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Deutsche Post

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neuester Beitrag: 23.10.19 21:21
eröffnet am: 25.12.05 10:41 von: nuessa Anzahl Beiträge: 24810
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29.05.19 08:55

6866 Postings, 3108 Tage ChartlordSchweres Gewässer

Der Chart der Post ist mittlerweile auf dem Weg zu einem neuen Verlaufstief, das unterhalb des Januarwertes von 23,36 € liegt.
Das ist rein technisch bedingt, denn ohne die Portoerhöhung wird die Aktie inzwischen auch mengenmäßig voll verkauft. Dabei wird kaum noch davon ausgegangen, dass die Post die Strategie 2020 erfüllt. Wenn es ganz übel kommt, dann handelt der Markt jetzt schon die 161er Extension als Kehrtwert des letzten Anstieges und rennt in Richtung 18,40 €.

Dazu passt jedoch die unveränderte Dividende nicht so recht ins Bild, denn unter 23 € steigt die Dividendenrendite Richtung 5% und darüber, was jedoch kein Verkauf mehr ist, weil es derartig "billige" Dividendenanlagen kaum noch zu kaufen gibt.

Doch was passiert, wenn die Portoerhöhung kommt ?

Das hängt wirklich davon ab, wie hoch sie ausfällt. Ich dachte zuerst, dass es kaum reichen wird, aber selbst die 80 Cent in Verbindung mit den anderen Anhebungen sind zusammen mehr als die ursprünglich von mir berechneten 300 Mio. im Jahr. natürlich ist dieser Wert grob gerechnet, aber nur für die 80 Cent ohne weitere Anhebungen ausreichend groß berechnet. Postkarten, Maxibriefe, Einschreibesendungen usw. werden in einem Volumen von 25 bis 50 Mio. € angehoben. Dabei muss beachtet werden, dass einige Versandarten nicht ständig abnehmen wie zum Beispiel die Einschreibesendungen.

Unterschwellig muss man aber auch die ständig weiter steigenden Investitionen berücksichitgen, die jetzt schon wieder um mehr als 10 Mio. € gestiegen sind, weil die Post auch noch die Brennstoffautos im Expressbereich zusätzlich anschafft. Die angeblich von der Regulierungsbehörde geforderten 5000 zusätzlichen Stellen gehen sowieso im allgemeinen Beschäftigungszuwachs unter, der natürlich sowieso weit höher liegt.

Jedenfalls muss de Post erst wieder Phantasie aufbauen, die sie vollständig verspielt hat. Schafft sie das, so sind die gegenwärtigen Kurse natürlich günstige Einstiegskurse, denn bei 26,30 € sind natürlich keine 5 Milliarden € EBIT eingepreist, wahrscheinlich nicht einmal 4 Milliarden. daraus sehe ich für mich jedenfalls genügend Spielraum um dabei zu bleiben. Schafft die Post jedoch die 5 Milliarden EBIT nicht, so werden jedenfalls kaum noch weitere Anleger abspringen. Das wird nur der Fall sein, wenn die Portoerhöhung ausbleibt.

Guten Morgen

Der Chartlord  

29.05.19 11:53
2

477 Postings, 1381 Tage DHLer 2020@Chartlord

Du mit Deiner blöden Portoerhöhung. 10,63% sind ab 1.7.2019 genehmigt. Wie sich die verteilen spielt doch keine Rolle, die Post hat einen für sich optimalen Vorschlag an die Bundesnetzagentur gerichtet und diese wird das kurzfristig bestätigen.

Hör doch endlich auf mit Post & Paket Deutschland. Dieser kleine Teil ist (fast) belanglos für die Zukunft der Aktie. Die Musik spielt in der weltweiten Logistik, bei Express, Air & Ocean sowie in Supply Chain.
@Chartlord, schreibe doch zu diesen Themen mal Deine Erwartungen, das wäre interessant. Oder kennst Du Dich da nicht aus?

Grüße!
 

29.05.19 18:55

268 Postings, 3944 Tage ralfine_s@DHLer2020

Deine Appelle in Ehren,

aber wer wird denn den Guru dieses Forums zu irgend etwas auffordern...
Das grenzt doch fast an Blasphemie.

by the way: Ein Verteilzentrum bei Erfurt?
Dann steht das an 2 zentralen Autobahnen (W<->O / N<->S), mind. 2 ICE-Zug-Schnellstrecken und einenm Flughafen.

Da versteht jemand sein Geschäft...

just my 2 cents  

29.05.19 20:22

19 Postings, 464 Tage artifact4727Chart

Dargestellt ist die Performance relativ zum DAX. Sollte der ausrutscher unter die letzten beiden Tiefs, ein Ausrutscher bleiben und ein 3-fach Boden entstehen, könnte man sich vorstellen, dass als nächstes die obere Trendlinie wieder getestet wird. D.h. +14% relativ zum DAX in den nächsten Wochen.

chart

 

29.05.19 20:27

19 Postings, 464 Tage artifact4727Chart (zweiter Versuch)

 
Angehängte Grafik:
download.png (verkleinert auf 35%) vergrößern
download.png

30.05.19 12:57
1

477 Postings, 1381 Tage DHLer 2020Amazon, Erfurt

ja, die verstehen ihr Geschäft, da bin ich dabei. Bin auch PRIME-Kunde und der Service ist einfach unglaublich: Habe ich letzte Woche Abends ca. 20:00 Uhr eine Bestellung aufgegeben und am nächsten Tag 11:30 Uhr klingt ein Amazon Logistik Bote bei mir und liefert. Und ich wohne in einer ganz kleinen Stadt...der ist extra zu mir gefahren, das kann nicht anders sein.

Sowas wird unsere DHL niemals leisten können und wollen, viel zu teuer.

Und ich glaube weiterhin dass DHL Paket mit dem Kunden Amazon "nichts verdient". Evtl. an den Retouren, aber sonst lastet Amazon doch nur das DHL Netz aus ohne das wirklich etwas hängen bleibt. Kann ich nicht belegen, ist nur meine Annahme. Deshalb glaube ich wenn Amazon wirklich eine komplette eigene Logistik aufbaut führt das bei DHL zu Umsatzrückgang, aber nicht zur gravierenden EBIT Reduzierung.

Aber Amazon ist ja auch Kunde bei DHL Supply Chain für "Non-Sortable-Goods", bei DHL Global Forwarding in der Luftfracht, bei 2-Mann-Handling etc. etc.
Ich glaube ja dass DHL diesen Kunden "Over-All" betrachtet und dass die höchstens 2% vom Umsatz, also ca. 1,2 Mrd. Euro insgesamt schon zu einer einigermaßen Marge führen, sonst müsste man den Kunden aufgeben und das wird man nicht tun.

Grüße!

 

31.05.19 11:07

1274 Postings, 2273 Tage LaterneDP

Dafür das der Dax Richtung Süden geht hält sich die DP
doch ganz gut.
Vielleicht kommt die Portoerhöhung ja übers Wochenende.
-----------
Beste Grüsse
Laterne

31.05.19 12:30

159 Postings, 154 Tage TrimmerPortoerhöhung bis Ende Mai?

In so ein mässiges Börsenumfeld kann man wahrscheinlich nicht auch noch eine bescheidene Portoerhöhung setzen.  

02.06.19 11:07

159 Postings, 154 Tage TrimmerHandelskrieg

Die Chinesen schießen sich gerade im Handelskrieg auf FEDEX ein. Vielleicht profitiert in Asien die Post davon ein wenig.Alles hat immer 2 Seiten.  

02.06.19 19:28

477 Postings, 1381 Tage DHLer 2020Handelskrieg

Dieses Thema wird gravierende Auswirkungen auf unsere Aktie haben. Wenn das Trumpeltier so weiter macht und nach China, Mexiko, Südkorea sich auch mit der EU anlegt und überall Zölle erhebt wird das nicht ohne Einfluss auf die Strategie 2020 bleiben . Garantiert leiden DHL Express, Air&Ocean, Supply Chain unter den Zöllen durch Umsatzrückgang.

Grüße!  

03.06.19 10:04

6866 Postings, 3108 Tage ChartlordStrategische Investition

Manche Informationen sind schwerer zu erhalten als andere.
Besonders bei Produktionen lassen sich die Firmen nur ungern in die Karten schauen. Aber es gelingt dann und wann über Umwege trotzdem an die Daten zu gelangen. So auch bei Ford.

Das Modell Work XL wird von Ford als Produktionsfirma für Streetscooter gebaut. Dabei liefert Ford nur das Fahrgestell und baut alle Teile zusammen. Das Wichtigste daran ist, dass das Ford in ihrer eigenen Fabrik baut - ohne dass es einer neuen Fabrik oder eines großen Umbaus bedarf. Gleiches wird für die Modelle mit Brennstoffzelle der Fall sein. Und obwohl vorerst nur 100 Stück in Auftrag gegeben worden sind, so ist schon bekannt gegeben worden, dass 500 weitere folgen werden. Alles jedoch keine Verkaufsexemplare, sondern nur für den Eigenbedarf der Post.

Hier ist jedoch schon der Faktor "Erweiterung der Produktnische" enthalten, der weltweit die einzigen - jawohl die einzigen - Fahrzeuge dieses Typs hervorbringt. Andere Typen haben zwar auch Elektromotoren und/oder Brennstoffzellen, aber eben nicht in Verbindung mit der Leichtbauweise, die um so effektiver ist, je größer der Energiebedarf beim Transport ist. Für die USA bedeutet das zum Beispiel, dass die Anbindung der urbanen und ländlichen Gegenden an die letzte Meile in/um/an die Großstädte besonders nachgefragt ist. Für Ford bedeutet das, dass eine zusätzliche Produktion in den USA immer durch die vorhandenen Fabriken sofort beginnen kann, wie bei allen anderen Umstellungen in den eigenen Produktpaletten. Gleichzeitig ist schon jetzt der Bedarf der Post zumindest im Expressbereich - wie in Deutschland - vorhanden und eine kleine Baureihe bereits lohnend.

Gelingt es Ford jedoch auch die Produktion der reinen Elektroworks in eigenen Fabriken - ohne Umbau usw. - einzurichten, so wäre eine strategische Beteiligung für Ford gerade wegen des Eigenbedarfes der Post weltweit eine lohnende Investition. Auch wenn Ford dazu nur eine 49%ige Minderbeteiligung eingehen würde, wäre das voll vertretbar, da die Post alle Entwicklungsvorgaben selbst bestimmt und in Deutschland vornimmt, um die sich Ford nicht zu kümmern braucht. Hier würden die Amis nur von der Produktion profitieren, die wegen des Eigenbedarfes diesen Anteil als risikolos ansehen kann. Zusätzliche Kapazitäten kann Ford als Autobauer jederzeit für den Fremdverkauf nutzen. Geht man davon aus, dass die Post derzeit einen Umsatz von ca. 0,3 Milliarden € für den Eigenbedarf pro Jahr hat, so würden 49% von Streetscooter irgendwo zwischen 1,5 und 2,2 Milliarden € kosten. Das bedeutet, dass man für eine Beteiligung sowohl den Großkunden als auch die Produktpalette nebst Weiterentwicklungen bekommt. Also ein Komplettpaket.

Ob und wie groß die Nachfrage weltweit nach den Modellen ist, kann ich nicht sagen, aber fest steht, dass Ford über die vorhandenen eigenen Vertriebskanäle die Autos an die Kunden bringen kann. Natürlich ist der Kaufpreis nicht billig, aber nachhaltig wirtschaftlich, zumal der Eigenbedarf der Post weiter ansteigen wird. Gerade die Anpassungsfähigkeit eines echten Automobilbauers, der zwischen den einzelnen Produktpaletten wechseln kann, würde die Aufstellung von Streetscooter verbessern. Da sich die Post durch die Absicht vollständig auf saubere Mobilität umzusteigen von der Verfügbarkeit ausreichender Elektroautos abhängig gemacht hat, ist schon jetzt eine vollständige Veräußerung von Streetscooter nicht mehr möglich, weil nur die Post sich selbst in ihrer eigenen Marktlücke ausreichend versorgen kann, ohne ständig befürchten zu müssen, dass Fremdhersteller die Produktion wegen nicht ausreichender Nachfrage einstellen.

Da die Marktführerschaft der Post in ihrer Produktnische auch in den USA* besteht, dürfte zumindest eine Nachfrage bestehen, die eine kleine aber ständige Produktion rechtfertigt, die über den Bedarf der Post hinausgeht. Und wegen der weltweiten Aufstellung von Ford können Produktionskapazitäten eben auch weltweit verschoben werden. Die Kosten für die Neuerrichtung von Fabriken sind eben sehr hoch und lohnen sich nur bei entsprechend hoher Nachfrage.

Alles Gute

Der Chartlord

*Da Streetscooter weltweit die einzige Firma ist, die Modelle in Leichtbauweise herstellt, sind die derzeit in Deutschland hergestellten Works die tatsächliche Marktführerschaft in diesem Segment.  

03.06.19 13:32

477 Postings, 1381 Tage DHLer 2020@Chartlord

"ist schon jetzt eine vollständige Veräußerung von Streetscooter nicht mehr möglich".


Warum denn nicht? Die Post kann doch die Streetscooter GmbH verkaufen und sich die ganze oder anteilige Produktion auf Jahre hinaus vertraglich zusichern lassen. Win/Win für beide sozusagen.


PS: Schreib doch mal was ohne Bezug auf Porto und Streetscooter


Grüße!  

03.06.19 13:58

477 Postings, 1381 Tage DHLer 2020Portoerhöhung ist da!!

80 Cent für Brief
60 Cent für Postkarte

Sind jetzt alle glücklich??

Grüße!  

03.06.19 14:02

6866 Postings, 3108 Tage ChartlordHier die neuen Preise

Auch die Expressendungen sind in der Liste neu :

https://www.dpdhl.com/content/dam/dpdhl/de/...assung-ab-juli-2019.pdf


Der Chartlord  

03.06.19 15:07

1274 Postings, 2273 Tage LaterneDP

Portoerhöhungen kamen gerade im ZDF.
Tja, nur 80 Cent fuers Briefporto und jetzt ?.
-----------
Beste Grüsse
Laterne

03.06.19 15:14

151 Postings, 1152 Tage ZWEIvorEINzurück@Laterne

Die 80 Cent hatte eh schon jeder seit 3-6 Monaten auf dem Schirm. Ab jetzt heißt es mit dem Dax wandern/fallen/steigen, und hoffen, dass Trump keine Spökes twittert.  

03.06.19 15:17
1

159 Postings, 154 Tage TrimmerPortoerhöhung

Nicht kursrelevant, zu wenig!  

03.06.19 15:28

1274 Postings, 2273 Tage LaterneDP

Beim Dax hoffe ich das wir über der 200 Tg-Linie bleiben,
ansonsten geht's tiefer.
Da sind ja noch Anleger die Ihre zurückgehaltene Dividende reinvestieren wollen/müssen/dürfen.
-----------
Beste Grüsse
Laterne

03.06.19 17:24

40 Postings, 515 Tage Post35Sehr schade..

... dass es nur 80 cent geworden ist.  Bei 90 cent hätten wir sehr schnell wieder 30er zone gesehen.  

03.06.19 17:43
4

477 Postings, 1381 Tage DHLer 2020Nix schade

Das ist doch Quatsch: Die Preise für Porto erhöhen sich um 10,63 % zum 1.7.2019.

Es spielt doch gar keine Rolle ob der Standardbrief auf 80 oder 90 Cent erhöht wird; die Post hat das sicher so kalkuliert dass möglichst hohe Erlöse erzielt werden, alles im Rahmen von 10,63% über alle Preisgruppen.

Außerdem gewährt die Post den großen Einlieferern einen Rabatt auf den Standardbrief, nicht aber auf die Sonderformate oder Zusatzleistungen.


Grüße!  

03.06.19 21:58

1274 Postings, 2273 Tage LaterneDP

Genau, wenn man  die Liste von  oben bis unter vergleicht
stellt man fest das fast jede Position einer Erhöhung unterliegt.
Außerdem muss man auch fuer die Zukunft berücksichtigen,
dass es nicht nur weniger Briefe geben wird, sondern auch weniger
Briefmarken  gebraucht werden. Denn diese können ja zwischenzeitlich
elektronisch im Internet selbst erstellt werden. Also spart man hier
auch an Herstellungkosten und auch an  Men-Power.
-----------
Beste Grüsse
Laterne

03.06.19 23:20

1415 Postings, 576 Tage neymardeutsche post

Wenn die Post teurer wird, soll sie bitteschön auch besser werden

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...uch-besser-werden-1.4473071  

04.06.19 08:57
4

1999 Postings, 3221 Tage TheodorSzum Bericht in der Sueddeutschen

hier der Schluss:
"Deshalb ist nun wichtig: Kunden und Politik sollten darauf achten, ob der Konzern wirklich seine Qualität verbessert und zusätzliche Zusteller anheuert, wie er ebenfalls angekündigt hat. Wenn die Post schon teurer wird, soll sie, bitte schön, auch besser werden. Und auf lange Sicht braucht das Land einen neuen Kompromiss, wie viel Briefzustellung eine digitale Gesellschaft wirklich noch benötigt."

und das schreib ich an die sz, wenn sie die Preisse erhöht:
Deshalb ist nun wichtig: Kunden und Leser sollten darauf achten, ob der Konzern wirklich seine Qualität verbessert und zusätzliche Redakteure anheuert, wie er angekündigt hat. Wenn die Sueddeutsche schon teurer wird, soll sie, bitte schön, auch besser werden. Und auf lange Sicht braucht das Land einen neuen Kompromiss, wie viel gedruckte Zeitungen eine digitale Gesellschaft wirklich noch benötigt.

Allen eine schöne Woche.  

04.06.19 08:58

6866 Postings, 3108 Tage ChartlordMehr als erwartet

Die reine Briefportoerhöhung ist nur sehr wenig größer ausgefallen als angekündigt. Ich hatte für 12 Monate den Betrag von ca. 300 Mio. € angenommen, was in etwa bestätigt wurde. Jedoch ist es dabei nicht geblieben. Die Anhebung der Zusatzleistungen wie Einschreiben usw. sind darin genauso wenig enthalten wie die Anhebung der Preise für Expresssendungen, die im Shop aufgegeben werden; und das sind beim privaten Verbraucher mehr als 50%. Gerade der oftmals gebuchte Bereich bis 500 Gramm ist drastisch angehoben worden.

In der Summe sind alle zusätzlichen Leistungen, die nicht im Briefporto enthalten sind, etwa zwischen 50 und 100 Mio. € Wert.
Das ist noch längst nicht im Kurs eingepreist. Für 2019 macht das fast 200 Mio. mehr aus, weil das Porto für die noch kommenden Wahlen den Umsatz durch Wahlbenachrichtigungen und Briefwahl ansteigen lassen wird. Ganz zu schweigen für den Fall, dass es Neuwahlen im Bund gibt.
Die Margen werden auch erst ab 2020 deutlich höher ausfallen, weil erst dann der nächste Schub Elektrofahrzeuge seinen Dienst vollständig angetreten haben wird. Die zugrunde liegenden Berechnungen enthalten jedoch eben noch keinen Anteil an Elektrofahrzeugen, die keinen Sprit fressen.

Merkwürdig ist nur, dass die Post erst jetzt ihren Vorschlag der Regulierungsbehörde vorgelegt hat, so dass die Genehmigung noch gar nicht erfolgt ist. Peinlich wird das, wenn das erst nach dem 1.7.2019 erfolgt. Insgesamt merkt man ganz deutlich, dass die Preisgestaltung der Post den Erfordernissen immer noch hinterher hinkt. Die letzten Quartalszahlen im Expressbereich sprechen eine deutliche Sprache. Sollte man für die kaufmännische Leistung des Vorstandes Schulnoten vergeben, so würde man höchstens auf eine 4 minus kommen, die eine starke Tendenz zur 5 plus hat. Offensichtlich hat der Vorstand nicht begriffen, dass die unentwegten Rabatte für Großkunden nur den Gewinn der Großkunden erhöhen, die der Postanleger schon fast draufzahlen muss. Dabei hat die Post doch alle Trümpfe in der Hand, weil sie ganz einfach die Preise durchsetzen kann, denn solange es keine anderen Anbieter mit ausreichend freien Kapazitäten gibt, können die Kunden nicht ausweichen. Und für eine eigene Zustellung fehlen einfach die Leute. Dazu kommt, dass der gewährte Preisnachlass längst nicht so groß ist, als dass er nur mit Nachteilen für den Großkunden an die Verbraucher weitergegeben werden könnte.

Wie sehr das vom Vorstand falsch beurteilt wird, erkennt man an der Diskussion der Konkurrenten über einen Zuschlag für die Zustellung an die Haustür. Hier mißbraucht der Vorstand der Post die eigene Marktmacht zu Lasten der eigenen Anleger.

Alles Gute

Der Chartlord  

04.06.19 11:06
2

477 Postings, 1381 Tage DHLer 2020@Chartlord

Oh Mann, oh Mann, Du hast ja wirklich nicht viel verstanden:

a.) Den von der Bundesnetzagentur vorgegebenen Prozess kann die Post nicht ändern. Der Vorstand hat alles getan um zum 1.7. zu erhöhen, hier die Note 4 zu vergeben ist voll daneben.

b.) Die privaten Verbraucher senden fast gar nix per Express sondern fast alles per DHL Paket. Außerdem gelten die Preiserhöhungen im Segment Express nur National. Ich schätze zu 95% arbeitet DHL Express B2B

c.) Deine angeblichen Margen für die "Elektrofahrzeuge" sind sowieso voll daneben. Dieser Bereich arbeitet weiterhin mit Verlust.


Grüße!  

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