der Politik. Zunächst wird sich ein breiter Konsens zu mehrheitsfähigen Realitäten etablieren. Je mehr dieser sich festigt, desto mehr wandern oppositionelle Gedanken in eine verdächtige Ecke. Man hat schließlich alle Wahrheiten auf seiner Seite. Widerspruch wird zwecklos und suspekt. Somit muss jegliche Opposition automatisch unredlich sein. Dieses Risiko der Rufschädigung gehen irgendwann nur noch tatsächlich extreme Parteien ein. Damit züchtet sich die Postmoderne totalitär anmutende Mehrheiten und in der Folge extreme Gegner, die aufgrund der konstruierten Realitäten am Ende sogar Recht und damit die Macht bekommen könnten.

Eindrucksvoll schildert diese Kombination aus Wagenburgmentalität und selbst erteilter Deutungshoheit der Beitrag über die Postmoderne der Bundeszentrale für politische Bildung. Fake News, postfaktische Beurteilung und dergleichen werden da ? auch wenn es in den einzelnen Fällen durchaus richtig ist ? ausschließlich den Rechtspopulisten zugeschrieben. Den absoluten Wahrheitsanspruch verortet man demzufolge bei den Regierungen. Das krasse Beispiel einer konstruierten Realität in Form des sakrosankten IPCC dient dem Autor sogar als Beleg dazu, wie unredlich Gegner dieser Wahrheiten sein müssen.

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

09.07.18 14:31
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33462 Postings, 3692 Tage FillorkillWegbereiter jeglicher Ideologie

'Postmoderne' stellt nicht nur Tools zur Verfügung, die einerseits in der Ideologiekritik zum Einsatz kommen können, anderseits aber auch - wie du ganz richtig erkannt hast - tendenziell die Form darstellen, in der Ideologie ihrerseits heute auf die Welt kommt und sich gegen Kritik zu immunisieren sucht, sondern ist auch eine kulturelle Zustandbeschreibung. Sie beschreibt die Welt, in der wir leben, nach dem grandiosen Bankrott aller grossen 'Metaerzählungen' inklusive der an diese geknüpften 'Identitäten', die eine rechte Kulturrevolution nochmal als Farce wiederherstellen will. Die postmoderne Welt ist kein Plan postmoderner Philosophen, der gezündet hatte, sondern unsere Lebensrealität, so wie sie Produktionsweise und Kultur hervorgebracht hat. Für viele eine Verlusterfahrung, die aber auch neue Freiheit enthält.
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herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun

09.07.18 15:14
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9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerkein Plan postmoderner Philosophen

Nein, ein Plan der Philosophen kann es gar nicht sein, dazu fehlte ihnen die Exekutive, ihn auch abzuarbeiten. Letztere liegt in den verschiedenen Organisationsformen und Instanzen unserer Gesellschaft. Dort greift man Gedanken postmoderner Philosophen wie Lyotard oder Foucault eben auf, oder man lässt es. Sprechen die Resultate dieses Aufgreifens die Mehrheit an bzw. scheitern sie dabei, geht der "Plan", der keiner war, auf bzw. in Vergessenheit. Die Postmoderne ist unsere Lebensrealität, da stimme ich dir zu.

Nichtsdestoweniger ist sie da und Menschen handeln nach den Paradigmen. Wahrheiten und Deutungshoheiten werden beliebig definiert, ohne dass auch nur der geringste, vernünftige Einwand käme. Die Menchen leben anscheinend bequem in ihrer maternalistischen Echochamber mit ihren gefühlten Realitäten. Das kann man über sich ergehen lassen, oder man kann seine Sicht dagegen stellen, um die postmoderne Ideologie zu dekonstruieren und das böse Erwachen danach zu verhindern.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

09.07.18 15:24
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9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerDer interessantere Gedanke ist

ob die Philosophen überhaupt je einen ideengründenden Einfluss hatten, oder ob sie einfach nur Beschreiber einer bereits laufenden gesellschaftlichen Bewegung waren.  Ich vermute letzteres.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

10.07.18 14:56
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9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerSchon mal aufgefallen?

Unsere Taten sind bekanntlich ausnahmslos schlecht oder hat schon jemand jemals etwas von unseren guten Taten gelesen? Nein, wir sind Monster! Wir rotten Spezies am laufenden Band aus. Selbst der Erdball ist jetzt nicht mehr sicher vor unseren Missetaten. Eis schmelzen wir, Fluten jagen wir über friedliche Landstriche, Stürme brechen wir vom Zaun, als wären es Seifenblasen.

Aber nicht nur die großen, planetenzermalmenden Katastrophen lohnen einen Blick. Auch die Erforschung der sprichwörtlich kleinen Details offenbart Erstaunliches. Dass wir Insekten, vor allem die guten wie die Biene Maja, tonnenweise um die Ecke bringen, sollte heutzutage kein Geheimnis mehr sein. Dass aber auch gerade die nervigen Insekten, die uns am meisten schaden, wie z.B. Moskitos oder Zecken durch unser Zutun aufs Beste gedeihen sollen, entbehrt nicht einer gewissen Tragik.

Am anderen Ende der Fresskette sieht es nicht viel optimistischer aus. Von der Ausrottung der unangenehmen Zeitgenossen wie Hyänen hört man ebenso wenig wie man diese Spezies als Plüschtiere in Schaufenstern sieht. Den beliebten, flauschigen Eisbären machen wir dagegen jedes Jahr das Leben schwerer. Deren Grabesinschrift steht heute in jeder Zeitung.

Langsamer Schwenk zur Flora mit dem Übergang der Korallen. Auch wenn's Tiere sind, sie sind einfach schön .... und zack!!! ... wieder fährt Homo sapiens mit seinem CO2-Beil dazwischen. Leider auch tot. Aber wir sind ja nicht nur kaltherzig brutal, sondern auch doof. Denn wir legen selbst Hand an unsere Nahrung. Die Ernten sollen ja durch die Erwärmung drastisch zurückgehen. So ein Mist aber auch, wieso können wir nicht wenigstens da mal Glück haben und das Unkraut geht ein. Nein, das gedeiht natürlich auch hervorragend.

Selbst wenn wir dem irdischen Gefängnis entfliehen möchten, in den Lüften sieht es nicht besser aus. Unsere Energiesünden erzeugen tonnenweise CO2. Das wäre theoretisch gut für die Pflanzen, leider aber katastrophal für den Planeten. Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen biblischen Ausmaßes werden uns deshalb heimsuchen. Da ist es ein schwacher Trost, dass vor diesem Armageddon nur ein Teil von uns Monstern wegen Partikeln und Stickoxiden über den Jordan geht.

Ich glaube wir sind richtige Pechvögel, von allen möglichen Ergebnissen unseres Handelns scheinen sich wirklich nur die absolut Worst Case Kombinationen durchzusetzen. Das ist doch komplett  unwahrscheinlich, möchte man meinen. Aber es ist wahr! Die Wissenschaft sagt es und die muss es schließlich wissen. Wenn wir der nicht mehr trauen können, wem dann?

Also bauen wir halt Windräder und Solarmodule wie die Verrückten, danach pflügen wir die Erde wieder mit Ochsen um und am Ende kommen wir wieder da an, wo wir schon mal waren. Bestimmt wimmelt es da von Eisbären, Korallen und Bienen. Milch & Honig fließen vom Himmel ... ganz bestimmt! Auch diese Prophezeiung kommt schließlich von der Wissenschaft. Die alten Griechen hatten Orakel, wir haben die Wissenschaft.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

10.07.18 15:22

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerApropos Wissenschaft

Die ist uns einfach viel zu weit voraus. Postpoostpooostmodern sozusagen. Heutzutage lassen schlaue Wissenschaftler schon tote Katzen wissenschaftliche Studien schreiben, oder sie zermartern sich den Kopf, wie sie sich wohl vor Antritt ihrer nächsten wissenschaftlichen Reise zur Erforschung des persönlichen Friedens an unterschiedlichen Orten der Welt fühlen,
während unsereins noch in Werkhallen und Büros schnöde dem Mammon nachjagt.

Ich glaube ich kauf mir auch so eine Katze oder werde persönlicher Friedensforscher oder noch besser, ich mache es wie Maria Lahman, die einfach mal Nichts veröffentlicht hat. Sie beschäftigt sich normalerweise mit der Ästhetik von Daten und hat offensichtlich nichts dergleichen an ihnen gefunden.

PS: Das sind keine Witze! Diese wissenschaftlichen Studien sind ernsthaft gemeint, wurden einem Peer Review unterzogen und veröffentlicht.

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

11.07.18 12:38

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerEine weitere Frage ist

wie tief eine gesellschaftliche Entwicklung tatsächlich verankert ist. Ich glaube zwar, dass die seit Jahrzehnten an die Wand gemalten Horrorszenarien unserer angeblichen Umweltzerstörung und Ausbeutung Spuren in der breiten Bevölkerung hinterlassen. Aber wenn es hart auf hart kommt, hält Otto N nicht soviel davon, wie es die Protagonisten der Katastrophenhysterie gerne hätten.  

Schön zu sehen an den Autokäufen. Klein Otto mag den offiziellen und wahrscheinlich übertriebenen Umfragen zufolge voll hinter der Energiewende stehen, aber wenn er den Autosalon betritt, fallen die Hüllen seiner Überzeugung schneller, als sich die Tür schließt. Von Partikeln, Stickoxiden und CO2 will er da nicht mehr viel wissen. PS und Größe sind ihm wesentlich wichtiger. Ungewollt eifert er damit dem allseits geschmähten Klassenfeind in Übersee nach.

Wäre die Bevölkerung über die tatsächlichen Gefahren der Kernkraft und den tatsächlichen Nutzen der Erneuerbaren aufgeklärt, wäre sicher auch die Zustimmung für beide Technologien eine andere. Wenn sie wüsste, dass weder Krebs noch Degeneration neben den AKWs lauern und Erneuerbare als Basis unserer Energieerzeugung dauerhaft eine Illusion bleiben werden, bekäme der Betontum mit seinen Monsterflügeln neben dem heimischen Garten einen ganz anderen Beigeschmack.

Ich bin überzeugt, dass die komplette links-grüne Matrix aktiv nur von einer sehr kleinen, dafür aber umso lauteren Schicht zusammengehalten wird. Die größte Unterstützug in der Bevölkerung hat diese Bewegung in den letzten Jahren vor allem durch die Allianz mit dem Sozialismus und die Radikalisierung linker Befürworter erfahren. Es kommt wahrsch. der Tag, wo sich Otto zw. zwei Extremen entscheiden muss.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

11.07.18 16:06

81659 Postings, 6839 Tage seltsamschade, ich hätte Dir gern ein "witzig" für #1624

verpaßt (humorvoll, sarkastisch oder trefflich gibt es ja nicht), aber es war mir nicht geben:
Von Ihnen kommen bereits 7 der letzten 20 (oder weniger) grauen Staubkörner für lumpensammler.  

11.07.18 19:42

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerDanke für die Blumen, seltsam

Wie kann es sein, dass diese statistisch so gut wie unmögliche Anhäufung von Katastrophen unter allen möglichen Kombinationen aus Konsequenzen keinen aufhorchen und an den Unkenrufern zweifeln lässt? Dazu bedarf es keiner Fachkenntnis. Ebensowenig muss man sich mit Medizin auskennen, wenn die sog. Wissenschaft behauptet, eine best. Konzentration eines Stoffes sei für den Menschen gefährlich, obwohl sie genau das nie gemessen hat. Wie kann es sein, dass solche Lügengeschichten Grundlage von Gesetzen werden, die real unsere Freiheit einschränken und sogar Menschen hinter Gitter bringen? Welchen Zweck, außer den einer fünften Kolonne, erfüllen unsere Medien? Gatekeeper, Hetzer, Hofberichterstatter?
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

13.07.18 12:30

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerNeues von der Hexenjagd

1. So geht Umwelt-Propaganda

Im Ministerium für Aberglaube, Milk & Honey regiert mittlerweile fast schon traditionell eine Antinaturwissenschaftlerin. Damit die Realität auch konsequent zur Einstellung der Vorsteherin passt, hat sich die Königin der deutschen Umweltmärchen nun eine eigene, wissenschaftliche Propagandastelle, namens FGU, Fachstelle für Gentechnik und Umwelt, gegönnt. "Factsheets" zum Thema Gentechnik soll sie dem "öffentlichen Diskurs" zur Verfügung stellen. Klingt nach dem Gegenteil von fake news, ist aber defacto genau das. Denn der Beirat dieser neuen Faktenfabrik besteht aus NGOs und Vereinigungen, die ausnahmslos Gentechnik ablehnen und offen für abergläubische Antiwissenschaft eintreten. Detailliert und fachkundig seziert das mal wieder Ludger Weß hier.

Das Schöne daran ist, dass man hier quasi in Echtzeit die Prozesskette des totalitären, antiwissenschaftlichen Regulierungswahns vorgeführt bekommt. Zuerst ist der ideologische Aberglaube, dann kommt die postmoderne Definition der (un)abhängigen Instanz, anschließend das zu erwartende Urteil der Instanz und am Ende kommt das Gesetz mit dem pseudowissenschaftlichen Siegel. Derselbe Schmuh wie bei allen anderen Pseudogefahren, die uns seit Jahrzehnten immer unverfrorener und mit immer mehr Getöse ins Gewissenkörbchen gelegt werden. Selbstverständlich folgt dem erfolglosen Zuredeversuch unserer Mater Orbi immer das Verbot auf dem Fuße, zumindest, wenn sich keine Steuern damit eintreiben lassen.


2. Wie bekommt man endlich die Autos tot

Langsam zeichnet sich ab, dass die Hersteller das NOx beim Diesel in den Griff bekommen. Schlecht für den Verbraucher, der nun hektoliterweise Pisse in seine Karre kippen muss. Aber was tut man nicht alles für ein kleines bisschen Aberglaube.

Daneben hat das natürlich unangenehme Folgen für die grünen Hexenjäger. Erstens bekommen sie den Diesel nicht tot, zweitens droht sich der anvisierte Kapitalschaden der Autoindustrie in Luft aufzulösen. Die Party mit PS-starken Diesel SUVs könnte also weitergehen. All das darf natürlich nicht geschehen. Deshalb wird jetzt langsam die nächste Stufe gezündet. Die allseits gefürchtete Allzweckwaffe CO2 muss nun richten, was das NOx nicht konnte.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/...lwerten-entfernt-a-1217873.html

Ganz weit weg wäre man da von den Zielen, lässt der Spiegel die US-Zentrale der Hexenjäger (ICCT) tönen. Aber, beruhigt die Bild am Montag weiter, unsere Premiumhersteller seien davon nicht so sehr betroffen, weil die ja ganz viele Hybrids mit vorbildlichen Verbrauchswerten im Programm hätten. Das wird zwar in einem weiteren Satz relativiert, indem auf die großen Diskrepanzen zw. Realität und Messwerten bei den Hybrids hingewiesen wird, nur folgt dieser Erkenntnis keine Einsicht. Da dürfen dann die schweren Hybrid SUVs mit V8-Benzinmotoren in der Realität fröhlich CO2 in die Luft blasen, wenn die schwere Batterie alle ist (quasi so gut wie immer), während es den gleichstarken und praktisch verbrauchsärmeren Dieseln an den Kragen geht. Dass der Etikettenschwindel bei den Hybrids, wenn die Zeit kommt, wieder den Autobauern als Betrug untergeschoben werden wird, ist mit Händen zu greifen. Es wird nicht aufhören, bis man jegliche Vernunft beseitigt hat.

Schließen möchte ich mit einem Zitat der oben (#1) besprochenen FGU: "Von einer informierten öffentlichen Debatte profitiert die Gesellschaft insgesamt. Darüber hinaus kann der Schutz von Natur und Umwelt effektiv verbessert werden, wenn Risiken neuer Technologien rechtzeitig erkannt und entsprechend des Vorsorgeprinzips reguliert werden." Da wird es ganz offen ausgesprochen: Es geht nur darum, Risiken zu finden und den ideologiefeindlichen Fortschritt anschließend mit der Mutter aller Killerargumente, dem Vorsorgeprinzip, abzuwürgen. Ein objektives Assessment von Chancen und Risiken steht hier ebenso wenig zur Debatte wie beim Klimawandel, der Kerntechnik oder allen anderen Opfern des misanthropen Kahlschlags. Die naheliegende Frage, wie man dieses Kind nennt, wenn man die Öffentlichkeit absichtlich nur über eine Seite der Medaille informieren will, stellt man sich offensichtlich gar nicht mehr. Soviel zum demokratischen Selbstverständnis postmoderner Politik. Da ist der Schritt, die eigene Ideologie per wissenschaftlichem Wunschergebnis zu legitimieren nicht mehr weit und deshalb mittlerweile breiter Usus. Die Wahrscheinlichkeit, heute eine belastbare, halbwegs wahre Aussage aus dem politisch-wissenschaftlichen Umfeld Umwelt/Gesundheit zu bekommen, geht mittlerweile gegen Null. Kein Wunder, wenn staatlich legitimiert abergläubische Impfgegner, sanfte Voodoo-Chemiker und Sozialwissenschaftler das Zepter der Deutungshoheit über technologische Risiken schwingen dürfen.

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

15.07.18 21:31

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerAntarktis lässt Hexenjäger im Stich

Wenn irgendwann mal alles Eis auf Erden geschmolzen sein sollte, läge der Meeresspiegel ca. 70m höher als heute. Der Löwenanteil (55m) ginge auf das Konto der Antarktis. Dummerweise will sich die nun mal gar nicht erwärmen, von ein paar Flecken im Westen abgesehen, die ihr Eis als physikalischen Tribut den darunterlegenden Unterwasservulkanen zollen.

Jetzt hat man am Alfred Wegener Institut eine mögliche Erklärung für die antarktische Renitenz gefunden. Der Treibhauseffekt kehrt sich an so schweinekalten Orten einfach um. Ich sehe schon die globale Eiskatastrophe auf uns zurollen. Vom Grill in den Gefrierschrank. War da nicht schon mal was in den Siebzigern?

http://epic.awi.de/38614/1/BzPM_0692_2015.pdf

Story auf WUWT: https://wattsupwiththat.com/2018/07/15/...-enabled-by-carbon-dioxide/
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

17.07.18 12:40

9484 Postings, 5162 Tage lumpensammlerWir sind schon ziemlich weit ...

Das postmoderne Europa schaufelt sich gerade sein eigenes Grab. Von den grotesken Realitätsverzerrungen im Umweltsektor war hier schon viel die Rede. Aber die krumme Denke mit den tonnenschweren Dogmen um den Hals macht auch vor dem Rest der Politik nicht Halt.

Zu Trump und Putin mag man stehen, wie man will. Aber die Linke des Westens (wenn man den politischen Mainstream so nennen mag, rechts ist er zumindest mal nicht, selbst wenn es manchmal auf dem Etikett steht) versucht den beiden, alle Schuld für ihr eigenes Versagen und ihren dämmernden Zusammenbruch in die Schuhe zu schieben. Da erfinden die US Demokraten zuerst das Ablenkunsgmanöver, dass sie wegen Putin die Wahl verloren hätten. Das ist natürlich absoluter Quatsch. Selbst wenn er an dem Leak beteiligt gewesen wäre oder ihn gar aktiv vorangetrieben hätte, die Tatsache, dass Clinton einen politischen Ramschladen zum persönlichen Vorteil betrieb und sie sowie Obama auf verbotene Weise über Staatsgeheimnisse kommuniziert hatten, bleibt stehen. Dass das FBI sie und die Demokraten nach wie vor deckt und stattdessen Trump nachstellt, weckt auch wenig Vertrauen in die Unabhängigkeit dieser Institution.

Selbstverständlich stellen die Demokraten die Russen als Sündenbock für ihr eigenes Versagen hin und wollen mit der Nebelkerze des angeblich ungerechtfertigten Vergleichs zw. der Glaubwürdigkeit Putins und der des FBI letztere als unvoreingenommene und unantastbare Ikone installieren, wo doch seine Taten das genaue Gegenteil dessen nahelegen.

Interessant finde ich daran zwei weitere Aspekte:

  1. Wie Europa in Windeseile die Argumentation der US Demokraten vorbehaltlos als zementierte Fakten übernommen hat. Gut, es passt natürlich hervorragend zum betriebenen Trump Bashing, über das man die eigene Unzulänglichkeit wunderbar relativieren kann. Aber es zeigt auch, dass objektive Information gar nicht mehr im Auftrag der Öffentlich Rechtlichen zu erkennen ist.  Es geht nur noch um die identitäre Gruppendefinition "Wir, der Hort der Liberalen" gegen die "bedrohliche Phalanx der populistischen Verbrecher", selbst wenn die faktische Basis für diese Schwarz-Weiß-Konfrontation komplett erodiert ist und die Wähler den angeblichen Verbrechern zunehmend mehr trauen als den selbst ernannten Ikonen der Freiheit. Die Realität wird deshalb bewusst ausgeblendet und stattdesen wird ausschließlich auf der emotionalen Ebene argumentiert. Von da aus lässt sich wunderbar alles an Bildern konstruieren, was man am Boden der Tatsachen nicht vermag.

  2. Dazu passt, wie speziell europäische Medien, allen voran die deutschen Öffentlich-Rechtlichen beleidigt Verschwörungstheorien über die Abhängigkeit Trumps wegen russischer Prostituierter in die Welt setzen, weil sich der amerikanische und der russische Präsident treffen, ohne das zunehmend bedeutungslos werdende Europa zu konsultieren.  Selbst wenn das mit den Prostituierten so wäre, ließe sich Trump mit dieser Lappalie wohl schwerlich nachdrücklich erpressen, nachdem selbst Clinton einen Blow Job, noch dazu mit einer Praktikantin im Weißen Haus schadlos überlebt hatte. Umso merkwürdiger ist die Aufregung Europas und die fundamentale Weigerung, auch nur den simpelsten Tatsachen ins Auge zu blicken.

Erstens ging es bei dem Treffen ja um die Beziehungen zwischen den beiden Staaaten. Was hätten da Dritte dabei zu suchen? Zweitens, wen hätte man denn in dem europäischen Zuständigkeitswirrwarr auch ansprechen sollen? Drittens, die Europäer waren ja Feuer und Flamme, Russland aus den G8 zu drängen, warum tut man jetzt beleidigt, wenn der Platzhirsch aus den verbliebenen G7 weiter mit Russland spricht? Hätte man etwa vorgehabt, Russland kommunikativ für die nächsten Jahrtausende auszuschließen? Gas sollen uns die Russen liefern, wir liefern denen aber nichts mehr und sprechen dürfen sie auch nicht mehr mit uns. Ist das eine vernünftige Basis für Frieden und Zusammenarbeit? Glaubt man wirklich, damit auch nur irgendetwas mit der Krim im Ansatz zu Gunsten des favorisierten, halb-faschistischen Regimes in der Ukraine revidieren zu können? Viertens ist es doch zuerst einmal positiv, wenn die beiden wichtigsten Atommächte aufeinander zugehen und deeskalieren wollen.

All dies unter den Teppich zu kehren und stattdessen beleidigt Verschwörungstheorien über eine von Putin gesteuerte Kollaboration zweier politischer Schergen zu lancieren, ist nichts anderes, als den jämmerlichen Zustand der eigenen politischen Landschaft mit Propaganda, Häme und Verleumdung der politischen Gegner zu kaschieren.

Gestern Abend im Zweiten sah man tatsächlich besser, aber nur, wie weit wir schon gesunken sind, uns in Dogmen verrannt haben und wie undemokratisch polarisierend Politik und Medien auf den laufenden Vertrauensentzug durch die Bevölkerung reagieren.

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

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