In der Tat, ist die aktuelle Situation eine Herausforderung. Jedoch gibt es sicherlich viele Möglichkeiten einer Lösung. Das ist auch die Prämisse der Geschäftsführung: Lösungsorientiert zu arbeiten und die Kuh vom Eis zu bekommen - wohlwissend dass es viele Risiken gibt. Aus diesem Grund ist der Kurs auch so weit unten und steht nicht bei 50 Cent. Im Übrigen ist der Buchwert überhaupt nicht so wichtig. Entscheidener ist, wieviel EBITDA das Unternehmen generieren kann. Mal eine schnell-skizzierte Möglichkeit: - Verkauf des 71%-Anteilgs von Pepkor (SA): Eigentlich ein schöner Wachstumswert, jedoch wird Income nur über die Dividenden generiert. Gehen wir mal von einem Verkauferlös von 2,25 Mrd. aus, die zur Schuldenreduktion genutzt werden können. Fallen ca. 50 Mio Dividende weg, aber auch 200 Mio Zinslast.
- Verkauf der Greenlit: Möglicher Verkaufswert: 0,6 Mrd. fallen 35 Mio Gewinn weg, aber auch 60 Mio Zinslast.
Machen wir jetzt mal einen Sprung auf 2021 und gehen in etwa von den Zahlen aus (habe ich den Präsentationen von Steinhoff entnommen, KLAR: ist von vielen Faktoren abhängig, kann besser aber auch schlechter laufen): - Pepkor Europe: 500 Mio EBITDA
- Mattress Firm: 100 Mio (50%-Anteil)
- Conforama: 100 Mio (50%-Anteil, ist das eigentlich so?)
Unterm Stich kann der Schuldendienst nun geleistet werden, es würde sogar ein kleiner Überschuss bleiben, bei Schulden von ca. 6 Mrd. Was könnte nun kommen: - Umschuldung (das muss eigentlich passieren und wäre DIE Lösung, 6 % Zinsen sollten machbar sein) - Ausgabe neuer Anleihen (falls Vertrauen gesteigert, jedoch sehe ich hier auch Zinsen von 7-8 %)
- Freiwerdenes Kapital für Schuldendiesnt durch gestärktes Vertrauen bei Lieferanten (keine Vorkasse mehr)
- Durchführung einer Kapitalerhöhung/DES zur weiteren Reduktion der Schulden
- Einstieg eines Investors mit Kapital-Backup
- ....
Was aber auch kommen könnte: - Geschäftstsbereiche performen schlechter
- Klagen, Steuern etc.
Fakt ist auch: Der Kurs preist bereits viel schlechtes ein. Fakt ist auch, dass wir Aktionäre am Ende der Nahrungskette stehen. ABER: Sollte die Situation aufhellen, dann wird auch der Kurs davon profitieren. Denn: an der Börse wird die Zukungft gehandelt. Je weniger Unsicherheit, desto besser. Und die nächsten Schritte zur Reduktion der Unsicherheit könnten bald kommen: - H1/2019
- CVA-Implementierung
- Einigung mit Klägern/Steuerbehörden
- Klagen gegen alte "Riege"
- Umschuldung von Pepkor Europe
- ...
Nach der Investoren-Konferenz werden wir schlauer sein. Und die findet voraussichtlich im Juli statt. Udn geht mal davon aus, dass da Profis am Ruder sind, die uns in allen Belangen überlegen sind. ;-) |