az_adjs(6,'4b57bd9'); document.context='YTowOnt9'; von Jochen Steffens …lautet: Die weltweiten Börsen werden im Jahr 2008 steigen, oder sie fallen, oder sie bleiben so, wie sie sind... Verzeihen Sie mir diesen etwas zynisch gemeinten Einstieg. Ich lese im Moment offenbar zu viele dieser kalkulierten Prognosen, werblichen Einschätzungen, haltlosen Behauptungen und fantastischen Hellsehereien. Vielleicht ist das gerade die richtige Zeit, ein wenig über den Sinn und Unsinn von Prognosen zu reden. Was soll man von Bankenprognosen halten?Die Banken schätzen den Dax für 2008 leicht bullish ein, sie erwarten einen Anstieg zwischen 5-7 %. Das entspricht dem langjährigen Mittel. Warum sollten sie sich auch aus dem Fenster lehnen? Die Banken wollen Produkte verkaufen; Anlageprodukte. Also ist es besser, leicht bullish zu sein. Sie wollen aber auch für konservative Zins-Geldanlageprodukte werben, also sollten sie nicht zu bullish werden. Aus diesem Grund können Sie Bankenprognosen meiner Meinung nach schlichtweg vergessen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Markt eigentlich nie den allgemeinen Bankenkonsens trifft. Sind Marktkommentatoren besser?Unter meinesgleichen gibt es zwei Arten von „Prognostikern“. Die Einen sagen sich: „Wir müssen nur eine Prognose erstellen, die sich dramatisch von den anderen unterscheidet, dann haben wir erstens jetzt eine hohe Aufmerksamkeit, die sich werblich umsetzen lässt. Sollte diese „abwegige“ Prognose dann auch noch eintreffen, können wir uns damit zum Guru machen. Falls diese Prognose nicht eintrifft, haben die meisten das in einem Jahr vergessen (Oder wissen Sie noch, was, wer, wie Anfang 2007 vorhergesagt hat?). Die anderen bemühen sich tapfer und redlich, irgendetwas Sinnvolles zu schreiben. Erfahrungswerte, fundamentale Gesichtspunkte und Wahrscheinlichkeiten fließen in die Prognose ein, alles mal mehr oder weniger ausführlich recherchiert. Fonds, Vermögensverwalter und –beraterAuch hier steht der Verkauf der Produkte im Vordergrund. Doch geht es meistens wesentlich mehr um das langfristige Vertrauen der Kunden. Also wird oft ein erheblicher Aufwand betrieben. Tatsächlich wird mit den Prognosen auch das Anlageverhalten für das Jahr bestimmt. Permabären und DauerbullenDiese Spezies können Sie grundsätzlich vergessen. Diese sind auf einem seltsamen „Trip hängengeblieben“ und werden für ihre Prognosen die Börsenwelt lediglich nach Argumenten durchsuchen, die zu ihrer eigenen, verzerrten Wahrnehmung passt. Eine objektive Einschätzung ist kaum zu erwarten. Nun doch: Was ich über 2008 denkeIch weiß, Sie wollen von mir hören, was ich über 2008 denke. Nur, ich kann nichts wirklich Neues dazu schreiben. Es bleibt bei dem, was ich seit Monaten hier wiederhole: Ich rechne seit Sommer 2007 mit einer Seitwärtsbewegung (nach einem Einbruch im Herbst) bis weit in das Jahr 2008 hinein und habe Sie mit diesem Begriff „seitwärts“ nun schon oft genug genervt. Nach wie vor denke ich zudem, dass wir im Laufe des Jahres 2008 aus dieser Seitwärtsbewegung nach oben ausbrechen. Dabei sollte man immer im Auge behalten, dass die Börse ein fortlaufender Prozess ist, in dem alle Nachrichten, Konjunkturdaten und geldpolitischen wie geopolitischen Entscheidungen, die neu auf den Markt treffen, analysiert werden müssen. Eine dieser Nachrichten kann alles Alte, einschließlich all dieser schönen Hochglanzprognosen, in Sekundenbruchteilen über den Haufen werfen. Das haben wir oft genug erlebt. Der Präsidentschaftszyklus:Eigentlicher Hintergrund meiner Prognose war/ist der US-Präsidentschaftszyklus. Dieser stützt sich auf die Vermutung, dass sich die Aktionen der jeweiligen US-Präsidenten im Grunde ähneln - zwei Beispiele dazu: Unpopuläre Reformen werden in den ersten beiden Jahren nach der Wahl beschlossen, weswegen das Nachwahljahr tendenziell eher schlecht ist. Zur Wahl wird dann versucht, die US-Wirtschaft auf "Schön" zu trimmen, Börse nimmt diesen "Versuch" vorweg, so dass Vorwahljahre oft die besten Jahre sind: 
Sie sehen, Vorwahljahre (2007 war ein solches) sind oft geprägt von einem starken Anstieg bis zu Jahresmitte, anschließend geht es seitwärts. Dazu die Entwicklung des Dow Jones 2007: 
Ja, so im Groben und Ganzen hat das hingehauen. Interessanterweise hat der Dax diese Vorgaben des US-Präsidentschaftszyklus noch deutlicher abgebildet. Somit hat auch meine Dax-Prognose für 2007 gestimmt, die sich eben auch auf diesen Präsidentschaftszyklus stützte. US-Präsidentschaftszyklus im Wahljahr
Bei Wahljahren muss man zwischen der ersten und der zweiten Hälfte unterscheiden. In der ersten Hälfte kommt es oft zu einer Seitwärtsbewegung, die ihr Tief im Mai / Juni findet. In der zweiten Hälfte folgt eine starke Aufwärtsbewegung, die bis zum Jahresende anhält. Passt die aktuelle fundamentale Situation zu diesem Zyklus?Soweit so gut. Der Präsidentschaftszyklus ist nur eine grobe Richtlinie, es muss immer überprüft werden, ob die aktuelle fundamentale Situation überhaupt zu der Entwicklung des Präsidentschaftszyklus passt. Wie ich gestern ausgeführt hatte, haben wir es mit einer US-Wirtschaft zu tun, die tendenziell in Richtung Rezession abgleitet. Dem wird die Fed, soweit es die Inflation zulässt, mit sinkenden Zinsen begegnen. Tatsächlich könnte also die Angst vor einer Rezession die Kurse auf der einen Seite unten halten, während die Zinssenkungshoffnungen die Kurse auf der anderen Seite stützen. Die Folge wäre eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung. Der Ausbruch wird entscheidend!Und hier müssen wir beobachten, wann und wie die Märkte in welche Richtung aus dieser Range ausbrechen. Wobei ein Ausbruch nach unten, zumindest wenn man dem Präsidentschaftszyklus Glauben schenken will, noch kein klares Verkaufssignal wäre. Das soll erst einmal für heute reichen, mehr dazu, wie gewohnt in den nächsten Tagen und Wochen. Wenn Sie mehr über die gewinnbringende Welt der Zyklen erfahren wollen...Wenn Sie mehr über Zyklen und deren Anwendung erfahren wollen, kann ich Ihnen heute ein wirklich spannendes Seminar empfehlen. Mein hoch geschätzter Kollege Robert Rethfeld, der meiner Meinung nach unter anderem der beste deutschsprachige Analyst im Bereich Zyklen ist, hält am 9. Februar in Frankfurt das Seminar „Zyklen und Finanzmärkte – so timen Sie richtig“.... Und ich habe sogar einen kleinen Bonus für Sie! Als treue Leser des Investor’s Daily erhalten Sie einen Rabatt in Höhe von 50 Euro. Geben Sie bei der Anmeldung einfach folgenden Code ein: RETID0208 Nutzen Sie diese Chance. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren!
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