Zufallsfund zwischen meinen Telefonbüchern:
Da die künstlerische Schöpfung stets von den herrschenden gesellschaftlichen Kräften [neuerdings auch ihre Vernichtung! Anm. v. boers.] bestimmt wird, richtet sich die künstlerische Phantasie nahezu ausschließlich auf Werke, die zu ihrer Zeit nahezu ausschließlich dem Ruhme Gottes, den Bedürfnissen der Herren und Meister und der Freude der Reichen dienten. Von Meisterwerken auszugehen, ist schon beinahe Pflicht, auch ist es kein schlechter Weg. Vorausgesetzt, man verliert nie ihre Umgebung und die dunkle, fruchtbare Vielfalt aus dem Blick, über die sie sich erheben [und nicht die dunkle, unfruchtbare Vielfalt, in der sie momentan versinken. Anm. v. boers.].
[Georges Duby - Die Zeit der Kathedralen. Kunst und Gesellschaft 980 - 1420. Vorwort]
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