TUI 2007: Erholung oder Zerschlagung?

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neuester Beitrag: 21.01.21 22:15
eröffnet am: 23.11.06 19:09 von: fuzzi08 Anzahl Beiträge: 13258
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16.10.20 18:38

2846 Postings, 1908 Tage VaiozKE

Jeder, der glaubt eine KE sei nun eine Risikominimierung seien die Beiträge vor etlichen Wochen von @DLG ans Herzen gelegt. Ergänzend dazu mit Hinweis auf eine potentielle Übernahme, die nicht im Sinne der Kleinaktionäre erfolgen würde...  

17.10.20 10:09
4

4306 Postings, 2759 Tage dlg....

Nobody, wenn das so wäre ? also Dein ?Wenn das ein Ja ist, dann ein Vervielfacher.? ? dann wäre ich hier vllt auch bereit, dieses immense Risiko zu nehmen (damit meine ich weitere Corona-Eskalation, KE, mögliche Insolvenz, etc). Theoretisches Beispiel: In 10% der Fälle 0 Euro, in 40% der Fälle 3 Euro und in 50% der Fälle 10 Euro in der TUI Aktie ergäbe immer noch einen positiven Erwartungswert ggü dem jetzigen Kurs und wenn man so ein Auszahlungsprofil akzeptiert und erträgt, dann kann man das Investment halten.

Ich frage mich aber wo dieser Vervielfacher herkommen soll. In den Jahren 2017-2019 hat TUI netto im Schnitt 0,6 Mrd. Euro verdient, wenn Du den 737 Max herausrechnest vllt 0,65 Mrd. Euro. Jetzt hat sich in der Zwischenzeit aber Folgendes ergeben:

TUI hat wesentlich mehr Kosten für Hygiene-Vorgaben
TUI hat mehr Kosten in den Hotels (zB Buffet-Essen wird gebracht), weniger Gäste
TUI hat Teile des hochprofitablen TUI Cruises Geschäft in das JV abgegeben
TUI hat wesentlich höhere Refinanzierungskosten
Neue Modalitäten in Bezug auf Anzahlungen der Kunden
Etc.

Nehme ich das alles zusammen, dann lande ich in 2022/23 vllt maximal bei 0,3-0,4 Mrd. Nettogewinn verglichen mit den 0,6-0,7 Mrd in 2017-19. Wende ich auf die 0,35 Mrd. ein generöses 14er KGV an (der historische Durchschnitt dürfte leicht darunter liegen), dann lande ich bei einem equity value von rund 5 Mrd. Euro. TUI dürfte aber mittlerweile auch eine Nettoverschuldung iHv 4-5 Mrd. Euro angehäuft haben (1-2 Mrd. Euro vor Corona, dazu die 3 Mrd während der Pandemie).

Zusammengefasst: eine Aktie, die die nächsten Jahre keine Dividende zahlen wird, mit einem equity value von vllt 5 Mrd sofern man überhaupt die 0,3-0,4 Mrd Nettogewinn wieder erreicht und einem Schuldenberg in ähnlicher Höhe ? wo soll denn hier das Potenzial für einen Vervielfacher herkommen? Sorry, ich sehe das einfach nicht, was die Begründung dafür sein könnte. Nur weil die Aktie vor Corona bei 12 Euro stand und man glaubt ?nach Corona ist gleich vor Corona? heißt das für mich noch lange nicht, dass man die alten Kurse wieder erreicht ? dafür hat sich fundamental einfach zu viel für die Branche verändert.

Aber ich mag natürlich falsch liegen, daher meine Frage an Dich/Euch: was übersehe ich hier, wo kommt Eurer Meinung das Potenzial her? Wegfall von Wettbewerbern, höheres Bepreisen von Reisen?

******************

Jürgen, lustig zu lesen, wie Du (D)eine Meinung so non-chalant immer wieder als ?die Wahrheit? bezeichnest. Das ist Realsatire pur, ich weiß nicht wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, seine eigene Meinung als Wahrheit zu sehen ? ich bin da noch nie in meinem Leben drauf gekommen. Aber ich entnehme Deinem Posting auch gute Dinge: wenn Du eine Präferenz für Madagaskar & Kenia hast, wird Deine Aussage von neulich, dass sich manche über Flüchtlinge freuen, richtig sinnvoll. Go for it! Und vllt gibt es dort, wo Du landest, auch Internet, dann kannst Du weiterhin hier posten und uns an den Vorteil Deiner neuen Heimat teilhaben lassen.  

17.10.20 13:56
1

116 Postings, 219 Tage schoenbert7@DLG

Danke für die schlüssige und hochwertige Analyse.

Ich persönlich bezweifle nur, ob man sich im aktuellen Marktumfeld so sehr auf eine quantitative Analyse versteifen sollte. Wenn man rein auf Value und fundamentale Kennzahlen achtet hat man in den letzten Jahren (und insbesondere seit März) mit hoher Wahrscheinlichkeit eher bescheiden performt. Deiner Anaylse und den Fundamentaldaten von TUI zufolge müsste die Aktie ja schon jetzt deutlich tiefer stehen als sie es aktuell tut, was wiederum heißen würde dass der Markt das Chancen-/Risikoprofil der Aktie (im Gegensatz zu Dir) vollkommen falsch einschätzt.

Bei positiven Corona-News (z.B. verfügbarer Impfstoff) und einer damit verbundenen Rückkehr zur Normalität werden mMn genau die Werte überproportional profitieren, die von der Krise am härtesten getroffen wurden, diese aber trotzdem überleben werden. Ich habe absolut keine Ahnung wo der Kurs der TUI-Aktie im Herbst 2022 stehen wird, bin mir aber relativ sicher dass er höher sein wird als aktuell inmitten der Pandemie - vorausgesetzt natürlich man übersteht die Krise, wovon ich aus bekannten Gründen aber ausgehe.

LG Bertl  

17.10.20 20:43
1

4249 Postings, 7379 Tage Nobody II@Dlg

In den sich deutlich höheren Preisen durch das deutlich geringere Angebot und die Nachvollziehbarkeit, dass die Preise hochgehen, weil ja Hygiene usw. als Extrakosten dazukommen.

Du darfst nicht vergessen, dass die Tourismusbranche eine Branche mit allen bekannten Preisstrategien ist. Angefangen von dem gehobenen Angebot, wo die Marge gemacht wird, über den dekadenten Luxus wo wieder weniger verdient wird, da Aufwand exponentiell höher, über den Superschnäppchenpreis, wo das letzte Zimmer noch verschenkt wurde, damit an der Hotelbar der Umsatz noch gemacht wurde.

Neu wird sich das reduzieren, es gibt keine Flugsitze, warum soll man den verschenken. Viele Hotels sind zu, die die noch da sind, bestimmen das Marktsegment. Und was mich bei TUI positiv stimmt, die strampeln seit Jahren um den Gewinn, sind deswegen innovativer und den Druck gewöhnt.

Die Nachfrage ist einfach da. Es wird ein Cherrypicking der Anbieter bei den Nachfragern.

Aber natürlich wenn TUI durchhält.

Und was man nicht vergessen darf, TUI hat die Wertschöpfungskette (noch). Eigene Hotels, Flugzeuge, Schiffe,...

Das ist eine riesige Mittelbindung, welche deine Kennzahlen auch so schlecht machen, aber ein bloßer Händler muss zwischen Angebot und Nachfrage passen. TUI kann anbieten.

Das Dividenden Thema sehe ich wie du, da wird es auf Jahre nix werden, aber zum Wohl der Entschuldung.  
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Gruß
Nobody II

18.10.20 09:52
2

4306 Postings, 2759 Tage dlg....

Schoenbert, danke für Deine Rückmeldung. Und in der Tat hast Du genau den Schwachpunkt in meiner Argumentation getroffen bzw. den Punkt, der mir beim Schreiben auch schon gekommen ist.

1) Unsere Diskussion bezog sich darauf, ob die Aktie ein Vervielfacher sein könnte und nicht ob sie überhaupt steigen könnte. Glaube ich zB an 4,50 Euro im nächsten Sommer, dann habe ich 50% Rendite wenn ich heute bei 3 Euro kaufe. Aber das macht die Aktie jetzt nicht zu einem Vervielfacher bzw. bringt sie noch lange nicht zu dem Vor-Corona-Niveau.

2) Unterstützung für meine Argumentation bekomme ich von so gut wie allen FUNDAMENTALanalysten. Zig namhafte große Analysehäuser haben momentan Kursziele von 1,x Euro für die Aktie. Nicht dass die immer richtig liegen, aber es gibt einige Analysten, die vor einem Jahr auf ?Kaufen? waren mit deutlich zweistelligen Kurszielen und die sind nun auf Verkaufen/Halten mit Kurszielen zwischen 1,x und 3,x Euro.

3) Natürlich kann es auch sein, dass ich hier etwas übersehe ? deshalb hatte ich das in meinem Posting ja gefragt. Ist es ?last man standing? für TUI in 2021, ist es das höhere Bepreisen von Reisen ab nächstem Jahr, ist es Mordaschow im Hintergrund, ist es die Tatsache, dass Pauschaulreisen wegen der Stornierbarkeit zukünftig wichiger werden?


Nobody, auch Dir danke für Deine Antwort. Du erwähnst das ?asset heavy? Geschäftsmodell von TUI ? ich bin mir nur nicht sicher, ob das in dieser Krise ein Vorteil ist aufgrund der hohen (Fix)kosten und der arg strapazierten Bilanz. Oder meintest Du, dass TUI nach der Krise davon profitieren dürfte weil man flexibler ist?

Dass Reisen teurer wird steht - glaube ich - außer Frage. Die Frage ist jedoch, wer diese Kosten übernehmen wird. Der Kunde, TUI, beide? Bei gleichbleibendem Budget der Kunden kann das ja nur bedeuten, dass die Kunden zukünftiger weniger reisen.

Zur Dividende: die KfW Kredite iHv 3 Mrd. Euro entsprechen der Dividende von 10 Jahren.  

18.10.20 12:15

8224 Postings, 3926 Tage Resol_iAber

es werden viele Marktteilnehmer das Licht ausmachen müssen..........was den großen zugute kommt....die Menschen werden das nicht mehr lange mitmachen und wie zu Zeiten von Aids  ...... auch wieder genauso Verreisen.........  

18.10.20 15:40
2

4249 Postings, 7379 Tage Nobody II@dlg

Genau IM Moment hängen die Assets wie ein Mühlstein um den Hals. Wenn aber TUI durchhält, ist man flexibel, da man Durchgriff hat. Und durch die Angebotsverknappung wird der Preis schneller steigen und viele Menschen werden sich den teuren Urlaub nicht mehr leisten können, aber für TUI wird es dadurch möglich den mehr zahlenden Kunden "ansprechen" zu können. Der preissensible Auffüllgast wird deutlich weniger Angebote bekommen. Und das Pauschalreisemodell wird der Renner sein, da etliche Risiken bei TUI bzw. dem Reiseversicherer liegen. Und das ist eine weitere Stärke von TUI. Aber wie du sagst, wird sind noch in der Phase wo es in 6 Wochen auch vorbei sein könnte. Deswegen ist das Chance/Risikoverhältnis nichts für jedermann, eher sehr spekulativ.

Stell dir mal vor ca. 20% der Anbieter verschwinden und TUI kann die Preise um 15% erhöhen.  
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Gruß
Nobody II

19.10.20 09:12

858 Postings, 161 Tage Adhoc2020Der Kauf zu 2,97

hat sich bisher gelohnt. Allerdings traue ich dem Bullischen Dax / Gesamtmarkt keinesfalls. Vermutlich nur wieder ein Short-Cashing, wie man es letzte Woche bereits gesehen hat. Bleibt spannend.  

19.10.20 12:18

600 Postings, 1290 Tage juergen200000Löschung


Moderation
Zeitpunkt: 19.10.20 13:07
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Regelverstoß - unerwünschter Inhalt

 

 

20.10.20 14:48
2

355 Postings, 1164 Tage Polequack@dlg

Ich bin der Meinung das sich die Branche in den nächsten Jahren komplett ändern wird. Meiner Meinung nach werden die Preise für die beliebten All inclusive extrem verteuern. In den letzten Jahren herrschte ein massiver Preiskampf und viele der Anlagen hatten keine Finanziellen Mittel übrig um zu Investieren was auch schon vor Corona zu hohen Investitionsstaus geführt hat. Nach Corona wird es viele davon nicht mehr geben teilweise sogar ganze Touristenregionen werden m. M. Sterben im Februar vor Corona selbst noch in so einem Gebiet in der Karibik gewesen wo von einst 27 Anlagen nur noch 4 im Betrieb waren. Die Airlines werden viele Flugzeuge Ausmustern so das Hunderttausende von Plätzen aufs  Jahr gesehen fehlen was meiner Meinung nach das aus für den Billigflug ist und sich die Preise natürlich auch erhöhen. Ich denke es wird sich halt in Zukunft nur noch jemand der gut Verdient oder halt nur alle 2 oder 3 Jahre so einen Urlaub leisten können. Dafür werden so meine ich Regionen die als Eigenanreise möglich sind wie Italien, Kroatien, Frankreich, Nord _ Ostsee, Österreich usw. CAMPING und kurzreisen, Städtetouren Wandern und Radtouren der alte neue Trend back to the 70 der für die meisten auch bezahlbar bleibt.  

20.10.20 19:32
1

2846 Postings, 1908 Tage Vaioz@polequack

Du zeichnest ein nachvollziehbares kurzfristiges Szenario auf. Doch was, wenn du weiter denkst. Wird viel Geld verdient, werden die Anbieter zurückkommen bzw. neue entstehen. Das Angebot steigt und die Preise fallen. Mittel bis langfristig wird sich vergangene Marktlage wiederherstellen. Wie lange das dauert wage ich nicht genau abzuschätzen, rechne aber damit, dass es nicht länger wie 5 Jahre dauern wird.  

20.10.20 23:00

4249 Postings, 7379 Tage Nobody IIDa wäre ich mir nicht so sicher. 5 Jahre zu kurz

Die aktuelle Verhaltensweisen und die zukünftige Politik die Coronamassnahmen zu finanzieren, werden Investitionen in naher Zukunft killen. Es gibt ja keine Planungssicherheit mehr, Vertrauen muss erst wieder da sein.  
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Gruß
Nobody II

21.10.20 08:54
1

2846 Postings, 1908 Tage Vaioz@Nobody II

Menschen waren immer vergesslich und jede Krise führte innerhalb von wenigen Jahren zu einem neuen, noch höheren Konsumniveau.
Das Bild, welches du zeichnest ist logisch, aber wird auf die Bevölkerung als ganzes umgelegt. Folge sind die üblichen Klimasteuern, ein nicht wegfallender Soli, neue Finanztransaktionssteuern, evtl 20 % Mwst, usw. usw. Nichts was der Einzelne nicht stemmen und vom Urlaub abhalten kann.
Die Planungssicherheit kommt schneller zurück als Boeing sein 737 Max Desaster löst. :)  

21.10.20 11:09

4249 Postings, 7379 Tage Nobody II@Vaioz

Kann sein. Wir werden es erleben.  

21.10.20 15:12

52 Postings, 238 Tage cycasrauf...

..und runter fliegt der Kurs, Vielleicht sollte man den Gewinn von Freitag bis jetzt noch schnell mitnehmen? Eigentlich warte ich ja sozusagen auch auf 2025 (hm, das erinnert an den Song "2525", aber offtopic), wie von einigen oben beschrieben. Und "danke", dass es in den letzten Tagen wieder sachlich geworden ist hier.  

21.10.20 15:50
1

355 Postings, 1164 Tage Polequack@valoz

Viele Unternehmen rechnen vor 23 schon gar nicht mehr damit das sie nur annähernd an die vor Coronaumsätze heran kommen ein Dämpfer könnte zusätzlich die neue co2 Steuer ab 1.1.21  werden  da Tourismus sehr Energie und Personalintensiv ist. Das Deutsche und Engländer sich ihren Urlaub nicht nehmen lassen ist klar ich Vermute das TUI sich  da auch schnell den Markt anpasst und Verstärkt auf  Urlaubsziele die ohne Flieger zu erreichen sind und auf Billiglohnländer setzt wo teurere Flüge durch günstigen Service am Urlaubsort und Hotel kompensiert werden. Das wir zu Alter Form wiederkommen wo Flüge fast verschenkt werden und Preise zu denen ich selbst schon mehrfach auf Mallorca war 1 Woche mit Flug, Hotel, Frühstück und Leihwagen für unter 250 Erro  pro Person im Doppelzimmer in Arenal wird man mit Sicherheit nie mehr wieder bekommen. Dadurch werden meiner Meinung nach auch die ganzen Wochenendflüge an den Ballermann zum Party machen wegfallen. Klar ein Flug hin und zurück nach Malle war günstiger wie ne Taxifahrt zur nächsten Disco und zurück. TUI hat mit Riu ja  4  Hotels fast unmittelbar am Bierkönig stehen ohne die vielen anderen auf Mallorca. Ich denke bei Teureren Flügen herrscht hier schnell ein Hotelbetten überangebot oder die Preise müssen stark gesenkt werden von den Hotels was dann aber nach spätestens einigen Jahren zu infestionsstaus und somit zu Schliesungen führt. Kurz gesagt ich denke der Tourismus wird sich ändern es werden Viele Betriebe auf der Strecke bleiben. Fernreisen werden weniger und vielTeurer. Nahurlaubsziele werden boomen auch wegen der unsicherheit durch Corona, wer will schon am anderen Ende der Welt stecken bleiben. Einen Zeitraum von Mindestens 5 Jahren halte ich auch für realistch bis sich die Branche wieder erholt hat.  

21.10.20 15:57

4306 Postings, 2759 Tage dlg....

@Polequack, danke für Dein Feedback und Dein gutes Posting. Viele der Dinge, die Du angerissen hast, sehe ich ähnlich. Bei der starken Verteuerung, die Du erwähnst, stellt sich natürlich die Frage, ob TUI davon profitieren kann (höhere Marge) oder ob das alles für Zusatzkosten drauf geht. Zudem ist TUI doch eher der Massenanbieter und eben nicht eine EWTC. Nehmen wir mal an, dass die Leute bisher 2x im Jahr im Urlaub waren für jeweils 3T Euro, nun wird daraus nur noch ein Urlaub für 4,5T Euro und einmal Balkonien oder Ferienwohnung in Deutschland. Wäre so ein Szenario positiv für TUI?  

21.10.20 16:04

52 Postings, 238 Tage cycas@polequack

Immer interessant, eine andere Sicht einzunehmen, wieder gut argumentiert.
Ich schätze allerdings, dass sich die Sehnsucht nach Urlaub eher wieder in die Richtung weiter Reiseziele kanalisieren wird, umso mehr, da diese für eine gewisse Zeit nicht erreichbar waren. Die Infrastruktur ist (noch) da, deshalb könnte es auch wieder einen Boom im Pauschalreisenmarkt geben, natürlich zu höheren Preisen. Aber trotz Flug wird dieser für die zahlenden Massen konkurrenzfähig zum Inlandsurlaub sein, so wie vor Corona. Ich setze eher darauf, dass sich alles sehr schnell wieder dort einpendelt wo es war, aber nur Konzerne wie TUI können aufgrund ihrer Strukturen dann schnell und angemessen solche Reisen überhaupt in ausreichender Zahl anbieten. Ob das langfristig von Dauer bleibt, wer weiß. Aber 2023 wird eher an 2019 erinnern als an 2020, aller Wahrscheinlichkeit nach, betrachtet man alle großen Krisen der vergangenen Jahrzehnte.  

21.10.20 16:22
1

355 Postings, 1164 Tage PolequackFlüge

Versteht mich nicht falsch ich gehe bei den Flügen davon aus das gar nicht mehr die Massen an Touristen in die Urlaubsorte geflogen werden können. Lufthansa, Ryanair um nur die großen zu nennen reduzieren Stark ihre Flotten einige sind schon Pleite TUI würde Ihre Flotte  gerne abstoßen. Was mit Condor passiert steht noch in den Sternen die möchten wenn es geht in Eigenregie weiter machen. Es fehlen für die kommenden Jahre laut Ankündigungen  schon über 200 Flugzeuge 200 x 150 Plätze x 2 hin und Rückflüge in ein Europäisches Land z.b Mallorca  macht 60.000 am Tag die weniger transpotiert werden können x 365 Tage. Da müssen keine Plätze mehr verramscht weden.  

21.10.20 16:39

355 Postings, 1164 Tage Polequackdlg

3000 Euro für einen Urlaub halte ich schon für Urlaub für Wohlhabende. Denke die meisten geben Max. 1000 plus Taschengeld aus das wären bei einer Familie dann 3000 plus Taschengeld. Fernreisen um die 2000 sind für eine Fam. Dann schon 6000 plus Taschengeld. Ich persönlich rechne für mich mindestens 100 Euro pro Tag weil ich im Urlaub auf nichts verzichten will. Die Mehrheit insbesondere Fam. Rechnen wohl eher mit 50
Aber schon richtig ich denke man wird halt abwechseln einmal Billig einmal Teuer. Ein Familienvatet mit 1900 Netto wird wohl kaum Jährlich 8000 Euro für ne Fernreise ausgeben können  

21.10.20 16:46

355 Postings, 1164 Tage PolequackFlüge

Versteht mich nicht falsch ich gehe bei den Flügen davon aus das gar nicht mehr die Massen an Touristen in die Urlaubsorte geflogen werden können. Lufthansa, Ryanair um nur die großen zu nennen reduzieren Stark ihre Flotten einige sind schon Pleite TUI würde Ihre Flotte  gerne abstoßen. Was mit Condor passiert steht noch in den Sternen die möchten wenn es geht in Eigenregie weiter machen. Es fehlen für die kommenden Jahre laut Ankündigungen  schon über 200 Flugzeuge 200 x 150 Plätze x 2 hin und Rückflüge in ein Europäisches Land z.b Mallorca  macht 60.000 am Tag die weniger transpotiert werden können x 365 Tage. Da müssen keine Plätze mehr verramscht weden.  

21.10.20 17:09

355 Postings, 1164 Tage Polequackdlg

Insbesondere junge Leute und Familien achten sehr auf den Preis und möchten so viel Urlaub wie möglich zum günstigen Preis bekommen da wird tagelang im Internet nach dem besten Schnäppchen gesucht oder der Urlaub selbst so günstig wie möglich zusammengestellt Flug  über Ryanair gebucht Hotel bei Booking.com andere Leistungen zb. Tripadvisator. Ältere gehen ins Reisebüro und geben für den Service mehr aus um unkompliziert und Sicher in den Urlaub zu kommen. Die Pauschalangebote machen es einfach einen Urlaub schnell und einfach eine Reise zum Beispiel bei TUI  online zu  Buchen wenn hier noch ein wenig dran gearbeitet wird indem man zum Beispiel Leistungen die man nicht möchte ausbuchen oder Leistungen die man möchte einbuchen so das jeder den individuellen Preis hat für die Leistung die er möchte würden mit Sicherheit mehr REisen darüber gebucht. Die Anzahl der Reisebüros soll ja eh abnehmen sollte aber nicht ganz aufgelöst werden um die Menschen im höheren Alter oder die sich nicht trauen online zu buchen die aber wohl am meisten Bereit sind höhere Preise zu Zahlen  

21.10.20 17:28

4249 Postings, 7379 Tage Nobody II@dlg

Einen Denkfehler darf man im Massengeschäft nicht machen. TUI kann auch die Reise für 4,5 T? einmal an Familie A und Familie B verkaufen. Die 3 T? Reise der Familie A gar nicht anbieten, weil Familie B da gerade für 4,5 T? gebucht hat.
Umsatz TUI damit statt 7,5 T?, 9 T? und Familie A hat für 3t? entweder Pech, weil kein Urlaub, oder eben anderer Urlaub z.b. Ferienhaus in Deutschland.  
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Gruß
Nobody II

22.10.20 11:47
3

4306 Postings, 2759 Tage dlg....

nobody, ich bin alles andere als ein Tourismus-Experte und erst Recht habe ich keine Ahnung vom Bepreisen von Reisen und den Margen von den Anbietern. Ich kann also nur versuchen, gesunden Menschenverstand anzubringen und bin für jede Korrektur in meinen falschen Ansichten dem Forum dankbar. Ich gehe davon aus, dass es viele Faktoren gibt, die das Reisen zukünftig wesentlich teuer macht:

- Mehr Tests, mehr Masken
- Evtl nicht alle Plätze in den Fliegern, Touri-Bussen, Hotels verkaufbar
- Kosten für Hygeniemaßnahmen (Desinfektionsmittel-/spender)
- Mehr Personal in den Hotels (häufiger sauber machen, Buffet Essen bringen)
- Mehr medizinische Ausrüstung in den Hotels und auf den Schiffen
- Häufiger Stornoanfragen, mehr Personal zur Bewältigung dieser Anfragen
- Höhere Versicherungskosten
- Andere Anzahlungsmodalitäten, weniger Planungssicherheit
- CO2 Bepreisung
- Regulatorische/rechtliche Änderungen
- Etc

All diese Dinge machen das Reisen teurer und das trifft auf eine von Corona-gebeutelte Gesamtwirtschaft, in der viele Menschen ihren Job verlieren oder auf Kurzarbeit sind, sprich: in einer Zeit in der das Geld nicht mehr so locker sitzt.

Zudem ändern sich die Präferenzen in den persönlichen Ausgaben. Ich sehe das ja an mir: in diesem Jahr ein neues iPhone, neues iPad, Amazon Prime Abo, Kaffee Konsum nach oben. Aber bei Klamotten und bei Reisen in diesem Jahr -100%. Ich habe auch meine Pläne für die Oster- und Sommerferien in 2021 auf Eis gelegt und sehe mich nicht vor Oktober 2021 wieder in den Urlaub fliegen (wenn es denn einen Impfstoff gibt). Das mag eine Einzelsichtweise sein, aber aus meinem persönlichen Ansatz fällt es mir schwer, schon jetzt wieder positiv auf Tourismus-Aktien zu werden. Bei TUI werde ich das sowieso erst nach der KE.  

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Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
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