finanzen.net

Deutsche Post

Seite 1 von 992
neuester Beitrag: 13.10.19 21:50
eröffnet am: 25.12.05 10:41 von: nuessa Anzahl Beiträge: 24791
neuester Beitrag: 13.10.19 21:50 von: avido1 Leser gesamt: 4693042
davon Heute: 1112
bewertet mit 41 Sternen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 |
990 | 991 | 992 | 992   

25.12.05 10:41
41

6858 Postings, 5321 Tage nuessaDeutsche Post

WKN: 555200   ISIN: DE0005552004

Aktie & Unternehmen
Geschäft Logistik
Homepage www.deutschepost.de
Aktienanzahl 1.112,8 Mio
Marktkap. 22.890,3 Mio
Indizes/Listen DAX (Per.), Prime Standard, HDAX, CDAX, DivDAX  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 |
990 | 991 | 992 | 992   
24765 Postings ausgeblendet.

07.10.19 15:25

476 Postings, 1370 Tage DHLer 2020Fabriken

Nix Abschreibungen auf die Fabriken, die sind nämlich gemietet.

Grüße!  

07.10.19 15:44

1073 Postings, 2578 Tage Timo1990Fabriken

Ok, interessant. Worauf beziehen sich dann die von Chartlord vorgebrachten 735 Mio. €?  

07.10.19 16:46

476 Postings, 1370 Tage DHLer 2020FABRIKEN

Keine Ahnung, dass wird CL beantworten.

Grüße!  

07.10.19 18:24

6855 Postings, 3097 Tage ChartlordNix gemietet

sondern zusammen mit den Grundstücken gepachtet.
Aber alle Aufbauten (Häuser, Hallen, Lagerräume usw.) mussten auf- bzw. ausgebaut oder erschlossen werden. Dazu sind einige Gebäude auch erst neu errichtet worden. Ich kenne nicht alle Gebäude, aber von einem Teil habe ich erfahren, dass es leer stehende Lagerräume ohne Innenausbau waren. Was alles in diesen 735 Mio. enthalten ist, kann ich auch nicht sagen, aber eben auch die vollständige Anschaffung dieser zwei Fabriken (vielleicht auich die notwendige Verkehrsanbindung ? usw.). Über Kosten solcher "Anschaffungen" darf man nicht überrascht sein, da bin ich als Berliner mit BER ein gebranntes Kind. Man beachte alleine den Brandschutz, den es auch für die Fabriken geben muss, sonst gibt es auch dafür keine Betriebserlaubnis.

(Zum Vergleich dazu die eine neue Fabrik von Porsche, die mit Werksrobotern über 1 Milliarde gekostet hat:

https://newsroom.porsche.com/de/2019/unternehmen/...uphase-18602.html

https://newsroom.porsche.com/de/2019/unternehmen/...ffnung-18642.html

Die Vorteile, die das Porschewerksgelände dabei hat, werden den Preis kräftig gedrückt haben.)


Alles Gute

Der Chartlord  

07.10.19 18:48
1

17 Postings, 516 Tage Kostolany A.Verlust pro Streetscouter

Stellt man mal eine einfache Rechnung auf mit 70 Mio Verlust in 2018 dann sind rechnerisch
70 Mio durch 4214 Streetscouter die in Deutschland zugelassen wurden ein Verlust pro Streetscouter
von 16611 Euro entstanden.  Sollten noch einige Streetscouter exportiert worden sein, so würde sich
der Verlust pro Fahrzeug noch etwas reduzieren.  Es zeigt sich eindeutig, daß bei der zur Zeit laufenden Kleinserienfertigung von ca. 400 St. im Monat kein Geld zu verdienen ist. Ich frage mich schon seit Monaten warum es nicht möglich ist die angeblich vorhandene Kapazität von 20000 St. pro Jahr auzuschöpfen?  
Hierfür kann es mehrere Gründe geben.  
1. Kein Bedarf, nicht genügend Streetscouter verkauft
2. Die angegebene oder geplante Kapazität ist gar nicht vorhanden (mangels Personal oder anderer Resourcen)
3. Es gibt zu viele Probleme bei der Beschaffung von Komponenten oder in der Produktion
Auf jeden Fall müssen die Fahrzeuge die die Post in Betrieb hat lange laufen und Benzinkosten einsparen, bis sie die Verluste aus der Produktion wieder eingespart haben.
Grüße Kostolany A.
 

07.10.19 20:42
1

268 Postings, 3933 Tage ralfine_s@Trimmer in 24758

Zitat:
"CL hat uns dafür mit Dreck beschmissen. Hoffe nur, dass er mit seinen sonstigen Analysen zur Post nicht auch so daneben liegt."

Wenn hier jemand einen nachgewiesenen track-record hat, dann der Forums-Guru namens CL.
So, wie von ihm hier in all den Jahren Wunschträume und Phantasieblüten durch den Blätterwald des Forums gejagt worden sind...

Jetzt, wo seine Lieblingskuscheldinger namens schreedkutter ganz offiziell als Verlustbringer bezeichnet sind, wird wohl bald eine neue Sau durchs Forumsdorf getrieben werden.

Ich wünsche Allen
Viel Spaß dabei.  

08.10.19 10:13

2 Postings, 564 Tage SigiSchwarzIrgendwann

wird sich die Post schon berappeln, aber momentan wird wieder einmal kräftig draufgehauen,
so wie immer wenn es einmal schön gleichmäßig noch oben geht um die Bremse reinzuhauen.

Aber es wird nicht immer funktionieren und die LV´s werden früher oder später daran glauben
müssen................... hoffentlich !  

Ich wünsche allen Investierten viel Ruhe und Geduld, meine Meinung: das wird schon.  

08.10.19 11:48
4

11939 Postings, 3118 Tage crunch timeTrump und Aufwärtstrend

Na ja, daß man den defizitären Schrott namens Streetscooter an der Backe hat mit hohen zweistelligen Verlusten ist ja nicht neu. Der Schrott (viel zu geringe Reichweite bei viel zu hohen Kosten und schlechter Sicherheit => https://www.waz.de/wirtschaft/...streetscooter-still-id216713417.html ) hat ja schon im Vorjahr bekanntlich ein Minus gemacht von 70 Mio. ? ( trotz massiver Subventionen auf Kosten der Steuerzahler https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...uge/20295562.html ). Von daher sollte das Streetscooter-Desaster auch weitestgehend schon eingepreist sein als partieller Schrottbereich im Konzern, der so schnell nicht verschwinden wird. Mit dem vorhandenen Wissen darüber ist man zuletzt über 30? gestiegen und ist jetzt wieder unter 29? gelaufen. Da ist momentan definitiv viel mehr als kursbewegend anzusehen die jüngste sehr biedere Prognose für die nächsten Jahre ( was unter den Erwartungen vieler Vermögensverwalter lag und den Kurs somit direkt nach Verkündung nach unten schickte) und die konjunkturschädigende Hängepartie zwischen USA und China, wo in den nächsten Tagen wieder eine wichtige Verhandlungsrunde läuft und der Ausgang die Märkte entweder wieder klar nach unten schickt oder klar nach oben treibt. Sollte man nach im ungünstigen Fall im Anschluß nach unten fallen an den Weltbörsen, dann wird ein eher passiver Dackel wie die Dt. Post sich dem nicht widersetzen und der seit Ende Dez.18 steigende Aufw.trend könnte dann doch brechen und damit sofort technische Anschlußverkäufe auslösen. Da halten sich momentan wg. der Unberechenbarkeit des Ausgang offenbar viele Käufer weiter zurück, um nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden (ähnlich wie z.B. im letzten Dezember). Wäre halt gut, wenn bis zur Entscheidung der genannte Aufw.trend nicht fällt, damit man sich die Option offenläßt mit intakten Trend weiter Richtung einer möglichen Jahresendralley zu ziehen, falls Trump doch merkt die Auswirkungen des Handelskriegs erreichen jetzt auch die USA und wirken sich damit negativ auf seinen Wahlkampf aus. Dann wäre vielleicht mit mehr Kompromißbereitschaft auf beiden Seiten und weniger Kettenrasseln zu rechnen.  Muß man nur medial dann als Win-Win Deal verkaufen ;) .  Warten wir es ab, ob Trump diesen Erkenntnisgewinn langsam bekommt oder nicht.

06. Oktober 2019 - Wie der Handelskrieg eskaliert - USA versus China: Zwei angeschlagene Riesen https://www.manager-magazin.de/lifestyle/artikel/...290207-druck.html "...Eine Lösung im Handelskrieg? In der kommenden Woche wollen USA und China noch mal verhandeln. Scheitern sie, zündet kurz vor Weihnachten die nächste Eskalationsstufe. Es wäre ein Desaster - aber leider ziemlich wahrscheinlich..... Am Donnerstag treffen sich die Emissäre der USAund Chinas...Die Bedeutung dieser Verhandlungen lässt sich kaum überschätzen. Scheitern sie, wollen die USA ab dem 15. Dezember auf praktisch alle Einfuhren aus China Zölle erheben; die durchschnittlichen Abgaben auf China-Importe liegen dann bei 25 Prozent. China hat Gegenzölle in ähnlicher Größenordnung ankündigt.

 
Angehängte Grafik:
chart_free_deutschepost.png (verkleinert auf 50%) vergrößern
chart_free_deutschepost.png

08.10.19 12:34
1

203 Postings, 1738 Tage postkutscheDeutsche Post stellt Digital-Service ein

08.10.19 12:37
1

6855 Postings, 3097 Tage ChartlordSchon mal aufgefallen ?

Der Vorstand preist mit einem Atemzug die Erfolgsstory der Autos an und meldet riesige Verluste.

Echte Investoren oder gar Käufer mögen das aber gar nicht. Oder steckt da mehr dahinter ?
Wollen die Chinesen mit 100 000 Autos etwa den fünffachen Verlust machen und Streetscooter daran beteiligen ?
Und darf es für Nordamerika auch so sein ?
Reicht der Verlust momentan noch nicht und soll durch die neuen Vorstandsmitglieder neuer Schwung in den Verlust gebracht werden ?

Fragen über Fragen.

Und jeder kann sich die einzige Antwort dazu selber denken :

Die Post will gar nicht verkaufen. Nur sollen sich die Postanleger wegen der Umstellung, die ja jetzt besonders im Klimatrend liegt, schonend daran gewöhnen, denn nach den Preislisten und den Wirtschaftsdaten sind die Works allen anderen Elektrofahrzeugen auf der letzten Meile deutlich überlegen. Zugleich muss der Vorstand der Post um jeden Preis verhindern, dass jemand auf die Idee kommt die Kostenfrage bei den Paketen mit der Preisfrage zu kombinieren. Noch kann es gerade so vertreten werden die Paketpreise anzuheben. Mit einer weiter steigenden Quote an Elektrofahrzeugen wird das nicht mehr der Fall sein.

Und wieso meldet die Post keine Gewinnwarnung, wenn die Zahlen bei Streetscooter so schlecht sind ? Ein Abschlag von einer hohen zweistelligen Millionensumme ist bei der Postbilanz relevant, oder längst berücksichtigt ? Die Zahlen der vergangenen Jahre konnten zumindest zum Teil als direkte Investitionen ausgewiesen werden. Und wieso werden mit so hohen Verlusten nicht auch die Verkaufszahlen veröffentlicht, die gerade jetzt mit den Verlusten ausreichend Begründung hätten ? Der Witz besteht doch darin, dass selbst wenn die Post alleine ihr eigener Kunde wäre, die Produktion nicht den Verkaufszahlen angepasst wäre, was aber zwangsläufig zu einer Überproduktion geführt hätte. Aber davon ist nirgends die Rede. Die einzige Alternative besteht darin, dass nicht kostendeckend produziert wird, aber das halte ich für unrealistisch im Hinblick auf die Preisliste von Steetscooter.

Hier läuft meiner Meinung nach eine zielgerichtete Vertuschungsaktion. In die sind die chinesischen Partner bereits voll eingebunden. Durch die Steuerung des chinesischen Staates müssen 30% aller Fahrzeuge elektrisch betrieben sein. Da werden die Orders also erzwungen eintreffen. Im Vergleich zu Deutschland, wo moderne Verbrennungsmotoren in Kleintransportern verwendet werden, sind es in China viel ältere Kleintransporter, die auf den Straßen liefern. Da ist der Unterschied im Verbrauch und den sonstigen Kosten höher als in Deutschland. Hier betreibt die Post gezielte Stimmungsmache gegen den übrigen Markt der Kleintransporter. Was hatte der Vorstand gerade getzt gesagt?

(Mit Hilfe der neuen Manager soll Streetscooter) "die Marktführerschaft bei E-Nutzfahrzeugen behaupten und StreetScooter von einem Fahrzeughersteller zur führenden Energie- und Logistikplattform für die letzte Meile" werden, so Streetscooter-CEO Jörg Sommer.
Und genau das soll jetzt verstärkt in den ausländischen Märkten expandiert werden. Zu Zeit sind alleine in Deutschland 11 700 Works zugelassen. Das sind weit mehr als alle anderen Elektrokleintransporter zusammen. Nur mit der "führenden Energie- und Logistikplattform für die letzte Meile" ist Streetscooter kein Automobilbauer mehr. Hier ist der Umstieg vom reinen Autohersteller zum Anbieter für Gesamtpakete im Gange. Und dafür wird die Post nicht ihre Eigentumsverhältnisse ändern. Der Bedarf und die Ausrichtung sind zu genau auf die Post zugeschnitten, so dass reine freie Anbieter nicht mit der Produktpalette Gewinn bringend arbeiten können.

Und das klingt doch richtig gut :

Anbieter einer führenden Energie- und Logistikplattform !

Das wird die Post behalten, einen nur "Autobauer" will man nicht haben. Den wird man aber ganz schnell los in dem man das Geschäftsmodell von Streetscooter umstellt. (hähä)

(Übrigens bei knapp über 28 € wird der gesamte Aufwärtstrend vom letzten Verlaufshoch zurückgenommen. Bin gespannt ob sich das der Markt traut.)

Alles Gute

Der Chartlord

 

08.10.19 15:48
1

1073 Postings, 2578 Tage Timo1990Gewinnwarnung, wieso?

"Und wieso meldet die Post keine Gewinnwarnung, wenn die Zahlen bei Streetscooter so schlecht sind ? Ein Abschlag von einer hohen zweistelligen Millionensumme ist bei der Postbilanz relevant, oder längst berücksichtigt ?"

Wieso sollte sie eine Gewinnwarnung herausgeben? Die Post hält bisher an ihrer Prognose fest und es ist kein plötzlicher/neuer Umstand, dass die Auto-Tochter Verluste macht. 2018 waren es ja auch bereits 70 Mio.

"Nach 70 Millionen Euro Verlust im Jahr 2018 werde auch in diesem Jahr "ein signifikanter zweistelliger Millionenbetrag" als Defizit anfallen, sagte Appel."  

08.10.19 20:39
1

39 Postings, 1402 Tage avido1Streetscooter Verlust

Nach meinem Kenntnisstand ist SC zwar eine Tochtergesellschaft der Post, agiert aber als eigenständige GmbH, d.h. sie produzieren und liefern den SC zu einem vereinbarten Preis an die Post als Hauptabnehmer. Wenn SC Verluste schreibt (ich gehe mal davon aus, die Aussage von Appel war so gemeint), bedeutet das zunächst nur (ich weiß es klingt banal und ist es auch), dass die SC-Verkaufspreise= Post-Einkaufspreise unterhalb der Produktionskosten liegen.
SC wirbt auf der HP damit, dass es beim Kauf bis zu 12.000.- Euro Zuschuss gibt.
Es wäre mal interessant zu erfahren, welchen Preis die Post tatsächlich an SC zahlt.
Letztlich hat die Post gegenüber SC quasi eine Monopolstellung.
Zumindest theoretisch könnten  auch unangemessen niedrige Preise für den Postbedarf, die SC diktiert werden, auf der SC-Seite Verluste zu erzeugen.
Leider stecke ich zu wenig im Datail, vielleicht hat jemand dazu nähere Informationen..  

08.10.19 21:49

39 Postings, 1402 Tage avido1Sollte natürlich im "Detail" heißen...sorry ;-)

09.10.19 14:00
2

6855 Postings, 3097 Tage ChartlordJetzt mit Klimaanlage usw.

Die neuesten Varianten der Works sind jetzt vorgestellt worden :

https://www.finanznachrichten.de/...on-des-e-lieferwagens-vor-649.htm


Alles läuft wie am Schnürchen.

Alles Gute

Der Chartlord  

09.10.19 17:20
2

476 Postings, 1370 Tage DHLer 2020Nix läuft wie am Schnürchen

...keiner will den Laden kaufen und die Post hat Jahr für Jahr zweistellige Millionenbeträge Minus im Ergebnis.

Man kann nur hoffen dass sich so schnell wie möglich ein Käufer findet. Kunde kann die Post immer noch bleiben.

Grüße!  

09.10.19 17:34
1

1981 Postings, 3210 Tage TheodorSVerlust mit E-Autos

Tesla macht ja auch schon seit Beginn Verlust - und es ist kein Ende in Sicht, mit dem Verlust machen.
(wollte mich wieder mal melden...)
Viel hab ich nicht zu sagen. Meine Meinung bezgl. Emobilität hab ich ja schon vor 2 Jahren kundgetan, und liege (leider) noch richtig.
Und lass die Works erst mal 5 Jahre oder länger laufen, erst dann kann mal vorsichtig abgerechnet werden. (es könnte ein Desaster werden, ich hoffs nicht)
 

10.10.19 09:23
2

203 Postings, 1738 Tage postkutscheAusführlicher Artikel zum StreetScooter

Interessanter und langer Artikel zum SteetScooter, der alle Seiten des Pro und Contra aus Sicht der Post gut beschreibt.

https://www.welt.de/wirtschaft/article201668128/...eferwagen-vor.html  

10.10.19 13:38
1

6855 Postings, 3097 Tage ChartlordKomisch

Nirgends sind die Zahlen von Streetscooter veröffentlicht worden, aber die Leute hier im Forum geben richtige Zahlen an.
Aber alles ist nur stimmungstechnisch ausgedacht.

Und was soll die Post mit einer Fabrik, die bis 100 000 Autos bauen kann ?

Die Antwort des Forums kann ich schon vorwegnehmen : 1 Milliarde € Schulden pro Jahr einfahren.

Sicher gibt es in China schon "große Nachfrage" nach dort unbekannten Kleintransportern.

Und das obwohl der größte Kunde dort keinen Vertragspartner hat, der wie die Post voll elektrisch aufgestellt sein wird.
Noch passt das Gebaren von Streetscooter genau zum Gebaren von AliBaba. Auch die benötigen Stückzahlen für China lassen sich nicht nach ein paar Tausenden ausmachen, sondern nach Hunderttausenden. Fest steht zumindest, dass die staatlichen Vorgaben mit mindestens 30% elektrisch zu liefern auch für AliBaba gelten. Bei der Größe von AliBaba eine echt heftige Größenordnung. Noch steht nicht fest, ob die Post selbst in die Lieferung der letzten Meile in China einsteigen will, oder ob AliBaba diese Lieferung selbst vornehmen will.

Machen wir doch mal etwas neues :

Versuchen wir mal auszurechnen wieviele Pakete in China pro Jahr geliefert werden. Bei 1,4 Milliarden Einwohnern wäre die Größenordnung von 1,0 Milliarden oder mehr denkbar, wenn nicht bekannt wäre, dass diejenigen, die es sich leisten können, weit häufiger als die Deutschen von diesen Lieferdiensten Gebrauch machen. Das hängt auch damit zusammen, dass es nicht die Kaufhäuser wie in Deutschland gibt, die man anstelle der Lieferdienste aufsuchen kann. Von Betreibern regionaler Kleinanbietern ganz zu schweigen. Der potentielle Kundenkreis steigt dabei ständig weiter an, da der Ausbau schneller (=aller!) Internetanbindungen in China schneller als der Ausbau der 5G Verbindungen in Deutschland voranschreitet. 10 Milliarden Pakete sind da eher realistisch. Der Spiegel rechnet in China mit 70 Paketen pro Person allerdings nur in den Großstädten :

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...ionen-a-1272662.html

Also muss man bei der Größe von China schon jetzt davon ausgehen, dass die Anzahl der jährlich versandten Pakete weit höher ist als die Summe in Deutschland. Rechnet man für China pro Work mit 300 Tagen und je 200 Paketen pro Fahrzeug (beides völlig unrealistisch), so sind das  etwa 60 000 Pakete pro Auto und Jahr und die Summe von 100 000 Works wäre eine passende Größenordnung.

Und nur mal zum Überlegen :

Wer baut für (umgerechnet) 500 Mio. € eine Automobilfabrik mit einer Kapazität von 100 000 Stück pro Jahr ohne entsprechende verbindliche Nachfrage zu haben. Bei derartig großen Planungen kann ich mir nicht vorstellen, dass es keine entsprechenden Vorverträge gibt. Der treibende Faktor für die Post ist darin gegeben, dass es keine entsprechende landesweite Post in China gibt, die die notwendige Infrastruktur/strukturellen Kenntnisse besitzt. Von den notwendigen Verteilungseinrichtungen ganz zu schweigen. Sicher, die Post hat die meisten benötigten Einrichtungen auch nicht, kann aber sehr schnell ohne vorheriges Ausloten große Verteilungszentren aufbauen, insbesondere wenn der Staat diese Einrichrtungen mit dem Ziel der elektrischen Lieferung fördert.

Der tatsächliche Eigenbedarf der Post liegt natürlich nicht bei 120 000 Stück pro Jahr, aber wächst ständig an. Die Umstellung weltweit bedarf einer deutlich größeren Fertigungskapazität als die beiden Fabriken in Deutschland, aber bei weitem nicht der Kapazität, die jetzt in China errichtet wird. Mehr als 40 000 Autos pro Jahr kann die Post in absehbarer Zeit selbst nicht anschaffen. Ohne wenigstens 30 000 Stück weiterer Nachfrage lohnt sich aber so eine große Fabrik nicht, der für mich entscheidende Faktor aber ist, dass der Ausbau schon jetzt sofort auf volle 100 000 geplant ist, und nicht erst in Schritten auf diese Summe erfolgen soll.

Sollte die Post jedoch selbst in die Lieferung der letzten Meile in China voll einsteigen, so sind schon jetzt natürlich 40 000 Stück zu wenig. Hier würde die Post schon selbst den größten Teil der Kapazität der geplanten Fabrik benötigen. Das aber geht nur, wenn die Post dazu schon längst die benötigten Vorverträge besitzt. (Aber auch hier ist eine Verschwiegenheit darüber von klarem Vorteil.)

Bei der Umstellung hier in Deutschland wird die Post schon bald bekannt geben wieviele Wagen sie in 2020 kaufen wird. Ich gehe davon aus, dass es wieder mindestsns 6000 sein werden. Bleibt es bei dieser Quote, so steigt die Gewinnmarge ständig weiter an, da die Preise auf eine Flotte abgestellt ist, die vollständig auf Benzin eingestellt ist. Das Umsatzwachstum aber gebietet es, dass alleine schon für Europa eine höhere Anzahl an Elektroautos angeschafft werden muss. Dazu bin ich gespannt wie die neuesten Zahlen von Zalando ausfallen werden, die ja in den beiden ersten Quartalen jeweils weiter über 20% europaweit gestiegen sind. Um mit diesem Wachstumstempo mitzuhalten, wird die Post ihre Umstellung auch vergrößern müssen. Die Luftflotte wurde ja gerade angepasst, und die nächste Investition dürfte in größere Elektromobilität in Europa vorzunehmen sein. Der geplante Anstieg der free-cash-flow Quote bis 2025 dürfte durch die Umstellung vorangetrieben werden.

Die Umstellung in Asien dürfte von der neuen Fabrik ausgehen.

Alles Gute

Der Chartlord

 

10.10.19 18:42
2

3298 Postings, 2544 Tage telefoner1970...verstehe nicht, wie manche user über

(gefühlte) bilanz-nachkommastellen, tagelang beiträge in "din a4" länge sich ausdenken und hier auskippen.
jetzt wird schon der chinese und sein kaufverhalten unter die lupe genommen.
...wie war das mit dem sack reis der in china umfällt?
 

10.10.19 19:46
1

155 Postings, 4023 Tage Dollarhexe@ chartlord

Vielleicht schaust dir mal in der n-tv Mediathek den heutigen Bericht über die Streescooter an. Dann weisst wo die Zahlen herkommen und musst dir nicht immer eigene ausdenken.  

Grüsse
Dollarhexe.  

10.10.19 19:59
1

6855 Postings, 3097 Tage ChartlordIch denke mir nichts aus

Hier ein Beitrag über Elektromobilität in China :

https://www.handelsblatt.com/politik/...html?utm_source=pocket-newtab

Ihr seid nur schlechter informiert, ach, was schreibe ich, ihr seid fast gar nicht informiert.

Der Chartlord  

11.10.19 08:44

1273 Postings, 2262 Tage LaterneDP

Auf jeden Fall weiß man jetzt, warum wir noch keine
ausreichenden Ladestellen haben.
-----------
Beste Grüsse
Laterne

13.10.19 19:55
1

1073 Postings, 2578 Tage Timo1990Bewertung

"Nirgends sind die Zahlen von Streetscooter veröffentlicht worden"

Aussagen über die Gewinnsituation durch den Vorstand sind eine valide Quelle. Genau wie der Postbus oder der Ölpreisverfall ist auch der Scooter kein wichtiger Werttreiber.

Unterm Strich geht es um ganz klassische Themen: Wie schnell wird Express weiter wachsen? Wie stark werden die Kosten jährlich zulegen? Wie stark können Preise auch in Zukunft international erhöht werden? Wie entwickelt sich der Wettbewerb? Wie entwickelt sich die Wirtschaft?

Mittlerweile weist die Post jedenfalls wieder eine attraktivere Bewertung auf. Ich bin vorsichtig optimistisch für die nächsten Jahre. Das größte Risiko sind für mich steigende Löhne im Postgewerbe.  

13.10.19 21:50

39 Postings, 1402 Tage avido1Timo1990 Bewertungen

Sehe ich auch so. Deshalb nutze ich auch meistens Regressions-Trendfunktionen für diese Daten, die dann zusammengefaßt in ein modifiziertes CFROI II Modell einfließen. Durch die Trendfunktionen werden die Streuungen quasi geglättet.
Zumindest nach dem o.a. Modell spielt auch noch die ökonomische Abschreibung (auch wieder als Trend) eine Rolle in der Bewertung.
Als Daumenwert veranschlage ich meistens die ÖA als den Wert, den ein Unternehmen mindestens investieren sollte, im Sinne einer Werterhaltung. Bei der Post passt das sehr gut, finde ich.
Wie siehst Du das?
Auch in dem Bewertungsmodell  arbeiten oft Trends gegeneinander (Subtraktionen),  was als Ergebnis dann hoffentlich immer noch einen positiven Trend ergibt  ;-)
Aber eigentlich hast Du das alles schon geschrieben, nur mit anderen Worten.
Unsicher bin ich bei der Einschätzung der Konkurrenzsituation.
Nach meinem Kenntnisstand kann die Post praktisch an jeden Ort der Welt sicher und zuverlässig liefern, was die Billigheimer wahrscheinlich so nicht können...  

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 |
990 | 991 | 992 | 992   
   Antwort einfügen - nach oben

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Microsoft Corp.870747
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Amazon906866
Wirecard AG747206
Allianz840400
BMW AG519000
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
SAP SE716460
BASFBASF11
adidasA1EWWW
NEL ASAA0B733