Das hört sich danach an, das Endgerät (z.B. Handy) als Vertriebskanal und für sonstige Marketingzwecke zu nutzen. Sicherlich sehr gut möglich. Du hast es ja schon anklingen lassen: Ob die ARD das kostenlose App anbietet und das ZDF nicht oder keiner von beiden, wird erst mal eine politische Debatte klären, da unter anderem die Auslegung des Rundfunkstaatsvertrages mit BLick auf die Grundversorgung von Bedeutung sein könnte. Die Frage ist meines Erachtens eher, ob das techn. Lösungsangebot ein kostenpflichtiges sein darf. Hier sehe ich die Gretchen-Frage für die Zukunft. Alle Anwendungen und Modelle, die Du geschildert hast, sind wohl denkbar. Die Frage wird, so glaube ich, am Ende sein: Haben sie einen plausiblen Nutzen für den Endkunden und was darf er kosten. Womit wir bei der Qualität des Contents selbst sind und bei der Entscheidung, wer als Nutzer (Zielgruppe!) anvisiert wird.
Ich bin mal gespannt auf das, was MAXX TV demnächst tun wird.
Wie bei BOXX ist der Distributionsweg über IPTV statt SAT sicherlich weiterhin interessant, nicht nur wegen der geringeren Kosten, sondern auch wegen der zusätzlichen interaktiven Möglichkeiten. Bis heute ist es im Prinzip nicht gelungen, das Thema Interaktivität oder auch die direkte Kommunikation mit dem Zuschauer (der ja selbst Endkunde ist) aufzunehmen, sie attraktiv zu besetzen und nach griffigen Erlösmodellen zu durchforsten. Da zumindest BOXX TV Mitglied bei der Bitkom ist, sollte doch dort darüber bestimmt schon gesprochen worden sein. Hängt natürlich ebenfalls alles vom Content und seiner Qualität sowie von der Ausstattung der deutschen Haushalte mit DSL ab.
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