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Schaeffler unterbewertet!?

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neuester Beitrag: 12.10.19 17:16
eröffnet am: 24.11.15 13:34 von: MilchKaffee Anzahl Beiträge: 6758
neuester Beitrag: 12.10.19 17:16 von: lumbagoo Leser gesamt: 1078340
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28.05.19 06:51

3495 Postings, 4806 Tage brokersteveDer aktuelle Kurs schreit nach Kaufen....

28.05.19 09:57
1

57413 Postings, 5639 Tage Anti LemmingDie Mär von der neuen Elektro-Ära

Hier wichtige Absätze aus dem Artikel in # 077.

Verfasser des Artikels ist übrigens Helmut Becker, der 24 Jahre Chefvolkswirt bei BMW war und das "Institut für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation (IWK)" leitet. Er berät Unternehmen in automobilspezifischen Fragen. Also ein Branchenkenner und nicht etwa ein Journalistenpraktikant...

Interessant ist speziell das von mir untern fett Hervorgehobene.

Becker:

Selbstbetrug 3

Die chinesische Autoindustrie macht mit ihrer Flut von Elektroautos den deutschen Herstellern mit ihren Verbrenner-Oldies den Garaus? "China ist dabei, Technologieführer in der Autoindustrie zu werden und zugleich für alle anderen die Regeln vorzugeben", wie Autopapst Ferdinand Dudenhöffer ... sagte.

Das ist Strom auf die Elektromühlen der Öffentlichkeit, die nach wie vor der Ansicht huldigt, die deutsche Autoindustrie habe die elektrischen Antriebs-Anschluss verpasst. Batterien würden alle im Ausland gebaut. Akku-Autos seien in China beinahe schon Standard: Jede zweite nationale Automarke habe gar keinen Verbrenner mehr im Angebot.

Falsch! In China kehrt bei den Elektro-Startups nach der Euphorie Ernüchterung ein. Die meisten der in den Vorjahren mit großem Brimborium wie Pilze aus dem Boden geschossenen 500 automobilen Elektro-Neulingen sind über Nacht verschwunden. Nio, Byton, Weltmeister oder Lynk und Co. haben unisono ihre ehrgeizigen Expansions- und Investitionspläne eingedampft, obwohl die deutschen Hersteller in China noch nicht einmal mit ihrer Elektro-Offensive angefangen haben....

Kurzum: Die einstige Euphorie über die drohende chinesische Elektro-Übermacht auf dem Weltmarkt hat in dem Maße abgenommen, wie die Anzahl der gestrandeten und ausgepowerten E- Autos auf den chinesischen Ring-Roads in Shanghai oder Beijing zugenommen hat.

 

28.05.19 09:58

226 Postings, 222 Tage schuldgeldAn meinem Geburtstag einen Beitrag

wie den zuvor verlinkten lesen zu dürfen! Mein Tag ist perfekt! Ich fing schon an, an meinem Verstand zu zweifeln, wollten mir doch die meisten der allgegenwärtigen Lobgesänge auf das E- Mobil so gar nicht einleuchten. Gerade das nicht gelöste PLATZPROBLEM wurde konsequent und praktisch von allen an der Diskussion Beteiligen ausgeblendet. Ebenso die ungenügende Energiedichte einer Batterie, Mehrgewicht und und und...
Endlich, ENDLICH kommt das GANZE PAKET in die öffentliche Diskussion! Wenn jetzt endlich auch noch der "Autoexperte" Dudenhöfer als das in der öffentlichen Wahrnehmung erscheint, was er ist, dann ist mir um die Zukunft nicht Bange.
Und um meinen Verstand auch nicht.
Was für ein Tag!  

28.05.19 10:01

57413 Postings, 5639 Tage Anti LemmingHerzlichen Glückwunsch!

28.05.19 10:03

57413 Postings, 5639 Tage Anti LemmingDen UBS-Shortern geht vermutlich

auch bald die Muffe. Denn nichts ist ärgerlicher, als Shortpositionen in eine Chart-Fahnenstange hinein (und womöglich mit Verlusten) glattstellen zu müssen.  

28.05.19 10:09

57413 Postings, 5639 Tage Anti LemmingWeiterer Satz aus dem Becker-Artikel

(Zu Tesla:) Auch die geplante Giga-Batteriefabrik in Shanghai fand mangels Finanzierung ein ruhmloses Ende. Die Muster-Giga-Fabrik in Nevada wird nicht weiter ausgebaut, Investor Panasonic drehte den Finanzhahn zu. Kein Wunder:  Seit 2016 hat Tesla fast 6 Milliarden Dollar Verlust erwirtschaftet.  

28.05.19 10:18

42 Postings, 3602 Tage BäZoE-mobil

Zur Sinnhaftigkeit der E-Mobilität habe ich eine klare Meinung. Die ist natürlich irrelevant.
Die Politik und die öffentliche Meinung hat entschieden dass sie kommt und dann kommt sie eben.
Die Autohersteller haben doch gar keine andere Wahl: entweder E-Autos oder Strafzahlungen bis
die Bilanz rot wird.
Aber zum Schaeffler; da hat er leider keine gute Position auch wenn er antriebsseitig zweifellos
sehr kompetent ist. Die OEM mit eigentlich überschüssigen riesigen Entwicklungsabteilungen
werden sich die Arbeit nicht wegnehmen lassen. Auch sonst ist die Konkurrenz riesig weil einfach
jeder in den Markt will. Also da sehe ich keine großen Margen und zusätzlich muss momentan sehr viel Geld investiert
werden um überhaupt dabei sein zu können. M.E. sehr riskant für Zulieferer.

Wie gehts weiter? Ich denke der Schaeffler hat eine starke Stellung mit seinen Produkten;
die werden auch so schnell nicht wegbrechen wobei die Margen im Automobilbereich sicher nicht größer werden.
Wenn der Schaeffler (weiterhin) so viel Geld investiert (verbrennt?) wie die letzte Zeit dann wird der Kurs so schnell
nicht höher werden.


 

28.05.19 10:30

57413 Postings, 5639 Tage Anti LemmingWenn S. weiterhin so viel Geld invest./verbrennt

Tut Schaeffler ja eben nicht, daher Rosenfelds "Brandbrief". Der ist bullisch zu werten (Kosteneinsparungen) und nicht bärisch, wie das "Manager Magazin" Freitag verkündet hat und heute auch "Finanztrends":

https://www.finanztrends.info/schaeffler-ist-hier-vorsicht-geboten/
Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Schaeffler nach den aktuellen Berichten über den zunehmenden Spardruck* beim Autozulieferer am Montag auf ?Sell? belassen, auch das Kursziel bei lediglich 6 Euro belassen. Die von Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld geforderten Kostensenkungen habe seine vorsichtige Einschätzung der Aktie bestätigt, schrieb Analyst Patrick Hummel laut Medienberichten in seiner Studie.

* A.L.: "Spardruck" und Kostensenkungen" sind bullisch, weil dies die Marge hebt. Hat in der Industriesparte bereits geklappt. Analyst Hummel sollte sich nach einem neuen Job als Imker umsehen.

 

28.05.19 12:00

1150 Postings, 985 Tage 123grinchbin bei 6,796 euro heute morgen...

...auch mal mit ner kleinen posi eingetsiegen (wieder).

lasset die spiele beginnen :)  

28.05.19 12:59
1

226 Postings, 222 Tage schuldgeldHat die Hysterie endlich ein Ende?

Um eines klar zu stellen: ich bin nicht gegen E- Mobilität. Allerdings bin ich auch nicht gegen Verbrenner, nicht gegen Hybride und schon gar nicht gegen das Fahrrad. Was mich einfach tierisch nervt, ist die Selbstverständlichkeit, mit der in Deutschland technologischer Vorsprung in die Tonne getreten wird! Mich begeistern hocheffiziente Verbrennermotoren, in über 100 Jahren weiter entwickelt, auf ein Niveau, das unglaublich ist: mein 6 Jahre alter 5-Zylinder-Diesel mit 240 PS verbraucht bei zügiger Fahrweise, (ohne auf den Verbrauch zu achten!) konstant unter 8 Liter, bei verbrauchsorientierter Fahrweise deutlich unter 7 Liter. Das Auto ist jetzt 200 tkm gefahren, und war außer zum Wechseln der Bremsbeläge noch nie in der Werkstatt. Mein letzter Volvo, mit dem gleichen Motor, wurde von meinem Sohn bis 820 tkm gefahren- ohne nennenswerte Reparaturen, mit dem Originalmotor.
DAS ist für mich Mobilität mit Rücksicht auf Natur und Mensch. Nicht Wegwerfprämien und andere Kaufanreize für erst noch zu produzierende Wegwerfautos...
Insofern wünsche ich mir einfach eine sachliche, möglichst von Ingenieuren gerührte Diskussion, und keine politisch motivierten Anweisungen "von Oben". Wenn die chinesische Parteiführung Befehle erteilt, dann wird sich dem kaum jemand widersetzen. Warum in Deutschland Studienabbrecher und Lehrer über technische Lösungen entscheiden, wird sich mir nie erschließen. Und wenn sie das dann tun, dann frage ich mich, warum die den Individualverkehr subventionieren, den ÖPNV aber nach wie vor vernachlässigen.
Eine sachliche Diskussion, technisch machbare und ökologisch sinnvolle Lösungen, die von der Mehrzahl der Menschen mit getragen werden, und niemand muß sich um die Deutsche Automobilwirtschaft und auch um Schaeffler Sorge machen...
Ich glaube an den Markt, nicht an Mutti.  

28.05.19 13:22

226 Postings, 222 Tage schuldgeldErgänzung

Was mir noch einfiel: mein Auto ist ein AWD und hat einen CW- Wert wie der Kölner Dom. (was die Effizienz des Motors nochmals unterstreicht.) Meine Frage ist deshalb seit Jahren: worüber reden wir hier eigentlich? Am Ende womöglich nur darüber, dass die Autos zu lange halten? Oder darüber, dass Stromerzeuger gern an der Mobilität verdienen wollen? Oder darüber, dass deutsche Technologie inklusive der dahinter stehenden Patente internationalen Mitbewerbern ein Dorn im Auge sind? Dann sollte man das auch so sagen und sich nicht in Märchen vom sauberen Individualverkehr flüchten...  

28.05.19 14:20
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1150 Postings, 985 Tage 123grinch"Der steinige Weg in die Welt des Elektroantriebs"

28.05.19 14:21
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255 Postings, 1230 Tage lumbagooKeyou GmbH, letzte Woche ein kurzer Artikel

in einer Handelsblatt Beilage.
https://www.keyou.de/  

28.05.19 14:23

1150 Postings, 985 Tage 123grinch"Schaeffler steht offenbar vor schwierigen Zeiten"

28.05.19 20:59

327 Postings, 342 Tage longterm valueElektrozulassungen Deutschland

Ich glaube auch nicht an einen wirklichen Elektroboom in Deutschland. Irgendwann wird das Thema in der Realität ankommen. Aber komplett vernachlässigen kann man Elektro einfach nicht, Zwar (noch) niedriges Niveau aber die Zuwachsraten sind immernoch sehr hoch (April 50%). Allerdings zeigt sich das mittlerweile klar Hybrid gegenüber rein Elektro  die Nase vorne hat. April 5,4% Hybrid, Elektro 1,5%  (Siehe Zitat unten).

China habe ich eine andere Meinung als der Artikel der hier so umjubelt wurde. China wird sich Elektro stark durchsetzten und die neue chinesische Automobilindustrie unseren heimischen Firmen stark zusetzen. Wenn von den duzenden Chinesischen Firmen einige im Nirwana verschwinden ist das doch normal. Wenn am Ende 4 bis 5 neue große Konkurrenten übrigbleiben frist das nunmal erheblich Marktanteile. Sehe nicht warum der Schreiber des Artikels glaubwürdiger sein soll als die vielen anderen die es genau so sehen. Aber die Zukunft wird es zeigen :)

"Im April 2019 wurden 310.715 Personenkraftwagen neu zugelassen ? ein Minus von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Anzahl benzinbetriebener Pkw (183.506) ging um 5,1 Prozent zurück, mit einem Anteil von 59,1 Prozent war dies die am häufigsten gewählte Antriebsart. Die Anzahl der Diesel-Pkw (104.079) ging um 0,9 Prozent zurück. Ihr Anteil betrug im April 33,5 Prozent.

Bei den Importmarken wies Tesla im vergangenen Monat mit 442,5 Prozent erneut das deutlichste Zulassungsplus auf ? allem voran dank des seit kurzem auch hierzulande verfügbaren Mittelklassewagen Model 3

Pkw mit alternativen Antriebsarten zeigten im April zwei- bis dreistellige Zuwachsraten: Elektro-Pkw (4768/1,5 %) wiesen ein Plus von 50,4 Prozent auf. Fahrzeuge mit Hybridantrieb (16.814/5,4 %) legten um 54,9 Prozent zu"  

28.05.19 21:13
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327 Postings, 342 Tage longterm valueChinas Elektroauto-Absatz

wächst um 118% Q1 2019& Verbrenner-Absatz sinkt um 13% in Q1/2019

https://www.elektroauto-news.net/2019/ china-eauto-absatz-waechst-verbrenner-absatz-sinkt

Wie auch immer sich der Schreiber aus dem bejubelten Artikel da äussert, die aktuellen Zahlen sind definitiv anders und sprechen ein deutliche Sprache.

118%  Anstieg  Elektro und  -13% Verbrenner   wiederlegt zumindest aktuell sehr deutlich die Behauptungen aus dem Artikel.

Und ich habe nicht den geringsten Zweifel daran das es so weiter gehen wird.

Aber ist ja jeder seines eigenen Glückes Schmied :)  

29.05.19 08:45
1

226 Postings, 222 Tage schuldgeldDie Quelle sollte man immer im Auge haben

Wann immer ich auf einen interessanten Artikel verwiesen werde, geht mein erster fragender Blick zur Quelle. Die üblichen Fragen sind, wer schreibt was und warum?
Es dürfte nicht einen einzigen Artikel auf dieser Welt geben, der nicht die Absicht verfolgt, eine vorgefasste eigene Meinung unter die Leute zu bringen. Insofern sollten Autoren, die der deutschen Autoindustrie nahe stehen, ebenso hinterfragt werden, wie Zahlen einer Seite, die der Elektro- Auto- Industrie nahe steht.
Auch hier im Forum stelle ich mir beim Lesen eines Beitrages stets die Frage, welche Position der Autor zur kommentierten Aktie einnimmt. Hat er sich das Depot damit vollgepackt? Dann sollte es doch sehr verwundern, wenn er die Risiken übergewichtet. Hat er womöglich Optionsscheine gekauft und ist an fallenden Kursen interessiert? Dann wird er wohl wenig Gutes am kommentierten Wert finden. Diese Reihe ließe sich beliebig fortsetzen, weil die Interessen der Foristen, deren Einstellungen zur Aktie, aber auch zu technischen Lösungsansätzen gänzlich unterschiedlich sein können und nicht selten auch sind.
Es macht deshalb für mich wenig Sinn, irgendjemandem im Netz etwas zu "glauben".
Vielmehr versuche ich, mir eine eigene Meinung zu bilden. Mit der kann ich in der Regel auch gut leben, selbst wenn ich am Ende falsch lag.
Tatsache ist, dass wohl die allermeisten der hier im Forum skizzierten Szenarien eintreffen können. Nur denke ich nicht, dass ein E- Mobil neue Parkplätze schafft oder zusätzliche Fahrspuren. Auch bin ich nicht davon zu überzeugen, dass die Batterietechnik in absehbarer Zeit den Fortschritt machen wird, den auch ich mir wünsche. Denn tatsächlich hätte ich gern ein Spielzeug mit Elektromotoren an allen vier Rädern. Weshalb ich dem Autor, der die Elektromobilität kritisch hinterfragt, in weiten Teilen aus eigenem Erleben und eigener Einschätzung folge. Mehrere Probefahrten mit E- Autos und vierzig Jahre automobile Erfahrung gehören dazu.
Was immer mir irgendjemand verkaufen will, es muß die Schranke meines eigenen Denkens nehmen. Und das ist dem E- Auto bislang nicht gelungen. Ich sehe mich damit nicht allein und frage mich, warum etwas über Nacht durchgepeitscht werden muß, für das man 100 Jahre Zeit hatte? Wer hat ein Interesse daran? Dass es ökologische Überlegungen sind, daran vermag ich beim besten Willen nicht glauben.
Ein letzter Satz zu Schaeffler, denn darum geht es hier ja: Ich halte einen großen Posten dieser Aktie, weil ich darauf setze, dass die Mitarbeiter und Entscheider dieses Unternehmens kluge und fleißige Menschen sind, die teilweise in Jahrzehnten bewiesen haben, was sie auf der Pfanne haben. Denen wurde sicher noch nie etwas geschenkt.
Und so habe ich die Hoffnung, dass sie auch die anstehenden Herausforderungen meistern werden. Solange ich mein Geld auf "Rot" gesetzt habe, werde ich mir jedenfalls nicht wünschen, dass "Schwarz" gewinnt... ;-)
Und nein, ich glaube chinesischen Zahlen nicht. Dafür habe ich zu lange unter Kommunisten leben müssen.  

29.05.19 10:31

226 Postings, 222 Tage schuldgeld@L.V. Finde Deine Argumentationen

sehr interessant und auch Deine Links. Ein Blick außerhalb der eigenen Blase tut selbstverständlich auch mir gut. Meine Haltung zur E- Mobilität hat allerdings wenig bis nichts mit dem zu tun, was andere schreiben, sondern mit dem, was mein Leben ausmacht. Und da bringe ich Wunsch und Wirklichkeit einfach nicht zusammen. Ein technisch ausgereiftes Hybrid- Fahrzeug wird sehr wahrscheinlich mein nächstes sein, auch wenn mein derzeitiges Auto wohl noch gut zehn Jahre durchhalten wird. Wie könnte ich gegen technischen Fortschritt sein? Wie könnte Schaeffler dagegen sein? Ich werde doch aber mein funktionstüchtiges Auto nicht verschrotten, nur weil mir die Politik ein paar Euro gibt, die sie mir zuvor aus der Tasche gezogen hat! Für wie blöd halten die ihre Wähler eigentlich?
Ebenso will mir nicht einleuchten, warum die deutsche Automobilindustrie auf ihre Kernkompetenzen verzichten soll, nur weil man in China Fahrzeuge baut, die ...ja was eigentlich?
Die Mobilität der letzten Jahrzehnte ist an ihren Grenzen, wer wollte das bestreiten? Nur das Mobilitätsbedürfnis der Menschen, das fängt doch gerade erst an, sieht man nach Afrika, Indien und China. Und warum sollten deutsche Firmen mit dem anstehenden Wandel kein Geld verdienen?
Kurz: ich bin und bleibe vorerst optimistisch, dass die deutsche Industrie jeder Herausforderung gewachsen ist. Ob es die deutsche Politik ebenso ist, da habe ich meine Zweifel...
Wer tatenlos zusieht, wie Magnetschwebetechnik, in Deutschland zur Marktreife gebracht, nach China exportiert und dort eingesetzt wird und gleichzeitig den Individualverkehr in Deutschland subventioniert, der hat in meinen Augen NICHTS begriffen. Deutschland wird, wen das so weiter geht, an seinen unfähigen Politikern scheitern, nicht an seinen Unternehmern. Der Staat ist in meinem Augen jedenfalls nicht die Lösung, er ist das Problem.  

29.05.19 14:22

327 Postings, 342 Tage longterm valueSchuldgeld

ich teile viele der Dinge die du zu E-Mobilität gesagt hast. Allerdings versuche ich meine persönliche Erfahrung und Meinung eher außen vor zu lassen und die Lage soweit möglich rein nach den (mir) vorliegenden Informationen zu beurteilen. Das auch das subjektiv ist ist klar.

Ich halte weder den E-Mob Kurs von China noch den Hype in Europa für "technisch gerechtfertigt". China verfolgt damit aus meiner Sicht bei weitem nicht nur ökologische Interessen, sondern im Gegenteil, ein Hauptziel ist mit der eigenen großen Marktmacht E-Mob erst in China und wegen des Drucks auf die Hersteller damit auch indirekt weltweit zu etablieren. Aus chinesischer Sicht ist das nachdem man sich Jahrzehnte keine große Chancen für Marktführerschaft ausgerechnet hat (wegen des "hunderjährigen Entwicklungsvorsprung beim Diesel") jetzt die Chance in einem wichtigen Industriesektor ein neues Spiel zu beginnen. Technisch mag das alles nicht sinnvoll sein, aber China wird sich diese Chance aus meiner Sicht einfach nicht entgehen lassen. Ich kenne 2 Leute persönlich die in China leben und es ist Realität dort, dass, es  diverse Großstädte in denen de facto die E-Quote bei > 99% liegt, weil fast keine Verbrenner mehr zugelassen werden. Das ist keine Erfindung der Medien hier oder gefälschter Zulassungsstatistiken, das ist dort seit 2 Jahren reales tägliches Leben. Wohnst du in den Städten hast du die Wahl zwischen E-Auto kaufen oder gar kein Auto.

Europa, insbesondere Deutschland. Ich teile absolut was du über die Vorzüge Diesel und die aktuellen Beschränkungen E-Auto geschrieben hast. Ich würde mir aktuell bei meinem Fahrprofil (Wochenendpendler, jeweils 250km hin und zurück) nie ein E-Mob oder auch nicht Hybrid zulegen. Ich denke auch das bald eine gewisse Ernüchterung einsetzen wird und der Anstieg dann nicht mehr so stark ausfallen wird. Mittelfristig bin ich aber nicht so sicher. Ich habe auch viel Kontakt zu jüngeren Menschen zwischen 20 und 35 und die ticken wirklich anders als meine Generation (ich bin 50). Klimaschutz, nachhaltige Ernährung, sharing Economy sind da riesen Themen. Die Europawahlergebnisse sind da ein erstes Indiz (20-29 Jahre Grüne mit Abstand stärkste Partei, 30-39 glaube ich knapp erste oder zweite). Dies wird auf Dauer auch politische Entscheidungen prägen, ob es mir gefällt oder nicht. Ich versuche einfach das in meine Entscheidungen mit einzubeziehen. Ich halte den E-Hype auch nicht für technisch fundiert, aber wie sollten die CO2 Vorgaben ohne hohe Strafzahlungen sonst geschafft werden ?  Egal ob ich persönlich diesen Weg für sinnvoll oder einen Irrweg halte, er wird nunmal aktuell politisch stark forciert und wird zu gravierenden Änderungen führen.

Zurück zu Schaeffler. Trotz dieser Risiken würde ich aktuell nicht auf die Idee kommen meine Aktien zu diesen Kursen zu verkaufen. Habe ja gerade erst vor ein paar Wochen bei vergleichbaren Kursen zugekauft (7,15? aber vor Dividende). Ich sehe zwar aufgrund meiner Argumente deutlich weniger Potential nach oben als die meisten hier, aber trotzdem bin ich insgesamt bei dem Kursniveau positiv eingestellt. Der Kurs muss ja auch gar nicht super abheben um Schaeffler zu einem hervorragenden Investment zu machen auf der jetzigen Basis. Sagen wir mal die Zeiten bleiben hart, aber Schaeffler behauptet sich halbwegs und der Kurs steht in 5 Jahren bei 8?. Dann hat man in der Zeit zusammen mit Dividenden (die aus meiner Sicht leider leicht gekürzt werden müssen in der Zwischenzeit) wahrscheinlich irgendwas um die 40-50% Gewinn gemacht in 5 Jahren. Also mir würde das schon reichen :)  Mehr Potential sehe ich hat leider nicht.  

29.05.19 14:34

226 Postings, 222 Tage schuldgeldDa sind wir schon zu zweit ;-)

"Der Kurs muss ja auch gar nicht super abheben um Schaeffler zu einem hervorragenden Investment zu machen auf der jetzigen Basis. Sagen wir mal die Zeiten bleiben hart, aber Schaeffler behauptet sich halbwegs und der Kurs steht in 5 Jahren bei 8?. Dann hat man in der Zeit zusammen mit Dividenden (die aus meiner Sicht leider leicht gekürzt werden müssen in der Zwischenzeit) wahrscheinlich irgendwas um die 40-50% Gewinn gemacht in 5 Jahren. Also mir würde das schon reichen :) "

Im Grunde genommen beschreibst Du exakt meine Erwartung / Strategie. Ich sehe Schaeffler als eine Möglichkeit, die Kaufkraft meines Geldes über die Zeit zu retten, und mit etwas Glück sogar zu mehren. Ich habe soeben noch einmal umgeschichtet und eine größere Abstauberposition bei 6,59 ? gesetzt, durchaus auch bestärkt durch das, was Du schreibst. Die Euphorie wird in alltägliches Geschäft übergehen, und eine Dividendenrendite von Null erwarte ich nur im schlechtesten Fall. Aber selbst dann stehe ich nicht dümmer da, als mit meinem Tagesgeldkonto. ;-)  

29.05.19 14:34

327 Postings, 342 Tage longterm valueE-Mob Europa und USA

noch eine Ergänzung zu meinen Ausführungen gerade.

In Europa und USA wird E-Mobilität aus meiner Sicht neben den politischen Entwicklungen auch stark von den technischen Fortschritten abhängig sein.

Das Hauptproblem aktuell ist denke ich die Reichweite. Die ist unter optimalen Bedingungen schon schlecht und geht unter diversen Parametern (z.B. schnelles Fahren oder Umgebungstemperatur) noch drastisch weiter zurück.

Falls die Fortschritte in diesem Bereich trotz der seit ca. 2 Jahren stark gestiegenen Forschungsaufwendungen nicht groß sind, wird das ein dickes Manko bleiben und viele Leute vom Umstieg abhalten.

Falls die jetzt intensive Forschung aber zu deutlich Fortschritten bei der Reichweite führt (wenn auch vielleicht erst in 5-10 Jahren), dann steht dem Durchbruch nichts mehr im Wege.

Ob Fortschritte kommen oder nicht ist aber Kaffeesatz lesen, das kann glaube ich kaum einer wirklich gut beurteilen und abschätzen.

Ich bin da gar nicht so unoptimistisch. Bisher war das eine Nischentechnologie, jetzt ist es Hype und hunderte Universitäten und industrielle Forschergruppen entwickeln und forschen in diesem Bereich. Wenn man sich überlegt mit welchen Limitierungen der Diesel mal angefangen hat, der ist heute auch in nichts mehr vergleichbar mit den Anfängen. Und da heute alles viel schneller geht, wer will da ausschließen das es in ein paar Jahren oder wenigen Jahrzehnten ganz andere Materialien oder Technologien gibt die die aktuellen Reichweiten Probleme lösen !?  

29.05.19 14:47

226 Postings, 222 Tage schuldgeldUnd auch da folge ich dir,

die Entwicklung der E- Mobilität wird Fortschritte machen, so oder so. Es gibt jedenfalls jede Menge zu tun, jede Menge Herausforderungen für die Industrie, jede Menge Markt. Und, so meine Erwartung, da sollte sich Schaeffler zumindest nicht schlechter schlagen, als die Mitbewerber. Lass es mich so sagen: die Welt geht auch morgen nicht unter, auch wenn die Indizes und natürlich die Medien das durchaus suggerieren... ;-)  

29.05.19 15:02

327 Postings, 342 Tage longterm valueDividende

"Im Grunde genommen beschreibst Du exakt meine Erwartung / Strategie. Ich sehe Schaeffler als eine Möglichkeit, die Kaufkraft meines Geldes über die Zeit zu retten, und mit etwas Glück sogar zu mehren. Ich habe soeben noch einmal umgeschichtet und eine größere Abstauberposition bei 6,59 ? gesetzt, durchaus auch bestärkt durch das, was Du schreibst. Die Euphorie wird in alltägliches Geschäft übergehen, und eine Dividendenrendite von Null erwarte ich nur im schlechtesten Fall. Aber selbst dann stehe ich nicht dümmer da, als mit meinem Tagesgeldkonto. ;-)  "

Hört sich grundsätzlich vernünftig an. Ich selber bin für so eine Strategie allerdings nicht mutig genug. Ich bin relativ risikoavers und es kostet mich schon eine gewisse Überwindung ca. 60-65% meines Kaptals in Aktien anzulegen. Selbst das wäre mir schon zuviel wenn ich nicht zusätzlich diese Aktienanlagen  sehr stark diversifiziert hätte  (>20 Einzeltitel) und nicht auch noch ca. 20% davon durch Absicherungszertifikate abgesichtert hätte, so das de facto eher 50% meines Kapitals in Aktien angelegt sind. Aber das ist wie gesagt ein ganz persönliches Ding von mir. Das viele anders ticken und bereit sind größere Risiken einzugehen ist mir bewusst.

Dividende...müsste schon sehr viel schief gehen wenn sie ganz ausgesetzt werden müsste.
Aber eine gewisse Kürzung sieht der Markt schon vorweg. Sonst wäre der Kurs nicht so eingebrochen. Bei dem jetzigen Kurs eine Rendite ohne Kürzung von mittlerweile deutlich über 8% ist selbst bei schlechten Aussichten zu hoch. Ich denke das viele Marktteilnehmer mit kleineren Kürzungen rechnen = Dividende irgendwo zwischen 0,35 bis 0,5?.
Die 0,55? wurden 2018 aus dem noch guten 1 Halbjahr bezahlt. Mit den Gewinnen 2 Halbjahr wäre das bei dem Ziel 40-50% der Gewinne als Dividende auszuschütten schon nicht mehr machbar gewesen. 2 potentielle Szenarien:
Gewinne bleiben das Jahr über konstant bei ca. 0,2? je Aktie je Quartal  =>  0,8? gesamte Jahr =>  Dividende 0,32-0,4 ?
Gewinne 2Q bleibt, 3 und 4 Q steigen die Gewinne wieder um 50% auf je 0,3? => 1? gesamte Jahr =>  Dividende 0,4 - 0,5 ?

Damit gar keine Dividendenkürzung stattfindet müsste es ja noch besser als in dem schon relativ optimistischen Szenarion 2 laufen.  Kann natürlich passieren, wäre aber wohl doch eher eine positive Überraschung.

 

29.05.19 15:22

255 Postings, 1230 Tage lumbagooNa ja,

https://bnn.de/lokales/buehl/...klungsgebaeude-in-buehl-zurueckKosten

Gestern habe ich auf Youtube irgendeinen Börsenguru gesehen der im Zusammenhang mit Schaeffler von einer Kapitalerhöhung sprach. Das hat hoffentlich keinen Hintergrund.........  

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