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DRC – Demokratische Republik Kongo oder: Das Reiche Copperland! Geschrieben von Björn Paffrath • 21. November 2010
Viele von Ihnen haben über den Kongo vor allem aus den Medien gehört. Die Wenigsten waren schon einmal dort. Die DRC steht für Bürgerkrieg, Warlords und Abenteuer und wird in der allgemeinen Presse erst langsam als der kommende Rohstoffgigant entdeckt.
Björn Paffrath - Der Goldmarkt
Ganz im Norden tobte früher der Bürgerkrieg zwischen Kongolesen, Tootsies und weiteren ethnischen Minderheiten. Oftmals ging es auch um illegalen Rohstoffabbau und Blutdiamanten. Aber es gibt auch ein anderes Kongo, nämlich den Süden ca. 4.000 km entfernt davon. Mittlerweile hat die DRC einen eigenen Minekodex verabschiedet und einheitliche Richtlinien geschaffen für die tätigen Unternehmen.
Im Süden liegt der Katanga Kupfergürtel der auch sehr viel Kobalt enthält mit einer Länge von ca. 700 km. Dort befindet sich die Zukunft der Weltversorgung mit Kupfer und Kobalt. Beide Rohstoffe lagern hier schon bereits an der Oberfläche und können bequem im Tagebau gewonnen werden. Die DRC produziert ca. 22.000 Tonnen Kobalt im Jahr und stellt somit ca. 38% des weltweiten Angebots zur Verfügung.
Gerade Kupfer rückt extrem in den Fokus der Rohstoffanleger aber auch der Rohstoffabnehmer. Die Researchabteilung von BMO aus Kanada, schätzt bereits einen Durchschnittskupferpreis pro Pfund von 3,90 USD für 2011 und für 2012 immer noch 3,60 USD pro Pfund. Bis Ende 2010 kann man sich aber aufgrund der starken Nachfrage auch Preise von 4,00 USD pro Pfund vorstellen.
Wir gehen tendenziell von weiter steigenden Preisen aus, da alleine das Angebotsdefizit in den ersten 6 Monaten 2010 bei ca. 280.000 Tonnen lag und bis Jahresende bis auf 600.000 Tonnen ansteigen kann weltweit. Dies ist vor allem der auf Hochtouren laufenden Weltwirtschaft geschuldet und hier den Staaten wie Indien, Brasilien oder auch China bzw. den ganzen asiatischen Tigerstaaten.
Interessant ist auch die Lage bei den Lagerbeständen für direkt verfügbares physisches Kupfer. An der LME (London Metal Exchange) und in Singapur liegen die Lager bei nur noch 10 Tagen Verfügbarkeit gegenüber einem langfristigen Durchschnitt von ca. 20 Tagen. Selbst die neu in Produktion gehenden Minen bis 2017 können dem Weltmarkt nur eine kleine Verschnaufpause gönnen. Auch Ouyo Togai in der Mongolei die mit ca. 450.000 Tonnen Jahresproduktion 2014 in Betrieb gehen soll, wird lediglich für eine Annäherung des Marktungleichgewichtes sorgen. Die Nachfrage nach Kupfer steigt unaufhörlich weiter. Denn der Hype um die Elektroautos geht weiter. Es werden auch immer mehr Hybrid-Fahrzeuge zugelassen. In einem normalen Mittelklassewagen befinden sich ca. 5-7 kg Kupfer. In einem Hybridfahrzeug stecken ca. 35-50 kg. In einem reinen Elektrofahrzeug können bis zu 70 kg Kupfer verbaut werden.
Zu bedenken sind auch die gigantischen Infrastrukturprogramme die überall auf der Welt laufen und auch der Kernkraftwerksbau. Vor allem in China entstehen bis 2030 ca. 50 neue Kernkraftwerke. Der neu erzeugte Strom muss transportiert werden und das geht nun mal nur durch Überlandleitungen die aus Kupfer sind. Die Nachfrage ist da und wird hoch bleiben. Leider lässt sich das Angebot nicht über Nacht per Knopfdruck steigern. Nur wenigen Unternehmen gelingt es, innerhalb von fünf Jahren eine Produktion im Kongo aufzubauen.
Wir möchten nachfolgend auf einige Produzenten und Explorer in der DRC eingehenroduzenten Marktkapit. Kurs 1.1.10 Börse Kursziel 12 Monate Anvil Mining 448 MIO. USD 4,69 CAD Toronto, FFM 6.00 CAD Katanga Mining 2,6 Mrd. USD 1,46 CAD Toronto, FFM 2,00 CAD Tiger Resources 215 Mio. AUD 0,36 AUD Sydney, FFM 0,50 AUD Metorex Ltd. 3,3 Mrd. ZAR 436 ZAR Johannesburg 500 ZAR Freeport McMoran 41,3 Mrd. USD 96,34 USD; USA, FFM 130 USD Explorer African Metals 29 Mio. CAD 0,26 CAD Toronto, FFM 0,50 CAD
Kurs 1.1.10 Börse Kursziel 12 Monate Anvil Mining 448 Mio. USD 4,69 CAD Toronto, FFM 6,00 CAD Katanga Mining 2,6 Mrd. USD 1,46 CAD Toronto, FFM 2,00 CAD Tiger Resources 215 Mio. AUD 0,36 AUD Sydney, FFM 0,50 AUD Metorex Ltd. 3,3 Mrd. ZAR 436 ZAR Johannesburg 500 ZAR Freeport McMoran 41,3 Mrd. USD 96,34 USD USA, FFM 130 USD Explorer African Metals 29 Mio. CAD 0,26 CAD Toronto, FFM 0,50 CAD Auf zwei Unternehmen möchten wir uns gerne konzentrieren, da diese enorme Potentiale, bieten, wenngleich auch die Risiken höher sind.
Das gerade mal fünf Jahre alte Unternehmen Tiger Resources Ltd. soll im Februar 2011 mit ca. 35.000 Tonnen Kupfer p.a. in Produktion gehen. Das Kupfer soll zunächst als 25%-iges Konzentrat verkauft werden. Innerhalb von 3 Jahren wird dann aus dem Cashflow eine so genannte SW-EW Anlage aufgebaut werden in der dann ab 2014 anfänglich 50.000 Tonnen Kupferkathoden und zusätzlich 2.500 Tonnen Kobalt gefördert werden.
Darüber hinaus verfügt man bereits über 900.000 Tonnen Kupfer Ressourcen, 3,8 Mio. Unzen Silber als Beiprodukt und ca. 28.000 Tonnen Kobalt. Das Minenprojekt ist voll finanziert und man hat genügend Geld in der Kasse um alles fertig zu stellen. Auch ist der Staat mit 40% am Gelände beteiligt. Mit einen starken Partner wie der schweizerischen Trafigura, die einen Anteil von ca. 17% und auf voll verwässerter Basis von ca. 28% hält, im Hintergrund, lässt sich vieles auf der Genehmigungsseite wie auch auf der politischen Seite schneller bewegen. Trafigura wird auch die erste Produktion abnehmen und wird ein großes Offtake- Agreement dann für die Kathodenproduktion abschließen. Tiger könnte damit in 2011 profitabel arbeiten.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Kapitalkosten von gerade mal 30 Mio. USD für die Konzentratherstellung sind niedrig und Produktionskosten von 0,36 USD/ Pound Kupfer lassen eine Gewinnmarge vor Steuern von ca. 90% zu. Die Produktionskosten in der Phase 2 werden nur leicht auf 0,40 USD/Pound steigen. Die Wiedergewinnungsrate wird bei >90% liegen. Die Lebensdauer der Mine wird mit ca. 20-30 Jahre vermutet. Es würde uns auch nicht wundern wenn so ein Unternehmen zum Gegenstand von Übernahmespekulationen werden würde.
Wie man auf diesem Bild sehr schön sieht, ist die räumliche Lage des Explorers African Metals in unmittelbarer Nachbarschaft zu Tiger Resources gegeben. Man ist nur fünf Kilometer entlang der Streichlänge entfernt. Geologie, Geochemie und Geologie sind die gleiche wie bei Tiger. African Metals hält 75% am Luisha South Projekt und kann diesen Anteil auf 40% steigern. Nicht nur die unmittelbare Nachbarschaft zu Tiger Resources sondern auch zur chinesischen CIMCO sind langfristig von Interesse. Historisch wurden auf dem Tagebau in Luisha South ca. 230,000 Tonnen @ 10,1% Kupfer und bis zu 2% Kobalt abgebaut.
Man liegt nahe sehr guter Infrastruktur, Zugang zu Strassen, Eisenbahn und Energie. Auch hat man ein voll einsatzfähiges Büro und ein Feldteam vor Ort. Die erste Ressource wurde für Oktober mit 30.000 Tonnen Kupfer und 10.000 Tonnen Kobalt geplant. Das Management hat uns dabei positiv überrascht mit einer Ressourcenkalkulation von 75.400 Tonnen Kupfer und 23.200 Tonnen Kobalt enthaltenes Metall! Die Bohrungen laufen weiter und die nächste Ressourcenkalkulation sollte bis zum Frühsommer fertig sein. Auch hier würde es uns nicht wundern, wenn sich die Großen der Branche das Projekt genauer ansehen würden.
Zusammenfassung: Der Kupfermarkt boomt und entsprechend können viele Unternehmen in diesem Sektor profitieren. Wer sich auf das Abenteuer Kongo einlassen möchte, sollte bei einem freundlichen Gesamtmarkt bei beiden Aktien seine Freude haben. ----------- Greeny |