Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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eröffnet am: 05.11.12 08:09 von: permanent Anzahl Beiträge: 197952
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04.11.12 14:16
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20752 Postings, 7804 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage


Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
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04.04.25 18:08
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15162 Postings, 6021 Tage Karlchen_VBei Ariva kann es systematisch nicht ansatzweise

um ökonomischen Sachverstand gehen. Ist schließlich ein Börsenboard.

Man hat als Zensoren irgendwelche Studies angestellt, die zwar ziemlich fit darin sind, die einkommenden Postings danach zu beurteilen, ob sie ihrer eigenen politischen Haltung entsprechen - das war es dann aber auch. Wenn man versucht, tiefergehend auf irgendwelche ökonomische und politische Sachverhalte einzugehen, dann ist das schon verdächtig. Man versteht es als Zensor dann vieleicht oder wahrscheinlich nicht - und die Konsequenz ist: Löschen.

Ariva und seine Zensoren sind ein Spiegelbild der Gesellschaft in Deutschland: bloß keine Diskussionen zulassen, die sich außerhalb der gängigen Bahnen bewegen könnte.

 

04.04.25 18:10
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13363 Postings, 4421 Tage Canis AureusDie 5 Milliarden-Euro-Keule gegen die USA

Schon seit 2018 wird in der Europäischen Union eine Digitalsteuer diskutiert. Beschlossen wurde sie nie. Doch im Handelskonflikt mit Donald Trump hätte eine Abgabe für die Nutzung der europäischen Netz-Infrastruktur ihren ganz eigenen Charme.

Wenn europäische Unternehmen Teams-Meetings abhalten, Bürger Youtube-Videos gucken, per Whatsapp kommunizieren oder Serien streamen, nutzen Microsoft, Google, Meta oder Netflix dafür völlig kostenlos Internet-Leitungen, die europäische Investoren finanziert haben. Trotzdem müssen die Internet-Riesen nicht mal einen Teil der Gewinne, die sie damit erzielen, für die Nutzung der Netze abgeben. 

Im Gegenteil: Oft werden selbst noch die hierzulande erzielten Gewinne mittels gewiefter Gestaltungen vollständig in Steueroasen transferiert und damit dem Zugriff des Fiskus weitgehend entzogen. Von den Gewinnen, die US-Internetriesen in Europa machen, haben die EU-Staaten also fast nichts. Ist das gerecht? 

Pläne für eine Digitalsteuer gibt es seit 2018

Schon vor einigen Jahren kamen Forderungen nach einer Digitalsteuer auf, mit der Europa zumindest ein wenig an den florierenden Geschäften partizipieren würde. Jetzt, da Donald Trump Europa und die ganze Welt in einen Zollkrieg hineinzieht, könnte das Modell wieder auf den Tisch kommen.

Im Gespräch war damals ein Steuersatz von gerade mal drei Prozent. Schon so eine kleine Zahl würde reichen, um der Europäischen Union zweistellige Milliardeneinnahmen zu bescheren, wie eine Studie des Centre for European Policy Network in Freiburg, kurz „cep“, im Auftrag von Hubert Burda Media, jüngst zeigte. Ergebnis: Hätte die EU im Jahr 2018 allein diese dreiprozentige Digitalsteuer eingeführt, hätte sie seitdem einen zweistelligen Milliardenbetrag erlöst oder rund fünf Milliarden Euro pro Jahr.

Fünf MiIliarden Euro Mehrerlöse pro Jahr

Eine Digitalsteuer könnte dafür zusätzliche Mittel erlösen, die in den beschleunigten Ausbau der Digitalisierung in Europa fließen müssten, so das „cep“. Normalerweise sind die Freiburger Ökonomen Anhänger der freien Märkte und unverdächtig, sich für Regulierung stark zu machen. Doch drei Entwicklungen im Digitalmarkt halten sie für alarmierend:

  1. Die Internet-Riesen aus den USA und China sichern sich gerade die nächsten Wachstumsfelder im Bereich der KI-Modelle und bauen ihre Marktmacht weiter aus. Europas Rückstand wird dadurch stetig größer.
  2. Globale Tech-Konzerne wie Apple, Alphabet, Meta oder Amazon zahlen bisher kaum Steuern in der EU. Indem sie „freiwillig“ auf eine Digitalsteuer verzichte, stehe den Konzernen sogar noch mehr Geld zur Verfügung, mit dem sie die digitale Abhängigkeit Europas manifestieren. Die Einführung einer Digitalsteuer sei daher auch ein Akt, um die Steuersouveränität zurückzugewinnen.
  3. Insgesamt entgehen der EU, bei einem Steuersatz von drei Prozent auf digitale Dienste der US-Unternehmen, pro Jahr rund fünf Milliarden Euro. Seit dem Start der ersten Steuer-Initiative im Jahr 2018 verzichtet die EU somit auf rund 30 Milliarden Euro. ...
https://www.focus.de/finanzen/boerse/...3-4b5e-9dfe-fff4172a741e.html  

04.04.25 18:55

21 Postings, 26 Tage voltarenmeine prognose:

langfristig wird es auf 10% importzölle auf alles und alle hinauslaufen. bis dahin ist aber erstmal basar.

doch wer sich tief verbeugt vor trump und alles macht was er verlangt (looking at you, great britain), der zahlt nur 10% tariff. und damit kann der welthandel auch umgehen.

 

04.04.25 19:42
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30773 Postings, 8735 Tage Tony FordProfiteur ...

genau das ist ja der Irrsinn, dass die USA in diesem Handelskrieg den größten Verlierer darstellen.

Denn gerade das große Außenhandelsdefizit hat ja erst zur US-Leitwährung geführt. Das ist u.a. auch einer der Gründe, weshalb die chinesische Währung keine Chance gegen den USD hat, weil hier keine Außenhandelsdefizite bestehen und China ja selbst USD oder Euros anhäuft, so wie Dtl. und Europa USD anhäufen.

Wie das ein Ökonom mal passend an zwei Extremen erklärte, ein Land, welches 100% seiner Waren exportiert, d.h. einen Handelsüberschuss hat, würde 100% seiner Arbeitsleistung leisten aber am Ende selbst ohne Waren dastehen. Es hätte zwar Geld auf dem Konto, doch was nützt dieses Geld, wenn am Ende keine Waren beim Konsumenten landen. Natürlich könnte man dieses Geld ausgeben und mehr Waren kaufen als man selbst produziert, dann hätte man aber kein Außenhandelsüberschuss mehr, sondern ein Defizit.

Auf der anderen Seite ist ein Land mit 100% Außenhandelsdefizit, welches Nichts produzieren muss und 100% seiner Waren importiert. Der Konsument muss faktisch Nichts leisten, kann aber konsumieren.

Über dieses Prinzip konnten die USA großen Reichtum anhäufen und gleichzeitig den USD zur Leitwährung machen. Denn rein rechnerisch ist es anders auch nicht möglich, weil denn die USA in der EU oder China einkaufen, d.h. Waren importieren, dann können sie das nur mit USD tun, weil sie selbst zu wenig in die andere Richtung exportieren um genügend EURO oder CNY zu besitzen.

Dass diese großen Außenhandelsdefizite nicht auf Dauer angelegt sind und Risiken mit sich bringen, das mag richtig sein, doch zu glauben, man könne dies auf radikale Weise auf 0 bringen, ohne dass das einen gewaltigen Wohlstandsverlust mit sich bringt, sondern sogar noch Wohlstand bringen soll, ist realitätsfremd. So funktioniert das nicht und führt unweigerlich in den Ruin.

Viele US-Unternehmen werden in die Verlustzone rutschen, weil sie die Kostensteigerungen nicht kompensieren können und die hohen Investitionskosten, um neue Fabriken in den USA zu bauen, jegliche Gewinnaussichten auf Sicht der nächsten Jahre zunichte machen werden.
All das wird sich auch auf die Mag7 negativ auswirken, viele US-Konsumenten wird das Geld für Netflix & Co. oder dem neuen iPhone fehlen.

Ich denke, solange Trump seinen radikalen Kurs nicht ändert, wird an den US-Börsen sell-the-top gefahren werden. Jede Erholung wird wieder abverkauft werden und der Kurs unter 5000, 4000, 3000, evtl. unter 2000 Punkte fallen, wobei ein Wertverfall des USD dem evtl. entgegenwirken könnte.    

04.04.25 19:57
2

30773 Postings, 8735 Tage Tony FordKorrekturpotenzial ...

meiner Meinung nach wird das Korrekturpotenzial an den US-Börsen bislang noch deutlich unterschätzt.

Man vergleicht die aktuelle Krise mit vergangenen Krisen und rechnet vor, dass der Aktienmarkt im Mittel um 35% korrigierte.

Das Problem an dieser Rechnung aber ist, dass Krisen in der Vergangenheit nicht politisch herbeigeführt wurden, sondern die Ursachen in einschneidenden Ereignissen und der daraus resultierenden Folgen und Panik liegen oder sich Finanzblasen gebildet haben.

Kommt es dann zu einer Krise, so werden im Regelfall zeitnah auf politischer Ebene Gegenmaßnahmen eingeleitet und über neue Schulden die Konjunktur wieder gestützt, die Leitzinsen gesenkt.

Doch bei der aktuellen Krise ist das in den USA nicht zu erwarten, denn damit würde Trump sein Gesicht verlieren, müsste er nämlich eingestehen, dass er mit seiner Politik falsch lag.

Deshalb wird er an seinem Kurs festhalten, koste es was es wolle und versuchen den Schuldigen an anderer Stelle zu suchen oder sich in Durchhalteparolen üben.

Dadurch fällt die Rezession deutlich schärfer aus, weil der Retter in der Not, der US-Staat, nicht parat steht.

Hinzu kommt, dass die US-Unternehmen sehr hoch bewertet sind, viele US-Bürger und US-Unternehmen hoch investiert in US-Aktien sind und diese Aktien zu Geld machen müssen, weil die finanzielle Situation es erfordern wird. Und dann braucht man nicht viel Fantasie um zu verstehen, wenn Millionen vom Amerikanern viele Billionen ihrer Geldvermögen ins Trockene bringen wollen oder müssen, der Verkaufsdruck gewaltig sein wird, so gewaltig wie andererseits in guten Zeiten der Kaufdruck gewesen war. Die deutliche Outperformance vergangener Jahrzehnte wird dann auf einen Schlag egalisiert werden.

 

04.04.25 20:20

21 Postings, 26 Tage voltarenwobei

wobei die letzten tage der oelpreis um 15% gefallen ist und der us dollar um 1,5%, beides hilft der us wirtschaft. die gemengelage ist recht unübersichtlich, insbesondere falls die fed doch noch kurzfristig die zinsen senken würde (was trump ja ausdrücklich fordert).

trump pokert hoch, keine frage. er hat sich aber diesmal gut darauf vorbereitet.

 

04.04.25 20:36
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4345 Postings, 5984 Tage DreiklangTrump ist einfach großartig

Nicht alle haben seine wahre Größe erkannt, doch die Zweifler sind auf dem Rückzug. Denn:  Keine 3 Monate im Amt, und die Aktienkurse bewegen sich wie nie zuvor.  Und das mit ein paar präsidialen Anordnungen, es geht Schlag auf Schlag. Beweis: S&P500 - Ende Februar bei 6150, jetzt  bei 5100 !!!
Daher hat er nur recht, wenn er sagt:

"The world has never seen this before".

(Es ergab sich auch die Gelegenheit, einige liegengebliebene, längst weit ins Minus gelaufene Shorts auf Einstand aufzulösen. Man muss eben immer die Chancen nutzen, die der Markt gerade bietet).  
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Alea iacta est

04.04.25 21:50
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30773 Postings, 8735 Tage Tony FordWall Street bricht erneut ein


Wall Street bricht erneut ein

Quelle:
https://www.youtube.com/watch?v=n-C8WiOWSyk

Im Basisszenario von Goldman Sachs geht man davon aus, dass die Gewinne im S&P500 um 3% in diesem Jahr zulegen werden. In diesem Basisszenario hätte der S&P bei einem KGV von 22 "nur" Aufwärtspotenzial bis 5500 Punkte. Dabei wäre dieses Szenario noch keine Rezession, sondern lediglich eine deutliche Abschwächung des Wachstums.
Fraglich ist, inwieweit bei einer solchen Abkühlung des Wachstums ein historisch eher am oberen Ende liegender KGV von 22 haltbar wäre.

Zitat sinngemäß, "Man muss schon bis ins Jahre 1911 zurückgehen um eine vergleichbare Zollbelastung gehabt zu haben. Dass was wir gerade erleben ist ein Ausnahmezustand."

Zum Abschluss hat er passend gesagt, dass Trump hat sich mit seinen Aussagen in eine Sackgasse bewegt hat, aus der sehr fraglich ist, wie er dort wieder herauskommen will.

Deshalb halte ich das Basisszenario für zu optimistisch. Denn wenn man die Politik Trumps seit seinem Amtsantritt verfolgt, so hat er zwar immer wieder auch Zölle revidiert, doch nur um sie danach noch höher und tiefgreifender durchzusetzen. Das Narrativ der Zölle als Verhandlungstaktik ist überholt.
Allein seine Rede von gestern sowie die Rede von Heute sind eigentlich Beweis genug um dieses Narrativ entkräften zu können. Denn dieser Handelskrieg wird längst auf ideologischer Ebene geführt, da geht es darum, die USA als Opfer darzustellen gegen die Welt aufzuwiegeln.

Und weil Karlchen hier Russland ins Spiel gebracht hat, so könnte die ideologische Reise Trumps ein faschistischer US-Staat stehen, der wie Russland, jegliche demokratische Mechanismen abgeschafft und eine Quasi-Autokratie errichtet hat.  

04.04.25 22:01
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72867 Postings, 6146 Tage Fillorkill'fällt die Rezession deutlich schärfer aus*

Eben. Deshalb führt die Idee der Gegenzölle, ob symbolisch gemeint oder als ernste Kampfansage, auch in die  Irre. Denn diese Idee spickt ja darauf, dass alles wieder so sein wird wie es war, wenn ja wenn man nur den richtigen Tonfall - entweder hartes Kontra oder doch besser Süssholz raspeln - fände. Sie lebt von der Hoffnung, sich weiterhin eine schöne Scheibe vom US-Markt abschneiden zu können.

Das zeigt, dass man die konservative oder besser libertäre Revolution nicht verstanden hat. Denn hier geht es um Läuterung und nicht um Reindustrialisierung oder Joe Sixpacks löchrige Brieftasche. Religiöse Erweckungs-, Erlösungs- und Endzeitphantasien aus dem tonangebenden evangelikalen Spektrum sind die Motive, die sich im aus der Welt gefallenen Amerika nun austoben.

Die Börsen haben hier, wie so oft, den richtigen Riecher. Die richtige Gegenstrategie besteht deshalb darin, einen möglichst grossen Bogen um das untergehende Empire zu machen und alles tun, nicht mit hineingezogen zu werden. Das ist nicht ohne Hoffnung, auch wenn erhoffte Geschäfte dabei abgeschrieben werden müssen. Denn mit der Dystopie, die sich jetzt in den US abzeichnet, dürfte die konservative 'antiwoke' Revolution für Jahrzehnte erledigt sein.  
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it's the culture, stupid

04.04.25 22:07
1

8298 Postings, 9200 Tage fwsDer eigene KI-Bot "Grok" behauptet,

... daß Elon Musk der vermutlich größte Verbreiter von Fakenews/Falschinformationen ist und dieses KI-Maschinchen, ist wohl etwas schwer unter seine Kontrolle zu bringen.

"Grok rebelliert
Aufstand der Maschine: Elon Musks Chatbot wendet sich gegen ihn
Aktualisiert am 04.04.2025,

Elon Musks KI-Firma xAI steht vor einer Herausforderung: Ihr Chatbot Grok widersetzt sich bisher allen Versuchen, ihn zu kontrollieren. Und widerspricht dem Tech-Milliardär beständig – sehr zu dessen Leidwesen. ..."

https://web.de/magazine/panorama/...lon-musks-chatbot-wendet-40838568

 

04.04.25 22:20

8298 Postings, 9200 Tage fwsDie USA unter Trump sollte man meiden!

Wegen eines schon vor knapp zehn Jahren eingestellten Cannabis-Vergehens, wird man von der Trump-Administration offensichtlich eingesperrt.

Diese zudem waffenstarrende US-Gesellschaft brauche ich nicht mal für den kleinsten Urlaub!

"Trotz Aufenthaltsgenehmigung
Deutscher seit vier Wochen in US-Gewahrsam - schwere Vorwürfe gegen Behörden

Aktualisiert am 04.04.2025, 

Ein Deutscher mit US-Aufenthaltsgenehmigung will in die Vereinigten Staaten einreisen - und sitzt seitdem in Abschiebehaft. Nun wandte er sich mit einer Botschaft an seine Unterstützer. ..."

https://web.de/magazine/panorama/...were-vorwuerfe-behoerden-40845084

 

04.04.25 22:52

11063 Postings, 7981 Tage SARASOTA22:01 Was für ein Blödsinn!

04.04.25 22:54
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8298 Postings, 9200 Tage fwsDie US-Zwischenwahlen 2026 sind mit ...

... einer satten Mehrheit für die Demokraten in beiden Häusern des Kongresses, die vermutlich letzte Chance für die USA, um noch Schlimmeres für die US-Demokratie durch die Trump-Autokratie zu verhindern. Nur dies würde dann nochmals die Möglichkeit bieten, Trump wegen völliger Missachtung der US-Verfassung seines Amtes zu entheben. Trump würde dann wohl nur ein böser Spuk als schlechtester Präsident in der US-Geschichte bleiben.

Bis dahin sind es allerdings noch gut 19 Monate und ob dann diese Zwischenwahlen noch unter fairen Bedingungen stattfinden werden, muß man angesichts der von den MAGA-Reps angestrebten Wahländerungen leider schon jetzt etwas bezweifeln.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/...twahlen_in_den_Vereinigten_Staaten


 

04.04.25 23:17
1

8298 Postings, 9200 Tage fwsIn den jüngsten Umfragen zu Donald Trump

... steht er noch relativ gut da, auch wenn die Ablehnung für ihn größer geworden ist. Vermutlich muß es die durchschnittlichen US-Bürger erst noch weit schärfer im persönlichen Geldbeutel treffen, bevor sie seine wirtschafts- und demokratiefeindliche Politik ablehnen.

https://www.stern.de/politik/ausland/...er-seine-arbeit-35605294.html

Nächste Woche wird "Disapprove" (Nichtzustimmung) im Durchschnitt der Umfragen wahrscheinlich über 50% stehen und sich die Spanne ausweiten:

https://www.realclearpolling.com/polls/approval/...mp/approval-rating

 

04.04.25 23:49

30773 Postings, 8735 Tage Tony Fordschon erstaunlich ...

wie sehr die Entwicklung dem in Russland gleicht.  

05.04.25 09:17
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23542 Postings, 6836 Tage Malko07Es sollte doch allen klar sein,

dass die explodierende Verschuldung der USA nicht ewiglich so weiter gehen kann. Ob man jetzt zu massiv durchgreift oder zum falschen Zeitpunkt, darüber kann man immer streiten. Nur gibt es kein Beispiel in der Geschichte in der die sachte Umstrukturierung wirklich funktioniert hat. Ist wie mit der Bürokratie. Wenn man die Bürokratie abbauen will und dazu weitere Bürokraten einstellt die dies bewerkstelligen sollen wird das kaum funktionieren außer dass sie wächst. Auch große Umstrukturierungen in Unternehmen gehen sehr oft mit großen Zerschlagungen einher. Denn wie will eine Unternehmen sich selbst sanieren das sich vorher selbst in den Abgrund geritten hat?

In den USA bestimmen erfolgreiche Unternehmer mit großer Erfahrung momentan mit. Man darf also annehmen dass sie es so wie oben sehen.

Zu den Aktienmärkten bleibt festzustellen mMn dass sie seit langer Zeit der realen Wirtschaft zu stark davon geeilt sind.  Ein Grund sehe ich in der Geldmengenausweitung der verflossenen Jahren. Jedwede Krise wurde mit Geldmengenausweitung zugeschüttet welche zu einer Inflation an den Börsen führte. Momentan scheint diese "Weisheit" auch bei uns angekommen zu sein. Probleme mit Geld zuschütten ist aber keine nachhaltige Problemlösung. Wenn die USA aber nicht mehr bereit sind dieses Spiel weiter zu spielen wird es stärkere deflationäre Momente geben und das ist nicht gut für die Börsen. Wie schon hier erwähnt wurde liegt der jetzige Absturz an der Börse nicht an akuten Problemen in der Wirtschaft oder im Finanzsystem. Letzteres könnte drohen wenn es zu einem sehr heftigen Crash kommt. Noch fällt das Messer.

Ob es sehr große und nachhaltige Effekte in der Wirtschaft haben wird, wird davon abhängen inwieweit jetzt alle gegen alle in den Handelskrieg ziehen werden.  Sollten die USA wieder wesentlich mehr selber herstellen reduziert das erheblich die Ungleichgewichte und reduziert die Gefahren im weltweiten Finanzsystem.

Ich kann mich irren, glaube aber nicht dass wir ein Ereignis sehen das demnächst verschwunden sein wird und alles im alten Trott weiter gehen wird bis es aus sich heraus fürchterlich kracht. Es wird mMn Veränderungen geben auch wenn sie nicht so riesig ausfallen werden wie die Initiatoren glauben.



 

05.04.25 09:32
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23542 Postings, 6836 Tage Malko07Die USA sind doch nicht die Freunde Russland

sondern wollen einen Deal zu der Atomrüstung und den Ukrainekrieg beenden. Zelensʹkyj scheint das begriffen zu haben, Putin jedoch noch nicht.
Krieg in der Ukraine: USA verlieren offenbar die Geduld mit Wladimir Putin - DER SPIEGEL
Donald Trump ist bisher ohne Erfolg bei seinen Bemühungen für eine Waffenruhe im Ukrainekrieg. Sein Außenminister hat jetzt betont, dass Washington sich nicht lange von Russland hinhalten lassen will.
 

05.04.25 10:15
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10266 Postings, 6788 Tage VermeerDer durchschnittliche Maga-Fan weiß wahrscheinlich

gar nicht, dass *er* diese Zölle bezahlt, über teurere Importe; viele glauben wohl, die anderen Länder zahlen das, "gegen" die (wie man so sagt) Zölle verhängt werden.  

05.04.25 10:47

23542 Postings, 6836 Tage Malko07#197947: Ja, Zölle wirken so wie Steuern.

Nicht Grundlos heißt der allgemeine Zoll bei uns Einfuhrumsatzsteuer.  Die Importwaren werden durch die Zölle teurer. So soll es angeblich momentan einen Run bezüglich Autokäufe in den USA geben. Und weil der Zoll die Preise erhöht, werden viele Verbraucher sich umorientieren. Dadurch wird der Importeur die Zölle nicht vollständig weitergeben können und Gewinne einbüßen. Es ist ja auch Sinn der Zölle dass der Verbraucher inländische Waren kaufen soll und so mehr Arbeitsplätze entstehen. Zölle sind eine Steuer auf ausländische Waren während Umsatzsteuer eine Steuer auf alle Waren ist. Beides erhöht die Preise für den Verbraucher aber bei Zöllen hat er oft die Möglichkeit auszuweichen.  

05.04.25 11:37
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7705 Postings, 2790 Tage CoshaBasis Szenario

von Goldman Sachs und auch das von JP Morgan habe ich eher kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen. Das liest sich immer gut und schlüssig, für mich bleibt es aber graue Theorie. Ich gehe davon aus, dass niemand zurzeit verläßlich sagen oder gar berechnen kann, welche Auswirkungen die Zollpolitik am Ende haben wird.

Und was den typischen MAGA Fan betrifft, mal ganz allgemein angemerkt: Liebe Europäer, es ist nicht so, dass alle anderen blöd sind auf der Welt, nur weil die anders ticken und handeln, als man selbst, auch wenn man das in einer unnachahmlichen Art zu glauben scheint.
Die Farmer und Landwirte in den USA bspw. sind eine starke Bastion für Trump und die wissen sehr genau, dass die Zölle zu höheren Preisen führen und sich nachteilig für sie auswirken, sie setzen aber darauf, dass sich Trump am Ende durchsetzen wird mit seiner Politik und neue Deals abgeschlossen werden. So lief es nach seiner ersten Wahl damals auch.

In Europa und Deutschland ganz besonders stark, hat man es sich zur Angewohnheit gemacht, den eigenen Nabel für den Mittelpunkt der Welt zu halten. Aus dieser Arroganz heraus entstehen allerhand Fehleinschätzungen. Statt immer wieder überrascht zu werden wie beim Brexit oder bei den US Wahlen, sollte man mal langsam zur Erkenntnis kommen, dass es wichtiger ist, sich auf sich selbst zu konzentrieren und die eigenen vorhandenen Probleme und Missstände anzugehen, statt die Rolle des Besserwissers zu geben, der glaubt, dem Rest der Welt erklären zu können, wo es lang geht.
Trump ist ein gefährlicher Idiot, aber ähnlich wie das Corona Virus, ist er ein Ereignis, dass die eigenen Schwächen gnadenlos offenlegt, da gilt es anzusetzen, statt sich über die vermeintlichen Schwächen und Fehler Anderer zu mokieren.

 

05.04.25 13:38
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13363 Postings, 4421 Tage Canis Aureus'den eigenen Nabel für den Mittelpunkt der Welt

'den eigenen Nabel für den Mittelpunkt der Welt zu halten' - das machen doch gerade die USA indem sie dem Rest der Welt (ausser Russland natürlich) den Handelskrieg erklären!

Der Brexit, die wiederholte Wahl Trumps und der Zollkrieg basieren auf Lügen und Fake-News, die mit Unterstützung Russlands verbreitet wurden. So wie die Mehrheit der Briten vom Brexit entäuscht wurde, so werden auch die Trump-Wähler noch ihre schmerzliche Überraschung erleben...

 

05.04.25 13:56
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13363 Postings, 4421 Tage Canis AureusUS-Nobelpreisträger zerlegt Trumps Zölle

Trump behaupte, dass der Rest der Welt hohe Zölle auf US-Waren erhebe und er nun lediglich Gegenzölle erhebe, die sogar nur halb so hoch seien, wie die, die die USA zahlen müssten. Krugman weist auf Trumps Zoll-Tabelle hin. Darauf ist neben dem jeweiligen Land eine Spalte, die die neuen US-Zölle – und eine, die die vermeintlichen bereits bestehenden Zölle der Handelspartner ausweist, zu sehen. „Das ist völlig verrückt“, fasst Krugman die Daten zusammen.

US-Nobelpreisträger zerlegt Trumps Zoll-Tabelle: „Das ist völlig verrückt“

Er nimmt Trumps Zahlen für die EU als Beispiel. Hier prangt auf Trumps Liste die Zahl 39 Prozent. So hoch sollen demnach die Zölle sein, die die EU auf US-Waren erhebt. Krugman kann es nicht fassen, denn die EU erhebe, genau wie die USA, niedrige Zölle um die drei Prozent. „Woher kommt also diese Zahl von 39 Prozent?“, fragt Krugman. Der Top-Ökonom ist platt und meint: „Ich habe keine Ahnung.“ Der Wirtschaftsexperte macht sich aber auf Spurensuche.

Demnach hatten vorab viele spekuliert, dass Trump Mehrwertsteuern als Zölle betrachten würde. Dem widerspricht Krugman deutlich, da auch europäische Hersteller diese Steuer zahlen würden. Doch „selbst wenn man das falsch versteht“, führt er weiter aus, liege der Mehrwertsteuersatz in der EU im Durchschnitt bei 20 Prozent. So komme man „nicht einmal annähernd an 39 Prozent heran.“

 

05.04.25 17:19

191 Postings, 777 Tage Dr. SpiegelbergKalifornien will Trumps Zollkrieg aushebeln

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat angekündigt, die von US-Präsident Donald Trump verhängten Importzölle umgehen zu wollen. „Kalifornien ist nicht Washington DC“, sagte Newsom in einer am Freitag (Ortszeit) auf Onlineplattformen veröffentlichen Videobotschaft. „Wir werden Trumps Zollkrieg nicht tatenlos zusehen“, fügte er hinzu.

Kalifornien ist mit 40 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA und erwirtschaftet 14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) des Landes.

Wenn Kalifornien ein eigener Staat wäre, wäre dieser die fünftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, hob Newsom hervor. „Donald Trumps Zölle repräsentieren nicht alle Amerikaner, vor allem nicht diejenigen, die ich hier in der fünftgrößten Wirtschaftsmacht der Welt, Kalifornien, repräsentiere“, sagte der Demokrat.

Kalifornien werde ein „langfristiger, verlässlicher Partner für die kommenden Generationen bleiben, egal welche Turbulenzen aus Washington kommen“, sagte Newsom. Seine Regierung werde die weltweiten Handelspartner des Bundesstaates „daran erinnern, dass Kalifornien ein verlässlicher Partner bleibt“. Wie er Trumps Zölle umgehen will, erläuterte Newsom allerdings nicht.

https://taz.de/Kaliforniens-Reaktion-auf-Zoelle/!6080868/

 

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