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Aurora Cannabis - Kanada & die Legalisierung

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neuester Beitrag: 20.11.19 20:42
eröffnet am: 29.04.16 09:48 von: Woodstore Anzahl Beiträge: 3033
neuester Beitrag: 20.11.19 20:42 von: Seckedebojo Leser gesamt: 670013
davon Heute: 825
bewertet mit 14 Sternen

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29.04.16 09:48
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12911 Postings, 5377 Tage WoodstoreAurora Cannabis - Kanada & die Legalisierung

Nachdem Amerika sich für den liberalen Weg im Umgang mit
Cannabisprodukten geäußert hat beginnen auch andere Länder
auf den amerikanischen Kontinenten ein Umdenken.

Auch in Kanada ist seit 01.01.2016 der Besitz von Cannabisprodukten
legal.

Aurora Cannabis ist einer ersten, einer der größten Akteure auf dem
kanadischen Markt und soll hier näher betrachtet werden.

Ein spannender Markt mit berauschenden Renditen?
-----------
Woodstore
Großes fällt in sich selbst zusammen: Diese Beschränkung des Wachstums hat der göttliche Wille dem Erfolg aufgelegt.
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3007 Postings ausgeblendet.

19.11.19 13:51
3

27 Postings, 185 Tage MrTrillionQuo Vadis, Aurora Cannabis...

Sollte der Kurs bis Mittwoch noch unter EUR 2 sinken, lege ich nochmal 500 St. nach. Ich bin long bei Aurora Cannabis (ACB) und glaube fest daran, daß diese Firma es schaffen wird, sich auf dem Cannabis-Markt als einer der maßgeblichen Player zu halten. 

Was (u.a.) die Wandelanleihen betrifft: Hier nochmal das Interview mit Geschäftsführer Michael Singer: https://youtu.be/Hki8RXxttXE (Sprache: EN) - ich empfand seine Stellungnahme als souverän, Punkt. Stichwort: Unternehmerrisiko - shit happens und dass die Behörden die Öffnung des Cannabismarktes verschleppen ist bedauerlich, aber nicht die Schuld von ACB & Co. Dieses Management hatte aber offenbar einen Plan B in petto (auch) dafür und reagiert insofern adäquat. Was bitte sollte es denn jetzt sonst noch tun? 

Was die US-Klage betrifft: Es wäre nicht das erste Mal, dass ACB sich mit sowas auseinandersetzen muss. Die Firma zeigte aber bereits in 2018, dass sie mit Klagen umzugehen weiss: https://bit.ly/2XsPcOd (EN) und https://bit.ly/2CVzmlE (EN)

Das US-Anwaltsbüro Rosen lebt offenbar davon, solche Fälle zu konstruieren: https://www.rosenlegal.com/successes.html - steht die kanadische Firma ACB nicht kurz davor, ihr Geschäft auf den US-Markt auszudehnen? Mein erster Gedanke zu der Klage war eingedenk dessen nur noch: Cui bono? 

Langer Rede, kurzer Sinn:

Schon als ich 2018 mit 1000 St. bei ACB einstieg war mir klar, dass es ein hochvolatiler Titel ist - entsprechende Berichte gab es auch damals bereits genug. Auch, dass in so einem noch recht jungen Markt erst kräftig investiert und über Durststrecken hinweg durchgehalten werden muß, ehe nennenswerte und nachhaltige Gewinne winken. Anfang 2019 stieg der Kurs meiner Anteile erheblich. Dennoch habe ich sie bewußt nicht verkauft. Stattdessen beging ich den Fehler (?), ins fallende Messer zu greifen: Am 15.7. (1000 St.), am 17.9. (1000 St.), am 4.10. (500 St.), am 7.10. (500 St.) und diese Woche nochmal 500 St., um genau zu sein. Die Kurse habe ich jetzt nicht mehr alle im Kopf, aber im Schnitt habe ich für meine inzwischen 4.500 St. einen Preis von knapp unter EUR 5 bezahlt, liege also mit über 60% im Minus derzeit. Sollte der Kurs unter EUR 2 sinken, werde ich noch ein letztes Mal aufstocken, auf insgesamt 5.000 St. im Depot. Danach heisst es dann: Abwarten, Tee trinken - und in 5-10 Jahren entweder reich zu sein, oder auf Dinge verzichten zu müssen, die ich eh nicht brauche - denn mein Leben geht mit oder ohne dieses Investment unverändert und zufrieden weiter. 

Um es ganz klar zu sagen: So vorzugehen, sollte sich meines Erachtens nur erlauben, wer
a) mit einem Totalverlust klarkommen kann = nicht auf den Einsatz angewiesen ist
b) sehr überzeugt davon ist, daß am Ende der Erfolg winkt. 

Beides ist bei mir der Fall: Zwar erwarte ich mir keinen Totalverlust - sonst wäre es ja Schwachsinn, überhaupt ACB-Aktien gekauft zu haben. Und natürlich würde er mich ggfs. nicht gerade freuen - aber ich käme klar damit. Und selbstverständlich bin ich nach wie vor überzeugt davon, daß ACB neben Canopy (die hatte ich auf dem Höhepunkt im Frühjahr 2019 verkauft), Tilray (nie besessen) oder Aphria (von denen ich mir gestern übrigens auch 400 St. ins Depot gelegt habe) zu den Playern gehört, die auf dem Cannabismarkt überleben und ihn maßgeblich mitbeeinflussen werden. 

Es stimmt, dass ACB bislang noch keine strategische Partnerschaft mit irgendwem eingegangen ist. ACB geht seinen ganz eigenen Weg - gerade das gefällt mir aber eben auch so. Derlei Unabhängigkeit wiederum hat aber nun mal ihren Preis und der heisst: Eigenverantwortung inkl. allem dazugehörigen Risiko. In ACB zu investieren und weiterhin dabei zu bleiben bedeutet nichts anders als siegen oder komplett unterzugehen - dies ggfs. aber immerhin mit der Gewißheit, wenigstens einmal im Leben wirklich an etwas geglaubt und alles dafür gewagt zu haben, was sich im vertretbaren Rahmen bewegte. Wie dieser Rahmen für den Einzelnen ausschaut, muß jeder für sich entscheiden. Noch vor 10 oder 15 Jahren wäre es mir im Traum nicht eingefallen, mehr als 1-2.000 Euronen in einen so jungen und somit hochspekulativen Titel wie ACB zu investieren - sofern überhaupt. Aber letztes Jahr fand ich es eine gute Idee und auch jetzt bin ich noch überzeugt davon. Solange das ACB-Management seine Flügel nicht streckt, werde auch ich es nicht tun, Punkt.  

Meine Entscheidung und ganz gewiß keine Kaufempfehlung. Was für mich richtig erscheint und vielleicht auf lange Sicht auch ist, muß es für andere noch lange nicht sein. Ich habe vollstes Verständnis für diejenigen, die bei Werten wie ACB an der Seitenlinie bleiben, vor allem derzeit. Weniger nachvollziehen kann ich allerdings die Motivation jener Börsenkünstler, die nicht nur ohne tiefinnerste Überzeugung auf so einen Titel setzen, sondern oebendrein auch noch auf das regelmässige Nachziehen von Stop-Losses verzichten - anders jedenfalls kann zumindest ich mir die exorbitant hohen Verluste nicht erklären, mit denen manche nun völlig geschockt die Reißleine ziehen. 

Das soll keine Häme sein. Ich schreibe es nur, weil das Mitlesen (nicht nur in diesem Forum) diesbezüglich zumindest für mich eine 1a-Lernstunde war. Ich selbst hatte keine Stop-Losses gesetzt - beschwere mich aber eben auch nicht über den blutroten Anblick dieser Depotposition. Das werde ich auch dann nicht tun, wenn es zu einem Totalverlust kommen sollte. Denn es war meine ureigene Entscheidung, dieses eine Mal mehr zu wagen als üblich und auf einen Außenseiter zu setzen. Niemand hat mich dazu "verführt", geschweige denn gezwungen. Ebensogut hätte ich mir einen Kleinwagen kaufen können - aber an sowas liegt mir nun mal nichts, mir war dieses Abenteuer eben wichtiger

Die meisten Menschen auf dieser Welt haben nicht mal genug Mittel, täglich an frisches Wasser oder eine anständige Portion Essen zu gelangen. Sie alle wären insofern wohl froh, ihre Problematik würde sich darauf beschränken, einen eh nicht benötigten Kleinwagen zu Schrott gefahren zu haben bzw. daß (m)ein Traum vom erfolgreichen Investment in eine junge Branche geplatzt ist, die das Potential hat, Big Pharma gehörig die Zähne zu zeigen. Und ich hasse Big Pharma mit all seinem Drecksgift, aber wie! Dafür habe ich sehr persönliche Gründe, die hier nicht hingehören. Aber allein die sind mir das Investment in die Cannabis-Industrie wert gewesen!

Was ich damit sagen will: Ich sehe einen etwaigen Totalverlust in 2020 oder später schon vor diesem Hintergrund sehr relativ und bin vielmehr dankbar, dass ich zu den Glücklichen gehören durfte, die es wenigstens mal versuchen konnten, statt täglich in einer asiatischen Fabrik unter entsetzlichen Bedingungen dafür schuften zu müssen, dass hierzulande jemand seinen Nachwuchs mit Plastikspielzeug, eigenem Fernseher oder Smartphones "beglücken" kann. Soll ich mich darüber jetzt nachträglich beklagen? Ernsthaft? An wessen Nase sollte ich denn fassen damit, wenn nicht an meine eigene? 

In diesem Sinne - take it and keep hanging in or leave it, but don't complain. How dare you?
God is great and life is good, at least to us - who are living in the sun. 

 

19.11.19 14:58
1

1760 Postings, 622 Tage GamsbichlerAls ich vor Wochen die 2 ? ankündigten

wurde ich belächelt, nun sind sie da!  

19.11.19 15:11
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1687 Postings, 715 Tage Seckedebojo@Gamsbichler..na, dann kündige mal die 7.- Euro an

19.11.19 15:12

196 Postings, 666 Tage Goldman-SaxAlle sind Vorhersager!

Was empfiehlt ihr den? Wo soll man jetzt einsteigen um seine Verluste zu minimieren. Ihr wisst ja alles besser und daher sieht ihr auch wo was steigen wird! Das wäre echt nett. Ich glaube einige sind froh das der Kurs so gekommen ist. Egal absitzen ist jetzt angesagt.  

19.11.19 15:14

64 Postings, 237 Tage GIB8@Gamsbichler

... dann hoffe ich für dich, dass du entsprechend hoch positioniert short gegangen bist und viel Gewinn eingestrichen hast.
Ansonsten sind solche Kursposaunereien nichts wert.
Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich.
 

19.11.19 15:49
2

27 Postings, 185 Tage MrTrillionMorgen ist es soweit:

"EDMONTON, Nov. 19, 2019 - Aurora Cannabis Inc. (the "Company" or "Aurora") (NYSE ? TSX: ACB), the Canadian company defining the future of cannabis worldwide, announced today that the Company has received notice from holders of the Company's CAD $230 million 5% unsecured, convertible debentures due March 9, 2020 (the "Debentures"), representing approximately CAD $216 million principal amount, or approximately 94%, of the Debentures, voluntarily electing to convert their Debentures pursuant to the alternate settlement procedures as outlined in the indenture dated March 9, 2018, as supplemented by the first supplemental indenture dated November 14, 2019, between the Company and Computershare Trust Company of Canada (the "Supplemented Indenture").

The Company will issue a press release on November 22, 2019 after the close of trading of the stock exchanges, confirming the Amended Early Conversion Price (as defined in the Supplemented Indenture) and the Amended Early Conversion Ratio (as defined in the Supplemented Indenture).

[...]"

https://bit.ly/2pwgGGa

Bis dahin werden die Kurse auf jeden Fall noch weiter runtergeprügelt.  

19.11.19 16:18
1

Clubmitglied, 8836 Postings, 2079 Tage Berliner_MIIC

guter Beitrag!
Hier wurde leider sooo viel gepusht (und bei den anderen Cannabiswerten ebenso)

https://www.ariva.de/forum/...galisierung-537132?page=119#jumppos2991

ich bin völlig deiner Meinung, und deswegen würde ich für die Aktie noch nicht mal 1,00? zahlen wollen (Kurs mit dem ich persönlich schon in 2-3 Monaten rechne).
Ich würde lieber mehr für die Aurora C. zahlen, wenn ich sicher wäre, dass aus den Einnahmen am Ende bisschen was übrig bleibt, wenn man nicht mit sinkenden Cannabis-Preisen rechen würde (zurzeit viel zu viele Produzenten... siehe USA). Wie sie das mit der Wandeilanleihe nächstes Jahr schaffen, ist mir auch ein Rätsel.

alles NUR MIENE MEINUNG  

19.11.19 16:41

20 Postings, 55 Tage JicoLiquidität

Das ganze beim Börsengang eingesammelte Geld hat Aurora für Firmenzukäufe- und Übernahmen ausgegeben, die entweder nicht gut und teils sogar schlecht gewesen sein müssen.
Ich habe die letzten Tage irgendwo gelesen, kann auch sein hier im Forum, das Aurora pro Quartal 120 Mio. versemmelt, aber derzeit nur noch 80 Mio. in der Kasse haben soll.
Wenn das tatsächlich stimmt, dann ist in den nächsten Monaten nix mehr da.
Und dann ... wie geht es dann weiter ?  

19.11.19 19:18
1

101 Postings, 1487 Tage ZahlenspielÜberangebot

40.000 kg produziert, 12.000kg verkauft.

Die Cannabis Branche hat zu schnell zu viel investiert und nun gibt es ne Menge Überproduktion und -angebot. Gerade die Anzeichen in
den Aurora Zahlen sind alarmierend, wobei mich der Umsatz schon negativ überrascht hat.  

Das drückt die Preise und macht den Produzenten das Leben schwer. Zu viel Geld wurde paralell von verschiedenen Firmen eingesammelt um
die Produktion auszuweiten. Das Überangebot wird weiter zunehmen, da sich die Produzenten nicht leisten können die Kapazitäten nun
nicht mehr zu nutzen. Zumindest liest sich der Lagerbestand gut in der Bilanz...

Vor allem bei einem relativ leicht herstellbaren Produkt wie Cannabis (kann ja sogar der kiffende Nachbarsjunge) mit vermeidlich hohen Margen wird der Selektionsprozess durch Überproduktion wohl schneller eintreten als gedacht.

Die Frage wird sein, wer kann sich mit KEs am Leben halten und wer wird überleben. Die Cannabis Branche ist grundsätzlich interessant, aber
erst nach der natürlichen Selektion m.M. nach investierbar. Das wird vorher noch eine schwierige Zeit.

Selbst im Falle einer weiteren Legalisierung, wie z.B. in Mexico der aktuell geplant, wird sich die Lage wahrscheinlich nicht viel bessern.
Ein riesiger aber eben umkämpfter Markt für ein sehr einfach hergestelltes Produkt schreit halt nicht unbedingt nach hohen Margen. Jeder will wachsen um die Erzeugerpreise zu senken -> Überproduktion -> Preisverfall -> Pleiten.

Stellt euch auf schwierige Zeiten ein. Die Chancen bei Aurora sind sicher vorhanden, für mich überwiegen im gesamten Cannabismarkt die Risiken.
 

19.11.19 20:28

1760 Postings, 622 Tage GamsbichlerGIB8

Bin bei 8,2 und 7 eingestiegen, Verkauf bei 4,22, also rd. 50 % Verlust. Charttechnisch kamen die 2 ? schon vor Monaten zum Vorschein.  

19.11.19 21:03

40 Postings, 12 Tage GomJabbar#3018

was hälst du von der These in diesem Video...?
https://www.youtube.com/watch?v=U_dpxw6qr6A
Kann da was dran sein?  

19.11.19 21:15

64 Postings, 237 Tage GIB8ABC

ich bin aktuell ca. 8 k im Minus und ich bleibe dennoch ruhig. Mir ist immer bewußt gewesen, dass der Cannabis Markt höchstspekulativ aber auch sehr zukunftsweisend sein kann. Für mich überwiegen hier  nach wie vor die Chancen auch wenn ich realistischerweise nicht die vorhandenen Risiken ausblenden will.
Ich habe den gestrigen Sell Off daher für einen weiteren Nachkauf genützt und bleibe gelassen  (so gut es geht, denn über Buchverluste freut sich keiner...)
Abschließend darf ich hier aus dem Internet einen Kommentar bzw. eine Info (mail) zitieren und will sie hier wertfrei (!) einstellen. Jeder kann sich darüber sein eigenes Bild machen, ob fake oder nicht.
Morgen kann ein wichtiger Termin für weitere Erkenntnisse sorgen. Für mich ist wichtig, sämtliche Puzzleteile (also Informationen) zu sammeln um  dann das große Bild  zu sehen oder zu verstehen.
Ich möchte hier an dieser Stelle auch Mr. Trillion  hervorheben, da er auch das große Bild dahinter zu interpretieren versucht. Lasst uns mal die nächsten Tage abwarten.  

.... Terry Booth he actually replied. 'Hi ************** we
are all hurting here. This die draft in my opinion will subside Wednesday.
That?s when the option holders have to convert. Aurora is best positioned to
come out of this swifter than anyone else.' 'I have tried to get the message
out that the US entry is well planned and will not be long. We have
communicated to the market the best we can on Peltz involvement which by the
way has been very helpful. Patience is the key, let?s see how we fair after Wednesday.'


Good luck  

19.11.19 21:17

27 Postings, 185 Tage MrTrillionan Goldman-Sax

Man sollte überhaupt nirgendwo einsteigen, um seine Verluste zu minimieren. Man kann aussteigen, wenn man von einem Wert nicht länger überzeugt ist und davon ausgeht, dass der Kurs nur noch sinken wird. Ist wohl jedem hier schon mal irgendwo auf der Strecke passiert.

Aber einsteigen sollte man nur, wenn man profitieren will. Dafür sollte man vom betreffenden Wert überzeugt sein. Also setz Dich hin und mach Deine eigene Recherche. Oder willst Du ernsthaft loslaufen und Dein sauer verdientes Geld auf Zuruf irgendwelcher Forumsteilnehmer in ein Wertpapier stecken? Das ist doch nicht Dein Ernst?

Was hat sich eigentlich konkret geändert, also bei Aurora Cannabis - von November 2016 bis jetzt? So ganz real, meine ich.

War irgendjemand hier zum Zeitpunkt seiner Investition etwa NICHT klar, daß dieses Unternehmen erst mal enorm investieren und dann noch bis zum Erteilen behördlicher Genehmigungen durchhalten muß, ehe es seine Lagerbestände verkaufen kann? Auch nicht, daß solche Investitionen gerade in den ersten Jahren besonders auf die Bilanz drücken, wenn die Gewinnmargen noch weit entfernt von denen sind, die man sich von einem eingespielten Markt und einer entsprechenden Stammkundschaft erwarten darf?

Aurora ist auch international gut aufgestellt. Sie haben alles getan, was sie tun konnten und daran wird sich auch nichts ändern. Jetzt gilt es den Rücken gerade zu machen und durchzuhalten. Wenn in den nächsten Tagen genügend Anleihen in Aktienanteile umgewandelt werden, muß Aurora in 2020 gar nicht mehr soviel Cash an die Anleiheeigner retour zahlen wie befürchtet. Warum sollten diese Leute diesen Wandel verweigern? Wer ist denn so bescheuert, einem Unternehmen den Geldhahn ab- und damit den Hals umzudrehen, in das er selbst mit einem Anleihekredit investiert hat? Habe ich was verpasst?

Im übrigen hat Aurora jetzt diverse Bauvorhaben erst mal auf Eis gelegt. Allein damit werden ca. EUR 190 Mio eingespart, wenn ich es noch recht im Kopf habe (bin jetzt zu faul, es nachzuschlagen). Natürlich reicht das allein nicht, es wird ja weiter Cash verbrannt. Aber die Firma war offenbar vorbereitet auf so ein Szenario, immerhin hat sie jetzt ad hoc reagiert und kam mit einem Aktionsplan rüber. Was bitte sollte das Management denn NOCH tun?

Nochmal: Wer keine Nerven für einen so hochvolatilen Titel wie Aurora Cannabis hat, der sollte von sowas per sé die Finger lassen und lieber nur noch EfF-Sparpläne unterhalten - aber am besten, ohne täglich ins Depot zu schauen, denn auch dort wird es Rückschläge geben, nämlich wenn erst mal der Crash kommt. Und das wird er, wenn nicht in 2020, dann eben noch ein oder zwei Jahre später, aber dafür umso heftiger.

Und wer nicht 100%ig überzeugt von dieser Aktie ist, der sollte mit engen Stop-Loss-Limits hantieren, wenn er dennoch meint, sie sich geben zu müssen.

Und wer beides nicht getan hat, der lernt jetzt eben was fürs künftige Börsenleben - hoffentlich.

In diesem Sinne: Augen zu und weiter durch!

Ich habe gerade eine Kauforder deponiert, für den Fall dass der Kurs morgen nochmal unter EUR 2,-- sinken sollte. Könnte mir gut vorstellen, daß er von den Heuschrecken nochmal runtergeprügelt wird, die bereits auf eine Übernahme von Aurora hoffen. Ist doch kein Zufall, dass ausgerechnet jetzt, wo die Wandelanleihenoption gezogen wird, der Zeiger so nach unten zeigt...

... fragt Euch lieber wieder und wieder: Cui bono? Cui, cui, cui?  

19.11.19 23:46

406 Postings, 743 Tage Teebeutel_Die Zahlen von Curaleaf

Waren im Rahmen.

Curaleaf Holdings (OTCPK:CURLF) Q3 results:
Revenue: $61.8M (+27.4%).
Cannabis gross profit: $23.6M (+54.2%).
Net loss: ($6.8M) (+72.2%); loss/share: ($0.01) (+80.0%).
Non-GAAP EBITDA: $9.0M (+168.6%).
Previously: Curaleaf EPS beats by $0.01, misses on revenue (Nov. 19)

Für die US Buden sehe ich den Markt nicht so kritisch wie in Kanada.  

20.11.19 13:17
2

27 Postings, 185 Tage MrTrillionGomJabbar: Anwaltsbüro Rosen

Heute in einer FB-Gruppe von einem Mitglied gepostet und für dieses Onvista-Forum nachträglich und frei aus EN nach DE übersetzt:

"Leute: Bitte hört auf, die Information über die "Sammelklage" gegen Aurora zu posten. Aktuell laufen keine Sammelklageverfahren gegen Aurora. Allerdings gibt es Meldungen, die von Anwaltskanzleien herumgesandt werden, um die Adressen von verärgerten Investoren abzugreifen, um so eine Sammelklage konstruieren zu können. Sollten sie nicht genug Leute für sich gewinnen können, wird es im Ergebnis allenfalls zu außergerichtlichen Einigungen mit Aurora kommen. Die betreffende Anwaltskanzlei erhält dann eine nette Gebühr und für Euch Investoren gibt es eine Handvoll Dollar, basierend auf Eurem Aktienanteil. Ihr seid denen völlig egal. Alles, was die wollen, ist diese nette Gebühr. Derlei Anwälte sind eine Schande für ihren Beruf, völlig unter der Gürtellinie. Bitte hört auf, diese "Information" zu verbreiten. Alles, was Ihr damit erreicht ist, ihr Gift weiterzugeben."

Der Kurs prallt immer noch an der EUR 2-Grenze ab. Scheint, als bilde sich ein Boden darüber, aber es ist noch zu früh für endgültige Schlüsse.

Weiter abwarten, Tee trinken. Pressemeldung ACB in Sachen Wandelanleihen wurde für übermorgen (22 Nov 2019) angekündigt.

Hold.

 

20.11.19 16:04

41 Postings, 1036 Tage kalkuHeute mal ein Plus

Mal sehen wie lange das hält  

20.11.19 16:22

27 Postings, 185 Tage MrTrillionNoch ein Wort zu den Wandelanleihen...

... ebenfalls frei aus dem englischsprachigen Beitrag des Aurora-Gruppenadministrators auf einer anderen Plattform übersetzt:

"Sie (ACB) hätten tatsächlich einen Teil auch in Cash ausgleichen können. Theoretisch hätten sie auch einen Teil umschulden können (sie HABEN die Möglichkeit dazu). Sie hätten das at-the-market ("ATM") financing program noch stärker umsetzen können. Daß sie sich (stattdessen) für diesen Weg hier entschieden, deutet darauf hin (NICHT: "beweist"), daß dies der erste Schritt in Richtung einer größeren Aktion sein könnte. In jedem Fall räumt es aber die Bilanz durch Schuldenreduktion auf und reduziert den künftigen cash outflow von Oktober bis März (keine Schuldenrückzahlungen mehr). Das und die (bewußte) Verzögerung von Sun+Nordic2-Baumaßnahmen werden den vierteljährlichen cash outflow enorm reduzieren. Ein positives EBITDA im 1. Quartal 2020 erscheint damit denkbar."

 

20.11.19 16:57
2

27 Postings, 185 Tage MrTrillionDas mit dem Kauf für EUR 2

... kann ich wohl vergessen: gestern war ich zu spät dran damit und heute stehen wir schon wieder über EUR 2,30.

Es geht gerade steil nach oben. Mal schauen, wie lange diese Erholung noch anhält. Momentan deutet die Kurve jedenfalls spürbar auf Bodenbildung hin.

Sollte der Kurs sich weiter erholen oder nächstes Jahr sogar ähnlich anspringen wie 2019, so rate ich allen, die bis dahin zwar durchgehalten, aber dennoch ihre Zweifel in Sachen Cannabisbranche haben, wenigstens diesmal Stop-Loss-Limits zu setzen und diese auch regelmässig nachzuziehen, wenn sie nicht erneut den Nerv für ein Massaker wie gestern aufzubringen bereit sind. Oder eben ganz auszusteigen, sobald der Einsatz und eine akzeptable Gewinnmarge erreicht sind - und künftig die Finger von hochvolatilen Werten wie ACB zu lassen.

Ich gehe sogar so weit solchen Investoren anzuraten, generell erst mal ihr Geld aus der Börse zu ziehen. Denn wer jetzt schon das gestrige ACB-Massaker psychologisch nicht aushalten konnte, der sollte ernsthaft drüber nachdenken, wie er (oder sie) mit dem nächsten Crash umgehen will, wenn womöglich das komplette Depot um bis zu 90% ins Minus rutscht. Ein Blick allein auf die Steilkuve des Dow Jones genügt sich auszumalen, wie nah wir diesem Punkt mittlerweile gekommen sind. Wer sich nicht leisten kann, danach für 5-20 Jahre auf seine Börseninvestitionen verzichten zu können, ehe die Kurse wieder alte Höhen und neue, akzeptable Gesamtrenditen erreicht haben, der sollte nicht dort investieren - so einfach ist das.

Das gilt meines Erachtens nicht nur für Aktien, sondern auch für EtFs, Aktienfonds, etc.

Was mich betrifft, ich bin long und habe zwar ein paar strategische Umschichtungen vorgenommen, aber werde an der Börse dranbleiben. Details können meinem Thread im Forum nebenan entnommen werden: https://forum.onvista.de/forum/...Depot_Feedback-t563756#pst_26022515 - sie führen hier in diesem zu weit.

Was andere tun, müssen sie selbst entscheiden. Nicht jeder steckt in derselben Lebenssituation, also lote bitte ein jeder sein Börsenrisiko selbst aus und nein: Es ist überhaupt keine Schande, wenn man eine Erfahrung, wie wir sie gerade mit ACB hier gemacht haben, zum Anlaß nimmt, sich spätestens jetzt gänzlich vom Wertpapiermarkt zurückzuziehen, um beispielsweise lieber über eine Immobilie nachzudenken, oder meinetwegen auch über ein gutes Stück Ackerland (falls man überhaupt an sowas herankommt, versteht sich), einen Picasso, oder ein paar Whiskyfässer.

Meiner unmaßgeblichen Meinung nach ist das Rennen für ACB noch nicht vorüber, im Gegenteil: Es fängt gerade erst richtig an, spannend zu werden.
Mein Rat AN MICH SELBST in Sachen ACB ist und bleibt daher:
HOLD.

Wer hingegen sich selbst den Rat SELL gibt, wird mit dem Verlust klarkommen müssen, hat ihn dann aber zumindest klar begrenzt.
Und wer jetzt sogar noch BUY durchzieht, der kann wie gesagt in ein paar Jahren - vielleicht - reich aufwachen.... oder eben auch einem Totalverlust ins Auge blicken.

Fest steht: Irgendwas geht immer - sogar dann, wenn man gar nichts denkt, entscheidet, macht.

Viel Glück an alle, die noch bei ACB investiert sind.
Auch an jene, die mittlerweile die Reißleine gezogen haben - für die alternativen Wege, die sie jetzt mit dem beschreiten, was nach ihrem Verlust noch übrig ist.

Schönen Abend.  


 
Angehängte Grafik:
acb_20191120_16_56.jpg (verkleinert auf 87%) vergrößern
acb_20191120_16_56.jpg

20.11.19 17:12
2

3705 Postings, 260 Tage Gonzoderersteoh Gott

was für ein Schwätzer.......  

20.11.19 17:47

3705 Postings, 260 Tage Gonzodererstena war doch

ein guter Zock heute... hätte ich nie gedacht......Todgesagte leben länger......  

20.11.19 18:10
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418 Postings, 765 Tage Zwergnase-11Gonzodererste

......Todgesagte leben länger......

Aber meistens nicht viel länger ????????...  

20.11.19 18:47

783 Postings, 2995 Tage Flaterik1988Technische Gegenbewegung

war zu erwarten, das Tief wird aus meiner Sicht mit großer Wahrscheinlichkeit erneut getestet, alleine um die SL's unter 2€ abzufischen  

20.11.19 19:44

40 Postings, 12 Tage GomJabbar#3030

schau dir das nochmal an...

https://www.youtube.com/watch?v=U_dpxw6qr6A

... und überdenke deine Behauptung ;-)  

20.11.19 20:11

406 Postings, 743 Tage Teebeutel_Meldung dazu

Geht ja heute alles hoch :)

The House Judiciary Committee, controlled by Democrats, has voted 24-10 in favor of a bill to decriminalize marijuana on the federal level. Several Republicans on the committee backed the bill as well, dubbed the Marijuana Opportunity Reinvestment and Expungement (MORE) Act.

The legislation, if enacted, will also expunge prior marijuana convictions, encourage resentencing hearings for people still under supervision and establish a 5% sales tax on marijuana products aimed at funding grant programs to provide job training, legal aid and other services to people ensnared in the War on Drugs.

The MORE Act has more than 50 co-sponsors in the House.

The going will undoubtedly be slower in the GOP-controlled Senate. Democratic Senators Kamala Harris (CA), Cory Booker (NJ) and Elizabeth Warren (MA) are supporters.  

20.11.19 20:42

1687 Postings, 715 Tage SeckedebojoWarum immer Englisch ?---Übersetzung !

Das von den Demokraten kontrollierte Justizkomitee des Repräsentantenhauses hat für einen Gesetzesentwurf zur Entkriminalisierung von Marihuana auf Bundesebene gestimmt. Mehrere Republikaner im Komitee unterstützten den Gesetzesentwurf ebenfalls und nannten ihn Marihuana Opportunity Reinvestment and Expungement (MORE) Act.

Durch das in Kraft getretene Gesetz werden auch frühere Marihuana-Verurteilungen aufgehoben, Anhörungen für noch unter Aufsicht stehende Personen gefördert und eine Umsatzsteuer von 5% auf Marihuana-Produkte eingeführt, die darauf abzielen, Zuschussprogramme für die Bereitstellung von Berufsausbildung, Rechtshilfe und anderen Dienstleistungen für die Betroffenen zu finanzieren der Krieg gegen Drogen.

Das MORE-Gesetz hat mehr als 50 Mitsponsoren im Haus.

Zweifellos wird es im GOP-kontrollierten Senat langsamer gehen. Die demokratischen Senatoren Kamala Harris (CA), Cory Booker (NJ) und Elizabeth Warren (MA) sind Unterstützer.  

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