Wohlfahrtsstaat ist asozial

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neuester Beitrag: 30.08.12 20:39
eröffnet am: 30.08.12 16:15 von: Bafo Anzahl Beiträge: 14
neuester Beitrag: 30.08.12 20:39 von: Bafo Leser gesamt: 1174
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bewertet mit 7 Sternen

30.08.12 16:15
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3097 Postings, 3877 Tage BafoWohlfahrtsstaat ist asozial

Da kann man mal wieder sehen, wohin dieses heuchlerische und verlogene rundum-glücklich Wohlfahrtspaket letztendlich führt. Manche Politiker müssen sich doch mittlerweile vorkommen wie von Gott entsandte Engel.

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/...euem-wohlstand/7063630.html

Die Bürger werden entmündigt und für dumm verkauft, das geht auf keine Kuhhaut mehr.
Allein schon der Satz:
"Die Bevölkerung fordere von der Politik "Mehr Lebensqualitätssicherung", behauptet Opaschowski. "Wer Zukunft menschlich gestalten will, muss Wohlstand zum Wohlergehen mit Zufriedenheitsgarantie machen."
zeigt doch, wie sie systematisch in die Abhängigkeit des Wohlfahrtsstaates getrieben werden.

Irgendwann ist auch der Letzte nicht mehr für sein Tun und Handeln selbst verantwortlich sondern nur noch der allmächtige Staat bzw. dessen Lenker. Der Bürger wird wie ein Kleinkind an die Hand genommen und durch den tiefen, dunklen Wald geführt.

Heuchlerisch und verlogen ist auch, dass die Schuld für "soziale Kälte" und das "Ich -Denken" der freien Marktwirtschaft zugeschustert wird. Das ist eine gigantische Lebenslüge, denn gerade der Wohlfahrtsstaat macht die Menschen zu eiskalten Abzockern und Egomanen.
Denn ihm wird die soziale Verantwortung komplett entzogen und kollektiviert. Niemand braucht sich mehr um den Anderen zu kümmern, das übernimmt der Staat.
Echte Solidarität ist wichtig, die gibt es auch noch untereinander. Aber sie wird immer mehr verdrängt und ersetzt von einer verlogenen und erzwungenen Solidarität, die zu Missbrauch eben dieser führt.
Wer weiß, wohin das noch führt. Sicher ist, dass am Ende nichts Gutes dabei heraus kommt.  

30.08.12 16:26

11942 Postings, 5048 Tage rightwingden mann muss ich mir merken

chapeau, bafo - ein anderer ansatz, ein klare aussage.

wiedervereinigung gemeistert, kein nennenswerter terroranschlag seit 9/11 geglückt, das land wird stetig "grüner", finanzkrise gut überstanden, recht gute jobsituation ... eigentlich könnten sich die deutschen glücklich schätzen - tun sie aber nicht. ich denke mir immer, dass es den leuten, die soviel meckern vor allem zu gut geht. es ist eigentlich eine schande.  

30.08.12 16:28
1

69017 Postings, 6233 Tage BarCodeGehts euch nicht gut?

Ihr jammert so über "die anderen"...
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)

30.08.12 16:33

11942 Postings, 5048 Tage rightwingdie ohren tun eben weh ...

... wenn die lieben freunde nach ein, zwei bier anfangen, sich den mund über "die da oben" zu zerreissen. "alle korrupt", "machen nichts", "ich wähl nicht mehr", stopfen sich nur die tasche voll", "da siehstes mal wieder" ... alles eine frage der wahrnehmung.  

30.08.12 16:35

69017 Postings, 6233 Tage BarCodeSich den Mund über "die da unten"

zu zerreißen, macht es aber auch nicht besser...
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)

30.08.12 16:44

11942 Postings, 5048 Tage rightwingwas "besser"?

im prinzip kann mir dieser ganze diskurs natürlich völlig gleich sein, da ich mit meinem leben recht zufrieden bin und eigentlich nur in ruhe gelassen werden möchte. völlige sicherheit, auch die soziale ist eine illusion und das höchste irdische gut ist m.m.n. die freiheit - fakt ist, dass die überzogene lamentiererei nicht ungehört verhallt, sondern zu polit-aktionismus und zum weiteren aufblähen des staates führt ... da hab ich eben etwas dagegen.  

30.08.12 17:21
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69017 Postings, 6233 Tage BarCodeMir ist die Psychologisierung

der Sozialpolitik durchaus auch suspekt. (Zufriedenheitsgarantie ist geradezu albern!)
Aber du neigst eben auch dazu, indem du denen, die für ihre Interessen eintreten, auch irgendwelch verhaltensgestörte Schrägheiten unterjubelst- Es ist doch völlig egal, wie sich dieses Eintreten für seine Interessen äußert. Zugegebenermaßen kommt mir das auch gelegentlich etwas skurril vor. Die großen Skurrilitäten erkenne ich aber meistens bei denen, die gar nicht aus eigener Betroffenheit heraus agieren, sondern sich quasi als "Stellvertreter für die gute Sache" ins Zeug legen. Das treibt dann solche projektionsgetriebenen Blüten wie eine "Zufriedenheitsgarantie".

Aber dass die Politik über Maßstäbe für Lebensqualität diskuziert: das ist alles andere als komisch. Ich stimme dem Typ da bei: das ist durchaus ein diskutabler Politikansatz. Was immer dabei herauskommen mag.

Ich stimme auch mit dir überein, dass Freiheit das allererste Gebot ist. Über deren (isinngemäße) Bedeutung man aber auch diskutieren kann und gelegentlich muss.

Das von der Politik/dem Staat bescherte Rundum-Sorglos-Paket  ist eh ein Anspruch, der sich per se ad absurdum führt, weil eben die "Sorgen" schon sehr unterschiedlich verteilt sind.

Das sieht man doch schon bei der Inanspruchnahme von sozialen Sicherungssstemen: was dem einen ein Fluch, dem er möglichst entfliehen möchte, ist dem anderen ein Segen, weil er sich pudelwohl damit fühlt, weil er andere Prioritäten hat.

Das spricht aber nicht gegen die sozialen Sicherungssysteme. Sie sind ein wesentliches Element der sozialen Marktwirtschaft und sind von deren "Erfindern" aus gutem historischem Erfahrungshintergrund eingeführt worden.

Dass es zur "Sucht" werden kann, sich in der sozialen Hängematte abzuhängen, heißt noch lange nicht, dass damit eine GRUNDSÄTZLICHE Entmündigung stattfindet, wie es der Threaderöffner insinuiert. Eine Art der unterschwelliger Entmündigung sehe ich eher durch die gegeben, die sich eben als die Stellvertreter von sozialen Interessen gerieren, diese ungebeten an sich reißen, um dann als Wohltäter für andere zu Punkten.

Das sollte man aber nicht durcheinanderwerfen: Man sollte sich hüten, den Blödsinn, den manch ein Stellvertreter verzapft, der Vertretenen gesellschaftlichen Gruppe in die Schuhe zu schieben.

Zum Jammerphänomen hab ich so meine eigene Theorie: Es gibt in D einen gewissen, historisch erklärbaren "Opferkult". Also quasi die Seligsprechung aller Opferqualitäten. Wer also als Opfer daherkommt, hat - gefühlt - bessere Karten, seine Interessen hörbar zu machen, als einer, der das frecherweise als selbstverständliches Recht einfach fordert, dass auch er oder sie gehört wird.

Also wird halt gejammert...
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30.08.12 17:30
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233910 Postings, 6037 Tage obgicouwir könnten uns ruhig eine Scheibe von den USA

abschneiden. OK mit ObamaCare haben sie sich jetzt auch dem Würgegriff der Pharmagiganten ausgeliefert; aber im öffentlichen Sektor erfolgt hierzulande fast unbemerkt eine Umwälzung von historischer Dimension: mafiöse Gewerkschaften im öffentlichen Sektor werden entmachtet. Überzogene Pensionsansprüche gestrichen. Sonderrechte der public worker kommen auf den Prüfstand.
Leider muß dazu die Körperschaft erst kurz vor oder mitten im Ruin stehen.  

30.08.12 17:46
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12 Postings, 3058 Tage antoine_reloadedgerade der vize pres. kandidat der reps

ist echt nen hoffnungsschimmer meiner meinung nach !  

30.08.12 17:49
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69017 Postings, 6233 Tage BarCodeNa der ist nu echt die Anti-Figur

zu allem, was die us-amerikanische Idee von Liberalität mal war...
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30.08.12 17:52

12 Postings, 3058 Tage antoine_reloadedjo sicher

in den staaten hast du anscheinend noch nicht gelebt ... .  Food stamp präsident Obama mit seinem Sozialstaatsmist funktioniert nunmal nicht in Amerika.  

30.08.12 18:03
2

11942 Postings, 5048 Tage rightwing@barcode

richtig.
a propos freiheit. ein wichtiger aspekt für persönliche autonomie ist eben das vermögen, das man sich in seinem leben aufbauen kann - ich spreche da nicht von zweistelligen millionenbeträgen, sondern von realen, mittelschichtsvermögen, das man in seiner lebenszeit und 50000 eu/p.a. erwirtschaften kann. vor 25 jahren konnte man von einem vergleichbaren einkommen echt etwas zurücklegen, heute krallt sich der umverteilende staat die kirschen vom kuchen ... mit dem erfolg, dass sich die mittelschicht ebenfalls ins lager der lamentierer begibt und nach dem motto "ich bin doch nicht blöd" autonomie abgibt und selbst die hand aufhält ... für mich eine äusserst tragische soziale degeneration  

30.08.12 18:28
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3097 Postings, 3877 Tage Bafoder Wohlfahrtsstaat entmündigt nicht nur seine

Bürger und treibt sie in die Abhängigkeit.

Er ruiniert sie, weil er das Volksvermögen einem ständigen Kapitalverzehr unterwirft.
Zusätzlich schafft er ein Parasiten-Heer, welches nur von der Industrialisierung von Sozialleistungen lebt.

http://ef-magazin.de/2011/06/04/3024-umverteilung-das-soziale-mammut  

30.08.12 20:39
1

3097 Postings, 3877 Tage Bafoder Wohlfahrtsstaat ist ein gefährlicher

Drogendealer:

Er dealt mit Wohltätigkeiten und milden Gaben, die er uns frech und dreist zuvor aus der Tasche gezogen hat und für die man sich hinterher bettelnd und bittend anstellen soll (wahrscheinlich erwartet man noch Dankbarkeit).
Der Drogenentzug wird hart, führt aber letztendlich wie alle Entzüge zur Gesundung der Patienten.

Interessierten möchte ich hiermit weitere Lektüre ans Herz legen

http://www.libinst.ch/publikationen/LI-Paper-Nef-Wohlfahrtsstaat-d.pdf  

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