Deutsche Post

Seite 1 von 1096
neuester Beitrag: 22.04.21 11:21
eröffnet am: 25.12.05 10:41 von: nuessa Anzahl Beiträge: 27399
neuester Beitrag: 22.04.21 11:21 von: Mr. Millionär. Leser gesamt: 5614778
davon Heute: 1589
bewertet mit 42 Sternen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 |
1094 | 1095 | 1096 | 1096   

25.12.05 10:41
42

6858 Postings, 5878 Tage nuessaDeutsche Post

WKN: 555200   ISIN: DE0005552004

Aktie & Unternehmen
Geschäft Logistik
Homepage www.deutschepost.de
Aktienanzahl 1.112,8 Mio
Marktkap. 22.890,3 Mio
Indizes/Listen DAX (Per.), Prime Standard, HDAX, CDAX, DivDAX  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 |
1094 | 1095 | 1096 | 1096   
27373 Postings ausgeblendet.

16.04.21 11:13
1

7409 Postings, 3654 Tage ChartlordEinfach mal nachrechnen

"Nehmen wir 2020: Konzernergebnis 4.847 EBIT; vor Steuern 4.171; Konzernjahresergebnis 3.171 (!) Alles in Mio.
HGB der Deutschen Post AG (hier werden die Dividenden verteilt)2020: Bilanzgewinn 7.976; davon werden 1.673 an die Aktionäre verteilt (1,35) und 6.304 in den Gewinnvortrag eingestellt."

Na wieviel Prozent sind denn 3171 von 4847 ?

Na wieviel ?

Doch nicht etwa rund 62% ? Ah, nee 65% !

Und wie gesagt ziehe ich nicht 38% für Steuern ab, sondern insgesamt. Das ist zuungunsten der Anleger gerundet.

So argumentiert nur jemand, der nicht will, dass ein anderer Recht behält.
Dazu werden völlig irrelevante Zahlen und Begriffe der handelstechnischen Verschleierung wie Konzernergebnis, Konzernjahresergebnis, Bilanzgewinn oder Gewinnvortrag aufgeführt. Jeder der sich auskennt, weiss, dass davon nichts aber auch gar nichts relevant ist. Einzige Rechtsgrundlage für irgendetwas ist nicht das Bilanzrecht sondern das Steuerrecht.
Und nur daraus lassen sich die gesetzlich definierten Begriffe entnehmen. Aber da Miesmacher davon keine Ahnung haben, werden die auch nicht aufgeführt.

Kenner wie ich nehmen aber daraus die Begriffe und Fakten und rechnen (grob gerundet) die kommenden Zahlen hoch.
"Bilanzgewinn 7.976; davon werden 1.673 an die Aktionäre verteilt (1,35) und 6.304 in den Gewinnvortrag eingestellt."
Nein, so geht das nicht ! Die Dividende darf nur aus dem versteuerten Vermögen ausgezahlt werden, nicht aus einem nicht nachvollziehbaren Wert, der keine steuerechtliche Bedeutung hat wie "Bilanzgewinn".

Jedes kleine Kind weiss, dass nur die Steuererklärung zählt und nicht die Bilanz. In der Bilanz kann stehen, was will. Das ist für den Steuerbescheid, nach dem und nur (zeitlich) nach dem die Dividenden gezahlt werden dürfen. (Nötigenfalls kann das Finazamt ein Insolvenzverfahren einleiten und nichts darf ohne Zustimmung ausgezahlt werden. Egal, was in der Bilanz steht.)

Hier gilt das Steuerrecht und nicht das Bilanzrecht, auch wenn es einem HBG-hörigem-Jünger nicht gefällt.
Und N E I N  das Steuerrecht und das Bilanzrecht sind weder kongruent noch aufeinander abgestimmt. Sie gelten für verschiedene Anlässe, wobei der monetäre Bereich nur durch das Steuerrecht abgebildet wird/werden darf. Entsprechend werden die Daten nach dem Steuerbescheid entweder übernommen (meist bei GmbH`s oder natürlichen Personen) oder bilanzrelevant (meist bei AG´s) verarbeitet.
Das war auch Teil meiner beruflichen Praxis. Und ich musste oft genug dem bunten Treiben Einhalt gebieten, denn der Steuervortrag war auch schon vor der Steuererklärung relevant.

Fast 33% aller GmbH´s und 20% aller Privatunternehmer, die sich auf ihre "Wirtschaftsfachleute" (=BWL)verlassen, stehen vor dem Abgrund einer falschen Steuererklärung, die nach den "Vorschriften" (wohl eher nach den Vorstellungen) des HGB´s vorgenommen wurden.
Bei den KG´s und vor allem bei den AG´s ist das nicht der Fall, hier gehen die Wirtschaftsprüfer völlig andere, weil richtige Wege nach der Steuergesetzgebung, so dass diese Firmen so gut wie keine steuerlichen Zusammenbrüche erleiden. (Wirecard muss man als Sonderfall außen vor lassen, hier haben alle Normen vor dem Betrug versagt.)

Alles Gute

Der Chartlord  

16.04.21 12:22
2

705 Postings, 1927 Tage DHLer 2020Einfach mal nachschauen..

..z.B. in der Einladung zur HV auf Seite 4 Punkt 2 Verwendung des Bilanzgewinns nach HGB..

Grüße!  

16.04.21 13:02

1579 Postings, 2819 Tage LaterneDP

Hier herrscht ein totales Mißverständnis.
Ich meinte, dass in absehbarer Zeit wahrscheinlich
eine Korrektur im Dax ansteht, die in den Bereich 14.000/400
führen könnte und wenn währendessen keine Aktien gekauft
werden, die DP zwangsläufig die Korrektur mitmachen könnte.
Ich nehm alles auf meine Kappe, meine Schuld. Ich wollte hier
niemanden verärgern oder in Frage stellen. Bei weitem nicht.
Eure Berechnungen/Meinungen/Fakten habe ich keinen Moment
angezweifelt.
Den Kommentar mit den Immos hätte ich mir auch sparen können,
stimmt, aber man muss auch mal die andere Seite der Medaille sehen.


-----------
Beste Grüsse
Laterne

16.04.21 22:33

121 Postings, 1730 Tage CatchofthedayGrossartige Entwicklung

Wenn Aktionäre der Post aktuell keine anderen Sorgen haben als sich über  die Steigerung der Dividende für die Jahre 2021ff. zu streiten muss es insgesamt doch ganz gut gehen. Grundsätzlich meist sehr wertvolle Beiträge, die man hier lesen kann. Erspart euch und uns diese spiessigen Streitereien. Freut euch an den Buchgewinnen, der kommenden Dividende, dem bevorstehenden Rückkaufprogramm und den guten Aussichten für 2021. Ich wünsche allen Investoren ein wunderbares Wochenende.  

17.04.21 08:41
1

7409 Postings, 3654 Tage ChartlordDer Tagesverlauf am Freitag

Ich habe mir den gesamten Xetraverlauf seit vorherigem Freitag genau angesehen und gestern genau mit verfolgt.
Da der Dax völlig ungewöhnlich die ganze Woche nur seitwärts gelaufen ist und ausgerechnet am Freitag zum Wochenschluß auf ein neues Allzeithoch gestiegen ist, das er nicht zum Handelsschluß zum Wochenende wieder verlassen hat, besteht eine außergewöhnlich hohe Wahrscheinlichkeit von 66 bis 75 %, dass es zumindest am Montag noch zu einem weiteren Allzeithoch kommen wird. Danach ist alles offen.

Zugleich bedeutet das für die Post, dass es ausgerechnet zwischen der ersten kleinen und der ersten großen Rückkaufmarge nicht zu Gewinnmitnahmen kommen wird. Der Anstieg des vorherigen Freitags, der am Montag und Dienstag fortgesetzt wurde, und am Mittwoch zu einer tieferen Seitwärtsphase geführt hat, spricht Bände. Es gab nur eine Lauerstellung/Wartephase der Anleger, die entsprechend dem Dax auch die Post eigentlich vorzeitig wieder ansteigen liessen. Das war schematisch so nicht geplant, denn die Post sollte eigentlich die Stellung bei 48,20 € halten und Luft für die nächsten Aufkäufe holen. Die Umsätze untermauern diese Vermutung, denn es waren viel weniger Anleger im Markt. Gut möglich, dass da etliche auf dem falschen Fuß erwischt worden sind und die Post nächste Woche nachkaufen müssen.

Klar ist, wenn der Dax wärend der Pause der Rückkaufe weiter ansteigt, wird es auch für die Post keine Zeit geben um Luft zu holen.
Das verringert ununterbrochen die Anzahl der angebotenen Postaktien. Man hat an der Seitwärtsphase des Dax gesehen, dass zu wenig Verkaufsabsichten in den Aktienmärkten vorhanden sind. Das bedeutet, dass der Anteil der langfristigen Anleger immer weiter zunimmt. Zocker hätten den Markt nicht zu einer solchen Seitwärtsphase kommen lassen und verkauft. Alternativ während Kursanstiegen die Gewinne laufen lassen und am Wochenschluß nicht gekauft sondern die Positionen glatt gestellt.

In der technsichen Großwetterlage muss man auch über 2021 hinaus mit immer weiter steigenden Kursen rechnen. Dax 17 000 in diesem Jahr und 20 000 im nächsten sind nicht mehr außer Reichweite.

Alles Gute

Der Chartlord  

17.04.21 09:26

1579 Postings, 2819 Tage LaterneCL

Meinen Dank für die ausführliche Stellungnahme.
Genau diese Thematik meinte ich.
Allen ein schönes Wochende und noch viel Erfolg.
-----------
Beste Grüsse
Laterne

17.04.21 12:16
1

4922 Postings, 2774 Tage ForeverlongIn der Einladung zur HV

Steht nichts zu den Aktienrückkäufen, ausser der allgemeinen Genehmigung. Wie kommen denn zum Ebit zusätzlichen Bilanzgewinne von 3,x Mrd. Zustande?  

18.04.21 00:50
1

1 Posting, 357 Tage XanthokaiserDHLler / Chartlord

Ich bin kein Profi und habe nur kurz eine Frage zur HV.
Ich hätte mal gelesen, dass die Post 40 bis 60% des Gewinns an die Aktionäre gehen soll. Bei der Verwendung des Bilanzgewinns steht, dass vom Gewinn von 7,976 Mrd. 1,672 Mrd. Euro Dividende ausgeschüttet werden. Dies entspricht nur 21%.
Es bleibt somit ein Gewinnvortrag von 6,304 Mrd. Euro.
Was passiert nun mit dem Gewinnvortrag?
Werden davon ggf. Aktienrückkäufe getätigt?  

18.04.21 08:26

7409 Postings, 3654 Tage ChartlordNa Xantho ?

Biste reingefallen ?
Jetzt bekommste von DHL eins auf die Mütze, weil du die richtigen Fragen stellst und mir nachfolgst.
Nochmals die Warnung : Wer meine Beträge liest und die Frechheit besitzt sie zu hinterfragen oder gar zu überprüfen, wird von den HGB-Jüngern schon bald streng angegangen. Denn es darf nicht herauskommen, dass ich Recht hatte, habe und behalte. Und das gilt natürlich besonders für den Inhalt meines Beitrages vom 16.4.2021 um 11 Uhr 13 hier im Forum.

Alles, was irgendwie Begriffe aus dem HGB hat, ist rechtlich ohne Relevanz und entsprechend übrigens auch nicht einklagbar.
Einklagbar hingegen sind die aus dem Steuer- und Wertpapierhandelsgesetz stammenden Zahlen und Werte oder deren Veröffentlichung, die auch so von der Post veröffentlicht worden sind. Es wurden 40 bis 60% nach dem WpHG vom Vorstand veröffentlicht. Nur sind damit nicht Zahlen betroffen wie sie hier von HGB-Jüngern im Forum genannt worden sind, sondern wie es der Vorstand richtig gemacht hat aus dem Steuerrecht (nicht aus dem Bilanzrecht!).

Es sind daher 40 bis 60% vom versteuerten Gewinn gemeint - auch wenn es nicht immer dabei steht.
(Hier ist auch der Hebel, den das Finanzamt als Insolvenzverfahren ansetzen kann, in dem es die Auszahlung zumindest vorläufig sperren kann. Es kommt kein "Gewinnvortrag, Bilanzgewinn" oder irgend ein Quatsch aus dem HGB zur Anwendung sondern nur die Steuerpflicht ggf. auch schon vor der Steuererlärung. Es muss natürlich verhindert werden, dass nach "richtigen" Zahlen des HGB Gelder ausgezahlt werden, die versteuert werden müssen. Nur, was richtig ist, und was nur bilanztechnisch beschönigt nach dem HGB dargestellt wird, bestimmt das Finanzamt und nicht ein BWL-Jünger.)

Ganz nebenbei sind das auch die Gründe, warum an den internationalen Börsen fast nur noch EpS (earning per share) als Wert genannt wird, weil das der einzige Wert ist, der, sobald er vom Vorstand/Leitung einer Firma öffentlich genannt wird, auch einklagbar wäre. (Nur wenn ein Anspruch darauf erhoben wrden kann. Nur ist das kein Wert, der nach dem HGB angegeben werden muss.

LOL

Der Chartlord  

18.04.21 12:27
1

1312 Postings, 3224 Tage MindblogOperative Kennzahlen

Eine übersichtliche und nachvollziehbare Darstellung der operativen Kennzahlen
veröffentlicht die Deutsche Post auf ihrer Homepage:
Rubrik: Investoren, Stichwort: Kennzahlen.
Da ist alles übersichtlich und nachvollziehbar dargestellt!  

20.04.21 09:17

7409 Postings, 3654 Tage ChartlordSieh einer an !

Wie ich am Sonntag im letzten Absatz geschrieben habe, so wird auch im nachfolgenden Beitrag :

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/...quartal-bekannt-10034038

das EpS mit 3,08 € für das Geschäftsjahr 2020 geschätzt. Nach 2,41 € in 2019 ist das ein kräftiger Zuwachs. Die Schätzungen für das erste Quartal 2021 liegen im Durchschnitt bei 80,1 Cent pro Aktie, aber das ist deutlich zu tief geschätzt. 1900 Mio. € EBIT - wie vorläufig vom Vorstand genannt - ergeben minus 38% ergeben 1178 Mio. € nach Steuern und Abzügen und dividiert auf 1223 Mio. Aktien* gut 96 Cent pro Aktie. Da ist der Abstand zur Schätzung einfach viel zu groß.

* Ich rechne mit 1239 Mio. Aktien abzüglich geschätzten 16 Mio. Aktien, die noch für den Rückkauf mit der 1,0 Milliarden € erzielt werden.

In der Umkehrrechnung würden die 80 Cent pro Aktie nur EBIT 1578 Mio. € ergeben (wie immer bei 38% Abzügen).

Bitte immer daran denken, dass ich mit 38% Abzügen für Steuern usw. immer zuungunsten der Anleger abrunde. Aber damit liege ich gar nicht so weit von den echten Zahlen entfernt.

So wird selbst gegen die veröffentlichten Zahlen der Post Stimmung gemacht.

Alles Gute

Der Chartlord  

20.04.21 09:34
1

37 Postings, 398 Tage Nobody62Diskussion DHLer / Chartlord - Bilanz der Post

Ich bin weder Bilanz- noch Steuerfachmann, bin aber auf eine Info vom 24.3. einer meiner Aktien (Helma) gestossen:

"Dividende von 1,54 EUR je Aktie vorgesehen: Für das Geschäftsjahr 2020 weist die HELMA Eigenheimbau AG im Einzelabschluss nach HGB einen Jahresüberschuss und Bilanzgewinn von 12,4 Mio. EUR aus und plant daher eine Dividendenzahlung von 1,54 EUR je Aktie. Mit der Ausschüttung von rund 6,2 Mio. EUR bzw. nahezu 50 % der nach HGB erzielten Jahresüberschüsse liegt die Dividende im Rahmen der Analystenschätzungen und entspricht auf dem aktuellen Kursniveau einer Dividendenrendite von rund 3 %.

Die Dividendenpolitik der HELMA Eigenheimbau AG ist auf eine hohe Kontinuität ausgerichtet und sieht eine Ausschüttungsquote der seitens der Muttergesellschaft erzielten Jahresüberschüsse in Höhe von mindestens 25 % bis maximal 50 % vor. Mit Blick auf die aussichtsreichen Wachstumspotenziale und die angestrebte Ausweitung der Unternehmensgewinne ist für die folgenden Jahre von deutlich steigenden Dividendenzahlungen auszugehen."

Hier gibt es auch einen Konzern (der in diesem Ausschnitt nicht erwähnt wird), aber die Dividende wird von der AG nach Bilanzierung gemäß HGB festgelegt.

Unabhängig von der sachlichen Richtigkeit - die ich, wie gesagt, nicht beurteilen kann - wäre es allerdings schön, wenn man sich um einen sachlichen Sprachstil bemühen würde.
Sprüche wie:
"Nochmals die Warnung : Wer meine Beträge liest und die Frechheit besitzt sie zu hinterfragen oder gar zu überprüfen, wird von den HGB-Jüngern schon bald streng angegangen."
erscheinen mir unangebracht. Andere Meinungen kann man widerlegen, muss es aber nicht auf so eine rechthaberische Art tun. Aber heutzutage muss man sich ja schon entschuldigen, wenn man in der Jugend mal Indianerhäuptling werden wollte...

Mein Schwager ist Steuerberater und Bilanzprüfer - ich werde ihn mal fragen und hoffe auf Aufklärung
Euch und mir mit der Postaktie viel Erfolg!

 

20.04.21 09:52
2

7409 Postings, 3654 Tage ChartlordNein

"Andere Meinungen kann man widerlegen, muss es aber nicht auf so eine rechthaberische Art tun."

Es geht hier nicht um Meinungen, sondern um Tatsachen; und die haben eine Rechtsgrundlage.
Wenn da steht, dass nach dem HGB bilanziert wird, so ist das der N A C H W E I S, dass das nichts mit dem Steuerrecht zu tun hat. In dieser Bilanz kann geschrieben werden, was will, das hat nichts mit der Realität zu tun, die im Steuerrecht begründet ist. So gibt es sogar den Fall, dass eine Bilanz völlig ohne steuerliche Abzüge aufgestellt werden kann. Hier wird ausdrücklich das HGB als Grundlage benutzt, das ist legitim, muss aber anders bewertet werden als ein steuerechtlich relevanter Vortrag, der nicht nach dem HGB erfolgt.

Und für die Frage an einen Steuerberater immer darauf drängen zu fragen, ob und in wie weit eine Bilanz nach dem HGB vom Steuerrecht insbesondere der Steuererklärung und dem Steuerbescheid abweichen kann.

Der Chartlord  

21.04.21 16:54
3

705 Postings, 1927 Tage DHLer 2020Oh Chartlord, Oh je

Du, das Handelsrecht und das Steuerrecht, das passt einfach nicht zusammen.

Du schreibst "In der HGB Bilanz kann geschrieben werden was will, das hat nichts mit der Realität zu tun die im Steuerrecht begründet ist".

Also wenn in einer HGB Bilanz geschrieben werden kann was will, dann wurde ich nicht zum Bilanzbuchhalter ausgebildet. sondern zum xxxxxx.
Das HGB hat sehr strenge Bilanzierungsregeln, strenger als USGAP oder IFRS. Die Handelsbilanz ist die Grundlage für die Steuerbilanz in Deutschland. In anderen Ländern mag das anders sein, aber vermutlich ähnlich. In Österreich ist es das UGB, in der Schweiz das Obligationsrecht. In allen Ländern wird eine Bilanz nach lokalem Recht (local) erstellt und daraus die Steuerbilanz bzw. die Steuern danach errechnet. Versteuert wird in den Ländern, ggf. gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen.

Im Gegensatz dazu die Konzernbilanz nach IFRS/IAS (group) die Ergebnisse aus allen Ländern aufnimmt, wie bei DP DHL Group. Und das unabhängig von den lokalen Bilanzen. Die Ergebnisse weichen durchaus ab aufgrund unterschiedlichen Bewertungsansätzen.

Grüße!  

21.04.21 18:02
1

7409 Postings, 3654 Tage ChartlordHallo xxxxxx

"Die Handelsbilanz ist die Grundlage für die Steuerbilanz in Deutschland."

Frage : Was ist eine Steuerbilanz ?
Antwort : Eine Wortschöpfung eines HGB-Jüngers.

Das Steuerrecht kennt keine Bilanz, sondern nur eine Steuererklärung. Und entsprechend einen Steuerbescheid und keinen "Steuerbilanzierungsbescheid".

Wie ich schon sagte, sind Handelsrecht und Steuerrecht zwei unterschiedliche nebeneinander geltende Rechtsordnungen.
Sie gelten für zwei unterschiedliche, nicht aufeinander abgestimmte Angelegenheiten. Dabei hat das Steuerrecht kraft Gesetzes den individuellen Vorrang.

Und natürlich kann eine Bilanz auch mit einem Steuerbescheid erstellt werden. Dann wird der festgesetzte Betrag des Finanzamtes einfach übernommen. Aber dieser Wert ist dann für diesen Inhalt bindend, auch wenn er inhaltlich natürlich weiter bearbeitet/verrechnet werden kann/darf. Entsprechend darf auch nur aus diesem Inhalt ausgezahlt werden - wie zum Beispiel eine Dividende. Aber eben nur nach Zahlung einer Steuerschuld. Alle hier im Forum benannten Bilanzierungsregeln, wie zum Beispiel HGB oder IFRS, sind nur Darstellungsgrundlagen und keine einklagbaren Rechtsgrundlagen. Da bestehen großartige Möglichkeiten handelsrechtliche Vorgänge zu verschönen, zu vertuschen oder vorzugaukeln. Selbst neue Wortschöpfungen sind dabei gestattet, so dass selbst erfahrene Bilanzprüfer darauf hineinfallen können.

Das gibt es im Steuerrecht nicht. Hier sind alle Parameter und Definitionen gesetzlich festgelegt.

Hinweis :
Nach §266 HGB müssen nur eventuelle getätigte Rückstellungen für Steuerforderungen aufgeführt werden, wenn sie getätigt worden sind. Werden keine Rückstellungen vorgenommen, so braucht man gar keine Angaben von Steuern, sofern sie nicht latent sind. Das ist aber bei den turnungsgemäßen Steuererklärungen nicht der Fall. Hier wird die Latenz durch den turnungsgemäßen Anfall der Erklärung ausgeschlossen. Latent sind zum Beispiel KFZ-Steuer oder Grundsteuer.

Alles Gute

Der Chartlord  

21.04.21 19:56
1

3058 Postings, 2129 Tage XaropeDP: hmmm

Ich muss mal beim bayrischen finanzministerium anrufen die für die e-bilanz zuständig sind das es keine steuerbilanz gibt.
Was programmier ich da blos die ganze zeit????  

21.04.21 20:43

3 Postings, 27 Tage oldsaeck68Steuerbilanz gemäß Wikipedia ?

"Die Steuerbilanz ist eine den steuerlichen Vorschriften entsprechende Bilanz". Ich bin kein Bilanzbuchhalter oder ehemaliger Finanzbeamter.. Ganz schöne Begriffsverwirrung für mich.
oldsaeck68  

21.04.21 21:07

3058 Postings, 2129 Tage Xaropeoldsaeck68

Und jetzt google mal nach Überleitungsrechnung ;-)  

21.04.21 21:56
3

1081 Postings, 3135 Tage Timo1990Fachlichkeiten

Sobald es fachlich wird - mindestens seit ich hier ab und zu reinlese lese und das ist bereits seit 2011 - steht CL ohne Hosen da. Und die Themen wiederholen sich immer wieder. Darum habe ich schon vor vielen vielen Jahren sämtliche Achtung vor ihm verloren.

Die meisten Menschen lernen nach einigen Wiederholungen. Andere nicht. Hier gibt es keine Hoffnung.  

21.04.21 22:47
3

121 Postings, 1730 Tage CatchofthedaySchaut nach vorn

Guys, the future is bright. Q2 läuft wie geschmiert; Bewertung vor dem Hintergrund der absehbar guten Entwicklung immernoch moderat. Steuer oder Handelsbilanz know how hin oder her, Chartlord hat mit vielen Thesen in den letzten 12 Monaten richtig gelegen und die zögerliche Kommunikation der absurd guten Entwicklung durch den Vorstand richtig analysiert weit bevor dies dem Markt klar war. Also lasst uns friedlich miteinander sein. Jeder sollte versuchen dürfen konstruktive Beiträge zu leisten; niemand muss dabei immer richtig liegen.  

21.04.21 23:46
1

7409 Postings, 3654 Tage ChartlordSagt mal, merkt ihr noch was ?

Steuerbilanz :

"§§ 140 und 141 Abgabenordnung Das EStG enthält keine Vorschriften, wer zur Erstellung einer Steuerbilanz verpflichtet ist, sondern verweist in § 5 Abs. 1 Satz 1 nur auf Gewerbetreibende, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften Bücher führen und regelmäßig Abschlüsse erstellen müssen." (Wikipedia)

Genau da steht, dass es keine Rechtsgrundlage -also weder dem Grund noch der Sache nach - für eine Steuerbilanz gibt.
Insoweit ist der Hinweis auf Wikipedia genau richtig. Es ist dieser Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen (HGB), wonach die Buchführung in Abgrenzung zum Steuerrecht erfolgt und nichts miteinander zu tun hat. Die Durchführungsbestimmungen, auf die sich wieder die BWL-Jünger beziehen, lautet :

"Einkommensteuer-Durchführungsverordnung (EStDV 1955)
§ 60 Unterlagen zur Steuererklärung
(1) 1Der Steuererklärung ist eine Abschrift der Bilanz, die auf dem Zahlenwerk der Buchführung beruht, im Fall der Eröffnung des Betriebs auch eine Abschrift der Eröffnungsbilanz beizufügen, wenn der Gewinn nach § 4 Abs. 1, § 5 oder § 5a des Gesetzes ermittelt und auf eine elektronische Übermittlung nach § 5b Abs. 2 des Gesetzes verzichtet wird. 2Werden Bücher geführt, die den Grundsätzen der doppelten Buchführung entsprechen, ist eine Gewinn- und Verlustrechnung beizufügen.
(2) 1Enthält die Bilanz Ansätze oder Beträge, die den steuerlichen Vorschriften nicht entsprechen, so sind diese Ansätze oder Beträge durch Zusätze oder Anmerkungen den steuerlichen Vorschriften anzupassen. 2Der Steuerpflichtige kann auch eine den steuerlichen Vorschriften entsprechende Bilanz (Steuerbilanz) beifügen.
(3) 1Liegt ein Anhang, ein Lagebericht oder ein Prüfungsbericht vor, so ist eine Abschrift der Steuererklärung beizufügen. 2Bei der Gewinnermittlung nach § 5a des Gesetzes ist das besondere Verzeichnis nach § 5a Abs. 4 des Gesetzes der Steuererklärung beizufügen.
(4) 1Wird der Gewinn nach § 4 Abs. 3 des Gesetzes durch den Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben ermittelt, ist die Einnahmenüberschussrechnung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung zu übermitteln. 2Auf Antrag kann die Finanzbehörde zur Vermeidung unbilliger Härten auf eine elektronische Übermittlung verzichten; in diesem Fall ist der Steuererklärung eine Gewinnermittlung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck beizufügen. 3§ 150 Absatz 8 der Abgabenordnung gilt entsprechend."

Hier haben wir wieder einmal den N A C H W E I S, dass diese Jünger nicht die Bohne Ahnung von dem haben, was sie da angeblich machen. Auch in dieser Durchführungsverordnung geht es nicht um Bilanzen sondern um die Steuererklärung. Ihr können Unterlagen, Rechnungen, Berechnungen und/oder auch Bilanzen beigefügt werden. Aber dennoch bleibt es die Steuererklärung. Besonders Absatz 4 mit dem Hinweis auf den amtlichen Vordruck hebt nochmals den besonderen Inhalt der Steuererklärung hervor. Absatz 2 lässt sogar eine völlig beliebige Form und Inhalt der Anlagen zu, die immer nur entsprechend an die steuerlichen Vorschriften anzupassen sind.

So ist auch durch den Verantwortlichen zu bescheinigen, dass die Steuererklärung richtig und nach bestem Wissen und Gewissen aufgestellt worden ist. Einer Richtigkeit der Anlagen (was auch immer) bedarf es gar nicht, insbesondere deswegen schon gar nicht, weil diese auch von Dritten erstellt sein können ! Hier ist das Gesetz überaus genau, denn es wird keine rechtlich relevante Vorlage der beigefügten Unterlagen verlangt, sondern nur eine formlose Abschrift !

Aber immer ist es die Steuererklärung und keine Bilanz, um die es geht.

Es wird immer lustiger.

Der Chartlord
 

22.04.21 07:24
1

142 Postings, 3099 Tage ich willAktien, deren Kurs steigt, sollte man nicht

verkaufen.

Ich hab viele Jahre gebraucht das zu kapieren.

Glückauf  

22.04.21 08:56
2

202 Postings, 1536 Tage Dau7hyKursziel 64?

Endlich ein Analyst der auch die 7 vorne sieht beim EBIT. Halte ein übertreffen und weitere Anhebungen im Laufe dieses Jahres für sehr gut möglich! Mühsam sollte der Weg weiter hochgehen, aber weiterhin langsam mit genug Zeit weiter nachzukaufen.  

22.04.21 10:40
1

7409 Postings, 3654 Tage ChartlordLeise, still und unheimlich

Ich habe versucht nähere Informationen zum Verlauf des begonnenen zweiten Quartals zu erhalten.
Noch gibt es so gut wie gar nichts Offizielles auch nicht von den beteiligten (Wirtschafts)Verbänden.
Dennoch stehen überall zumindest für die Post die Ampeln auf volle Fahrt voraus. An einigen Merkmalen lässt sich aber auch schon ablesen, dass die Zahlen des ersten Quartals schlimmsten Falls nur die minimalen Zahlen im zweiten Quartal sein werden. In vielen Bereichen deutet der Verlauf der Geschäftstätigkeit der Post auf ein weiteres Wachstum, das als Basis nicht das Vorjahr sondern die Zahlen des ersten Quartals hat.

Das bedeutet, dass die Richtung auf eine 8 eingeschlagen worden ist. (wenn das mal ausreicht!)
Das jedoch wagt keiner außer mir zu schreiben. (hähä)

Nettes Forum, mein Schatz

Der Chartlord  

22.04.21 11:21
1

18 Postings, 16 Tage Mr. Millionäre@Chartlord

Meinst du  das der Kurs auf 8? fällt oder auf 80? dieses Jahr steigt ?????????????????????????  

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 |
1094 | 1095 | 1096 | 1096   
   Antwort einfügen - nach oben

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln