Eine deutsche Erbschuld muss sich niemand vom Hals schaffen, der sich davon belästigt fühlt. Er muss sie sich auch nicht von einem ambitionierten Philologen oder Pädagogen oder von wem auch immer ausreden lassen, etwa von jemandem, der sich absichtlich grenzenlos dumm stellt in Grenzfragen.(Zu letzterer Einschätzung bringt mich die Tatsache, dass du, vermutlich motiviert oder aufgestachelt, in #12910 den Inhalt des Links von @boersalino (#12907) aufgegriffen, den Link sogar wiederholt hast.)
Nein. Von dem Gedanken an eine Erbschuld kannst du dich in aller Form verabschieden. Warum ? - Eine Erbschuld ist nach menschlichem Ermessen schlicht und einfach nicht gegeben, wenn ich das richtig sehe. Auch eine Kollektivschuld nicht. (Es sei denn für den Deutschen Fußballbund, der sich dahingehend ins Abseits bugsiert hat.)
Gesamtgesellschaftlicher Minimalkonsens von links nach rechts sollte in Deutschland sein, dass Völkermord nicht verjährt und dass das über die begrenzte Lebenszeit von Tätern und Mittätern hinaus Geltung hat - als Verpflichtung zu einer intensiven Erinnerungskultur.
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