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Grenke Leasing

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neuester Beitrag: 26.09.20 16:08
eröffnet am: 30.10.06 19:25 von: nuessa Anzahl Beiträge: 1709
neuester Beitrag: 26.09.20 16:08 von: neymar Leser gesamt: 216277
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bewertet mit 9 Sternen

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30.10.06 19:25
9

6858 Postings, 5671 Tage nuessaGrenke Leasing

Nachdem der Kurs nunmehr um 50% seit High zurückgekommen ist, kann man hier eine Anfangsposition eingehen. Das erste größere Ziel wird bei 37 ? gesehen.


Achtung: Analyse auf Weekly-Basis!

ariva.de

greetz nuessa

 
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1683 Postings ausgeblendet.

24.09.20 17:52
1

1206 Postings, 2809 Tage RoStock#1682 Beweise??

Welche Beweise?? Perring stellt nur Mutmaßungen und Unterstellungen an. Beweise hat er keine!! Falls doch, bitte auf den Tisch legen.

Schade, dass Grenke als Beschuldigter seine Unschuld beweisen soll/muss.  

24.09.20 18:34

1352 Postings, 760 Tage Freiwald.Langweilig. Es zieht sich

24.09.20 18:54
1

636 Postings, 2769 Tage capecodder#Freiwald

Komm rüber zu Nikoli, wo Schrödinger Wasserstoffmotor läuft oder nicht läuft.

Auf jeden Fall ist es da mega, Erdanziehungskraft Gefälle des Mormontrails und all der scientific stuff.
Da sind die wahren Gläubigen  

24.09.20 19:22

1352 Postings, 760 Tage Freiwald.@capecodder Danke für den Hinweis

Ich verstehe die Aufregung nicht. Der Truck läuft doch, wenn auch nur bergab cool

 

24.09.20 22:47

61 Postings, 144 Tage ChemvetMeine Güte! Seid vorsichtig!!

Der Perring stellt ja keine Behauptungen auf Nix hin auf. klar ist er ein Shortseller und er sucht sich Ziele aus, bei denen es faul zugeht, aber genau so fing es bei Wirecard an. Da wurde auch dementiert, gelogen, daß sich die Balken bogen. Am Ende stand die Pleite. Bei Grenke wirds zwar kein 10stelliger Konkurs werden, aber die Dimension wird auch erklecklich sein.
Die Anschuldigungen sind weitestgehend von Wirecard bekannt und er hatte 100% Recht!
Was die BAFIN weiß oder nicht, interessiert eh keine Sau, weil die haben ja nicht einmal bei Wirecard die Kacke gerochen, oder bei Steinhoff.
Bei deutschen Aktien scheint der Betrug eher die Regel als die Ausnahme zu sein, das liegt neben mangelnder Kontrolle auch an der laschen Justiz, die selbst Milliardenbetrüger auf freiem Fuß lässt, bis es denn gar nicht mehr andres geht.
der Sonderprüfbericht wird - wie bei Wirecard - einige zu tage fördern und kurz darauf wird die Bude genau so pleite sein, wie Wirecard es war.
Ich betrachte mein Abenteuer mit Wirecard als Lehrgeld und habe gelernt: wo Rauch, dort Feuer! Jeder entscheidet natürlich selbst, wo er sein Geld investiert. aber eines ist sicher: der Ruf ist ruiniert und das wird nie wieder! Man hüte sich davor, sich die Sachen schön zu reden, wie es heir so mancher macht.
Die parallelen zu Wirecard sind unverkennbar.  

24.09.20 23:48

83 Postings, 1787 Tage bondfox@Pantera66

Der Halbjahresbericht von Grenke ist ein Konzernbericht mit Stichtag 30.06.2020. Da die Grenke Bank zum Grenke-Konzern gehört, muss auch das Guthaben der Grenke Bank berücksichtigt werden. Im Halbjahresbericht wurden 1.078 Mio. EUR Zahlungsmittel ausgewiesen, davon 850 Mio. EUR  bei der Bundesbank. Der Kontoauszug der Grenke AG beweist, dass am 30.06.2020 der Saldo bei der Bundesbank 440 Mio. EUR war (siehe "Alter Saldo"). Die 80 Mio. EUR Gutschrift vom 01.07.2020 stammen von der Dt. Bank (BLZ 500 700 10). Da am 30.06.2020 1.078 - 850 = 228 Mio. EUR außerhalb der Bundesbank lagen, wurde ein Teil davon - nämlich 80 Mio. EUR - zur Bundesbank überwiesen.
Was nach dem 30.06.2020 passiert, gehört nicht in den Halbjahresbericht, sondern in den Q3-Bericht mit Stichtag 30.09.2020.  

25.09.20 00:09

9 Postings, 3075 Tage peterhuberSchadensquote

Mich würde interessieren, ob irgendwo ersichtlich ist, wieviele Verträge jeweils beim Posten "Schadensabwicklung und Risikovorsorge" betroffen sind.
Mir kommt die Summe so hoch vor, die da jährlich anfällt - auch in guten Jahren -, und hab mir da die Frage gestellt, ob eine geringe Schadensquote (in Bezug auf nicht eingehaltene Verträge) zu recht hohen Schadenssummen führt: rein intuitiv hätte ich vermutet, dass eine geringe Schadensquote zu niedrigeren Summen führt. Doch wenn man überlegt, so ist es wohl doch so, dass EIN kaputter Vertrag von einer Vielzahl an erfolgreichen Verträgen kompensiert werden muss.
Mich würde da eben ein ungefähres Verhältnis interessieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welchen Schadenspuffer man bei den ca 1 Mio Verträge hat (so viele sind es glaube ich ungefähr?)....    

25.09.20 07:39

2573 Postings, 3887 Tage ZeitungsleserLoss rate

Man kann es abschätzen
Anzahl der Neuverträge mal durchschnittliche Anschaffungskosten: 313818 x 9100= 2,85 Mrd. EUR Neugeschäft
125,93 Mio. Schadensabwicklung/Risikov. : 9100 = 13.838 Verträge

13.838 Verträge bezogen auf den Gesamtvertragsbestand iHv 937.441= 1,47 %
 
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25.09.20 09:06
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1440 Postings, 5458 Tage Stock FarmerSeit 42 Jahren Grenke!

Wann haben die angefangen zu betrügen und warum kommt der Perring erst jetzt drauf?

"Eine Idee wird geboren

Wolfgang Grenke hat 1978 eine Idee: Weil moderne Telefonanlagen, Kopierer und Computer in immer mehr Büros Einzug halten, möchte er Unternehmen mit Leasing-Angeboten die Investition erleichtern. Mit der Gründung seiner Einzelfirma in Baden-Baden startet eine Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält. Schon im ersten Jahr betreut Wolfgang Grenke mit zwei Mitarbeitern 21 Fachhändler und 198 Leasing-Verträge. Er erkennt: Im Leasing von Büroausstattung mit niedrigen Anschaffungswerten (Small-Ticket-IT-Leasing) steckt enormes Potenzial."
 

25.09.20 10:06
1

1303 Postings, 410 Tage Egbert_reloadedSeit 47 Jahren Gerry Weber International AG!

Die haben niemals betrogen und waren einst auch ein Highflyer. Seit Mitte der der 2010er-Jahre ging es dann nur noch abwärts. Zu spät in den Online-Handel eingestiegen, überteuertes Logistikzentrum errichtet, verschnarchte Kollektion, relativ unerfahrener Sohn des Firmengründers wurde CEO.  

Lasst euch nicht vom Chart des letzten Jahres täuschen, es gab eine Insolvenz und folgende Kapitalmaßnahme:  Laut  Insolvenzplan erfolgte eine Herabsetzung des Grundkapitals von 45.905.960 Euro auf nur noch 8.733 Euro erfolgen. Nach diesem Kapitalschnitt gab dann statt 45.905.960 Aktien nur noch 8.733 Aktien.
Und als ob das noch nicht schlimm genug für die Aktionäre wäre, sollten auch die nach dem ?Kapitalschnitt verbleibenden Altaktien? an die ?von den von Robus Capital Management Ltd. und Whitebox Advisors LLP verwalteten Fonds? gehen. Diese zeichneten dann im Zuge einer Kapitalerhöhung auf 1.025.000 Euro auch die neuen Aktien  ? und zwar alleine, ohne Bezugsrecht für Alt-Aktionäre. Für letztere ein Totalverlust.
....
Doch wieder zurück zu Grenke. Laut Fraser Perring könnte das Procedere mit außerbilanziellen Gesellschaften schon seit 20 Jahren laufen.

https://twitter.com/viceroyresearch/status/1309043234153336832

"@viceroyresearch: Grenke?s first franchise in Austria was majority-owned by Wolfgang Grenke & Soft-Line AG until 2000 when #Grenke bought them out. @KPMG_DE  & @WKGT_AG  had better get the time machine out for this investigation: 20 years of undisclosed related party dealings."

Und warum Perring das erst jetzt entdeckte? Vermutlich, weil er erst jetzt nach diesen Anzeichen suchte. Denn auch Steinhoff und Wirecard fielen durch Geschäfte von Führungspersonen mit außerbilanziellen (Eigen)-Gesellschaften auf. Das erfordert ja einigen Rechercheaufwand in Handelsregistern.

 

25.09.20 10:16

9 Postings, 3075 Tage peterhubertx Zeitungsleser:

mir war nicht so klar, dass gleich der gesamte Anschaffungswert als Loss verbucht wird; dachte da wird der Verkaufserlös des Geräts noch abgezogen zB (oder nur anteilsmäßig auf das Vertragsjahr verrechnet), aber der wird wohl wo anders verbucht.
Aber stimmt: schreiben ja in den Anmerkungen dass bei Risikostufe 2 und 3 der Verträge (soweit ich mich richtig erinnere) der gesamte Wert als Schadenssumme gebildet wird ...  

25.09.20 10:52

642 Postings, 3307 Tage gs100pdNa also, die richtige Entscheidung

25.09.20 11:03
1

2573 Postings, 3887 Tage ZeitungsleserHr. Grenke

Herr Grenke hat sich vor 20 Jahren noch höchstpersönlich um die IR-Arbeit und um die Kleinanleger gekümmert. Bspw. konnte man ihn damals auf W:O regelmäßig zur Geschäftsentwicklung befragen. Er hat auch damals mitbekommen, wer alles vom Neuen Markt in den Knast gewandert ist. Da kreiert er doch nicht ein, zwei Jahre danach ein Betrugssystem. Ist doch auch unlogisch.  

25.09.20 11:19
1

1303 Postings, 410 Tage Egbert_reloadedLogik spielt hier keine Rolle

Weil Straftäter immer davon ausgehen, dass  sie schlauer sind als alle anderen und nicht erwischt werden. Bei Mord haben wir in Deutschland zum Beispiel Aufklärungsquoten von 96 Prozent und höher. Laut Logik dürfte es dann überhaupt keine Morde mehr geben, weil die Chance, nicht überführt zu werden, nur bei 1:25 liegt.
...
Die außerbilanziellen Gesellschaften Grenkes, die mit der Grenke AG Geschäfte machen, hätten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit konsolidiert werden müssen. Das wäre bislang "nur" ein Verstoß gegen Bilanzierungsregeln. Wurden jedoch überhöhte Kaufpreise bezahlt, die Wolfgang Grenke (oder andere Akteure) privat vereinnahmten, wäre es eine Straftat. Hier käme z.B. Betrug zum Nachteil der freien Aktionäre und des Fiskus in Betracht. Würde dieses Muster seit einigen Jahren  und mit mehreren Beteiligten laufen - wonach es für mich aussieht - wären wir sehr schnell bei gewerbsmäßigem Bandenbetrug und ggf. Steuerhinterziehung. Bin gespannt, ob und was sich bewahrheitet.  

25.09.20 12:34
1

2573 Postings, 3887 Tage ZeitungsleserWird doch bereits fast alles konsolidiert

Die Gesellschaften werden - bis auf die neuen Länder Brasilien, Australien, Dubai etc. und Norwegen -  mittlerweile fast alle konsolidiert.  

25.09.20 13:55
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6 Postings, 9 Tage Bobas1004Geschäftsmodell

Weil es da auch Irritationen zu geben scheint.

Ich komme prinzipiell aus der Druck- und Kopiertechnik Branche. Wir sind Fachhändler im B2B Bereich und damit der Mittler zwischen Leasingnehmer (Endkunde: Büro, Kanzlei etc. und Leasinggeber (Grenke, Mercator, Albis etc.). Wir arbeiten seit Jahren mit Grenke aber auch anderen Leasingpartnern in diesem Bereich zusammen. Im B2B Bereich ist es zu ca. 90% üblich, das derartige Bürotechnik von unseren Kunden nicht gekauft sondern gemietet/geleast wird. Hier kommt dann somit fast bei jedem unserer Geschäfte eine Leasinggesellschaft ins Spiel.

Dabei werden Drucker und Kopier- bzw. Multifunktionssysteme von den Leasinggesellschaften voll amortisiert. Je nach Laufzeit (branchenüblich sind 36-60 Monate, vereinzelt auch 72) sind diese Systeme nach Ihrer Laufzeit damit komplett durchfinanziert und besitzen keinen Restwert mehr (anders als beim KFZ-Leasing). In der Regel werden die dann entweder vom Fachhändler für einen Prozentsatz von 1-5% der ursprünglichen Finanzierungssumme vom Leasinggeber über ein Vorkaufsrecht gekauft. Der Fachhändler entscheidet dann schließlich was er mit dem Altsystem macht. Möglich ist aber auch, dass der Fachhändler sein Vorkaufsrecht nicht zieht (Maschine war über die Laufzeit ständig defekt oder ist zu stark benutzt wurden). Dann verwertet der Leasinggeber (in diesem Fall Grenke) die Dinger selber. Grenke hat dafür glaube ich eine eigene Verwertungsgesellschaft. Andere Leasinggesellschaften geben diese an externe Verwertungsgesellschaften. Meist gehen die dann nach Osteuropa oder Afrika.

Folgend noch ein paar weitere Gedankengänge bzw. Ansatzpunkte, wozu man Franchises auch nutzen könnte. Prinzipiell haben wir als Fachhändler auch mit Firmen zu tun, die es aufgrund Ihrer Bonität (Startups, schwierige Auftragslage etc.) schwer haben, sich diese Technik zu leasen bzw. zu mieten. Bei jeder Leasinganfrage wird durch die Leasinggesellschaft eine Bonitätsüberprüfung des Kunden gestellt. Wir bekommen dann als Vertragspartner dann nach Prüfung eine Info, ob der Endkunde eine Bonität erhält oder nicht oder mit welchen Auflagen ein Vertrag zustande kommen könnte.

Hier könnte ich eine Chance sehen, dass über Franchiseunternehmen die eine oder andere Leasinggesellschaft auch Kunden bzw. Verträge übernimmt, die eigentlich abgelehnt werden würden. Sozusagen als eine Art "bad bank". Scheint mir nicht abwegig aber so ein Hinweis auf eine derartige Leasinggesellschaft habe ich in 20 Jahren in der Branche auch noch nicht gehört. Prinzipiell steht dieser Vorwurf aber auch derzeit noch gar nicht im Raum.

Ich weiß auch, dass das Thema Geldwäsche bei allen Leasinggesellschaften rigoros überprüft wird. Jeder unterschriftsfähige Kunde (GF, Prokurist etc.) muss inzwischen den Personalausweis in Kopie beilegen. Auch hier könnte so eine bad bank/franchise evtl. auch mal ein Auge zudrücken.

Das ganze nur zum Einblick in das Geschäftsmodell von Grenke, wobei Grenke aber auch nicht nur in der Büroausstattung zuhause ist. Das hat aber erst einmal nichts mit dem Hauptvorwurf (Bilanzfälschung) durch den Kauf von Franchiseunternehmen von der CTP an die Grenke zu tun. Das ist mir derzeit auch komplett suspekt.  

25.09.20 15:26
1

2 Postings, 507 Tage TreblaaData Room des Research Hauses viceroy

https://drive.google.com/file/d/1npjWkHWpKGBN84ONVBse4gUhH37U52rB/view

Hab es auf Viren gechekt, nichts Verdächtiges:
https://www.virustotal.com/gui/file/...eabd0a704848a68844a9/detection

Schwer belastende Aussagen von (ex) Mitarbeitern sind dabei.

Keine Aussage darüber wem CTP vor Jannuar 2020 gehörte. Grenke äußert sich nicht. Die fehlende Transparenz wird viele Investoren am Wochende zum Nachdenken bringen.

UND im Transscipt des IR Call eine wahnsinnige Aussage:

Refusal to explain related party transactions when they are discovered - where large amounts of cash exit the business.

Q: did you notify the stock exchange?

Answer: it wasn't relevant!

Weitere Infos: https://twitter.com/AIMhonesty/status/1309474146271793152  

25.09.20 15:45
1

6 Postings, 9 Tage Bobas1004Nochmal Branche

Es gibt viele Themen, die in unserer Branche für die Grenke sprechen:

1. Schnelle Bearbeitung der Leasinganfragen
2. Schnelle Bearbeitung der Vertragsunterlagen (Soviel ich weiß ist die Grenke AG in der Branche die einzige Leasinggesellschaft, die Verträge voll digital akzeptiert. Der Kunde kann inzwischen sogar komplett digital unterzeichnen. Dadurch haben auch wir deutlich weniger Aufwand.
3. Die Grenke hat ziemlich gute Konditionen (wahrscheinlich eben auch durch die internen Einsparungen durch die Digitalisierung) für die Endkunden, wovon wir letztlich auch profitieren.

Es gibt auch ein paar Sachen die gegen Grenke sprechen, die haben aber mit dem Gesamtthema nichts zu tun und behalte ich für mich.

Bezüglich der Bonitätsprüfungen bin ich beim Überlegen noch darauf gekommen, dass wir zum Beispiel in recht ausweglosen Kundenbonitätsanfragen sehr oft eine Leasinggesellschaft einsetzen, die uns und den Kunden hilft dennoch einen Vertrag abzuschließen. Das ist die BNP Paribas. Wie gesagt habe ich das bisher sehr positiv gesehen. Kann ja jeder selbst entscheiden, ob diese Info auch nachteilig ausgelegt werden kann.  

25.09.20 15:57

9 Postings, 703 Tage MansteinFrage an Bobas1004

Warum verleast der B2B Händler nicht direkt an den Endkunden ?
Wie kann ein Leasinggeber (Grenke) so große Profite machen ?
Bekommt ein Endkunde die Geräte günstiger,wenn er über Grenke least,
weil es via Grenke (sehr viele Kunden) einen Mengenrabatt gibt ?
Kann der Endkunde die Leasingraten komplett von der Steuer absetzen ?

Im Kern : a) Endkunde bekommt via Grenke-Leasing  einen günstigen Geräte-Preis
   und      b) Endkunde kann Leasingraten komplett steuerlich geltend machen.
Falls diese Annahmen richtig sind,dann hätte Grenke ein solides Geschäftsmodell.  

25.09.20 16:05

1440 Postings, 5458 Tage Stock FarmerWas nach 42 Jahren dann eine

super Erkenntnis wäre...

Nein, es gilt zu trennen:
a) Ist die Grenke Leasing AG betrügerisch?
b) Läuft das operative Geschäft derzeit und möglicherweise noch mittelfristig nicht so gut wie die letzten Jahre

a) Nein
b) Ja

Das rechtfertigt aber den hohen Abschlag nicht. Der Frazer lacht und kippt den Champagner...  

25.09.20 16:07

1440 Postings, 5458 Tage Stock FarmerDer lacht auch über dich Freiwald!

Weil du hast bei weitem nicht so profitiert wie er, obwohl du alles wusstest...  

25.09.20 16:41
4

6 Postings, 9 Tage Bobas1004Gutes Geschäftsmodell? JA, aber...

F: "Warum verleast der B2B Händler nicht direkt an den Endkunden?"
A: Das machen nur sehr große Händler. Aber auch die finanzieren sich dann rück. Wir als kleinerer lokaler Fachhändler haben gar nicht die Cash-Mittel unseren Kunden diese Systeme zu kaufen und über 36-60 Monate dann unser Geld irgendwann mal wieder zu bekommen.

Beispiel:
Multifunktionssystem A3 kostet uns beim Hersteller EUR 3.000,-. Der Kunde soll dafür EUR 4.000,- bezahlen. Wenn wir das über 60 Monate direkt an unseren Kunden als Eigenmiete zu marktüblichen Leasingkonditionen von 1,9 Prozent verleasen würden, müsste der Kunde pro Monat EUR 76,- bezahlen (4.000 mal 1,9 Prozent). Der Kunde würde also durch die Finanzierung über 60 Monate dann nicht EUR 4.000,- bezahlen, sondern EUR 4.560,-. Ich als Händler müsste also entweder viel Cash haben, dass ich quasi wieder reinvestiere, ich aber dabei auch Zahlungsausfälle oder dergleichen in Kauf nehmen müsste. Die meisten Fachhändler holen dafür eben eine Bank mit an den Tisch, da das genau deren Geschäftsmodell ist (Geld verdienen mit Geld leihen). Der Kunde zahlt die EUR 76,- pro Monat und wir bekommen sofort die EUR 4.000,- (siehe oben) von der Grenke. In diesem Fall macht die Bank (z.B. Grenke) in 60 Monaten EUR 560,- Deckungsbeitrag, wovon die natürlich Ihre Mitarbeiter, Ihren Anleihen etc. bedienen müssen. Das lohnt alles nur im großen Maßstab und das Geschäftsmodell ist daher solide.

F: "Wie kann ein Leasinggeber (Grenke) so große Profite machen ?"
A: Siehe oben. Das Gesetz der großen Zahlen. Viele Verträge, die möglichst sicher sind (Bonitätsprüfung).


F: "Bekommt ein Endkunde die Geräte günstiger, wenn er über Grenke least,weil es via Grenke (sehr viele Kunden) einen Mengenrabatt gibt ?"
A: Jein. Je Höher die Finanzierungssumme, desto besser sind die Leasingkonditionen.


"Kann der Endkunde die Leasingraten komplett von der Steuer absetzen ?"
Ja. Das ist das schöne für die Kunden und auch der Hauptgrund, warum das Modell in der Branche auch in fast alle Fällen angewandt wird. Die im obigen Falle EUR 76,- kann der Kunde komplett als Kosten verbuchen. Würde er die Systeme kaufen so muss er (berichtigt mich, sollte ich mich irren) diese über 7!! Jahre abschreiben. Allerdings sind die Dinger meist schon nach 5 Jahren nicht mehr rentabel und nicht mehr up-to-date, sodass der Kunde je länger die Geräte bei ihm stehen deutlich höhere laufende Kosten hat. Vergleichbar ist das wieder mit dem Auto. Je länger das Auto fährt, desto höher werden die Reparatur- und Unterhaltskosten. Daher macht es sehr viel mehr Sinn den Gerätepark aller 3-5 Jahre wieder zu erneuern. Die alten Systeme kommen zum Fachhändler oder werden vom Leasingnehmer weiter verwertet und es entsteht ein neuer Leasingvertrag. Die Grenke muss dafür fast gar nichts tun. Die Betreuung des Kunden und die Erneuerung des Systemparks erledigt alles der Fachhändler.

F: "Falls diese Annahmen richtig sind, dann hätte Grenke ein solides Geschäftsmodell."

A: Ja. Das Geschäftsmodell an sich ist genial einfach und ist im Prinzip ein klassisches Bankgeschäft. Im besten Fall sogar immer wiederkehrend, ohne größere Anstrengungen. Mit viel Cash kann man das Geld immer weiter vermehren.

Grenke muss nur aufpassen, dass denen die Fachhändler weiterhin wohl gesonnen sind. Im Prinzip ist es das, was Grenke auf die Füße fallen kann, denn welcher Fachhändler schlägt denn seinen Kunden derzeit die Grenke als Leasinggesellschaft vor. Ich bin zur zeit sehr vorsichtig und nehme lieber schlechtere Leasingkonditionen und eine langsamere Bearbeitung in Kauf. Von unseren Kunden werde ich auch bereits auf die Grenke angesprochen. Die derzeitige Kommunikation seitens Grenke zu den Vorwürfen finde ich nicht ausreichend.
 

25.09.20 18:54

9 Postings, 703 Tage MansteinDank an Bobas1004

Vielen Dank für deine sachlichen,informativen Beiträge .  

25.09.20 20:22

6 Postings, 9 Tage Bobas1004@Manstein

Gern. Sorry für die ganzen Grammatik- und Rechtschreibfehler. War im Büro immer zwischen Tür und Angel und da musste ich die Gedanken jedes mal wieder neu aufnehmen.  

26.09.20 16:08

2489 Postings, 915 Tage neymarGroßaktionär nimmt Grenke in die Pflicht

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