Fannie, Freddie, AIG - lustiger Zock oder gefährliches Spiel?
Alfred Maydorn
Beim Blick auf die Gewinnerliste der in Deutschland gehandelten Auslandsaktien sind sie häufig auf den vorderen Plätzen zu finden: Die Aktien der US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac und das Papier des Versicherungskonzerns AIG. Auch am Freitag glänzen sie mit satten Kursgewinnen. Experten mahnen zur Vorsicht.
Rund 600.000 Aktien wurden bis 13:30 Uhr in Deutschland von Fannie Mae gehandelt. Nicht viel im Vergleich zu den 229 Millionen Stück, die am Donnerstag in den USA umgesetzt worden sind, aber für einen Auslandwert ein beachtliches Ergebnis. Von AIG, dem angeschlagenen Versicherungskonzern wurden in Frankfurt lediglich rund 30.000 Aktien gehandelt. Bei einem Stückpreis von über 30 Euro macht das aber auch fast eine Million Euro.
Großes Kasino
Längst machen auch die deutschen Anleger mit beim großen Finanz-Kasino. Das Zocken mit Zombie-Banken ist derzeit groß in Mode. Kein Wunder, bieten diese Titel doch alles, was der Trader braucht: Volumen und Volatilität. Mitmachen kann sich lohnen, kann aber auch teuer werden. Denn die Kurse der noch immer angeschlagenen Finanztitel bewegen sich nicht aufgrund harter Fakten, sondern lediglich nach der Lust und Laune der Spekulanten.
Naive Anleger
Hillary Cramer von A&G Capital Research mahnt zur Vorsicht: "Es ist eine kurzer Ansturm der Bullen innerhalb einer weltweiten Rezession." Die kräftigen Kurssteigerungen bei Freddie, Fannie, AIG und der Citigroup zeigen das "naive Verhalten und den Herdentrieb der Anleger". Sie rät, sich von den genannten Aktien fernzuhalten. Wer sie bereits hat, sollte sich schnellstmöglich von ihnen trennen.
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schaun mer mal