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Rund um den Dax

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neuester Beitrag: 08.01.20 03:43
eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord Anzahl Beiträge: 1402
neuester Beitrag: 08.01.20 03:43 von: Chartlord Leser gesamt: 384246
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01.01.14 23:21
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6940 Postings, 3199 Tage ChartlordRund um den Dax

Die Beträge zu diesem Thema sollen sich sowohl mit dem Dax selbst als auch mit einzelnen Werten aus diesem Index beschäftigen. Es soll dabei auf die Auswirkungen des Marktes auf den einzelnen Wert als auch auf den Index insgesamt geachtet werden. Das heisst nicht, dass hier jede kleine Kursveränderung eines einzelnen Wertes zur Sprache kommen soll, sondern nur solche, die von wesentlicher Natur sind, das heisst, dass sie auch über den Charakter einer kurzfristigen Kursschwankung hinaus gehen sollen.

Die Beiträge sollen unter dem Gesichtspunkt einer langfristigen Kapitalanlage abgefasst werden, die jedoch Chancen einer kurzfristigen Kapitalanlage durchaus berücksichtigt. Wichtig ist mir dabei, dass das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland verfolgt wird und - soweit von Belang - auch das jeweilige ausländische. Die Beiträge sollen sich von den Beiträgen in dem Thread zur Europäischen Finanzpolitik dahin gehend unterscheiden, dass hier die Wirtschaft den Blickwinkel bestimmt, der jedoch auch von der Politik geprägt werden kann.

Der Chartlord  
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1376 Postings ausgeblendet.

19.09.19 10:25

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordKurz vor dem Verfallstag

Zum Verfallstag werden die Anleger kaum noch ein Risiko eingehen wollen.
Allerdings sind die Währungsmaßnahmen der EZB und auch der Fed ab sofort nicht mehr aus den Kursen heraus zu bekommen.
Das bedeutet, dass Rücksetzer, egal welcher Art, immer als neue Einstiegsmöglichkeit angesehen werden, da das Zinsumfeld weiter und jetzt auch längerfristig auf sinkende Zinsen ausgerichtet ist, und Aktien jetzt den Anleihen deutlicher vorgezogen werden.

Rein technisch lässt sich momentan so gut wie gar nichts zum Dax sagen, da er zumindest bis Montag seitwärts ausgerichtet ist, wobei bei 13 303 eine horizontale Unterstützung liegt. Nach oben ist entgegen vielen Meinungen von Analysten kein Deckel beim bisherigen Jahreshoch oder beim jetzigen Verlaufshoch. Allerdings werden die Großanleger versuchen das bisherige Verlaufshoch des September nicht zu übersteigen, wogegen andere Interessen genau darauf aus sind wegen der gefallenen Zinsen, die für baldige Nachkäufe sorgen werden.

Der Wechselkurs hat sich bei etwa 1,10 eingependelt, und der Ölpreis hat seinen Zenit der Zockerei überschritten. Die Nachricht aus Saudi Arabien, dass in drei Wochen die Raffenerie wieder voll produzieren wird, hat dem wilden Treiben ein schnelles Ende bereitet. Je nach dem wieviel die anderen Produzenten ihre Leistung steigern, kann es bei der Wiederherstellung der Produktionsmenge wie vor dem Anschlag zu Produktionsüberhängen kommen, die dann nicht nur Rohölüberschuß sondern auch Spritüberschuß bedeuten. Das hätte sofortige, fallende Preise/Kurse an den Zapfsäulen zur Folge. Wenigstens hat dieser Anschlag keine nachhaltigen Folgen.

Der Chartlord  

20.09.19 09:05

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordDie Stimmungslage am Verfallstag

wird heute geprägt von den Zinsentscheidungen der Notenbanken.
Die Zinsen im Euroraum sind schon auf dem Maximaltief und geben keine Möglichkeit der direkten weiteren Absenkung. Lediglich über Aufkäufe von Wertpapieren kann die Geldmenge künstlich vergrößert werden, was aber die Aktienmärkte begünstigt. Die fed dagegen hat den Erwartungen nur zum kleinsten Teil entsprochen, was die Erwartungshaltung zwar auch für die nächste Zukunft auf weitere Zinssenkungen aufrecht erhält, aber die Aktienmärkte nur gering anfeuert.

Vorhin sind die aktuellen Zahlen für die Erzeugerpreise in Europa bekannt gegeben worden und deutlich stärker gefallen als von den Analysten erwartet. Anstelle erwarteten minus 0,1% wurden minus 0,5% gemeldet. Das wird in den nächsten Wochen und Monaten den Druck auf die Inflationsrate weiter verstärken und die gegenwärtigen 1,0% Inflation in Europa nicht wie erhofft durch die 20 Milliarden € Aufkäufe ansteigen lassen sondern trotz der Aukäufe noch weiter fallen lassen. CL (Chistine Lagarde) wird Mühe haben diesen Trend gegen viele Stimmen aus dem Bankenlager wieder umzudrehen.

Mit diesen Vorgaben werden die Aktienmärkte nicht mehr bereit sein für den Rest dieses Jahres verstärkt Positionen aufzulösen. Zumindest gezieltes  Stockpicking ist jetzt angesagt.

Der Chartlord  

30.09.19 18:40

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordEs wird immer schlimmer

Jeden Tag müssen wir nun in Presse, Funf und Fernsehen sowie im Internet miterleben, dass in Deutschland massive Stimmungsmache für bestimmte Wirtschaftszweige und gegen bestimmte Institutionen gemacht wird. Hervorzuheben sind die Banken und die Automobilbranche samt Zulieferwirtschaft.

Dabei wird inzwischen gegen reale Zahlen agiert, die entweder verfälscht oder vertuscht oder sogar ganz verschwiegen werden.
Bestes Beispiel sin die heute vorgelegten Zahlen der Agentur für Arbeit. Sie sind genau entgegen der Erwartung dieser Branchen ausgefallen, was ein nachhaltiges Beispiekl dafür ist, dass die Industrie in Deutschland nur noch das kleine Standbein der Wirtschaft ist. Die Erwartung der sogenannten Analysten lag bei (jahreszeitlich bereinigten) 5000 um die die Arbeitslosigkeit zunehmen sollte. Übel, übel, weil sie in
Wirklichkeit um 10 000 gesunken ist. Und wie schlimm diese Zahl ist erkennt man an dien fast überall verschwiegenen 787 000 offenen Stellen, die jeder Jaulerei der Industrie den Boden unter den Füssen wegziehen.

Das Heer der Beschäftigten ist natürlich auch wieder weiter gewachsen, und das obwohl in der Industrie tatsächlich Entlassungen vorgenommen wurden. Selbst der Ölpreis hat seine alten Werte und seine Abwärtsrichtung von diesen alten Werten wieder erreicht. Mit den Inflationszahlen und den neuesten Zahlen der Beschäftigung in Europa stellt sich genau der langsame aber nachhaltige Aufschwung in Europa und besonders in Deutschland ein, von dem ich bereits geschrieben habe. Besonders günstig waren die Auftragseingänge in den letzten Monaten. Hier hat sich die Summe zwar unterschiedlich hoch gegeben, aber im Durchschnitt wurde der sechsmonatige Puffer behalten. Damit ist der Beginn der Nachferienzeit ordentlich gelungen und wird mit der voll ausgelasteten Baubranche sowie den extrem Personalbedürftigen Branchen der Pflege und der Erziehung für weiteren Aufschwung sorgen. Die neu eröffnete Personalquelle an voll ausgebildeten Pflegekräften in Mexiko wird für fünfstelligen Beschäftigungszuwachs in Deutschland sorgen.

Die wichtigsten Faktoren für Wirtschaftspolitik in Deutschland sind und bleiben der Nullzins, die schwarze Null und der Wohnungsbau. Alles andere kann sich daran ausrichten/anschliessen. Um wenigstens einen Punkt in absehbarer Zeit zu erledigen, sollte entsprechend dem Bundesverfassungsgericht der Soli abgescgafft werden, und zwar so wie vorgegeben vollständig. Das wäre ein erster kleiner Schritt zur Wiederherstellung der Rechtstreue in Deutschland.

Der Chartlord  

14.10.19 14:52
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6940 Postings, 3199 Tage ChartlordKaum noch bewertbar

Der Dax hat wie alle Indizes unter dem Brexitgeheule der Briten und unter dem ständigen Getwitter des amerikanischen Vollhonks zu leiden. Die Börsen werden faktisch zu einem unendlichen und ständig wechselnden Pinball politischer Tages- und Stundenmeldungen degradiert. Eine seriöse Analyse/Bewertung ist somit faktisch ausgeschlossen.

Ich gehe nicht davon aus, dass sich zumindest bis zum 31.10. daran etwas ändern wird. Die Briten haben es noch immer nicht geschnallt, dass sie beim Brexit kein Rosinenpicken vornehmen können. Ob sich daran etwas ändern wird, wenn die britsche Regierung einen Verlängerungsantrag stellen wird, glaube ich nicht, denn die EU wird in den wichtigsten Punkten keine Zugeständnisse machen. Dazu kommt, dass nicht wenige europäische Regierungen vom britischen Rumrudern die Schnautze voll haben und einer Verlängerung des Brexitdatums - wenn überhaupt - nur noch einmal zustimmen werden. Gut möglich, dass sich die EU darauf einschiesst, dass beim fortgesetzten Hinaufschieben des Brexits an der Ernsthaftigkeit der Austrittserklärung gezweifelt wird und diese als gegenstandslos angesehen wird. Immerhin ist England bis zum Brexit ein vollständiges Mitglied und hat entsprechende Recht und Pflichen wahrzunehmen. Diese können nicht endlos ausgesetzt werden/bleiben.

Wenigstens der Wechselkurs ist inzwischen fast richtig stabil geworden und hat sich um 1,10 festgsetzt. Der Ölpreis wird nach letzten Zockversuchen weiter fallen, da innerhalb der weltweiten Neuzulassungen der Anteil an Elektromobilität zu einer akkumulierenden Größe geworden ist, und so trotz der nur geringen Marge am Weltmarkt eine ständig nachlassende Nachfrage nach Rohölprodukten auf Seiten der Automobile vorhanden ist.

Wird der Brexit hinausgeschoben, so werden die Indizes wieder weiter ansteigen. Eine Einigung im Handelsstreit der uSA mit China ist höchstens teilweise möglich, da die USA alleine den Spionagevorwürfen nicht nachgeben werden. Und das sollten wir in Europa auch nicht tun, denn das gesamte Wirtschaftsnodell Chinas beruht mehrheitlich auf Datendiebstahl.

Der Chartlord  

24.10.19 10:42

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordDa darf man sich nicht wundern

Zum einen wird das mit dem Brexit zum 31.10.2019 wohl ins Wasser fallen, zum anderen ist die Meldung, dass Tesla im vergangenen Berichtsquartal 97 000 Autos verkauft hat bei insgesamt weltweit sinkenden Zulassungszahlen ein Nachweis dafür, dass die Förderquote im Rohöl derzeit nicht bereinigt/nach unten angepasst ist und weiter zu steigenden Lagerbeständen führt.

Das aber wiederum hat etwas später zur Folge, dass die Preise für alle Rohölprodukte unter Druck geraten, was aber auf Sicht von maximal 2 Monaten zu weiteren Inflationsrückgängen führen wird. Vor allem Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin sind Produkte, die nicht nur zum kleinen Teil auf Vorrat gekauft werden und so wie zum Beispiel die Kosten für Urlaubsreisen in 2020 ganze Legionen von Menschen im großen "Investitionsverhalten" beeinflusst. Das aber darf man genau so wie im Heizöl schon für einen langen Zeitraum als fortgesetzte Teuerungsbremse ansehen, was sich erkennbar auch auf das geplante Aufkaufverhalten der EZB auswirken wird. Die jetzt geplante Marge von ca. 20 Milliarden € im Monate wird längst nicht ausreichen. Sie wird auch dann nicht ausreichen, wenn der Umstieg auf Elektroautos eine Teuerung im Anschaffungsverhalten bedeuten soll. Aber weit gefehlt ! Schon heute Nacht wurde im Fernsehen über die veränderten Produktionsbedingungen für Elektroautos berichtet (VW-Golf), die durch die viel geringere Bauteilsumme schon jetzt erkennbar günstigere Einstiegsmodelle ermöglicht. 320 Km Reichweite ab 26 000 € (mit voller staatlicher Förderung). Derzeit sind maximal 580 km schon erhältlich. Natürlich zu höheren Preisen, aber eben nicht mit Sprit angetrieben, was weiteren Druck auf die Inflationsrate bedeutet.

Wer von den Bankern damit rechnet, dass in absehbarer Zeit eine Abkehr von der Nullverzinsung im Euroraum erfolgt, der wird drastisch enttäuscht werden. Das bisherige Ausgaben-Niveau für Mobilität aller Gesellschaften - also auch der Nichtindustriestaaten - wird sich in Zukunft deutlich herabsinken und erhebliche Summen Kapital freimachen, das in der Weltwirtschaft zu neuem, langsam steigenden Wirtschaftswachstum führen wird. Ich gehe davon aus, das das in 2020 beginnen wird und zumindest für ein Jahrzehnt eines nachhaltigen Wachstums überall sorgen wird. Auch die bisherigen Industriestaaten werden davon profitieren. Der Ausbau einer klimafreundlicheren Energieversorgung gerade wegen der Elektromobilität wird voranschreiten. Schliesslich sind Energiemengen, die über Windkraft usw. erzeugt werden deutlich günstiger als Ölmengen, die gefördert werden müssen.

Die Börse nimmt das unterschwellig vorweg, indem der Dax jetzt während der Berichtssaison ohne große Meldungen weiter ansteigt. Die gegenwärtige Konjunkturflaute in der deutschen Industrie ist nur dem Umstand geschuldet, dass es etwas Zeit benötigt die Umwälzungen in der Personalbesetzng der einzelnen Wirtschaftszweige vorzunehmen. Der immer noch gegenwärtige Überhang an Personalnachfrage wird nicht annähernd abgebaut. Der von mir angekündigte Aufschwung im Herbst dieses Jahres wird nur geringfügig hinausgeschoben, aber nicht abgesagt. die ca. 250 000 Arbeitsstellen, die von der gegenwärtigen Umschichtung in andere Wirtschaftszweige betroffen sind, sollten schon jetzt erkennbar ihren Zenit erreicht haben. Alle betroffenen Industriezweige sind jerade dabei sich neu aufzustellen und ihren Personalbestand abzubauen. (Gestern Conti und Bosch) Alleine 52 000 fehlende Lehrer, 80 000 fehlende Erzieher, 100 000 Pflegekräfte sowie weitere 25 000 Polizisten/Feuerwehrleute werden gesucht und nach entsprechender Umschulung/Ausbildung die Wirtschaft voranbringen.

Das hat schon längst begonnen.

Der Chartlord  

29.10.19 09:05

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordDie Wirtschaft wächst ?

Nein, tut sie nicht, sie lacht !

Worüber lacht sie denn ?

Über die Politiker in Europa, die sich von den Engländern verarschen lassen.

Wie verarschen die denn ? Sie sind doch am entscheiden.

Nee, sind sie nicht, genau das Gegeteil davon ist der Fall; sie sind stocksauer, weil ihre heimlichen Pläne mit dem Rosinenpicken beim Austritt nicht aufgehen werden. Jede Form des Brexits ist immer ohne Rosinen und sogar mit sauren Äpfeln der Sorte "Backstop". In die will keiner beißen, bedeuten sie doch dass die Verhandlungsführer der EU die Briten voll und ganz im Griff haben und die Sorte "Mutti´s Mangel" sie richtig in die gleiche bekommen haben. Die Briten bekommen jetzt verordnet,welche Medizin sie schlucken müssen, wenn die aus der EU raus wollen. Es gibt da Teile, die sie niemals loslassen werden; allem voran die Rechtsprechung des EuGH. Daran bleiben die Briten gebunden, und das sogar nach ihrer eigenen Rechtsordnung. Hier gilt das europäische Recht nämlich weiter, aber das hat keiner der Rattenfänger den Leuten vor der  Abstimmung erklärt.

So kommt es, dass inzwischen immer mehr Zeit verrinnt, ohne dass es zu einer Entscheidung kommt. Das kostet der Wirtschaft jedoch immer mehr Geld, weil Planungssicherheit fehlt, so dass inzwischen selbst ein no-deal-Brexit billiger kommt als das endlose Warten auf etwas, was niemals kommt: Die Zustimmung zum Brexit ohne Rosinenpicken.

Hier werden die Franzosen und die Polen hoffentlich nicht länger zusehen und die Briten nach dem Ablauf der letzten Frist aus der EU rausschmeissen, was alleine schon deswegen möglich ist, weil für jede Fristverlängerung immer die Zustimmung aller erforderlich ist. Frau Merkel und auch ihr Abziehbild dagegen würden es aus politischen Gründen immer weiter zulassen, dass der europäischen und insbesondere der deutschen Wirtschaft immer mehr Schaden zugefügt wird durch längeres Warten. Raus heisst raus, aber es bedeutet auch rausschmeissen, wenn man nicht gehen will.

Die Wirtschaft wächst also nicht ? Naja, eigentlich schon, jedenfalls stehen die Zeichen der Konjunktur wieder auf dem Wachstumspfad, den ich im Frühjar für diesen Herbst erwartet hatte, der sich aber wegen einiger Verwürfnisse und Veränderungen hinausgezögert hat. Aber damit ist jetzt Schluss. Die "Talsohle" ist durchschritten, oder zumindest das, was man als Konjunkturdelle bezeichnen kann. Die Korrekturen auf dem Arbeitsmarkt sind längst im Gange und haben das finstere Loch, das aus Legionen von gesuchten Arbeitskräften besteht, nicht annähernd füllen können. Darüber hinaus beginn sich unterschwellig zusätzlich ein weiteres Loch aufzutun, das man jetzt nur wahrnehmen kann, wenn man mitten inside einer speziellen community gegenwärtig ist. Ich rede von der Gemeinschaft der Hardcore Spielezocker. Hier beginnt sich der Faktor "Unbildung" aufzuzeigen, indem ungebildete Spieler, die der modernen "App-Gesellschaft" entstammen, nicht mehr ausreichend gebildet sind um planvolles, gezieltes und berechnetes Spielen ausführen zu können. Hier wird von einer vielseits verachteten Gruppierung ein erheblicher Mißstand in der Bildung aufgezegt, der rechnen, schreiben und lesen als universelles Manko in den Schulen brandmarkt, indem ungebildete Spieler der kommenden Jahrgänge nicht mehr in Hardcore Gruppen aufgenommen werden.

Das Schlimme daran ist, dass das gleiche entsprechend später in den technischen Berufen der höheren Classifitizerung vorkommen wird. Computerspieler waren sind und bleiben allen Entwicklungen um viele Jahre im voraus. So auch in der Erkennung von Bedürfnissen und Mängeln. Nicht umsonst gibt es jetzt schon in einigen Schulen das Unterrichtsfach "Spielen" als zentralen Unterrichtsbereich mit eigener Lehrzeit. Doch leider unterrichten dort ausgebildete Lehrer und nicht Spieler, was besonders bei weiblichen Lehrkräften deutlich auffällt. Unsere weiblichen Mitmenschen sind eher für "ernsthaftere Angelegenheiten" ausgerichtet, nicht fürs "Spielerchen".

Das gleiche gilt symptomatisch auch für Kapitalanlagen, lieber ernsthafte Anleihen als gezockte Aktien.

Der Chartlord  

13.11.19 10:48
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6940 Postings, 3199 Tage ChartlordLeider weiter krank

Und dieses Mal sogar so, dass ich zum Jahreswechsel als berufsunfähig in den Ruhestand treten werde.

Nichts desto trotz werde ich auch weiterhin hier schreiben, nur vorläufig nicht mehr täglich sondern unregelmäßig, aber so oft wie möglich.

So ist es für mich als Berliner wieder einmal an der Zeit zu jubeln, wie sich die Wirtschaftslage in unserer Region entwickelt. Zalando meldet mit fast 27% Wachstum irre Zahlen und jetzt meldet Elon Musk auch noch die neue Giga-Fabrik im direkten Umfeld zu Berlin-Schönefeld. Das bedeutet, dass fast 10 000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die überdurchschnittlich hoch bezahlt werden. Das wird die Entlassungen aus dem bisherigen Automobilumfeld und der Automobilbranche in Deutschland auffangen und das Wirtschaftswachstum ordentlich ankurbeln.

Schon jetzt ist klar erkennbar, dass im Zuge der Umstellung auf Elektromobilität vor allem die kleineren Anbieter wie Fiat oder Volvo dran glauben müssen. Sie haben den Anschluss verpasst, vor allem weil sie nicht viel frühzeitiger als die großen Anbieter in Produktion gegangen sind. Die gesamten deutschen Herbstindikatoren stehen weiter auf Wachstum, das über dem Winter an Fahrt gewinnen wird, weil in den treibenden Bereichen die Auftragslage ungebrochen vorhanden ist und sogar für 2020 zusätzliche Umsätze und Geschäftstätigkeit anstehen. Besonders der Bau boomt weiter und nimmt von Monat zu Monat der Industrie immer mehr an Bedeutung innnerhalb der Gesamtwirtschaft in Deutschland ab.

Schon jetzt merkt man, dass die befürchtete Rezession in Deutschland ausbleiben wird. Der Pool der offenen Stellen wird jede Form einer rückgängigen Wirtschaftslage verhindern, solange er massiven Überhang hat. Und bislang ist nicht zu erkennen wie die bisherigen Entlassungen überhaupt in Arbeitslosigkeit geführt haben. Einziger Faktor ist und bleibt dabei die Zeit für anstehende Umschulungen. Aber alle, die noch in diesem Herbst damit begonnen haben, werden nach dem Winter (=Frühling) vollständig die Wirtschaftskraft erweitern, wo jetzt noch diese Leisung als fehlend registriert wird. Faktisch ist das das Wachstum, das auch bislang nicht nur in der Summe der Wirtschaftsleistungen zählt, sondern auch noch nicht als zusätzliche Stuereinnahmen gerechnet wird. Das kommt erst ab dem zweiten Quartal 2020.

Nach der Pleite von Thomas Cook ist die damit verbundene Schockwirkung und das Sicherheitsverhalten immer noch vorhanden und wird Fernreisen gegen den sowieso vorhandenen Trend zum Deutschlandurlaub noch eher verstärken. Aber das werden wir so richtig erst nach Weihnachten sehen. Dann wird eher inländisch als fernreisend gebucht. Aber auch das ist inzwischen so stark gestiegen, dass auch die Tourismusindustrie kein unbedeutendes Randdasein in der deutschen Wirtschaft mehr hat.

Der Chartlord
 

15.11.19 10:29

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordEs geht wieder aufwärts

Es ist nicht alleine die Meldung, dass das BIP im dritten Quartal um 0,1% gestiegen ist, die den Trend und seine Richtung belegt. Nein, es ist der ganz natürliche Umstand der hunderttausenden offenen Stellen, der eben die Entlassungewelle der deutschen Industrie nicht in eine nachfolgende Rezession abgleiten lässt, sondern nach und nach in eine große Umschichtung der Arbeitsplätze führt. Die Zeit der Umschulungen hat längst begonnen. Dabei ist der Zenit der Entlassungen längst überschritten worden. Und genau zu dieser Zeit tritt die Wende in der Wirtschaftsleistung ein. Das negative Wachstum des zweiten Quartals wurde beendet zu einem Zeitpunkt als viele (fast alle) eine Rezession herbeireden wollten, und das gegen die Legionen von offenen stellen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das durch den Markt widerlegt wird.

Auf Seiten der Bundesregierung wird wieder gegen das geltende Recht verstoßen, indem der Solidaritätszuschlag nicht verfassungsgemäß mit dem Auslaufen der Rechtsgrundlage abgeschafft wird sondern nur verspätet für einen Teil der Steuerzahler. Das wird das Bundesverfassungsgericht kassieren, und die SPD als steuerlichen Rechtsbrecher outen, der mit der gezielten Lenkung rechtswidriger Steuererhebung Wählerstimmen "einkaufen" will. Ich sehe alle Abzüge ab dem 1.1.2020 als nur vorübergehend an; die Rückzahlung erfolgt etwas später, denn das Bundesverfassungsgericht wird diesen Fall nicht nur annehmen, sondern auch vorziehen um einer Klageflut vorzubeugen.

Auch auf der Handelskriegsseite stehen die Dinge vor einer friedlichen Lösung.
Mit der errichtung der Gigafabrik bei Berlin wird genau der Bereich von Donald Trumps Forderungen erfüllt, der bislang unbeachtet geblieben ist. Hier sollen Tesla´s produziert und zu Gunsten der amerikanischen Wirtschaft abgerechnet werden. Schematisch genau so wie die BMW´s in Virginia. Nur leider wird sich der Volltrompeter voll verrechnet haben, denn welcher deutscher Autofahrer kauft einen amerikanischen Wagen ?

Im Gegenzug sollen durch deutsche Autobauer über 25 000 neue Arbeitsplätzen in den USA geschaffen werden. Da werden die Verhandlungen noch hinter den Kulissen geführt, denn Trump wartet offensichtlich auf deren Abschluss, damit er das Ende der beabsichtigten Strafzölle auf deutsche Autos verkünden kann. Denn soviel hat er inzwischen gelernt : Strafzölle auf deutsche Autos betreffen auch die deutschen Autos, die in den USA gefertigt werden. Das irrre daran ist, dass auch diese Autos nach China geliefert werden und als deutsche Exporte gezählt werden, da der Konzern (BMW usw.) in Deutschland abrechnet. Die Arbeitsplätze allerdings sind diejenigen in den USA, die die Wiederwahl Trumps sicher stellen sollen.

Nur was hat der Markt und die allermeisten Analysten noch immer nicht begriffen ?

"Die Welt ist im Wandel, ich fühle es im Arbeitsmarkt, ich merke es in der Wirtschaft, ich spüre es im Energieverbrauch. Vieles, was einst war, ist verändert, und noch niemand da, der das bemerkt hat. Alles begann mit der Produktion der Elektroautos, Tesla´s wurden von den Amis gebaut, den dümmsten und gierigsten Landsleuten, Zoe´s von den Franzosen, großen Vollquatschern und ungeschickten Verhandlern in ihren Werkshallen aus Schrott, und VW´s wurden von den Deutschen gebaut, die vor allem nach Qualität streben. Doch sie wurden alle gemerkelt. Tief im Lande Deutschlands wurde die Energie gewendet und aus Atomstrom und fossilen Brennstoffen eine Energiewende gefertigt, die den Verbrauch von Kernbrennstoffen beendet und das Verbrennen von Öl und Gas eingeschränkt hat. Ein Strom sie zu treiben..." (Der Chartlord)

So stellt sich für mich nicht die Frage, warum die EZB schon wieder neue 3-Jahretiefs in der Teuerungsrate melden musste. Der sinkende Verbrauch fossiler Brennstoffe setzt sofort Kapitalmengen beim Verbraucher frei, die sich in der Wirtschaft bemerkbar machen. Ein um 0,1% steigender Anteil an Elektroautos hat eben eine Sofortwirkung, die in der Wirtschaft und bei den Analysten nicht oder nicht ausreichend beachtet wird. Wir haben längst eine Elektroautomobilwirtschaft, auch wenn die Produktionszahlen und die Zahlen der Zulassungen noch nicht so hoch wie bei den Benzinern sind. Aber der Trendwechsel ist erfolgt und verstärkt sich in den nächsten Monaten. Das frei werdende Kapital wird beim Verbraucher zwar zuerst meist für die Anschaffung der noch teueren Elektroautos verwendet, dann aber voll in den Konsum einfliessen.

Damit verbunden ist zugleich eine weitere Verstärkung des Konsums in seiner Gewichtung in der deutschen Wirtschaft.
Das bedeutet, dass man die Beachtung der Vorheuler der Industrieverbände immer mehr in Richtung der Bedeutungslosigkeit werten muss. Wirtschaftsförderung wird ab sofort darin bestehen, die deutsche Infrastruktur für die Zukunft fit zu machen. Teil dieser Infrastruktur sind allerdings auch die Wohnungen der Menschen, die es in ausreichender und bezahlbarer Anzahl geben muss. Daran mangelt es noch immer; und es droht immer schlechter zu werden, je mehr die Beschäftigung in Deutschland wächst. Hier braucht die Gesellschaft die Stimmungsmacher, die bislang nur in und für die Industrie gejault haben. Bestes Beispiel ist der DIHT. Ein deutscher Verbrauchertag wäre ein echter Fortschritt.

Da steht der Wandel noch aus.

Der Chartlord  

18.11.19 09:56

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordWie gerade erwähnt

So hat heute früh das Statistische Bundesamt die Quartalszahlen der Beschäftigung für das dritte Quartal bekannt gegeben. So stieg die Zahl der Beschäftigten um 356 000 auf Jahressicht auf 45,4 Millionen Beschäftigte. Die Steuereinnahmen werden sich logischerweise erst später berechnen lassen, obwohl die Einnahmen natürlich schon eingenommen worden sind.

Warnung !

Ich rate dringend zur extremen Vorsicht bei Investitionen in die jetzt neu angebotenen Aramco-Aktien.

Zur allgemeinen Lage sehe ich klares Nachholbedürfnis des Dax zum amerikanischen Aktienmarkt. Die gegenwärtige Seitwärtslage ist in Ermangelung von Volatilität nicht von langer Dauer. Freitag war kleiner Verfallstag, der kaum Auswirkungten auf den Aktienhandel hatte, so kann der Markt getrost den nächsten großen Verfallstag ins Visier nehmen. Das Niveau in Richtung des Dax-Allzeitshochs wird meiner Erwartung nach nicht gehalten werden können, weil bis dahin dieses Allzeithoch überstiegen sein wird. Dann wird sich ein neuer Chart ausbilden, der deutlich höher angelegt sein wird. Auf der Zeitschiene wird dieser Anstieg mindestens bis in die zweite Handelswoche des nächsten Jahres andauern. Die jetzige Seitwärtsphase wird dann die neue nächste Unterstützungszone werden. Das betrifft den Bereich zwischen 13 070 und 13 380.

Der Chartlord    

25.11.19 14:30

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordDie Stimmung verbessert sich

Zumindest was die deutsche Industrie angeht, werden die dürsteren Wolken am Himmel etwas heller und scheinen klare Lücken aufzumachen. Die größere Hälfte der deutschen Wirtschaft ist da schon längst vor überwiegend blauem Himmmel angekommen.

Noch ist die Umstellung in den Bereichen, die vormals Industie abhängig und Automobil lastig waren, nicht abgeschlossen.
Dienstleistung und Bauwirtschaft dagegen sind weiter am expandieren und haben ihren Hunger nach Personal eher vergrößert als decken können. Gerade jetzt kommt aus vielen Bundesländern ein erschreckender Anstieg des Lehrer- und Erzieherbedarfs gemeldet. Der Ausstieg Bayerns aus dem nationalen Bildungsrat hängt logischerweise damit zusammen, denn Bildungsqualität lässt sich nur mit Personal erhalten, das diesen Erhalt auch durchsetzt. Auf dieser Schiene ist der Versuch der linksorientierten Kultusminister gescheitert, den bayrischen Freistaat auf ihr viel niedrigeres Niveau herabzuziehen. In der Folge werden sich diese Kultusminister damit beschäftigen müssen ihr Bildungsniveau nach oben anzupassen. Entsprechend auch Baden-Würtemberg.

Nur anders als bei den benötigten Pflegekräften, die man auch ausgebildet aus Mexiko sofort übernehmen kann, wachsen Lehrer besonders auf der Mittel- und Oberstufe nicht auf den Bäumen und müssen von deutschen Uni´s abgeholt werden. Nur welcher Student lässt sich von einer landespolitischen und linksorientierten Einstellungseinstellung verarschen ? Da ist ein Beruf in der freien Wirtschaft in der heutigen Zeit besser als ein unterbezahlter Aushilfsjob im Bildungsbereich des Staates. Da helfen nachträgliche Verbeamtungen auch nicht viel, da diese nich viel stärker unterbezahlt sind und oftmals auch noch bleiben. Eine Bildungsoffensive geht nicht ohne Lehrer. Da kommt mir die Bildungspolitik schlimmer vor als Hitlers Ardennenoffensive 1944/1945.

Der Chartlord


 

01.12.19 16:46
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6940 Postings, 3199 Tage ChartlordNur noch Fehleinschätzungen

Wirtschaftskrise ! Rezession ! Massenentlassungen !

Alles nur noch leere Stimmungsmache.
Die Wirklichkeit hat die deutsche Industrie längst eingeholt und beschert der Industrie eine befürchtete Weihnachtsüberraschung.
Der Stellenabbau der deutschen Industrie hat sich nicht am Arbeitsmarkt niedergeschlagen. Anstelle der von den Analysten erwarteten (äh besser erhofften) 5000 mehr Arbeitslosen in der jahreszeitlich bereinigten Anzahl gab es eine niederschmetternde Nachricht, dass es 16 000 weniger Arbeitslose gewesen sind. Und das in Mitten der Hochsaison der Entlassungen.

Alle Einschätzungen werden somit durch die Realität als tendenziell negativ und als reine Stimmungsmache zu bewerten sein. Besonders nachhaltig ist das jetzt zur Weihnachtszeit, da das Konsumverhalten durch die Höchstzahl der Beschäftigten getragen wird und zu naturgemäßen Höchstständen im Feiertagsumsatz führen wird. Das wiederum wird nachträglich die Steuereinkünfte nach oben korrigieren und für zwangsläufig höhere Investitionen innerhalb der schwarzen Null führen. Erste Ansätze auch bei der statistischen Ergebnisvorlage sind entsprechend schon korrigiert worden, und das BIP für das dritte Quartal ist mit 0,1% im unerwarteten positiven Bereich gelandet. Bei der Rekordbeschäftigung wird auch das vierte Quartal besser als erwartet ausfallen, so dass das Ergebnis für das ganze Jahr 2019 eben von jetzt schon plus 0,6% auf mindestens 0,8% ansteigen wird. Die jetzt noch angekündigten Entlassungen werden wie die vorhergehenden vom riesigen Pool der offenen Stellen fast wirkungslos geschluckt. Fast eben wegen der "unerwartet" ansteigenden Anzahl der Gesamtbeschäftigten in Deutschland.

Sieht man sich die Zeitschiene dieser Entwicklung mal drei bis vier Monate in der Zukunft an, so steht ein leichter aber ständiger Wirtschaftsaufschwung in Deutschland nach dem kommenden Winter an. Zu beachten ist dabei, dass die gegenwärtigen Entlassungen schon innerhalb der jahreszeitlich üblichen Entlassungen enthalten sind, weil die Arbeitgeber natürlich bei der Beschäftigungsberechnung die benötigte Gesamtsumme herstellen, die nicht nach Jahreszeit gesplittet wird. Wer jetzt als Arbeitgeber entlässt, tut das im notwendigen Rahmen, aber wegen der angespannten Arbeitsmarktlage nicht darüber hinaus. Aber genau das wäre der Fall, wenn die jetzt berechneten Bedarfszahlen nicht schon den Bedarf für den Winter und den anschliessenden Frühling enthielten. Da würde man Gefahr laufen, selbst den dann benötigen Beschäftigten hinterherrennen, wie es die jetzt suchenden Firmen tun, die von den Entlassungen profitieren.

Die Zeiten haben sich geändert. Wo früher nach dem Winter die Entlassenen wieder eingestellt werden konnten, wenn der Bedarf dafür bestand, so sind die jetzt Entlassenen weg und anderweitig eingestellt. Das gilt besonders für Facharbeiter.

Nur so gibt es keine Rezession.
Deutschland pofitiert auf so vielen Ebenen von der gegenwärtigen Entwicklung, dass es nach wie vor nur an der schwarzen Null und dem Nullzins hängt, ob und wie sehr wir prosperieren. Der Brexit wird immer weiter Beschäftigung aufs Festland spülen, die amerikanischen Wirtschaftsforscher haben inzwischen meine mehrfach vorgetragene Erwartung bestätigt, dass der amerikanische Verbraucher das Geld hat um seine Nachfrage nach deutschen Produkten zu befriedigen, so dass Strafzölle nicht zu Preissteigerungen der deutschen Hersteller führen, sondern zu höheren Preisen für die amerikanischen Verbraucher. Die Folge davon ist ein noch höheres Handelsdefizit der Amis und sinkende Steuereinkünfte des amerikanischen Bundeshaushaltes. Die Bauwirtschaft und der Konsum in Deutschland expansieren "selbst im Winter, wenn es schneit....".

Der jetzt verabschiedete Bundeshaushalt für 2020 enthält weiter die schwarze Null, damit ist sichergestellt, dass das Wachstum auch im nächsten Jahr nachhaltig fortgesetzt wird. Denn viele vergessen, dass wir jetzt die nachlassende Konjunktur haben, die dann später von einer ansteigenden abgelöst wird. Dann werden aus jetzt 730 000 offenen Stellen ... noch viel mehr, denn faktisch wird der jetzt schon sich selbst tragende Aufschwung nicht durch die nachlassdende Konjunktur beendet, sondern nur gedämpft um danach mit noch stärkerem Antrieb von der Konsumseite noch stärker anzusteigen. Und genau das wird meiner Erwartung nach nach dem folgenden Winter stattfinden, wenn der Stellenabbau der Industrie beendet ist, indem die gekündigten Mitarbeiter aus den Betrieben ausgeschieden sind und die Stellen, die über die altersbedinge Fluktuation abgebaut werden, kein Personal mehr freisetzen. Rein technisch betrachtet ist das nur eine Welle der Entlassungen, von der schon ein sehr großer Teil absorbiert worden ist.

An dieser Stelle möchte ich Mario Draghi meinen Dank aussprechen. Durch seine beharrliche Ausrichtung auf die gewünschte und benötigte Geldwertstabilität hat er für einen langen Wirtschaftsaufschwung und eine nicht erwartete Schuldenwende der Staatsverschuldung in Deutschland gesorgt, die sich bei entsprechender Beibehaltung durch Chistine Lagarde auch auf unsere Nachbarn übergreifen wird. Die Zeichen dafür stehen sehr gut, weil es trotz aller Maßnahmen nicht gelungen ist, die Teuerungsrate ohne weitere Aufkäufe wieder ansteigen zu lassen. Das aber hält das Geld billig und die Zinsen unten. Das wird Europa ausnutzen können. Die Griechen haben es erfolgreich vorgemacht.

Der Chartlord
 

01.12.19 17:12

12914 Postings, 4595 Tage Romeo237Auf LS brechen die Kurse ein

Ungemach droht  

01.12.19 17:28

3750 Postings, 3402 Tage wonghoDas liegt wohl nur an dem neuen SPD-Spitzenduo.

01.12.19 17:32

12914 Postings, 4595 Tage Romeo237LS 13189

Kranke scheisse  

03.12.19 03:18

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordDas Ende naht

Das Ergebnis der Urwahl der SPD kann man so umschreiben :

Der Rest hat sich für den Untergang entschieden.

Es handelt sich dabei nicht um Euthanasie oder Harakiri. Nein es ist eher "The fall of the house of usher" (E.A.Poe).

Die immer währende Fäulnis der großen Koalition kann nur dieses Ende haben. Die Fäulnisbakterien, die so schön von der AfD in diese Koalition gestreut worden sind, leisten ganze Arbeit. Unbemerkt sind es nämlich die ehemaligen Genossen der SPD, die niemals im Sinne Willy Brandt´s oder Helmut Schmidt´s die Grenzen für Mörder geöffnet hätten, selbst wenn die ganze Welt zugeschaut hätte wie die Flüchtlinge vor dem Grenzzaun auf kontrollierten Einlass gewartet hätten. So hätte die ganze Welt nämlich das leuchtende Beispiel einer humanitären und rechtsstaatlichen Vorgehensweise demonstriert bekommen, für die es in der EU auch richtig viel Solidarität gegeben hätte. Da bräuchte der Bundesinnenminister nicht zum Bittsteller bei fast allen anderen Innenministern der EU werden um nach mehr Einigkeit und Fortschritt bei der gemeinsamen Asylpolitik zu fordern.

Auch wenn es niemand gesagt hat, der Dax hat heute begonnen das Ende der großen Koalition einzupreisen.
Und jeder der jetzt schon nach dem Feindbild Merkel das Abziehfeindbild AKK auf dem Weg zur Kanzlerschaft sieht, der übersieht den Wähler, der keine Regierung mehr mit der CDU haben will. Aber auch keine mit der SPD oder den Linken. Den Grünen traut keiner mehr von rechts und die FDP ist als Arbeitgeberklientel nicht ausreichend liberal, weil der größte Teil der Bürger nicht frei vom Zwang der Arbeit ist. Je länger nun die Bürger auf die Auflösung dieses Regierungsbündnisses warten (müssen) desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Bürger vor lauter "Nazi, Nazi"-Geschreie der anderen Parteien die AfD mal "nur so nebenbei aus Langeweile" genauer anschauen. Und wehe da stecken keine Nazi´s drin, wo die anderen doch alle so laut schreien und dabei sogar vergessen eigene Politik zu machen.

Und kommt der Bürger auf die Idee einfach mal die "rechten Parolen" mit der linken Urwahl zu vergleichen, so darf der Bürger um Himmels Willen nicht erkennen, dass in scheinbaren "Naziparolen" weit mehr inhaltliche Politik vorhanden ist als in allen Kandidatenpaaren der SPD zusammen.

Dabei haben wir es in Deutschland besonders einfach:

Unsere Wirtschaft läuft selbst in Konjunkturdellen weiter rund. Die Menschen haben Arbeit und Brot, nur nicht genug Wohnraum. Das Problem dabei ist, dass das alle Parteien erkannt haben und keine Partei will so richtig echt daran drehen. Und 12% Mindestlohn, Grundrente, CO2-Ausstoß, Handelskriege, Energiewende, Windräder, Elektromobilität, Frauenfußball, Bayern München oder Schalke 04 - das ist den meisten sowieso egal, weil das meiste davon sich sowieso von alleine regeln wird. Bayern wird Meister, Frauen werden schwanger, Wind bläst und Elektroautos fahren auch. Selbst der amerikanische Vollhonk kann schreiben, was er will, am Ende kaufen die Amis doch wieder deutsche "Waren"(oder Heidis), weil die eben besser sind, besser schmecken oder gar "besser aussehen".

Und selbst unsere europäische Außenpolitik könnte so einfach sein, wenn wir es den Europäern überlassen würden, wie unsere Asyl- und Migrationspolitik aussehen soll. Nein, statt dessen versuchen wir es durch unsere Kanzlerin mit einem Alleingang und der Erpressung unserer Nachbarn. Nicht nur die Tschechen seit Benes trauen den Deutschen nicht mehr, wenn es um Forderungen deutscher Regierungen geht. Und selbst Macron muckt jetzt gegen Mutti auf, weil er den Zorn der französichen Wähler spürt, die jetzt alle mitbekommen haben, dass die Nazi-Tussi Recht gehabt hat und Frankreich jetzt von der falschen Frau regiert wird.

Ernster dagegen sieht es mit der NATO aus. Hier hat Deutschland in den Jahren Merkels die Bundeswehr so kaputt gespart, dass sie zu keiner ernsthaften Verteidigungsleistung mehr fähig ist. Das ist inzwischen so peinlich, dass es allen Nachbarn aufgefallen ist, die jetzt nach einer Neuaufstellung der strategischen Ausrichtung schreien, weil die Mitte Europas ein Verteidigungsvakuum ist. Nur alle Nachbarn können sich um uns herum aufstellen wie sie wollen, das Loch bleibt und Trump wird es nicht länger verdecken. Wenn es uns ernsthaft daran gelegen ist in einem Verteidigungsbündnis zu bleiben, so werden wir aufrüsten müssen und nicht mit unseren nackten Finger auf die Türkei zeigen. Selbst der Dieb vom Bosporus leistet mit russischen Luftabwehrraketen mehr Verteidigungsarbeit für die NATO als die Null-flugfähigen Kampfhubschrauber der Bundeswehr oder die zwangseingemotteten Schiffe der Bundesmarine.

Hier droht ein ganz anderes Ende, ein Ende, das der einfache Einmarsch Russlands überall dorthin ist, wo man nicht bereit ist dagegen das Feuer zu eröffnen. Und man mag es zuerst nur auf Trump schieben, dass man ihn ganz alleine mit der Unterstützung der Demonstranten in Hong Kong lässt, irgendwann wird es auch den demokratischen Wählern der USA auffallen, dass wir bei der Frage der Freiheit ganz still geworden sind.

Bei Greta toben wir auf den Straßen, aber wo Menschen wegen der Freiheit erschossen werden, da sehen wir weg.

So naht das Ende, lange bevor wir am CO2 ersticken.

Der Chartlord  

09.12.19 10:31

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordUnd wieder bestätigt

Nun sind also die Zahlen für den Export in Deutschland aus dem Oktober veröffentlicht worden.

Und wen wundert es, dass meine Erwartungen voll bestätigt worden sind. 1,2% Wachstum bedeutet, dass die Menschen überall die Waren aus Deutschland nachfagen. Dabei spielen Strafzölle so gut wie gar keine Rolle, denn wer Geld hat, kauft deutsche Waren und fragt nicht nach billigen Ersatzprodukten. Das gilt für alles, was aus Deutschland kommt, nicht nur für Autos. Für das gesamte vierte Quartal bedeutet das, dass das BIP meinen Erwartungen entsprechen wird. Gleichzeitig ist das schon langsam die Vorlage und der Ausgangspunkt für das nächste Jahr.

Die zentrale Bewährungsprobe für Deutschland wird aber die egafabrik von Tesla in Brandenburg sein. Nur wenn die Errichtung zügig über die Bühne laufen wird, wird überhaupt errichtet. Elon Musk wird sich nicht lange hinhalten lassen, wenn die deutsche Bürokratie den bau verzögert. Dann wird der ganze Plan zu nichte gemacht. Schnelligkeit in der Ausführung bedeutet Marktvorsprung und den Niederlassungsvorteil in Deutschland, der bei Verzögerung verloren geht. Schon das Rumgedruckse mit dem BER hat die deutsche Zuverlässigkeit bei stationären Großprojekten in Frage gestellt. Das kann jetzt günstig in die richtige Richtung berichtigt werden.

Ich werde das genau im Auge behalten.

Der Chartlord  

10.12.19 19:35

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordUnd weiter am Wachsen

Mit den neuesten Rekordzahlen der deutschen Bauindustrie, die den nächsten Rekordwert im Umsatz vorzeigen konnte und den genauso ungebrochenen Wachstumszahlen der Tourismusindustrie in Deutschland liegt der Trend der Überkompensation der nachlassenden Zahlen der (Metall)Industrie weiter verstärkt vor. Gerade meldet die Bahn, dass sie für 2020 erneut mehr als 24 000 neue Stellen ausschreibt. Ins Lächerliche treibt es der Bundesminister für Finanzen, in dem Olaf Scholz ab sofort 50 neue, hochqualifizierte Stellen zur Verfolgung von Straftaten bei der Steuerhinterziehung zu Lasten des Bundes ausschriebt, zeitgleich aber immer noch 250 nicht besetzte (und nicht so hoch qualifizierte) Stellen im eigenen Ministerium für 2019 vorweist.

Das Wachstum in Deutschland setzt sich verzögert immer weiter fort, dazu passt auch der ZEW-Index, der ordentlich angestiegen ist. Das beweist zwar gar nichts, eutet aber eine gewisse Stimmungslage und damit verbundene Einschätzung an. Bezeichnend ist, dass es genau vor dem Jahreswechsel erfolgt ist, was für die nächsten Monate besonders Aussage kräftig ist. Für die seriöse betrachtung der Lage reicht es ja schon aus, wenn man auf die unveränderte Aussicht in der Bauindustrie, dem Einzelhandel, dem Tourismus und den Dienstleistungsbereichen schaut. Das reicht schon aus um negative Tendenzen in der übrigen Industrie mehr als auszugleichen. Nur, wie schon mal hier im Thread gesagt, die Entlassungen erfolgen nur einmal pro Firma; und die meisten Entlassungen sind bereits durch.

Die weiter gestiegenen Steuereinnahmen (= über 40 Milliarden € mehr) werden erst in 2020 ausgegeben.
Bis dahin nimmt die Beschäftigung aber immer weiter zu und wird die konjunkturelle Delle wieder ausbügeln.

Der Chartlord  

13.12.19 07:03

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordIhr Völker der Welt

"Ihr Völker der Welt ! Ihr Völker in Amerika, in Deutschland, in Frankreich, in Italien ! Schaut auf dieses Land und erkennt, dass ihr dieses Land und diese Wahl nicht versteht, nicht verstehen könnt." (Der Chartlord)

Dennoch ist alles, so wie es sein muss.
Alles kommt so, wie es war, wie es ist, und wie es immer sein wird.
Jedes Land und jedes Volk hat das Recht auf seinen eigenen Untergang.

Blicken wir in die Geschichte zurück. So war es der Untergang Frankreichs, der durch Napoleon die ganze damalige Welt gegen sich aufgebracht hatte, und nur dem Glück des Wiener Kongresses zu verdanken war, dass die französiche Nation nach der erneuten Niederlage Napoleons nicht aufgeteilt wurde und erhalten geblieben ist. So war es der Untergang der Sovietunion, der nur durch das Eingreifen der USA verhindert werden konnte und Hitler nicht die ganze Welt erobern konnte. Und es war der Untergang Deutschlands, das trotz zweier Etappen in zwei Weltkriegen wieder auferstanden aus Ruinen ist, und selbst eine Teilung überwinden konnte.

Und so wird es auch in England äh Großbritannien sein. Wirklich ? Werden sich die Briten vom Brexit wieder erholen ? Werden auch sie dort anknüpfen können, wo alle anderen untergegangenen Staaten sich wieder aufrichten konnten ?

N e i n   !!!

Anders als alle anderen vorgenannten Länder ist Großbritannien eine Insel, die durch ihre Lage nicht die notwendigen Recourcen zum Überleben in der Welt des 21. Jahrhunderts besitzt. Alles muss über das Meer aus fremden Ländern importiert werden. Im Gegenzug hat man fast nichts, was man in umgekehrter Richtung exportieren kann. Die dortige Binnenwirtschaft hat viele Auftraggeber aus der EU, die nach einem Austritt so nicht länger ohne weiteres Aufträge vergeben werden (dürfen). Schon sehr bald nach den Austritt werden die Preise für Importwaren aus der EU anziehen, was besonders die Kunden von ALDI in England spüren werden. Alleine die Aufpreise für Lebensmittel aus der EU, die durch Grenz- oder Zollkontrollen bzw. Verbraucherschutzbestimmungen entstehen, werden die Inflationsrate der Briten massiv nach oben treiben. Daran wird sich zwangsläufig die Währungsschwäche anschliessen, was die Importpreise für Industriegüter deutlich anheben wird.

Das wird die Steuereinkünfte soweit mindern, dass spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2020 die BoE eingreifen wird und die Druckerpresse anwerfen wird. Eigentlich wäre dann genau die umgekehrte Richtung, nämlich die Anhebung der Zinsen notwendig, was aber die Wirtschaft nur noch tiefer in die Rezession treiben würde. Normalerweise würden wir sagen, dass eine schwache Währung die Exporte bzw. die Exportchancen verbessern würde, was aber nur dann der Fall ist, wenn man überhaupt Waren hat, die man exportieren kann. Bliebe einzig der Finanzstandort London. Nur da hat unterschwellig die Abwanderung schon längst begonnen. Die ausgebliebene Fusion mit der Börse in Frankfurt wird ab sofort zu einem erbittertem Konkurrenzkampf führen, den nur der Standort gewinnen kann, der Rückendeckung von Seiten der eigenen Währung hat.
Und da wird es das Pfund gegen den Euro sehr, sehr schwer haben.

Dennoch bin ich richtig euphorisch verzückt drauf.
Ich weiss doch genau, dass es wir Deutschen sein werden, die schon vor dieser Wahl erheblich von den Befürchtungen des Brexits profitiert haben. Nach dem Austritt werden wir noch viel mehr davon profitieren, denn man kann aus der EU austreten, aber die Nachfrage der eigenen Bevölkerung nach deutschen Waren kann man auch im 21. Jahrhundert nicht beseitigen. Gerade die Briten sollen die Geschichte ihrer eigenen Erfindung des "Made in Germany" kennen. Das haben die Amis noch vor sich, und da wird es noch viel schlimmer äh stärker sein, weil der amerikanische Verbraucher viel mehr Geld als der britische Verbraucher hat. Da droht der amerikanischen Regierung ein noch viel stärkeres Haushaltsloch als bisher, weil der Verbraucher auch verteuerte Waren aus Deutschland kauft, und dieser verteuerte Kaufpreis nur das Handelsdefizit der Amis in die Höhe treiben wird.

Das ist ein guter Morgen.

Der Chartlord  

19.12.19 10:34

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordFestgefahren

Der Dax kommt nicht weiter voran und bleibt in der Nähe seines Jahreshochs stehen.
Daran wird sich bis nach dem Verfallstag nichts ändern.
Ob dann aber noch genügend Anleger im Markt sind, kann man bezweifeln, da das ruhige Winterwetter eher zum Reisen als zum Handeln bewegt.

Die Aussichten für 2020 jedoch sind deutlich gestiegen.
Die Investitionen des Bundes sind mit den Steuereinnahmen auch gestiegen.
Ab dem zweiten Quartal 2020 werden wir merken, das die Trendwende zu einer steigenden Konjunktur eingetreten ist.

Und ab heute gilt natürlich wieder :

Möge das Geld mit euch sein !

Der Chartlord  

23.12.19 09:12

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordDie Steuern fliessen

Und wieder ist ein Monat vergangen, in dem nicht nur geringfügig die deutschen Steuereinnahemen besser als erwartet geflossen sind. Dabei hat zugleich auch wieder die Bundesagentur für Arbeit für das kommenden Jahr einen deutlichen Beschäftigungszuwachs angekündigt. Das wiederum kurbelt die Steuereinnahmen an und wird durch die Abschaffung des Soli´s zusätzlich verlängert und vergrößert. Fakt ist also, dass es dabei bleibt, was ich ständig predige :

Nullzins und schwarze Null sorgen unentwegt dafür, dass das deutsche Wachstum vollständig eine Eigendynamik erhalten hat, die schon klar auch gegen Entwicklungen der Weltwirtschaft läuft und nachhaltig für sich selbst existieren kann und wird. Der riesige Puffer der offenen Stellen wird auch weiterhin jede Form und so gut wie jede Menge Arbeitskräfte in Strömen von der "alten Industrie" in die jetzt benötigten Arbeitsplätze lenken, ggf auch unter Umschulung. Einzig der von allen Seiten der Politik verkündete Zustrom ausländischer Arbeitskräfte, die ausgebildet angeblich nur noch Deutschkenntnisse vermittelt bekommen müssen, ist eine riesige Lachnummer, denn wer begibt sich in ein anderes Land, dessen Sprache er oder sie vielleicht gelernt hat, aber trotz vorhandener Arbeitsstelle nirgends beziehbarer/bezahlbarer Wohnraum erhältlich ist. Hier sägt die Bundesregierung am Ast der (fehlenden) Wohnungen, auf dass die benötigten Arbeitskräfte nicht kommen werden.

Zugleich sind es die Bundesvollhonks, die gegen die Anhebung des Mindestlohnes agieren, damit der zu knappe Wohnraum weiterhin von wirtschaftsfeindlichen Kreisen gegen die Bevölkerung eingesetzt werden kann. Das beste Zeichen für diesen Faktor ist die deutsche Großwirtschaft (vor allem Bau und Industrie), die genau diese Mängel anprangert, und die Beseitigung fordert. Natürlich sind diese Bereiche nur geringfügig davon betroffen, aber die Wirkung ist überall spürbar.

Dabei ist es momentan noch der Pool der offenen Stellen, der immer stärker auf die Wirtschaftslage drückt. Schon sehr bald - möglicherweise schon in 2020 - wird sich der tatsächlich immer weiter verlängernde Rattenschwanz der Bauaufträge dazu gesellen. Es ist ja nicht nur alleine der Wohnungsbau und der Tiefbau, sondern eben auch alle Arten des verzögerten Ausbaues der Infrastruktur. Kabel müssen eben auch eingegraben werden, was die gleichen Firmen wie die der Abwasserkanalisation vornehmen. Ach ja, das ist je auch noch ein Faktor, der bisher nicht ausreichend oder gar nicht angesprochen wurde. Mit dem Bevölkerungszuwachs und im Laufe der Jahrzehnte ist der Ausbau bzw. die Wartung der Kanalisationen usw. nicht ausreichend vorgenommen worden. Da hat sich ein Stau angesammelt, der es mit den Autobahnen locker aufnehmen kann.

Schon jetzt wissen wir, dass es auch dafür genügend Geld geben wird/gibt. Nur sind alle Firmen voll ausgelastet und neue Arbeitskräfte kaum zu bekommen, denn anders als in Ausbildungsberufen herrscht weltweit auf dem Bau unausgebildete Schwarzarbeit, die sich nicht für ausgeschriebene Aufträge in Deutschland bewerben kann, da die Qualifikation fehlt. Systematisch erkennen wir diesen Mangel auch am Handwerk, wo die Meisterprüfung wieder für einige Bereiche eingeführt werden soll, weil dort die Qualität der Schwarzarbeit vorherrscht. Das jedoch ist der Weg in die richtige Richtung. Lieber für Qualität mehr bezahlen als von Betrügern verarscht zu werden.

Und Bauaufträge für Bauruinen beseitigen keine Wohnungsnot.

Der Chartlord

 

27.12.19 06:47

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordWarum der Dax langfristig outperformt

Seit Jahren kennen wir das.
Der Dow steigt und steigt und erreicht dabei einen neuen Höchststand nach dem anderen.
Der Dax dagegen dümpelt wohl oder übel hinterher, hat aber dabei immer eine andauernde Schwächeperiode im Vergleich zum Dow.
Inzwischen haben wir das Gefühl der Dow wird die 30 000 eher erreichen als der Dax die 14 000.

So kann das doch nicht immer weiter gehen.

Wird es auch nicht.

Egal wieviel Gewinn die amerikanischen Firmen machen, und egal wieviel Kapital in den amerikaniswchen Aktienmarkt fliessen wird, früher oder später (wohl eher früher) sind die amerikanischen Aktien so teuer, dass es sich nicht länger lohnt dort investiert zu sein. Dazu kommt der andauernde Inflationsverfall in Europa, den es so drastisch in den USA nicht gibt. Das bedeutet, dass nicht nur der Preisunterschied sondern auch das Währungsgefälle und die Inflationsunterschiede die deutschen Aktien immer attraktiver machen. Natürlich sind noch echte Wrackteile im Dax vorhanden. Aber die werden auch nach und nach ans Ufer gespült, von wo aus sie in anderen Indizes weiterlaufen werden. Dazu haben wir den Turnalround der Versorger und die Auferstehung der Automobilbranche samt Zulieferer hinter uns.

Die zwangsläufig erfolgende Bodenbildung der angeschlagenen Aktien ist im Gange und wird noch etliche Monate dauern. Aber gewiß ist jetzt schon, dass das die Vorbereitung auf einen Wiederanstieg der Wirtschaft und mit ihr dieser Werte ist. Bremsklötze wie Aktiensteuer usw. sind eigentlich zu niedrieg als dass sie längerfristig ins Aktiengeschäft wirken. Die deutschen Firmen haben ihre Hausaufgaben gemacht und selbst meine Hausbank wird zwar nicht zu alter Größe anwachsen, aber begreifen, dass im 21. Jahrhundert ohne den kleinen Kunden keine Gewinne mehr eingefahren werden können. Die Postbank wird richtig einverlaibt und mit zwar verkleinertem aber moderniesiertem Filialgeschäft werden die Geschäfte wieder anspringen.

Im internationalen Bereich ist die deutsche Wirtschaft sowieso gut aufgestellt. Jedenfalls besser als die Amis. Egal ob Computer, Handy´s oder Software alles sind begrenste und sich sättigenden Märkte, weil der Verschleiß dieser Geräte überschaubar ist. Dagegen werden auch Elektroautos von Daimler, BMW oder VW schnell Tesla überholen, da nur die erste Generation der Elektroautos von Tesla mithalten wird. Danach gewinnt nur noch "Made in Germany", weil der Qualitätsvorsprung abseits der Antriebsart voll erhalten bleibt und GM, Ford, Crysler usw. vom Markt verschwinden werden. Man braucht kein Chartlord äh Prophet zu sein um zu erwarten, dass immer mehr deutsche Autobauer in den USA ihre Fabriken aufstellen und dass immer mehr Amis deutsche Autos kaufen werden, was den Vor"trump"eter immer höher auf die Palme bringen wird, weil die Gewinne dieser Firmen nach Deutschland wandern und das Handelsdefizit der USA vergrößern werden.

Andererseits werden immer mehr Arbeitsplätze davon abhängen, so dass die Absicht Strafzölle gegen deutsche Autos nur nach hinten losgehen kann, weil sie gegen die eigenen Metallarbeiter gerichtet ist. Nur das Problem gibt es schon jetzt und vor den Wahlen wird der Penner nicht seine Wähler "verzollen".

Das ist der Nährboden auf dem der Dax den Abstand zum Dow in den Jahren nach 2020 immer weiter verringern wird. Denn zum fundamentalen Anstieg kommt noch der markttechnische. Sehen die Anleger erst, dass einige anfangen wieder in Deutschland zu kaufen, so werden die Umsätze anziehen und die Großrechner die damit steigenden Nachfrage als anhaltenden Kaufimpuls in ihre Berechnungen einbeziehen. Damit werden in allen Bereichen (kurz, Mittel, und langfristig) volumengetriebene Kaufsignale ausgegeben.

Ich erwarte, dass das kommende Jahr ein Jahr des Umbruchs nach oben sein wird. Es wird holprig werden, aber die Wirtschaft in Deutschland wird von einer sich immer stärker vergrößernden Beschäftigung getragen, die trotzdem weiter von einer ungebrochenen Nachfrage nach Beschäftigten begleitet wird. Politisch bleibt alle beim Alten :

Nullzins und schwarze Null verstärken die deutsche Wirtschaft.
Und solange die AfD der Regierung im Nacken bleibt mit ihrer Forderung nach Beibehaltung der schwarzen Null, wird sich an dieser Politik nichts ändern, auch wenn die Grünen (die aber auch voll gegen Neuverschuldung sind!) in die Regierung kommen sollten. Und eine Fusion von den Linken und der SPD ist das Beste, was Deutschland passieren kann, denn dann hätten nicht mehr zwei Parteien 8 bis 10% sondern nur noch eine.

Der Chartlord  

01.01.20 09:24

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordAlles Gute zum neuen Jahr

So geht dieser Thread in sein verflixtes siebentes Jahr.
Aber ich gehe nicht davon aus, dass es ein verflixtes Jahr sein wird.
Obgleich ich aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand getreten bin, werde ich weiterhin hier Beiträge verfassen.

Ob sich weitere Umstände ergeben, die eine Veränderung nach sich ziehen, werde ich erst einmal abwarten, da mein Gesundheitszustand zwar nicht gut ist, aber zur Zeit stabil ist und zumindest beschränkte Möglichkeiten eröffnet, die sich aus dem Umstand der nunmehr vorhandenen Freizeit ergeben.

Deswegen vorerst den Lesern ein gesundes, frohes, neues Jahr.

Der Chartlord  

01.01.20 10:50

427 Postings, 4101 Tage Francis Bacon 200.Hallo Chartlord . . .

Dir auch die besten Wünsche für 2020. Ich lese Deine Berichte immer mit Interesse und hoffe gesundheitlich geht es bei Dir in diesem Jahr irgendwie wieder bergauf, lg Francis  

02.01.20 11:50

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordDas fängt ja gut an !

Noch sind längst nicht alle Anleger aus dem Neujahrsurlaub zurück und viele noch immer verkatert, da sind schon die ersten Zahlen zum Jahresabschluss 2019 veröffentlicht worden, und siehe da, zu allererst ist es die Zahl der Beschäftigten, die trotz aller Heularien aus der Industrie wieder einen absoluten Höchststand von 45,3 Mio. Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt erreicht hat. Das ist eine Zunahme von 402 000. Kaum zu glauben, aber das bdeutet, dass trotz aller Schwächen in der Industrie die übrigen Bereiche der deutschen Wirtschaft den Rückgang der Beschäftigten in der Industrie weit überkompensiert haben.

Was hat das zu bedeuten ?

Nun, ganz offensichtlich gibt es in der deutschen Wirtschaft keine Rezession. Es liegt ein uneinheitlicher Wandel vor, der geprägt von vielen Faktoren noch immer primär von der Bauindustrie im weitesten Sinne geprägt ist, da hier Wohnungsbau, Tiefbau und Energie- und Infrastruktur alle anderen Bereiche der Wirtschaft dramatisch vor sich hertreiben. Die gute Lage im Konsum ist auch nur eine Folge der masiven offenen Stellen, die der Industrie gegengehalten werden, so dass jeder, der seine Stelle verliert, eher eine Verbesserung seines Beschäftigungsverhältnisses "befürchtet" als eine längere Zeit der Arbeitslosigkeit. Sogar die Umstände von Umschulungen werden eher freudig (wegen der Aussicht auf bessere Beschäftigung) als leidig aufgenommen.

Aber schon jetzt sind dunkle Wolken am zeitlichen Horizont zu erkennen :

Was passiert, wenn die Phase der Entlassungen bei der Umstellung der deutschen Industrie vorüber ist, wenn die offenen Stellen nicht wenigstens zum Teil durch diese Entlassungen vermindert werden ? Wenn die Zahl der offenen Stellen ungebremst in die Wirtschaft einfliesst ?
Kommen wir dann an die grenzen der Belastung durch fehlende Beschäftigte ? Nein, dafür ist die deutsche Wirtschaft zu stark von der Basis her fundamental solide aufgestellt und nimmt eher weniger Masse an Aufträgen in Kauf als eine ausbleibende oder gescheiterte Expansion wegen fehlender Personaldecke. Da ist die deutsche Wirtschaft sehr konservativ aufgestellt und sagt sich, lieber unverändert gut und später als verpfuscht und in verminderter Qualität. Bestes Zeichen dafür ist die Wiedereinführung der Meisterprüfung in Bereichen des Handwerks.

Auf lange Sicht wird es dazu kommen, dass viel mehr Bereiche der deutschen Wirtschaft in Ausbildung investieren (müssen) als in früheren Jahrzehnten. Auf kurze Sicht wird es zu einer weiteren Katastrophe beim BER kommen, wenn dieser wie geplant im Herbst eröffnet werden soll, aber seine Kapazitäten schon jetzt mit dem offenen TXL nicht mehr ausreichen. Selbst eine Erweiterung des BER ist jetzt schon nicht mehr ausreichend - nur eine völlige Neukonzeption. Die aber ist so groß, dass dafür der Großraum Schönefeld abgerissen werden muss. Oder aber das Konzept eines einzigen Flughafens für/in Berlin ist gescheitert und Tegel muss für die nächsten Jahrzehnte hergerichtet werden.

Das kostet aber in allen Fällen mehr als 10 Milliarden € egal zu welcher Lösung man kommt. Wohlgemerkt zusätzlich zu den bisherigen Kosten die der BER verschlungen hat.

Vom überfüllten Luftraum über Deutschland wollen wir gar nicht erst sprechen.

Der Chartlord  

08.01.20 03:43

6940 Postings, 3199 Tage ChartlordIn Zeiten wie diesen

Wir haben eine sich steigernde, unentwegte politische Börse. Was will man da seriös dazu schreiben ?
Der Vollhonk aus den USA hat da schneller getwittert als ich hier posten kann.
Und wenn der dazu auch noch Bombenangriffe befiehlt, platzen meine Beiträge schneller als seine Raketen hochgehen.

Und auf die generelle Wirtschaftslage in Deutschland einzugehen, ist für einen täglichen Beitrag sehr unergiebig.
Allerdings müssen wir schon jetzt zu Beginn des neuen Jahres davon ausgehen, dass der Zenit der Belastung für die deutsche Industrie überschritten ist, und dass es schon in kurzer Zeit (= nach dem noch immer nicht eingetretenen Winter) wieder bergauf geht. Und das stärker als von den allermeisten erwartet.

Zu den noch nicht ausreichend beschriebenen und betrachteten Faktoren gesellt sich einer, der höchst bedauerlich ist.
Die Rede ist von den massiv gestiegenen, nicht abgerufenen Investitionen des Staates, die aus den vielfältigesten Gründen mittlerweile den Betrag von 20 Milliarden € für 2019 erreicht haben. Das reicht von abgesagten Bauvorhaben bis zu nicht besetzten Planstellen der Beamten mangels Bewerber ! Da man solche Faktoren nicht vorhersehen kann, und deren nachträgliche Abarbeitung sehr häufig genau so schwierig ist wie das Auftreten selbst, bedeutet das, dass wir dort faktisch an die Grenze der Investitionen gestoßen sind und uns zumindest zwischenzeitlich an andere Bereiche wenden müssen um die Gelder nicht ungenutzt ruhen zu lassen. Da kann und muss man auch Investitionen in die Bundeswehr einschliessen.

Sieht man aber genauer hin, so ist diese Grenze aber auch zugleich ein Zeichen dafür, dass die gesamte Wirtschaft weiter wächst nur in einem nicht linear steigenden Maß. Die abgesagten Bauvorhaben werden nachgeholt, nur eben verzögert. Die nicht besetzten Planstellen solange wiederholt ausgeschrieben, bis sie besetzt sind; und so weiter. Die verzögerte Abrufung dieser Gelder muss als Chance genutzt werden nachrangige Investitionen vorziehen zu können, ohne dass die vorrangigen darunter leiden. Und bei einem Umfang von 20 Milliarden innerhalb eines Jahres reden wir hier von einer bedeutsamen Größenordnung.

Die laut krakeelenden Geldschreier der Wirtschaft, die jetzt schon den Einbruch der steigenden Steuereinnahmen bejaulen, übersehen, dass genau diese Steuereinnahmen sogar während einer Konjunkturdelle der Industrie wachsen und wie oben beschrieben die vorhandenen (vorrangigen) Investitionsmöglichkeiten übersteigen. Da müssen wir an dieser Stelle auch die Investitionen in Beschäftigung als immer dringlicher werdend ansehen und den Weg über den Zwangsanstieg des Mindestlohnes angehen. Das mag vielen böse aufstoßen, aber für viel mehr Beteiligte in der Wirtschaft der Hebel sein um mehr Beschäftigte aus dem Ausland zu uns zu holen, und die Kapazitäten in sehr vielen Bereichen aufzustocken. Gleichzeitig werden die Geringverdiener dafür sorgen, dass das Volumen des Konsums in Deutschland vergrößert wird, und die Inflation zumindest nicht weiter den Weg nach unten einschlägt.

Zugleich sorgen wir dafür, dass das vorhandene Geld schneller im Wirtschaftskreislauf eingeht und nicht auf Konten ungenutzt geparkt wird.

Der Chartlord

 

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