Die Korrektur hat mehr als genug Gründe
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
das Paar stieg innerhalb der letzten 3 Wochen faktisch ohne Halt. Alle neuen Minimumpunkte waren stets höher als die vorhergehenden. In einer Situation des starken Überkaufs ist der Kurs des Paares nun anfälliger denn je für jegliche negativen Nachrichten.
Gründe:
Brief des cyprischen Präsidenten keinen Monat nachdem der IWF einerseits die Ungereimtheiten bei der Hilfegewährung für Griechenland einräumte und andererseits an die EZB appellierte, einen Teil der griechischen Schulden abzuschreiben. Diese Geschichte kann sehr wohl die Spekulationen über die erneute Änderung der Hilfeleistungen an Griechenland ins Rollen bringen.
Die Befürchtung, dass ein Wachstum des Währungspaares in Richtung 1.37 USD wieder von Aussagen der hochrangigen EZB-Mitglieder begleitet wird, dass ein „teurer“ Euro die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone bremsen würde.
Die Renditen der Staatsanleihen (Italien, Griechenland Portugal und Irland) zeigten einen spürbaren Anstieg, was die Risiken für diese Länder erneut erhöht hat.
Risiken gibt es also mehr als genug. In diesem Sinne kommen wir zu unserer Technischen Analyse:
Im Allgemeinen beobachten wir eine recht positive Tendenz des Paares. Ein weiterer Anstieg wird entweder aus dem jetzigen Stand oder nach einer kurzfristigen Korrektur zum Bereich 1.3200 erwartet. Das Ziel bleibt immer noch das Maximum bei 1.3710. Jedoch würde eine Festigung unter 1.3200 als Signal für einer länger anhaltende Korrektur verstanden werden. Die Ziele wären in diesem Fall der Unterstützungsbereich 1.3050-1.3075, wo auch die 50-, 100- und 200-Tage-SMA vorzufinden sind, aber auch der Startpunkt für die Wiederaufnahme des Aufwärtstrends zum Maximum 1.3710.
Nur ein harter Durchbruch unter 1.3050-1.3075 wird diese Pläne durchkreuzen und den Weg für einen weiteren Sturz in die Bereiche 1.2795, 1.2745 und 1.2660 ebnen. |