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S+T AG - neuer TecDAX Kandidat?

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neuester Beitrag: 16.08.19 20:35
eröffnet am: 31.05.13 20:25 von: Klei Anzahl Beiträge: 6196
neuester Beitrag: 16.08.19 20:35 von: Jörg9 Leser gesamt: 1480784
davon Heute: 712
bewertet mit 24 Sternen

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31.05.13 20:25
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4623 Postings, 5994 Tage KleiS+T AG - neuer TecDAX Kandidat?

Scheinbar hat der Ex-Chef der Kontron AG - Hannes Niederhauser - ein neues Baby gefunden:

Die S+T AG - wurde auf die ehemalige "Gericom AG" alias "Quanmax AG" verschmolzen.

Im Zuge dieser Maßnahme äußerte sich der neue Firmenlenker des Gesellschaft - Hannes Niederhauser -, dass dieser sich das daraus entstandene Unternehmen gut im TecDAX vorstellen könne.

Es muss noch einiges an Marktkapitalisierung und Bösenumsätzen zulegen aber die Unternehmenszahlen sprechen für sich.

Also - nur eine Frage der Zeit, bis die Masse diese Aktie entdeckt und fiar bewertet?  
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6170 Postings ausgeblendet.

13.08.19 16:06

94 Postings, 3607 Tage melone77Ohne große Gesamtmarkteinflüße?

Wo lebst du denn?

Irgendwas ist mit Zöllen und Unruhen in Hongkong habe ich gehört und Unsicherheit und Rezessionsängsten...

Aber sonst alles toppi :)

Gruß  

13.08.19 18:24

1419 Postings, 3562 Tage GegenAnlegerBetru.selbstverständlich

ist s&t null betroffen - die wirtschaften erfolgreich im vaakuum

gab  

13.08.19 22:40

1292 Postings, 2572 Tage Armer Student86Bei Klei bin ich mir immer uneins

Neulich noch voller Euphorie nach seinem Telefonat direkt mit Hannes und heute schon wieder konträr.

Entweder ich glaube hier dran, oder steige aus.
Wobei letzteres in dem Marktumfeld eher nicht wirklich ratsam ist, außer man schiesst spontan den Volltreffer mit einer besseren Aktie.  

14.08.19 06:56
6

88 Postings, 1617 Tage AssetpflegerS & T fair bewertet

Der Aussage einiger Vorredner S & T würde "völlig grundlos" vom Markt heruntergespielt kann ich mich nicht anschliessen. Die Zahlen des 2. Quartals 2019 waren mau. 15 % Umsatzwachstum durch Zukäufe, kein Gewinnwachtsum im Vorjahresvergleich. Umsatzwachstum durch Zukäufe ist für mich nichts positives. Vielmehr steht immer das Fragezeichen dahinter, ob ein zugekaufter Unternehmensteil auch wirklich im neuen Unternehmen funktioniert. Es gibt positive wie negative Beispiele für sowas. Für einen Wachstumswert waren die Quartalszahlen mäßig, daher auch keine positive Marktreaktion. Weiter ist die Aktie mit einem KGV von 26 immer noch nicht günstig oder unterbewertet. dementsprechend kann man auch mal 10 - 30 % abgeben. Möglicherweise haben hier einige die rosarote Brille auf, weil sie investiert sind?

Langfristig halte ich S & T für interessant, die letzten Entwicklungen waren aber nun eher mittelmäßig.  

14.08.19 09:42
3

1173 Postings, 1302 Tage Werner01@Assetpfleger #6175

Grundsätzlich stimme ich Dir zu, zuviel zu schnell zu erwarten generiert nur Frust.
Ich würde gerne Deinen Hinweis zum Umsatzwachstum nochmal aufnehmen.
Woraus schließt du dass dieses nur auf Zukauf beruht? Vielleicht habe ich da etwas übersehen, wurde das explizit so geschrieben? Ich bin nicht mal sicher ob die Zukäufe schon konsolidiert sind. Das habe ich auch nicht gelesen, oder überlesen. Es wurde nur explizit erwähnt, das die Mitarbeiterzahl durch die Übernahmen um 300 gestiegen ist. Wäre super wenn du das nochmal kommentieren könntest.

S&T mittels KGV zu bewerten halte ich für problematisch für diese Phase des kombinierten Wachstums von 2018-2023, weil es sowohl in den Quartalen als auch für die Jahre dazwischen stark schwanken wird.

Nimmt man die Kennzahlen vor der Wachstumsphase: z.B. Mittel aus 2017/2018 und das Ziel 2023 und unterstellt man, dass das Ziel erreicht wird, kann man eine grobe Rechnung wie folgt machen:

2017/2018:  ca 950 Mio Umsatz ca 8,5% EBITDA Marge, ca 50% Reingewinnanteil am EBITDA.
                    §950 x8,5%x50%=40 Mio Reigewinn = EPS 0,6 bei 66 Mio Aktien
2023: 2 Mrd Umsatz, 10% EBITDA Marge, 50% Reingewinnanteil: gibt analog berechnet ein EPS von 1,51 für 2023
Das entspricht unter Verwendung eines EPS von 0,7 für 2018 einer jährlichen Gewinnsteigerung von ca 17%, wobei es natürlich überhaut nicht klar ist wie sich das auf die 5 Jahre verteilen wird. Ich kenne wenige Firmen mit diesem Potential und bin hier deshalb investiert. Und wo der faire Kurs 2023 ist, hängt davon ab wie der Ausblick ab 2023 sein wird.
Und mit diesen Perspektiven S&T für 2018 mit einem KGV von 28 zu  bewerten ist für mich absolut in Ordnung.
Und wenn wenn S&T ab 2023 nur noch mit angenommenen 4% wachsen sollte, wäre das für mich bei einer EBITDA Marge von 10% vielleicht nur noch ein KGV von 15 wert (entspricht Kurs von 22?).
Kann S&T jedoch auch nach 2023 weiter deutlich über 4%p.a.  wachsen, könnte man auch KGV´s  von 20 annehmen (Kurse Richtung 30). Letztendlich sind aber alle KGV Überlegungen bis 2023 m.E. ziemlich nichtssagend.
Sollte es für S&T jedoch tatsächlich noch besser laufen, wie es Klei gerne annimmt, ums so besser - habe kein Problem damit, möchte das aber aktuell noch nicht mit einrechnen.

 

14.08.19 12:57
2

4623 Postings, 5994 Tage KleiS&T AG - Aktuelle Bewertung

Aus meiner Sicht ist die Aktie der S&T AG aktuell MASSIV unterbewertet!

Der Kursverfall ist nur schwer zu erklären und es gibt vielfältige Mutmaßungen hierzu.

Bleiben wir jedoch bei den Fakten:

Ich finde es nicht korrekt die Ergebniszahlen in etwaiger Betrachtungsweise so stark in den Fokus zu rücken. Hier liegt ein schwerer Fehler vor!

Bereits in DIESEM Jahr wird ein Umsatz von 1,15 Milliarden erreicht und mit dem aktuellen Aktienkurs von ca. 18 euro stehen wir somit bei einem KUV (Kursumsatzverhältnis) von gerad mal "EINS".

Hinzu kommt, dass mit ca. 300 mio ein Cashbestand in beträchtlicher Höhe besteht. Etwaige Mutmaßungen zu geringer Abschreibung und etwaigen zu hohen aktivierten Eigenleistungen seien somit im Vorwege schonmal entkräftet, da ja zwischen der Mkap 1,2 Mrd. und dem echten Cash 0,3 Mrd nun ohnehin nur noch 0,9 Mrd Luft bestehen ....

Diese sind neben realistischer Aktiva auch mit marktführenden technologien mit Alleinstellungsmerkmalen und einem weltweit aufgestellten Konzern unterfüttert.

Bestimmten Ergebniskennziffern gibt man nun offensichtlich die EINZIGE Gewichtung, ohne zu realisieren, dass zugekaufter Umsatz doch ein noch besseres Polster dazu bietet einerseits auf breiterer Basis zu wachsen und andererseits Cross-Selling effekte zu generieren.

Es ist dem Unternehmen hoch anzurechnen, auch eine Integration einer Kapsch hinzubekommen, ohne im Jahr der Übernahme das geplante Ergebnis damit negativ zu beeinflussen! Dies war nur möglich durch eine Prognoseanhebung (auch beim Ergebnis!!), da gleichzeitig die Geschäfte BESSER liefen, als für 2019 urpsprünglich geplant (wieder einmal!) .... nur hat man diesen "Zwischenschritt" der Prognoseanhebung nicht gewählt, sondern direkt mit einmaligen Anlaufkosten der Integration neutralisiert und liefert so noch immer ein gutes Ergebnis mit verbreiterter Umsatzbasis ab.

Es wurden bereits 60 Design wins generiert, die schon bald zu signifikantem Wachstum und Ausweitung der EBIT Marge führen werden. Auch wurden mit "Amazon Twitch" und einem bedeutenden Autobauer bei München bereits neue Großkunden für 2020 generiert.  Da Kontron ja sogar seinen Ursprung bei BMW hat, könnt ihr nun mal Mutmaßen, wer dieser Autobauer ist. Als neuer strategischer Imvestor würde ich BMW ebenfalls begrüßen ... Die Automobilbranche befindet sich in einer Neuasurichtung diese Neuausrichtung wird mit sicherheit der Gewinner der aktuellen weltweiten Rezession im automobilbereich sein und S&T ist dort mittendrin.

Es ist mit Sicherheit kein schlechter Zeitpunkt Positionen Auf- und auszubauen.

Vielleicht schaffen es ja die Kleinaktionäre ja mal, BEVOR die "Großen" wieder deutlich zugreifen.

Für mich ist S&T ein klarer Kauf und ein KUV zwischen 1,5 und 2 sollte gerechtfertigt sein. Dies wären somit Kurs zwischen 27 und 36 Euro. Hierbei liegen die 27 im Fenster fast ALLER aktiver Analystenprognosen und die 36 als Langfristig zu betrachten werden m.M.n. sicherlich bald die Prognosen der nächsten Monate werden....

Wer sich erinnert übrigens, als 2013, 2014 ... die Aktie deutlich nach oben lief, kam H&A mit seinen Progonosen gar nicht hinterher. Der Kurs war oft schon über die Prognose gelaufen, bevor H&A nach oben angepasst hatte. Kann man an Hand des Kursverlaufes und der alten Prognosen ablesen.

Ich hoffe, dass die Masse der Marktteilnehmer bald wieder in der Lage ist, das Potential zu erkennen und die schieflage in der Bewertung eleminiert wird.  

14.08.19 14:58
2

5 Postings, 215 Tage wwak56.....

Sry...   aber was ich vermisse sind einfach einmal klare Signale von S&T, da nützt das ganze Analysieren hier überhaupt nichts, wenn Kleinanleger (mit rund 900 Stück) bin ich das zumindest im Sinne von S&T hier unbedacht in Urlaub fahren und nach der Rückkehr plötzlich 3000? im Minus ist.....   unter anderem weil man sich einredet, dass hier alle solange dabei sind und Ahnung haben oder verbreiten.
3000 ? haben oder nicht haben oder in Ruhe aussitzen bis es 5000 oder was weiß ich wie lange S&T die Kurse durchrauschen lässt um billigst das ARP scheibchenweise abzurufen.
Stand jetzt ..  17,64 ?  Tendenz  abwärts ohne halten...

Uns Standpauken vor dem Urlaub absichern usw usw usw  hat jeder schon tausendmal gehört und ehrlich Leute.. wer macht es dann wirklich...

Gruß  

14.08.19 15:21
2

5 Postings, 215 Tage wwak56......

und ich glaube als einzige Aktie überhaupt rauscht die S&T immer acht Prozent nach unten....  ja ich weiß .. die ist Suuuuuper die Aktie  und einfach Vertrauen haben....  oder doch einfach das Geld aus dem Fenster werfen.. dann hat es wenigstens den Nutzen dass diejenigen die es aufsammeln sich freuen...

Sorry aber  bei bald 40 % unter 52 Wochen hoc,h bleibt einem nur noch blanker Sarkasmus, wenn man den Eindruck gewinnt dass die Kursentwicklung außer den Anlegern niemanden zu interessieren scheint..   ahhh   17,56 ?  sind ja auch schon 29Minuten vergangen  

14.08.19 16:16

1387 Postings, 4374 Tage rotsHannes hat wieder gekauft

Für 177tsd ? zu 17,75  

14.08.19 17:19

12 Postings, 486 Tage Max40 0Der Link zum Kauf von Hannes Niederhauser

14.08.19 17:26

42 Postings, 6051 Tage watchtoll.......

bringt sehr viel Entspannung.....unglaublich was da gerade abgeht  

14.08.19 21:16
1

493 Postings, 1132 Tage GaaryS&T

Die Aktie war doch schon immer volatil. Wenn man damit nicht klar kommt, ist wohl die Gewichtung zu hoch oder es passt generell nicht zum Risikoprofil.

Habe heute ebenfalls zugegriffen. Solange HN liefert (das tut er halt einfach seit einer sehr langen Zeit) kann ich die Kursschwankungen ausblenden und eher für mich selbst nutzen. Auch nach den letzten Zahlen ist hier für mich alles weiter on-Track. Spätestens wenn der Gesamtmarkt halbwegs mitspielt, wird auch S&T wieder die positiv volatilen Tage haben.  

14.08.19 22:05

1419 Postings, 3562 Tage GegenAnlegerBetru.niederhauser

kann nicht wissen wie hong kong sache ausgeht, china wird auch taiwan bald tyrannisieren

falls usa eingreifen

dann s&t bei 10 eur  

15.08.19 10:59

5 Postings, 215 Tage wwak56......

und die 17? sind gefallen  

15.08.19 11:00
6

138 Postings, 1011 Tage jseyseS&T ist derzeit einfach Out

Ich habe es echt selten erlebt, wie ein Unternehmen in weniger als 12 Monaten von einer absoluten In-Aktie zu einer absoluten Out-Aktie transformiert wurde, ohne dass sich am operativen Geschäft und den Zukunftsaussichten irgendetwas negativ entwickelt hätte.

Ich habe es aber auch nur selten erlebt, dass alle Insider mit größeren Aktienbeständen in einer abgesprochenen Aktion große Aktienbestände verkaufen. Damit provoziert man ja quasi schon mutwillig, dass dem auch viele andere Aktionäre folgen und die Aktie bis auf Weiteres auf die Abschussliste gesetzt wird.

Und da helfen jetzt leider auch diese Mini-Alibi-Käufe des CEO von 10.000 Aktien natürlich nichts, weil doch jeder geradezu förmlich spüren kann, dass es sich bei diesem Betrag um reine Alibi-Käufe handelt, die ansonsten nicht weiter ernst gemeint sind.

Der nächste Schritt ist dann sicher, dass man sich wieder neue Aktienoptionen genehmigen lässt, wenn der Aktienkurs am Tiefsten ist, so wie man sich schon Ende 2018, als der Kurs kurzfristig auf ca 15 Euro eingebrochen war, als allererstes im gesamten Vorstand die Aktienoptionen für die Jahre 2018 UND (!) 2019 (AOP 2018, Tranche 2018 und Tranche 2019) auf Basis dieser tiefen Kurse genehmigt hat. Eigentlich schon damals ein Unding, sich auf Basis dieses kurzfristigen Kurseinbruchs gleich für 2 Jahre die Aktienoptionen zu genehmigen, was wohl damals nur deswegen untergegangen ist, weil sich damals der Kurs wieder recht zügig erholt hatte.

S&T muss hier wirklich aufpassen, dass sie am Markt nicht zukünftig so wahrgenommen werden, dass hier die Interessen des Vorstands deutlich vor die Interessen der Aktionären gestellt werden.

Und das schlimmste dabei ist, dass S&T jetzt schon mal vorab in den letzten 12 Monaten um 40% eingebrochen ist, wo der TecDax gerade mal um 10% zurückgegangen ist, also S&T keinerlei Kurs-Polster mehr hat, wenn der TecDax auch mal deutlicher zurückgehen sollte.

Dazu werden derzeit die Zukunftsaussichten einfach auch noch viel zu schlecht am Markt kommuniziert. Mit den aktuellen Ist-Zahlen kann man an der Börse einfach keinen Blumentopf gewinnen, dafür war der Q2-Gewinn einfach viel zu schlecht, das sollte man doch inzwischen gemerkt haben. Da muss man den Aktionären doch viel stärker vermitteln, warum zeitnah deutliche Verbesserungen auch im Überschuss aufgrund aktueller Design Wins zu erwarten sind. Das wird alles noch viel zu wenig vermittelt und dieser verweis auf die Ziele für 2023 ist da leider auch nicht mehr sonderlich hilfreich, weil 2023 noch viel zu weit weg ist und die Börse sich vor allem für die nächsten 12 Monate interessiert. Und hierzu weiß man bei S&T eigentlich noch recht wenig, wie sich die Design-Wins tatsächlich konkret auswirken werden.  

15.08.19 11:54

6448 Postings, 3208 Tage doschauherDie LV's

bri genau den Kurs schon auf unter 15  

16.08.19 08:56

3530 Postings, 905 Tage Jörg9@jseyse

Sehr guter Beitrag!

Ich war jahrelang ein "Fan" von S&T und der hervorragenden Arbeit von Herrn Niederhauser. Er ist ein Vorstand, der nicht "laberte", sondern "lieferte". Doch seit der Kontron-Übernahme, die Niederhauser exzellent umgesetzt hat, werden hervorragende Wachstumsaussichten kommuniziert, die jedoch operativ nicht erreicht werden können, sondern weitere Zukäufe voraussetzen, wie Niederhauser auch mitgeteilt hat. Operativ schafft man die 2 Mrd. Euro Umsatz in der kurzen zeit natürlich nicht.

Das nach den hervorragenden Prognosen und der hervorragenden Entwicklung des Aktienkurses CEO und CFO dann signifikante Verkäufe getätigt haben, wird sicherlich einige Anleger an den Perspektiven etwas zweifeln lassen. Daran ändert dann auch ein relativ kleiner Aktienkauf wenig, der lediglich durch Niederhauser erfolgte.

Mit Ennoconn und Foxconn sollte in China eine starke Expansion erfolgen. Was ist daraus geworden bzw. wieso scheint diese Expansion nicht in dem erhofften Umfang umgesetzt zu werden?

Wenn selbst der Vorstand signifikant Aktien verkauft, dann vermute ich nicht mehr, dass man bei S&T mit starken positiven Überraschungen rechnen kann. Vielleicht wird auch für S&T im Zuge der Wirtschaftsabschwächung in Europa das Projektgeschäft schwieriger bzw. man spürt ggf. den Kostendruck seitens der Kunden.

 

16.08.19 09:02

49927 Postings, 4939 Tage Radelfan#6186 In der Tradition von Kontron ??

Auch dort kannte der Kurs jahrelang nur eine Richtung - obwohl dieser Vergleich wohl ein bissel hinkt...
-----------
Keine Signatur mehr, da als Moderationsgrund missbraucht.

16.08.19 11:46
3

138 Postings, 1011 Tage jseyseForschungs- und Entwicklungkosten

Ich habe jetzt noch mal die Geschäftsberichte 2018 von S&T, Cancom und Bechtle näher auf die Höhe der Forschungs- und Entwicklungkosten (F&E) untersucht, was durchaus zu einem beachtlichen Ergebnis führt.

S&T hat in 2018 ca. 12% des Umsatzes bzw. 123 Mio. Euro für F&E ausgegeben, wovon nicht einmal 20 Mio. Euro aktiviert wurden. Und auch in 2019 will man massiv in wegweisende Technologien investieren.

Bei Cancon kann man nachlesen, dass es keine nennenswerten Aufwendungen für F&E gab.

Bei Bechtle wird das nicht so deutlich ausgeführt, aber von nennenswerten F&E-Aufwendungen ist dort auch nicht die Rede.

Jetzt muss man daraus natürlich zu dem Ergebnis kommen, dass S&T wohl in 2018 auch ein deutlich höheres EBIT (fast um 100 Mio. Euro höher) hätte ausweisen können, wenn man sich wie Cancom und Bechtle vor allem auf das Bestandsgeschäft konzentriert und nicht massiv zusätzlich in zukünftige wegweisende Technologien investiert hätte. Dadurch hätte dann auch S&T das EBIT fast verdreifachen (!) können.

Was kann man hieraus nun folgern:

-entweder haben Bechtle und Cancom ohne Offenlegung auch entsprechend hohe Investitionen in F&E (zB in Personalkosten), woran ich angesichts von deren Geschäftsberichten nicht glaube, oder

-die Investitionen von S&T waren Fehlinvestitionen und sind sinnlos verpufft (woran ich auch nicht glaube) oder

-es steht bei S&T eine Umsatz- und/oder Gewinnexplosion bevor, wenn man zukünftig die Ernte aus diesen ganz massiven F&E-Kosten einfährt und zusätzlich dann evtl auch gar nicht mehr in entsprechend massivem Umfang in F&E investieren muss.

Ich halte die letzte Option für das Wahrscheinlichste, warum S&T derzeit hinsichtlich Profitabilität noch nicht das zeigt, was wir uns erhoffen. Hier wird einfach ganz massiv in die Zukunft investiert.

Wenn meine Vermutung stimmt, müsste eigentlich spätestens 2020 das Jahr von S&T werden, in dem S&T dann diesen Rückstand auf Cancom und Bechtle aufholt bzw. beide massiv überholt, wenn diese massiven F&E-Kosten dann irgendwann starke Umsätze und Gewinne bringen (und der Gesamtmarkt nicht wegbricht).

So schwer es einem als Aktionär angesichts des derzeitigen Börsenkurses (gerade im Vergleich zu den Kursen von Cancom und Bechtle) fällt, so sehr muss man den Unterschied beachten, dass S&T einfach ganz massiv höhere Investitionen in F&E hat (zB geschätzt ca. 80-100 Mio. Euro mehr als Cancom). In so einer Situation ist es dann einfach nicht fair, Cancom mit S&T zu vergleichen, weil bei S&T ein deutlich höheres zukünftiges Umsatzpotential vorbereitet wird.

Das ist aus meiner Sicht der entscheidende Punkt, auf den sich die PR von S&T konzentrieren müsste, dass sie bei jeder nur denkbaren Gelegenheit diesen Alleinstellungsfaktor der hohen F&E von S&T noch klarer herausstellt (und vielleicht auch darauf hinweist, welches EBIT ohne Investitionen in zukünftige Technologien derzeit möglich wäre) und insbes. viel deutlicher herausstellt, was man sich von diesen massiven Investitionen in F&E zukünftig umsatz- und gewinnmäßig erwartet. Ansonsten wird S&T auch weiter pauschal mit den Istzahlen mit Cancom und Bechtle verglichen und jeder oberflächliche Investor fragt sich, warum es bei Cancom und Bechtle besser läuft und lässt dann S&T auf Basis der Istzahlen links liegen.

Wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege, müsste somit 2020 das Jahr von S&T werden und auch zukünftig das organische Wachstum deutlich über der Roadmap aus der IR-Präsentation liegen; denn wenn es nicht gelingen sollte, trotz dieser massiven F&E-Kosten das in der Präsentation geplante organische Wachstum ganz massiv zu überschreiten (und somit auch an die Wachstumsraten von Cancom (derzeit 30% organisch) anzuknüpfen bzw. diese zu überschreiten), müsste man sich wirklich fragen, ob die massiven F&E-Kosten gute Investitionen sind oder nicht. Sollte dies nämlich nicht gelinge, wäre es wohl deutlich besser, S&T aktuell durch Verzicht auf größere F&E Kosten massiv von den Kennzahlen her aufzuhübschen und dann möglichst teuer komplett an Foxconn zu verkaufen.

Aber wie gesagt, ich erwarte mir hier zeitnah einen massiven Return aus den ganzen F&E, die S&T ja schon in großem Umfang getätigt hat. Ich glaube, hier könnte eine deutlich bessere PR Wunder wirken, denn der Markt will nicht wissen, was uns diese Investitionen vielleicht in 5 Jahren mal bringen, sondern in 12-18 Monaten. Ich glaube, der Kapitalmarkt hat einfach noch gar nicht realisiert, was bei S&T zeitnah möglich sein sollte, denn 120 Mio. Euro Investment in F&E können sich normalerweise nicht einfach mal so in Luft auflösen, wenn S&T  dadurch zum Technologieführer wird.  

16.08.19 13:25

930 Postings, 4574 Tage MucktschabernatGratulation

zu diesem Top Beitrag!  

16.08.19 14:30

95703 Postings, 7096 Tage Katjuschajseyse, bist du dir sicher, dass in den 123 Mio

F&E alles GUV wirksame Kosten stecken?

Soweit ich das richtig verstehe, stecken dort auch Firmenübernahmen drin, die nicht GUV wirksam sind.

In welchem GUV-Posten stecken die 123 Mio denn konkret?
-----------
the harder we fight the higher the wall

16.08.19 15:33

138 Postings, 1011 Tage jseyse@Katjuscha

Sicher sein kann man sich natürlich nie, wenn man einen Jahresabschluss nicht selber aufgestellt hat. ;)

Aber Gegenfrage: Woher entnimmst Du, dass in den 123 Mio. Euro F&E "Aufwendungen" auch Firmenübernahmen drinstecken, die nicht GuV wirksam sind? Das wären dann ja CF-relevante Investitionen, aber keine F&E "Aufwendungen".

Ich habe mich an S.165 des Geschäftsberichts orientiert, wo es heißt:

"Expenses made for R&D in FY 2018 came to TEUR 122,839..." bzw. "Für F&E wurden im Jahr 2018 Ausgaben im Wert von TEUR 122,839 (Vj TEUR 114,795) getätigt."

Das klingt für mich nach echten Ausgaben, die vorrangig im Personalaufwand, aber auch in den Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen sowie ggf. auch in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind. Wenn damit natürlich nur Ausgaben in Form von kostenneutralen "Geld-Ausgaben" (Cash-Flow-Investitionen) gemeint sein sollten, wäre das sehr irreführend formuliert.

Aber selbst wenn man auch die Firmenübernahmen von grob geschätzt 25 Mio. Euro komplett als Bestandteil der F&E ansehen würde, wären es immer noch ca. 100 Mio. Euro "echter" F&E Aufwand, der durch die GuV ging, so dass dann mein letzter Beitrag eben von 123 Mio. Euro auf 100 Mio. Euro anzupassen wäre, aber letztlich noch eine sehr ähnliche Gesamtaussage hätte.
 

16.08.19 16:13

95703 Postings, 7096 Tage KatjuschaDas habe ich vorhin im Geschäftsbericht

nachgelesen. Kann dir grad die Seite nicht nennen. Da stand jedenfalls explizit drin, was alles unter F&E fällt, u.a. Firmenübernahmen.

Du kannst ja mal eine Mail an die IR schicken und nachfragen. Vielleicht schlüsseln sie dir ja die F&E mal auf. Irgendwie erscheinen mir 123 Mio ? für normales F&E in so einem Geschäftsmodell jedenfalls extrem hoch, auch 100 Mio ?.
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the harder we fight the higher the wall

16.08.19 16:39

4623 Postings, 5994 Tage KleiKatjuscha

Hattest du unter aktivierte Eigenleistungen in der Bilanz nachgesehen? denn soweit es dort nicht aktiviert ist dürfte es aufwands wirksam verbucht worden sein.

Für Übernahmen wurden in 2018 keine zu hohen Beträge entrichtet. Bereits in 2018 hatten wir doch die Übernahme des ersten Teils von Kapsch und auch dort lagen wir nur im niedrigen zweistelligen Millionenbereich in Summe....


Aber du hast vollkommen Recht eine Aufschlüsselung wäre wünschenswert....

 

16.08.19 20:35

3530 Postings, 905 Tage Jörg9@ jseyse

S&T hat auch früher schon einen hohen Umsatzanteil für F&E verwendet. Niederhauser ist zwar sehr kostenbewusst, jedoch weiß er wie wichtig es ist technologisch nicht den Anschluss zu verlieren. Niederhauser selbst hat immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass man neue Trends erkennt und in neue Technologien investiert bzw. hierfür hohe F&E durchführt. Daraus zu schließen, dass irgendwann deshalb der "Gewinn explodieren" könnte ist wohl nicht schlüssig. S&T wandelt sich schließlich ständig durch immer neue Produkte, weil andere Produkte auch überholt sind bzw. weniger nachgefragt werden.

Zu Bechtle und Cancom kann ich mich nicht äußern, da ich diese Unternehmen nicht weiter verfolgt habe, da mein Eindruck war, dass das Potential bei S&T wegen des m. E. extrem erfahrenen und intelligenten Herrn Niederhauser am stärksten sein wird.

Niederhauser hat schon zahlreiche Übernahmen erfolgreich gestemmt. Die bedeutendsten Übernahmen waren wohl die S&T (mit Quanmax) und Kontron. Meines Erachtens hat er damit unternehmerische "Glanzleistungen" vollbracht.

Es gibt Investoren die schon damit "scherzen", dass, wenn Niederhauser mit "seiner" S&T so weiter wächst, irgendwann SAP übernimmt.  

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