Nach der Kaufpanik ist vor der Kaufpanik

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neuester Beitrag: 03.04.25 21:34
eröffnet am: 18.05.09 14:06 von: Libuda Anzahl Beiträge: 4572
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63888 Postings, 7404 Tage LibudaNach der Kaufpanik ist vor der Kaufpanik

Guter Artikel:

"Der flotte Spruch beschreibt recht treffend das Geschehen an den Finanzmärkten in den letzten Wochen. Der Markt will einfach nicht „richtig“ korrigieren. Bis auf ein, zwei schwache Tage und schon geht es munter weiter. Hinter den Kulissen der Indizes findet sehr wohl eine Konsolidierung statt. In einer wahnsinnig schnellen Branchenrotation gibt es auf der einen Seite Ausbrüche, während andere Branchen solide korrigieren. In der Summe der Indizes geht diese differenzierte Entwicklung leider unter.



Der Markt tut wieder einmal nicht das, was die meisten von ihm erwarten. Und was erwarten „die meisten“? Neben den bekannten Indikatoren bieten Schlagzeilen einen Hinweis. Dazu zitierte ich in der letzten Ausgabe der Investment Ideen willkürlich einige Schlagzeilen (Auszug):

Die „Vermögensprofis trauen der Aktien-Rallye nicht“ titelt Welt Online in ihrer Ausgabe vom 8. Mai 2009. „…erfahrene Vermögensverwalter sind skeptisch: Die Rallye könnte schon bald ein jähes Ende haben“ fährt der Verfasser fort.

Auch das Handelsblatt fragt sich in der Onlineausgabe vom 9. Mai: „Dax-Ausblick: Rally – wie lange noch?“ Darin heißt es weiter „…Marktbeobachter bleiben vorsichtig und warnen vor Rückschlägen. Denn eine solche Entwicklung gab es schon einmal.“

Bei Spiegel Online warnen Experten gleich vor dem nächsten Crash: „Jetzt drängen Großinvestoren mit Macht zurück in den Markt, aus Angst, den Boom zu verpassen. Experten halten die Hausse allerdings für einen Zwischenspurt - und warnen vor dem nächsten Crash.“ (Quelle: Spiegel Online vom 9. Mai 2009).

Wohin man auch schaut, der Pessimismus hat Hochkonjunktur. Stimmungsindikatoren bestätigen das negative Sentiment. Positive Nachrichten und Anzeichen einer Stabilisierung der Weltwirtschaft finden kaum Gehör. Bei so viel Pessimismus ist es kein Wunder, das die Börsen bisher nicht "richtig" korrigieren wollen. Man muss kein Hellseher sein, dass die gleichen Schwarzseher ihre „Prophezeiungen“ unter dem Druck des Marktes um 180 Grad drehen oder anpassen werden, wenn die Börsen weiter steigen.

Bekanntlich haben jene Experten immer Recht, zumindest im Nachhinein. Schade nur, dass selbst einige der klügsten Wirtschaftwissenschaftler das Debakel der Finanzkrise nicht in vollem Umfang haben kommen sehen oder zumindest davor gewarnt haben. Meine Hochachtung gilt denjenigen Konjunkturforschern, die öffentlich zugeben, dass Sie davon überrascht wurden. Die Wirklichkeit ist zu komplex, um sich mit idealisierten Modellen 100prozentig einfangen zu lassen. Die Geschichte der Finanzmärkte ist voll von Beispielen, wo Elfenbeintürme einstürzten. Etwas mehr Bescheidenheit bei unseren Prognosefähigkeiten stünde uns allen gut. Die aktuelle Krise dürfte wie so viele vorher bald in Vergessenheit geraten und die Gläubigkeit an unfehlbare Modelle zur Risikosteuerung sowie die Beherrschbarkeit des Marktes wieder die Oberhand gewinnen – bis zum nächsten Debakel.

Warum richtet man sein Handeln nicht an dem tatsächlichen Verhalten des Marktes aus, zumindest wenn man als Händler Geld verdienen möchte? Vielleicht weil der Mensch es nicht wahrhaben will, mit der Unsicherheit zu leben? Nur so lässt sich die Prognosesucht und Gottgläubigkeit an selbsternannte Gurus erklären. Neurologen begründen solche Verhaltensweisen mit Dopamin und anderen Wirkstoffen in unserem Körper. Eine weitere Erklärung könnten die in unserer 10.000jährigen Geschichte antrainierten menschlichen Verhaltensweisen sein, die zwar einem Neandertaler im Überlebenskampf halfen, aber in der Börsenwelt des 21. Jahrhundert zu kostspieligen Fehlentscheidungen führen. Keine Frage, Prognosen sind durchaus hilfreich, um bestimmte Chance- / Risikoverhältnisse einschätzen zu können, aber man sollte realistisch bleiben: Es bleibt eine Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten. Keiner kennt die Zukunft. "  
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4546 Postings ausgeblendet.

14.01.25 13:09

63888 Postings, 7404 Tage LibudaPensionsfonds verkauft alle Tesla-Aktien

Europas größter Pensionsfonds verkauft alle Tesla-Aktien

https://www.handelsblatt.com/finanzen/...100218.html?dicbo=v2-IlIrG9x
 

19.01.25 11:21

63888 Postings, 7404 Tage LibudaDer "Rest der Welt" emanzipiert sich von

der Restrolle: Nigeria tritt als Partnerland den BRICS bei

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/...915316d249&ei=70
 

19.01.25 16:10

63888 Postings, 7404 Tage LibudaRausschmiss des hölzernen Amipferds Gabriel

19.01.25 16:15

63888 Postings, 7404 Tage Libudazu 4551

Baerbock, Merz und Pisto(l)ius sind eh' schon drei zuviel.  

24.01.25 21:29

63888 Postings, 7404 Tage LibudaZustimmung für Rogoff


auch wenn ich früher nicht immer ein Fan von ihm war, weil er öfter Nachfragekrisen mit
angebotsorientieren Konzepten bekämpfen wollte.

„Aus Sicht eines Ökonomen wie Kenneth Rogoff ist das ein Albtraum. „Die Unabhängigkeit der Notenbank war die größte wirtschaftspolitische Errungenschaft der vergangenen 50 Jahre“, sagte der ehemalige Chef-Ökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) dem Handelsblatt. Diese anzutasten, hätte „verheerende“ wirtschaftliche Folgen – weit über die USA hinaus, warnte Rogoff, der in Trump aber nicht nur Risiken sieht.“

https://www.handelsblatt.com/politik/...orhaben-grossrisiko-fuer-die-  

03.02.25 20:04

63888 Postings, 7404 Tage LibudaAnything can happen

So how crazy is the current situation?

In my view, psychology is optimistic, but not insane. I don’t hear anybody saying things like «this rocket ship is going to the moon» or «you have to get in, or you’ll miss it and you’ll kill yourself». People don’t say «there’s no price too high». So prices are lofty, but they’re not crazy. And when prices are merely high, that doesn’t mean the market is going to go down.

How should prudent investors navigate this tricky environment?

Let’s do a simple exercise. I would say that, at current levels, stocks are overvalued by 20-30%. Accordingly, maybe chances are that the market is going to be lower in a year from now. I would say the probability is 60-65%. But that also means there’s a 35-40% chance that the market will be higher. Meaning, there’s a tendency for stocks to go down, but it’s essential to recognize that this is far from certain. It’s not a 100%, 90%, or even 75% probability – nothing you can rely on. You have to understand that unless the market is insane in terms of valuations, anything can happen.

https://themarket.ch/english/...mp;mktcval=219&kid=nl219&ga=1
 

26.02.25 22:39

63888 Postings, 7404 Tage LibudaWas soll man zur Zollankündigung von 25%

durch Trump sagen?

Eine vernünftige Lösung ist das nicht. Aber dass die Unterbewertung des US-Dollar US-Unternehmen das Leben schwer macht, ist auch Fakt.  

26.02.25 22:46

63888 Postings, 7404 Tage LibudaVielleicht wäre so etwas Ähnliches die bessere

Lösung:

"Das Plaza-Abkommen ist ein Übereinkommen zwischen den Vertretern der G5-Staaten (Frankreich, Bundesrepublik Deutschland, Japan, USA und Großbritannien), das am 22. September 1985 im Plaza Hotel in New York beschlossen wurde. Die Teilnehmer einigten sich in diesem Abkommen darauf, durch kontrollierte Einflussnahme auf die internationalen Währungsmärkte eine Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Yen und der Deutschen Mark zu erreichen."

https://de.wikipedia.org/wiki/Plaza-Abkommen

Es hätte ähnliche Wirkungen wie Zölle. Aber ob sich das mit dem Ego von Trump vertragen würde, ist m.E. die Frage.
 

27.02.25 15:40

63888 Postings, 7404 Tage LibudaInteressant und zum Nachdenken

Höcke und Co. lieben Japan – sitzen aber einem Trugschluss auf

https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/...k?ocid=BingNewsSerp
 

27.02.25 15:52

63888 Postings, 7404 Tage LibudaUnd nicht weniger interessant

Die Grünen tun, was sie der AfD vorwerfen (Prof. Dr. Rieck)

26.02.2025  

Jeder kennt sie: Menschen, die ihre Partei verteidigen – egal, was passiert. Ob AfD oder Grüne, ob links oder rechts. Doch warum handeln wir so? Was führt dazu, dass Menschen an politischen Überzeugungen festhalten, selbst wenn sie den eigenen Interessen widersprechen?

Mein heutiger Gast, Prof. Dr. Christian Rieck, ist Experte für Spieltheorie. Er untersucht, warum Menschen so handeln, wie sie handeln – und welche Dynamiken unsere Gesellschaft antreiben. Ich wollte von ihm wissen: Warum ist die Welt so verrückt, wie sie gerade ist? Und: Was können wir tun, um bessere Entscheidungen zu treffen?

https://www.youtube.com/watch?v=9QHA2yMmIH8&t=1959s
 

27.02.25 19:09

63888 Postings, 7404 Tage Libudazu 4557

Bei den in US-Dollar angeführten BIP-Zahlen muss man allerdings berücksichtigen, dass hier Wechselkurseffekte das Bild sehr stark verzerren können.  

27.02.25 22:40

63888 Postings, 7404 Tage LibudaRede von J.D. Vance

Psychiater analysiert die Hysterie um die Rede von J.D. Vance (Raphael Bonelli)

February 17, 2025

Der Psychiater DDr. Raphael Bonelli analysiert die Hysterie um die Rede von J.D. Vance, die dieser auf der Münchner Sicherheitskonferenz gehalten hat. Warum sind die Reaktionen so emotional? Welchen wunden Punkt hat J.D. Vance getroffen?

https://www.youtube.com/watch?v=_UK2WxQW2mY

 

28.02.25 22:20

63888 Postings, 7404 Tage Libudazu 4559: Zieht man die Inflationsdifferenzen

zwischen Wechsekkursräumen zur Erklärung der  Entwicklung von Wechselkursen heran, dann ist die nachstehende Entwicklung ein schlechter Witz und zeigt eine extreme Unterbewertung des Yen auf:

https://www.google.com/finance/quote/...8QmY0JegQIChAn&window=MAX

 

28.02.25 22:36
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63888 Postings, 7404 Tage Libudazu 4560: Es ist eigentlich absurd, dass uns der

Ami Vance erklären muss, dass Polizei vor der Haustür und Hausdurchsuchungen, weil jemand Annalena als Kriegstreiberin bezeichnet, an die faschistoide Beschreibungen im Roman "1984" erinnert.

Und gut fand ich auch seine Bemerkung, dass man ihm nicht zustimmen müsse, sondern auch das Gegenteil sagen dürfe.  

01.03.25 06:57

63888 Postings, 7404 Tage Libudazu 4561

Allerdings bestimmen auf lange Sicht nicht nur die Inflationsdifferenzen die Entwicklung der Wechselkurse, sondern als zweiter wichtiger Faktor kommt die Entwicklung der Terms of Trade, also die Veränderungen der Wertsdchätzung von ausgetauschen Gütern, hinzu.

Und hier sehe ich die USA gegenüber Japan eindeutig im Vorteil, insbesondere durch das Vordringen der Plattformökonomie im Vergleich zu den realen schon "älteren" Produkten Japans. Ob das allerdings die Entwicklung der unterschiedlichen Inflationsdifferenzen ausgeglichen hat, halte ich für fraglich - und daher den Dollar auf längere Sicht für überbewertet.  

03.03.25 08:44
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63888 Postings, 7404 Tage Libudazu 4564

Da kommt m.E. noch viel Arbeit auf den Beichtvater von Biden zu.  

03.03.25 08:54

4717 Postings, 6545 Tage ShenandoahKrass

09.03.25 11:56

63888 Postings, 7404 Tage LibudaZahlen statt Hysterie

Zahlen statt Hysterie: Was Russland wirklich kann – und was nicht

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/...as-nicht/ar-AA1AwURS
 

09.03.25 23:01

63888 Postings, 7404 Tage LibudaRand hat den Globalisten das Rezept verschrieben

23.03.25 17:34

63888 Postings, 7404 Tage LibudaNicht alle Amis hatben so viel Schaum vorm Mund

wie Biden und seine von der Weltbeherrschung besessenen Globalisten.

https://www.ariva.de/news/...ill-nicht-ganz-europa-einnehmen-11577205
 

03.04.25 21:34

63888 Postings, 7404 Tage LibudaHier muss sich ganz schnell etwas ändern,


um die Amis abgreifen zu können.

"Es gibt keine Zollschranken im Internet"

Zollexperte Achim Rogmann erklärt, warum elektronisch übertragene Leistungen ein begünstigter Sonderfall im Welthandel sind - und warum sich an der Rechtslage bis auf Weiteres wenig ändern dürfte.

27.11.2024

Von Karl Martin Fischer

https://www.gtai.de/de/trade/zoll/...llschranken-im-internet--1840088
 

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