Hitler unternahm, damit auf der richtigen Seite. Das Hitler-Regime war ein Extrem des Bösen.
Stauffenberg war durch seine Erziehung militärisch indoktriniert. Er brauchte das Argument der Kriegsniederlage, um sich von Hitler abzuwenden. Die Aggression gegenüber anderen Staaten war jedoch kein Problem für Stauffenberg, solange es gut lief. Es kommt im Nachhinein also sehr wohl darauf an, aus welcher Intention heraus gehandelt wurde.
Jemand wie Georg Elser hatte in seiner Erziehung sicherlich auch gelernt, keine Morde begehen zu dürfen. Er kam aus bescheidenen Verhältnissen und musste sich dennoch gleichermaßen zu so einer Tat überwinden. Ich sehe also keinen "Leistungsbonus" für den Adel.
Dass Stauffenbergs Familie im Nachhinein keine Anerkennung durch ihr Umfeld oder auch die Öffentlichkeit erfuhr, konnte der Attentäter Stauffenberg im Voraus (bei Misslingen) erahnen. Beim Gelingen hätte es ihn jedoch in eine hohe Machtstellung gebracht. Dass die Familie nach dem Krieg trotz der Naziverbrechen nicht für den Widerstand geehrt wurde, konnte auch Stauffenberg nicht wissen.
Die Schule hat durch ihre Namensgebung wahrscheinlich kein antimilitaristisches Selbstbild. Gerade wenn es in einer Stadt wie Bamberg eine Stauffenbergstraße, ein Stauffenberg-Theater, einen Graf-Stauffenberg-Platz, die Stauffenberg-Villa und beinahe ein Stauffenberg-Denkmal hat.
Deshalb eckt der Schüler auch mit seiner Einstellung derart an, dass es eine Reihe von Presseartikeln wert ist. |