Ein Angestellter erwirbt keine "Rentenansprüche" sondern Rentenpunkte und damit einen Anspruch auf einen Bruchteil der in Zukunft von den Angestellten erwirtschaften Rentenabgaben. Wie hoch die sein werden weiß niemand, daher kann man "Rentenansprüche" an die BfA auch nicht monetarisieren (beleihen oder vererben z.b.). Es ist eben eine RentenVERSICHERUNG mit allen Vor- und Nachteilen.
Ganz anders die kapitalgedeckte Rentenversicherung, man privat abschließen kann/sollte (Riester z.b.), da erwirbt man echte Ansprüche, die jederzeit bezifferbar sind und man sich in der Ansparphase meist auch auszahlen lassen kann. Nachteil ist eben, dass in Falle einer Inflation die Anspüche im realen Geld relativ wertlos werden. Vorteil ist die vermutlich deutlich höhere Rente gegenüber dem staatlichen System aufgrund der Tatsache dass Kapital über Infaltionsrate verzinst wird (Die BfA-Rente kann nur mit den Einkommen der Angestellten steigen, also i.d.R. mit der Inflationsrate)
Die Beamten haben wieder ein anderes System, die zahlen zwar nicht in die Rentenversicherung ein und erwerben daher keine Punkte, ABER sie verzichten analog auf einen Teil ihrer Bezüge um die aktuellen Pensionsansprüche zu bezahlen (und damit in Zukunft ihre eigenen). Immer dran denken: Die Bezüge eines Beamten liegen i.d.R. ca. 30% UNTER denen eines Angestellten in vergleichbarer Position, wodurch Krankenversicherung und Rentenversicherung praktisch bezahlt sind und auch keine krassen Ungerechtigkeiten zu Angestellten entstehen. (Arbeitslosenversicherung entfällt ja)
Ob die Bezüge eines Beamten die Arbeit wert ist? Nun, die Anzahl der Beamtenanwärter hält sich stark in Grenzen, womit durch Angebot und Nachfrage bewiesen wäre, dass der Job eben keine Hängematte sein kann. Vor einigen Jahren gab es z.b. den Trend, Lehrer nicht mehr zu verbeamten. Davon sind praktisch alle Bundesländer wieder weg, weil ihnen schlicht die (besseren) Bewerber aus gingen. Und ich finde es auch gut, denn ich möchte nicht, dass z.b. die Schule meines Sohnes bestreikt werden kann (wie z.z. flächendeckend in Dänemark). Zudem steigen durch die Ent-Beamtung der Neu-Beamten natürlich die Bezüge der Dann-Angestellten, nämlich um ca. 30%. Was das für die Staatskasse bedeutet weiß jeder hoffentlich. Die Spareffekte durch die wegfallenden Pensionen wären dann aber erst in 30 Jahren spürbar, wenn diese Leute in Rente gingen.
Letztlich bringen diese Neiddebatten nichts. Mein Vater ist Beamter und der hatte es auch nicht besser als ich, im Gegenteil, große Sprünge kann ein Beamter nicht machen und er muss große Gesetzestreue nachweisen, Tag für Tag. Dafür hat er eine sichere Position bis zum Lebensende. Das gleicht sich ME aus. |