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Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

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neuester Beitrag: 27.01.20 22:57
eröffnet am: 01.05.16 00:56 von: lumpensamm. Anzahl Beiträge: 2386
neuester Beitrag: 27.01.20 22:57 von: lumpensamm. Leser gesamt: 391746
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01.05.16 00:56
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10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerDie Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahysterie für gewöhnlich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlich diskutiert wird und ein Zugewinn an Erkenntnissen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendlich doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrorenheit der AGW (Anthropogenous Global Warming) Protagonisten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose Akzeptanz der kontraproduktiven Maßnahmen, die auf Basis dieser Propaganda getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtbank geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht: Der größte antidemokratische und antikapitalistische Coup seit der Nachkriegsordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellbar sein, zumal alle Medien und alle politischen Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen unser Klima in einer für uns gefährlichen Art und Weise beeinflussen. Garniert wird diese Einstimmigkeit von einem breiten wissenschaftlichen Konsens (97% der Klimawissenschaftler bestätigen das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerweile sogar verstehen, wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit", der mehr Lügen als Wahrheiten enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigten Unnachweisbarkeit der Zunahme von Extremwetterereignissen die meisten Hauptthesen des Films widerlegt), gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisiert gegen die AGW-Kritik. Wenn fast alle globalen Temperaturrohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonisten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingeschränktes Vertrauen entgegengebracht wird, obwohl die daraus errechneten historischen Temperaturen sich mit schöner Regelmäßigkeit und haarsträubenden Begründungen auf wundersame Weise nachträglich hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen, wo doch schon vor Jahrmillionen das Zigfache an CO2 Konzentrationen herrschten, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt und es wird bereits kräftig an der politischen Umsetzung gearbeitet.

Die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen sind eigentlich leicht absehbar. Aber es stört offensichtlich niemanden, dass Kritiker der AGW Thesen mittlerweile nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://theclimatefix.wordpress.com/ oder Lennart Benngston http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/...-gwpf-aus-a-969382.html). Es stört auch niemanden, dass wir eine Energiepolitik aufsetzen, die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftigen Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepreise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerung deutliche Einschränkungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet, gar keine Lösung zu dem Problem existiert. Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!) 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtete Klimakatastrophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedruckten ganz unverblümt von der notwendigen Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft gesprochen wird. Also zurück in die Steinzeit!

SChließlich und gleichzeitig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentlichten globalen Temperaturen gegenüberstellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur gleich- bzw. gegenläufig waren, habe ich farblich gekennzeichnet.

More to follow.
 
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08.01.20 18:11
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47211 Postings, 3371 Tage boersalinoSchön wäre ein Bewertungsfeld "HOCHINTERESSANT"

für #2358.

Freilich möchte ich es dem suggestiven Stil beinahe anlasten, meine Vorbehalte zu überrennen, noch bevor ich sie in Ruhe zuendedenken konnte.
Aber mal ganz nebenbei, lieber Fillorkill: Solch eine Stringenz ohne unterstützende Interpunktion ist dann doch manchmal etwas hakig - hat aber den didaktischen Vorteil, dass man einige Passagen mehrfach lesen muss :-))  

13.01.20 12:57
1

10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerDer entkernte Rechtsstaat vs. Vertrauen

Es gibt viele Bereiche, in denen sich die Politik vollkommen skrupellos und unter öffentlichem Beifall vom Rechtsstaat verabschiedet. Die Begründung in jedem Fall lautet: Ein dringendes gesellschaftliches Problem - egal  ob das die Rettung von Menschenleben im Mittelmeer oder die Planetenzerstörung durch SUVs sind, zwinge sie dazu. Die im Prinzip emotional nachvollziehbaren Entscheidungen haben aber gleich zwei Haken. Erstens: Die Bergündung ist in vielen Fällen sachlich konstruiert und zweitens, selbst wenn sie sachlich richtig wäre, steht dem ein Gesetz im Wege, das genau aus diesen Gründen existiert und genau deshalb nicht per ordre Mufti einfach ausgehebelt werden kann, weil es gerade unpassend wäre.

Diese Willkür setzt das Vertrauen der Bürgr in den Staat und damit die Demokratie gehörig unter Druck. Wenn sich nicht einmal die konstituierenden Kräfte mehr an Spielregeln halten wollen, wieso sollten es dann die Bürger tun? Jüngstes Beispiel ist die EZB. Mit der neuen Chefin, Lagarde, will sie nun auch Klimapolitik machen. Seit wann zählen politische Maßnahmen überhaupt zu den Aufgaben einer Zentralbank? Und wenn sie es täten, wer garantierte, dass der Wähler auch einen direkten Einfluss darauf hätte? Letzten Endes ist das die lapidare Ankündigung, auf den Willen der Bürger zu pfeifen. Wenn die durch zuviele demokratische  und haushalterische Regeln gefangene Politik etwas nicht machen kann, hat das gute Gründe. Diese Fangnetze mit dem Umweg über eine demokratisch vollkommen legitimationsfreie, aber dafür finanziell mit überdimensionierten Hosentaschen ausgestattete Zentralbank zu ran.

Dieses demokratische Husarenstück fügt sich nahtlos zum europäischen Green Deal der neuen EU-Chefin, von der Leyen, die (ungewählt!) für die angeblich dringend notwendige Weltenrettung ganz tief in die Taschen der Bürger greifen will. Wenn man so will, kann man das weiter auf die nationale Ebene herunterbrechen und monieren, dass der deutsche Staat Gesetze und Regelungen erlässt, die ihm indirekt mehr Geld einbringen, dem Bürger aber direkt mehr Geld entziehen, ohne dass dies eine Steuererhöhung wäre. Das EEG ist z.B. so ein Gesetz, das den Bürger mit verdeckten Mehrkosten über den Strompreis belastet, eine bestimmte Industrie, die ohne dieses Geld nicht überlebensfähig wäre und das vorgegebene Ziel einer nachhaltigen Stromversorgung noch nicht einmal theoretisch zu erfüllen imstande ist, subventioniert, ohne dass man es Subvention nennen kann und gleichzeitig über die Umsatzsteuer auf all diese Umlagen die öffentlichen Kassen füllt.

Nebenbei bemerkt: Lagarde kündigte auch an, dass sie sich noch mehr für die Frauen einsetzen wolle. Das ist natürlich bitter nötig, denn in der EU sind die drei mächtigsten Posten von alten weißen Alphatieren besetzt:
1. Der rechtspopulistische Engelhard Merkel regiert schon seit 15 Jahren den mächtigsten Mitgliedsstaat
2. Der frühere Verteidigungsminister und ebenso rechtspopulistische Urs von der Leyen ist gerade erst unter fragwürdigen Umständen Chef der EU-Kommission geworden und will nur eine lächerliche Billion Euro für die Weltenrettung ausgeben
3. Selbst die EZB wird vom rechtspopulistischen und ebenso früheren Verteidigungsminister Christophe Lagarde dirigiert.

Zoomt man sich etwas aus dem Tagesgeschehen heraus, erkennt man schon ziemlich gut, dass dem Zeitgeist Demokratie und Rechtsstaat zunehmend auf die Nerven gehen. Man will so ungestört wie möglich sein Ding drehen. Man weiß schließlich immer, was richtig ist und man braucht verdammt nochmal die Kohle und die Toleranz der anderen dazu. Wenn die sie aber freiwillig nicht rausrücken wollen, dann ist man doch gezwungen, andere Saiten aufzuziehen. Klar ist es nicht hilfreich, die Mehrheit dieser Kritiker und Wegezollverweigerer als planetenkillende Nazimonster auszugrenzen, aber wie sonst soll man denn eine Gut-/Böseeinteilung vornehmen, damit es auch der größte Simpel kapiert?

Weil die Botschaft sowie die Einteilung so simpel ist und die Macht also plötzlich das Gute ist, sitzen natürlich sehr viele im selben Bott. Wer will schließlich gerne ein planetenkillendes Nazimonster sein? Ein Politiker sowieso nicht, NGOs naturgemäß auch nicht. Und weil der Zeitgeist nicht nur gut fürs Marketing ist, sondern die Macht auch zunehmend über Wohl und Wehe der Wirtschaft bestimmt, sitzen immer mehr Vorstandsvorsitzende großer Aktiengesellschaften im Boot. Heutzutage macht man in dieser Etage mehr in Politk als in Unternehmertum. Das muss so sein, denn es folgt ja alles dem guten Zweck - und der ist eindeutig nicht wirtschaftlicher, sondern politischer Natur. Da muss man schon mal Farbe bekennen, Kapitalismus ist schließlich sowas von last century. Geld und Spielregeln kommen vom Staat, wenn nötig nur 100% kontrolliert digital, basta!

Aber keine Sorge, wer jetzt meint, das nähme alles kein gutes Ende, weil das Vertrauen in Staat, Wirtschaft und Währung dramatisch leiden würde, der kennt Bibi, Pippi und Lara nicht. Wenn alle Stricke reißen, macht Bibi kurz Hex! Hex!, Pippi hebt ihr Pferd hoch und Lara ballert wild um sich. Danach ist alles wieder gut. So werden es auch Angela, Ursula und Christine machen. Das Dingens mit Demokratie, Rechtsstaat und Wirtschaft ist doch nur was für doofe Normalsterbliche.

Dieses System der installierten Superheldinnen funktioniert aber nur solange, wie sie ihren Zauber ungestört versprühen können, weshalb es unter allen Umständen zu verhindern ist, dass irgendein anderer als eine neue Superheldin diese Matrix verbiegt. Dazu gibt es Lautsprecher (Medien, (N)GOs) an jeder Ecke des Imperiums. Die verkünden tagein, tagaus das Böse, das uns drohe, wenn es einmal mit den Superheldinnen vorbei wäre. Man stelle sich nur einmal vor, was ein schwarzer Ritter mit diesem uneingeschränkten Möglichkeiten alles verbrechen würde. Um diesen Eingriff zu verhindern, brauchen Superheldinnen ein Lebensrecht auf Macht und bestimmen ihre eigene Nachfolgerin. Wer etwas von ihnen will, muss ihnen huldigen. Wer ihnen ans Leder will, wird öffentlich geteert und gefedert. Nur dann ist die Welt nachhaltig gesichert. Das ist eine historisch und global gesehen vollkommen neue Art von Regierung - zumindest wenn man die Historie auf wenige Jahrzehnte und den Globus auf ein paar westliche Länder begrenzt.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

14.01.20 13:42
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10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerEs brennt

In Deutschland geht die Welt in Australien unter

Aktuell weinen sie wieder, die deutschen Wissenschaftler und die deutschen Journalisten. Australien brennt, und zwar ganz anders. Traditionell als Erster schoss unser Vorzeigeklimawissenschaftler, Stefan Rahmstorf, bereits for 8 Wochen im Spiegel aus allen Klimarohren, um den australischen Buschfeuern eine Klageschrift gegen das Menschlein anzuhängen. Sein Kollege aus der regenerativen Ecke, Prof. Dr. Quaschning, assistiert auf Twitter mit einer fundierten Rechnung, dass 10 Millionen australische Tiere aufs deutsche Konto gehen. Mal sehen, was dahinter steckt.

Eine ganz triviale Vorbemerkung: Ein naives Kerlchen wie ich stellt sich da zunächst einmal vor, dass Bäume noch nicht selbst beschließen können, einfach loszuzubrennen. D.h. Waldbrände müssen prinzipiell entzündet werden. Die Zündtemperaturen von Holz liegen so um die 300°C. Das schafft ein Rahmstorff'scher Klimawandel (noch) nicht so ganz, selbst in Australien mit bis zu 50°C nicht. D.h. hier hat - Blitzschlag einmal außen vor gelassen - offensichtlich jemand Hand angelegt. Dieser Hinweis unterbleibt bei den Wissenschaftlern und den Medien nahezu komplett. Im Gegenteil, der Spiegel leugnet diese physikalische Notwendigkeit kategorisch und unterstellt denjenigen, die Brandstiftung (fahrlässig und absichtlich) als Ursache nennen, dass sie einer Verschwörungstheorie anhingen und dass sie im Falle der Veröffentlichung ihrer Theorie "rechte Bots" seien. Das ist Realitätsverweigerung gepaart mit Propaganda und Verschwörung in Reinstform. Vielleicht hat die Dame, Julia Merlot, auch nur zu tief ins gleichnamige Glas geschaut, oder sie ist ein Relotius-Bot, wer weiß. In anderen Medien (z.B. BBC) und in der Kriminalitätsstatistik ist die Brandstiftung jedoch unwiderlegbar die Hauptursache fürs Feuer. 

Aber es kann natürlich sein, dass der Klimawandel den entzündeten Waldbrand heftiger werden lässt. Also schauen wir einmal nach. Wir fangen noch einmal mit dem Spiegel an, der Rahmstorf den ersten Klimapflock einschlagen lässt. Der fackelt auch nicht lange und nennt einige wissenschaftliche Quellen, die den Klimawandel als Ursache nennen, darunter den letzten IPCC Bericht und eine seiner eigenen Artikel bei Scilogs. Ansonsten behauptet er, dass ausbleibender Regen (Dürre) und höhere Temperaturen die Taktgeber sind. Also der reihe nach. Der von ihm verlinkte IPCC Bericht findet im Gegensatz zu seiner Behauptung keinen faktischen Anhaltspunkt für mehr Brände, aber er erwähnt Computermodelle, die das prognostizieren. Dummerweise ist es nun so, dass eine Prognose nicht unbedingt als wissenschftlicher Beweis gelten kann. Observationen hingegen können solche Hypothesen wie die, auf denen Klimamodelle überwiegend beruhen, widerlegen. Und da sieht es schlecht aus für seine Behauptungen. Trotz steigender Temperaturen, stellt man global keine Zunahme, sondern sogar eine leichte Abnahme von Bränden fest (s. Anhang). Das sagen zumindest die Wissenschaftler, die sich damit befassen. Auch mit seiner zweiten Behautung (Dürre) liegt er zwar kurzfristig richtig, aber auch langfristig steigt der Niederschlag in Australien sogar. Und beim wesentlich größeren australischen Buschfeuer in den Siebzigern war es sogar kälter und feuchter als aktuell. D.h. die aktuelle Trockenheit kann man empirisch schlecht dem Klimawandel anlasten und beide Faktoren sind nicht als Ursache für außerordentliche Feuer nachgewiesen. Der Rest seines Beitrags ist politische Diffamierung und hat mit Wissenschaft noch weniger zzu tun als seine falschen Behauptungen oben. Wahrscheinlich ging es ihm und dem Spiegel auch nur darum.

Prof. Quaschning hält sich vermutlich deshalb auch gar nicht lange mit Ursachen auf. Für ihn ist es beweislos klar, dass wir die Übeltäter sind, er präsentiert auch gleich die Rechnung für uns. 2% der Emissionen gehen auf unser Konto, also auch 2% der 500 Millionen Tiere, sprich 10 Mio. Nun hat er die 500 Mio. hoffentlich selbst gezählt, aber lassen wir das und glauben wir ihm die Zahl. Wie Publico zwar fast richtig anmerkt, gehen ja nach offizieller Lesart der Klimawissenschaft, mom. nur 4% der jährlichen CO2 Emissionen aufs menschliche Konto, von denen dann die 2%ige Tierschuld für Deutschland errechnet werden solte. Nun ja, so einfach ist es leider nicht. Was an der CO2-Steigerung in der Atmosphäre tats. aufs anthropogene Konto geht, weiß heute niemand. Man kann es nur schätzen. Der Wert dürfte irgendwo zwischen 5% und 95% liegen. Ich schätze ihn auf unter 33%, aber gehen wir in die Mitte und sagen 50%. Bleiben tatsächlich zw. 5 Mio. (+/- 4,5 Mio.). Nun ja, diese 5 Mio. reduzieren sich aber dann schlagartig auf Null, wenn man den Klimawandel wegen fehlender empirischer Belege als Ursache ausschließt (s.o.). Die platte Aussage von 10 Mio. ist also weder richtig gerechnet noch hat sie überhaupt etwas mit uns zu tun. Irgendwie... unwissenschaftlich für einen Wissenschaftler.

In Wirklichkeit ist es der gefühlsduselige Brandschutz, den uns die Umweltliebe emotional befiehlt. Dadurch verbrennt kontinuierlich zu wenig Wald. Dieser Brennstoff sammelt sich über die Zeit an, bis er eben in einem Großfeuer abbrennt. Das bestätigt der Brandwissenschaftler Packham, der aber von den Medien nur missliebig bis gar nicht zitiert wird. Die Zeitung ABC hatte nach Ausbruch des Brandes sogar ein altes Interview mit ihm gelöscht, damit sie die heutige Rahmstorf-Propaganda, dass die jetzige australische Regierung am Brand Schuld sei, verbreiten konnte. Auch der Spiegel hatte Packham schon einmal zitiert, allerdings 1983, als das Thema Klimawandel noch kein politisches war.

Noch kurz zur Zeit: Das Ding ist nicht ganz so abgrundtief schlecht wie das der Kollegin Merlot vom Spiegel. Aber die Zeit-Autorin lässt trotzdem keinen Fettnapf aus, um ein komplett falsches Bild von der Realität zu zeichnen. Wieder werden falsche Computermodelle der zukunft als beweis für die gegenwart zitiert. Demnach soll es in Australien um 5° wärmer werden. Das sagen Computermodelle, die noch nicht einmal den Kohlenstofftransport im Meer auch nur ansatzweise richtig berechnen können, geschweige denn alle anderen Parameter des Klimas, noch dazu für ein spezifisches Land über einen zeitraum von 70 Jahren. Dann behauptet sie, dass das alles ohne einen El Nino geschah, was auch falsch ist. tatsächlich haben wir seit Monaten einen zwar im Vgl. zu 2015 schwachen aber doch ausprägten El Nino. Und natürlich hat auch da die Regierung mit ihrer Kohlepolitik Schuld.

Wenn also Wissenschaftler das Gegenteil von dem tun, was man ihnen gemeinhin zuschreibt, also Objektivität und eine überprüfbare, logische Analyse auf Basis gesicherten Wissens plus Angabe der Unsicherheiten bei ungesichertem Wissen, dann hat diese Wissenschaft zwangskäufig verspielt. Sie ist nicht mehr das , was sie sein soll, sondern nur ein verlängerter politischer Arm. Bei der Presse, die noch weniger an Standards gebunden ist wie die Wissenschaft, ist es noch schlimmer. Sie ist mittlerweile auf einem Niveau gelandet, das ebenerdig mit einem Irrenhaus oder einer Sonderschule dahinsiecht. Recht viel tiefer geht es nicht mehr.

Quellen:

[1] Van der Werf et al., 2017, Global fire emissions estimates during 1997?2016
     https://doi.org/10.5194/essd-9-697-2017

[2] Doerr et al., 2016, Global trends in wildfire and its impacts:perceptions versus realities in a changing world
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/...420/pdf/rstb20150345.pdf

[3] Are Australian Bushfires Worsening From Human-Caused Climate Change?
    https://www.drroyspencer.com/2020/01/...-human-caused-climate-change/

[4] Diesmal brennt es anders, Zeit online
    https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2020-01/...-ausnahmezustand-braende

[5] Regierung will die Klimakrise totschweigen, Stefan Rahmstorf, Der Spiegel
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/...er-nichts-a-1296269.htm

[6] In der Hölle gibt es keine Einsicht, FAZ
   https://www.faz.net/aktuell/wissen/...ht-in-der-hoelle-16568655.htmll

[7] Twitterbeitrag, Prof. Dr. Quaschning
   https://twitter.com/VQuaschning/status/1215159910482219008

[8] Australia bushfires: Firefighter accused of arson in 'ultimate betrayal', BBC
   https://www.bbc.com/news/world-australia-50568026

[9] SBS and the case of the missing bushfire story, Spectator
   https://www.spectator.com.au/2019/11/sbs-missing-bushfire-story

[10] das Elend der deutschen Buschfeuer-Berichterstattung, Publico
   https://www.publicomag.com/2020/01/...n-buschfeuer-berichterstattung/

[11] Was gegen die Brandstifter-These spricht, Der Spiegel Faktencheck 
   https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/...-4f54-81ff-7751512ae2b4

[12] Scientist David Packham on what?s really causing the bushfires, Spectator
   https://www.2gb.com/podcast/...on-whats-really-causing-the-bushfires/


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14.01.20 16:19
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43982 Postings, 4252 Tage Fillorkilllangfristig steigt der Niederschlag in Australien

In manchen Gegenden regnet es aufgrund der Meereserwärmung mehr oder sehr viel mehr, wenn der Wind stimmt. Dort wo es brennt sieht es hingegen so aus:

Total rainfall for New South Wales was the lowest on record, at 55% below average; well below the previous driest year of 1944   http://www.bom.gov.au/climate/current/annual/nsw/summary.shtml
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Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren: Es ist die Zeit der Monster

14.01.20 16:44

16924 Postings, 5439 Tage harcoonIn guter Gesellschaft

Dass man den Wald aufräumen muss, hat ja auch schon der POTUS gefordert. Sehr beruhigend für alle Ignoranten, dass jemand die wahren Ursachen herausgefunden hat.

Bei so viel Polemik spürt man regelrecht die Verzweiflung.  

14.01.20 17:15
2

14120 Postings, 4911 Tage Nurmalso#2366 Da redet der Blinde von der Sonne

Hier ein Interview mit dem erfahrensten australischen Wissenschaftler zum Thema. Er hat sein Lebender Erforschung der Buschfeuer gewidmet:

"As former State Fire Chiefs call for a summit on bushfires, expert and scientist David Packham explains that it has nothing to do with climate change and everything to do with fuel-loads."
Das vollständige Interview hier.

In Deutschland, wo sich die Mainstreammedien scheinbar der Volksverblödung verschrieben haben, mus man schon Tichys Einblick lesen, um seriöse Informationen zu bekommen.

 

14.01.20 17:22
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10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerDer FAZ widme ich einen eigenen Beitrag

Ergänzung zu #2364

Der Berufsklimaalarmist in Diensten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Joachim Müller-Jung, beklagt sich da zwar ununterbrochen, dass die australische Politik und die anderer Länder die Wissenschaft mit Füßen trete und führt eben diese, also die Wissenschaft, als Beweisführer seiner Behauptung des klimagemachten Buschbrandes in Australien ins Feld. Er tut all dies, ohne wirklich einen wissenschaftlichen Beweis zu nennen. Das ist in der Tat eine Leistung und lässt entweder an seiner kognitiven Kompetenz oder an seinem Motiv zweifeln.

Hier die Analyse des Beitrags mit dem Titel In der Hölle gibt es keine Einsicht

Der provozierte Vertrauensbruch zwischen bestimmten politischen Akteuren und der etablierten Wissenschaft hat inzwischen alle Merkmale eines Horrorfilms. Höllenqualen eingeschlossen. Verrat auch.

Alleine der bildgewaltige Titel droht das kommende Armageddon und das Fegefeuer für die Sünder gegen die Klimagebote an, ohne auch nur eine Information geliefert zu haben. Entsprechend abrupt ist der Einstieg. Ohne viel Federlesens wird ein Vertrauensbruch zwischen bestimmten politischen Akteuren (wir wissen natürlich, welche Seite er meint) und der "etablierten Wissenschaft" konstatiert. Diese spezifische Politik, die er nicht zu nennen bereit ist, bricht also seiner Meinung nach unzulässig mit der "etablierten Wissenschaft", die ebenso unbeschrieben bleibt, obwohl wir wissen, dass es der alarmistische Arm der Wissenschaft mit den Protagonisten Rahmstorf, Schellnhuber, Mann, Schmidt, etc. ist. Etabliert hat sich dieser Teil der Wissenschaft eigentlich nur in den Medien, Parteizentralen und Redaktionen der Wissenschaftsjournale. Ansonsten hat er nicht viel beizutragen. Die Wissenschaft an sich ist viel zu gewaltig und veröffentlicht nach wie vor jährlich zigtausende Studien, die zwar aufs Klima bezogen überwiegend das Glaubensbekenntnis zitieren und das Schweigegelübde erfüllen müssen, um veröffentlicht zu werden und Staatsknete einzusammeln, aber ansonsten findet man zunehmend und mittlerweile überwiegend Erkenntnisse, die dem Katastrophennarrativ der "etablierten Wissenschaft" nach Strich und Faden widersprechen. Wenn nun eine politische Partei mit dieser "etablierten Wissenschaft" bricht, ist es die reinste Form von Support für das wissenschaftliche Prinzip. Für Müller-Jung jedoch stößt man dadurch illoyal das Tor zur Hölle auf. Das mag sein, allerdings nur und absolut zurecht für die "etablierte Wissenschaft". Die restliche Wissenschaft kennt weder Konsens noch Loyalität.

Der australische Höllenfürst, Premier Scott Morrison, der sich auch bei fast fünfzig Grad in Sydney immer noch nicht unwohl zu fühlen scheint in seiner Haut, zündelt weiter in seiner Hauptrolle als Kohlelobbyist und bagatellisiert die katastrophalen Buschfeuer im Süden des Kontinents als ?natürliche Vorgänge?. Die Feuerwehrleute sind aufgebracht, die Luft verpestet, Abermillionen Tiere ? viele nirgendwo sonst auf der Welt heimisch ? qualvoll verendet.

Der australische Premier Scott Morrison ist nach Müller-Jungs Einschätzung ein Teufel. Selbst fünfzig Grad stoppen ihn zum Glück nicht, etwas gegen die wegen der regenerativen Energien steigenden Energiepreise und die Stromausfälle in Australien zu unternehmen. Ein wichtiger Grund, wieso er überhaupt gewählt wurde. Da musste die Mehrheit der Australier wohl des Teufels sein, um das zu tun. Sollte er sich jetzt (wie Merkel anno 2011) wegen der 50 Grad hinstellen und das Gegenteil dessen tun, was er den Wählern versprochen hat? Nein, ein Teufel steht zu seinem Wort. Dass das Buschfeuer der Brandstiftung und sein Ausmaß dem jahrelangen, esoterischen Unterdrücken von Waldbränden zuzuschreiben ist, macht es ursächlich tatsächlich anthropogen, nur hat es nichts mit der Kohle- sondern mit der von der Sach- in die Gefühlsebene abgedriftete Umweltpolitik zu tun. Da hilft auch kein Hinweis auf die Millionen von verendeten Tieren, wenn nicht der australische Premier, sondern eher seine Vorgänger die Übeltäter waren.

Das letzte bisschen Rationalität und Loyalität gegenüber der Klimaforschung geht damit buchstäblich in den Flammen vor Sydney auf, wie sich an der Publikationsgeschichte der eigenen ? nämlich der australischen ? Geoforschung zeigen lässt. Im Jahr 2009 hatte bereits ein von der nationalen Wissenschaftsorganisation CSIRO geleitetes Konsortium eine vorläufige, wenn auch umfassende Bestandsaufnahme mit angeschlossener Prognose auf Basis der aktuellen Klimamodelle zu den Feuerrisiken im Land vorgelegt.

Das Fazit damals lautete: ?Die Klimaprojektionen zeigen, dass der größte Teil des Südens Australiens wärmer und trockener wird. Die Modelle legen den Schluss nahe, dass bis 2020 die Tage mit extremer Brandgefahr im Südosten um fünf bis 65 Prozent gegenüber heute erhöht sein dürften.? Schwarze Prophetie, Alarmismus?Voll ins Schwarze getroffen, trifft es wohl besser.

Nun ja, wenn man so konditioniert ist wie Müller-Jung, mag man das glauben. Tatsächlich war 2019 das trockenste Jahr in Australien seit 1900, aber es war nur unerheblich trockener als 1903 und der Trend ist nach wie vor deutlich nach oben gerichtet und nicht nach unten, wie CSIRO oder Müller-Jung nahelegen. 2019 war also nur ein Zufallstreffer. Daneben wüteten die Waldbrände nicht nur im Süden, wie MJ anführt, sondern mit der Ausnahme eines kleinen Hotspots nördl. von Melbourne, gleichmäßig verteilt entlang der kompletten Ostküste bis hoch in den Norden. Von wegen voll ins Schwarze getroffen. Alarmismus und Prophetie liegen da schon wesentlich näher. Rationaler als die jetzige australische Regierung kann man deshalb gar nicht handeln.

Die Realität heute jedenfalls, im Jahr der Abrechnung, müsste dem gewählten Politiker, der seine Macht eigentlich nur geliehen hat, um zuvörderst die Würde, Gesundheit und nicht zuletzt die Umwelt seiner Bürger zu schützen, die Schamesröte ins Gesicht treiben. Doch Morrison zieht es offensichtlich vor, sich die im Kohlebad vergoldeten Finger nicht mit seriöser wissenschaftlicher Literatur zu verbrennen.

Puh. Für was müsste er sich denn schämen? Gerade mal ein paar Monate im Amt und schon wird abgerechnet. Da kann er maximal für seinen Plan in Schameshaft genommen werden, nicht für seine Taten. Und da sieht es recht gut aus für ihn. Er versucht die negativen Auswirkungen der regenerativen Rally zu lindern und die pseudowissenschaftliche Katastrophenpropaganda aus dem politischen Diskurs zu verbannen. Selbst wenn er dem Irrglauben Müller-Jungs folgen und dem Karbon von jetzt auf gleich komplett entsagen würde, würde er maximal australische Arbeitsplätze gefährden, an der globalen Emission von Kohlenstoff und an der fälschlicherweise unterstellten Ursache für Waldbrände änderten seine Aktionen nicht die Bohne. Australiens Anteil an den globalen Emissionen liegen weit unter einem Prozent.

Gewiss, das passt zu dem Verhalten der Regierung von Canberra auf dem jüngsten Klimagipfel in Madrid, es passt auch ins Bild der antiwissenschaftlichen Schwelbrände in anderen Großnationen, doch die fortgesetzte Ignoranz ändert nichts daran, dass so auch die eigenen Wertmaßstäbe westlicher, aufgeklärter Gesellschaften auf dem Scheiterhaufen einer Erdpolitik geopfert werden.

Diese "Ignoranz", von der Müller-Jung hier schwadroniert, ist bitter nötig. Der alarmistische Teil der Wissenschaft war noch nie weiter vom Mittel entfernt wie heute. Den Diskurs auf die Meinung dieser Extremisten zu reduzieren, ist eine besonders deutsche Spezialität. Die Tendenz ist zwar auch in anderen Ländern da, insbesondere die Fokussierung auf den Treibhauseffekt statt auf die sträflich vernachlässigte und undurchdringbare Biogeochemie, aber das kategorische Ausschließen jeglicher gemäßigten Position wird nirgends so rigoros wie hieruzulande betrieben. Ideologie- oder Obrigkeitshörigkeit scheint ein spezifisch deutsches Merkmal zu sein. Ausdieser Perspektive muss man auch MJ's Kritik an der Erdpolitik sehen. Die Erde ist im Mittel betrachtet relativ uninteressiert am propagierten Weltuntergang durch das Lebenselixier CO2. Alleine Deutschland bildet sich ein, hier, ohne auch nur ansatzweise das Thema zu durchblicken, mehr zu wissen als andere und denen dann auch noch auf der Basis eigener Unwissenheit moralische Vorschriften zu machen. Na ja, wir kennen's nicht anders vom Michel. Hoffentlich denken das auch die anderen. Nebenbei bemerkt hat der ganze und vor allem deutsche Klimadiskurs nicht das Leiseste mit Aufklärung und westlichen Werten zu tun. Im Gegenteil, er könnte gar nicht weiter davon entfernt sein.

Es ist ja schön, dass sich die FAZ auch eine andere Position leistet. Das bedeutet aber nicht, dass man seine Recherchepflicht so schonungslos auf dem Scheiterhaufen einer Weltuntergangsideologie verbrennen muss. Ein gewisses Fundament sollte trotzdem da sein. Das fehlt hier komplett. Die Leserreaktionen zeigen auch eindeutig, was die Kundschaft von diesen Eiferern hält. Heutzutage ist der Laie durchschnittlich besser informiert als der Journalist. Auch kein gutes Zeichen. Ob diese ideologische Realitätsverweigerung den Lesern auf lange Sicht schmeckt, oder sie lieber auf alternative Informationsquellen ausweichen, ist eine Frage, die man sich bei der FAZ einmal stellen sollte, zumal der deutsche Blätterwald sowieso im Klimaalarmismus ertrinkt. Da ist das Mitmachen alles andere als ein Zeichen von Meinungspluralität.

Der Spiegel, die SZ und die Zeit haben sich wie die öffentlich-rechtlichen Sender schon von der sachlichen Berichterstattung verabschiedet. Die FAZ hatte wenigstens noch einige lichte Momente. Will sie das Vertrauen der Leser erhalten, muss sie den Mut haben, gegen den Zeitgeist anzuschreiben. Tut sie es nicht, wird sie mit der Ideologie und den anderen untergehen oder zum Kreis der Hofberichterstatter aufsteigen, je nachdem, wie das Rennen ausgeht.

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität
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14.01.20 17:26
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39430 Postings, 6859 Tage Dr.UdoBroemmeDie Touristikbranche in S-H sagt danke

Man überlegt schon die ertragreiche Hauptsaison um einige Wochen zu verlängern, wenn die Wassertemperatur von Nord- und Ostsee weiter steigen.
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Everybody Has a Plan Until They Get Punched in the Mouth

14.01.20 17:39
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10013 Postings, 5722 Tage lumpensammler#2365

Yepp Fill, siehe Grafik in #2368. Das ist Wetter und da kann es schon mal ein extremes Jahr geben. Der Trend geht jedoch eindeutig aufwärts. Auf jeden Fall entgegen der These zunehmender Trockenheit. Warme Luft nimmt eben mehr Feuchtgkeit auf, was zu mehr Niederschlag führt. Natürlich kann sich das jährlich ändern. Man erinnere sich an den Dust bowl in den USA in den 30ern. Damals herrschte extreme Trockenheit und sogar global war die Variabilität in den Temperaturen wesentlich höher als heute. War das damals auch schon der menschgemachte Klimawandel? Ist der heutige, steigende australische Niederschlag entgegen der Klimathese trotzdem Klimawandel oder wegen seiner zunehmenden Variabilität doch Klimawandel? Ganz klar ist es ein Wandel, wahrscheinlich so wie immer schon. Ob er überwiegend von uns gemacht ist, ist unwahrscheinlich und ob wir ihn überhaupt sinnvoll beeinflussen können, ohne uns ins Bein zu schießen, steht in den Sternen.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

14.01.20 17:41

10013 Postings, 5722 Tage lumpensammler#2366

Zur Kenntnis genommen und in die gedanklich runde Ablage befördert.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

14.01.20 18:45
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14120 Postings, 4911 Tage NurmalsoDie australischen Feuerwehren sagen die Wahrheit

"Es ist lächerlich, dem Klimawandel die Schuld zu geben, wenn wir wissen, dass es in Australien weitaus schlimmere Buschbrände gegeben hat, die bis in die frühen Tage der europäischen Besiedlung zurückreichen, einschließlich des Schwarzen Sonnabends in Victoria 2009, der NSW Waldbrände 1994, des Aschemittwochs in Victoria 1983, der Blue Mountains NSW 1968 und des Schwarzen Donnerstags Hobart 1967 und Schwarzen Freitags Victoria 1939, sagte Peter Cannon, Präsident des VFFA.


Der VFFA ist verärgert über die Äußerungen der grünen Lobbygruppen, dass die Bekämpfung des Klimawandels wichtiger sei als die vorgeschriebene Verbrennung von Unterholz, um das Buschbrandrisiko zu verringern. Die eigentliche Schuld liegt bei den Grünen und ihrer Ideologie, da sie sich weiterhin gegen unsere Bemühungen zur Gefahrenreduzierung in den kühleren Monaten stellen und diese untergraben und verhindern, dass private Landbesitzer ihr Land roden, um das Buschfeuerrisiko zu verringern.

Quelle

 

14.01.20 21:45
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10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerHenne oder Ei

Die Auflagen sinken, weil soviel Mist verbreitet wird, oder sie verbreiten soviel Mist, weil sie den Sinkflug über das Weltuntergangsnarrativ stoppen wollen. Letzten Endes egal, Mist bleibt Mist, egal wieso er dort ist.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität
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tageszeitungen_in_deutschland_-....png

14.01.20 21:45
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10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerDas waren die Auflagen an Tageszeitungen in D

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/...gen-in-deutschland/
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14.01.20 22:13
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906 Postings, 3599 Tage 38downhillaber lumpensammler, deiner ganzen

elaborierten rhetorik zum trotz, gibt´s doch messdaten, die eine einigermassen eindeutige sprache sprechen. zum beispiel wird der co2-anteil an der luft ja gemessen und ist nun innerhalb von 200 jahren von 280 (?) auf 410 (?) ppm gestiegen. und mensch kann rechnen und sich ausrechnen, dass er - seit er auf die idee gekommken ist öl, gas und kohle aus dem erduntergrund zu verbrennen - so und so viel co2 in eben diese luft geblasen hat. EIN TEIL des seither in die luft geblasenen co2 scheint da geblieben zu sein. und wäre damit eine recht naheliegende erklärung für den GEMESSENEN relativen anstieg des co2 in der luft. soweit dáccord ?  

14.01.20 23:21

10013 Postings, 5722 Tage lumpensammler@downhill

das klingt auf den ersten Blick logisch und ist sicher auch der Grund, wieso die Erzählung greift. Bei genauerem Hinsehen bekommt das Gebilde aber doch einige Löcher. Dazu muss ich aber etwas ausholen.

Co2 bleibt nicht einfach so in der Atmosphäre hängen. Zwei natürliche Mechanismen handeln das Co2 mit der Atmosphäre sehr dynamisch in beiden Richtungen. Da ist die Photosynthese, die es aus der Luft zieht, um Zucker und Kohlenstoff zum Wachsen der Pflanze zu produzieren. Beim Zerfall des Laubes und kleinerer Äste im Herbst entweicht das Co2 wieder in die Atmosphäre. Wenn dann der Baum stirbt, entweicht auch dessen Kohlenstoff entweder direkt oder nach Verwesung durch Humusausdampfung wieder als Co2 in die Atmosphäre oder durch Auswaschung durch Regen über den Umweg Flüsse und Meer wieder in die Atmosphäre. Das ist auch der Grund, wieso man langfristig nicht allzuviel mitBäume pflanzen reißen kann. In bestimmten Phasen kann die Pflanzenwelt sogar Nettoquelle für das Co2 sein. Jährlich werden so ca. 100 Gt C zw. Atmosphäre und Land ausgetauscht, das Zehnfache der menschl. Emissionen. Unsicherheiten von plus minus 20% sind da locker drin.

Der noch wichtigere und wesentlich weniger genau bekannte Prozess ist der KohlenstoffHandel zwischen Meer und Atmosphäre. Das IPCC malt hier ein schönes Bildchen, wodas Meer in die Oberfläche und den Rest unterteilt sind. Zwischen den beiden liegt die biologische Pumpe.

Fangen wir oben an. Die Oberfläche, ca. 100 m tief, ist laut Ozeanografie und IPCC vom Rest getrennt, weil das Meer in Schichten, abhängig von der Dichte (Salzgehalt) aufgeteilt  ist. U.a. deswegen wäre es auch begrenzt aufnahmefähig. Die Oberfläche tauscht nun Co2 mit der Atmosphäre nach Henry?s Law aus, je nachdem wie groß die Partialdrücke in der Luft bzw. im Wasser sind. Ist er in der Luft höher, löst sich ihr Co2 im Meer, bis beide Partialdrücke gleich sind, und umgekehrt. Mach ne Cola auf und lass sie stehen, dann siehst du dieBläschen langsam nach oben steigen, nach ein paar Stunden schmeckst du es auch. Wenn du die Coke erhitzt, merkst du esschon nach wenigen Minuten. Der Austausch ist also stark temperaturabhängig. Herrscht hier ein Gleichgewicht, würde ein zusätzlicher Impuls, mehr oder minder direktvom Meer aufgesogen. Jetzt behauptet die Wissenschaft, dass das nicht so einfach ginge, weil nicht genügend Wasserstofionen da wären, man erinnere sich an die Schichtung. Und man würde das auch über die Isotope messen können. Weswegen man theoretische Pufferfaktoren einführte.

Nach meinen Recherchen stimmt das überwiegend nicht. Erstens gibt es eine deutlich größere Vermischung zwischen den Schichten als bisher angenommen. Zweitens existieren die Pufferfaktoren so nicht, bzw. sie beschreiben nichts anderes als die Temperaturabhängigkeit der Henrykonstante. Drittens ist die biologische Pumpe, die das Co2 über Photosynthese und Fresskette in organischen Kohlenstoff verwandelt und nach dem Ableben per Schwerkraft nach unten führt sehr stark von anderen Größen abhängig ( N, Fe). Viertens hat das Meer weiter unten einen höheren Co2 Partialdruck und Gehalt als die Atmosphäre. Summa summarum ist das Kohlenstoffmodell komplett anders als dargestellt. Richtiger wäre eine Darstellung ohne die Oberfläche.

Dann wäre sofort ersichtlich, dass der Gehalt der lächerlich kleinen Atmosphäre vernachlässigbar ist. Sobald der Elefant im Meer sein Co2 nach oben spült und/oder die biologische Pumpe weniger C vonder Oberfläche nach unten, spielt es fast keine Rolle, was sich in der Luft tut. Der Elefant im Meer bestimmt das Geschehen. Die Atmosphäre ist nur Durchgangsstation. Genau das ist zwischen Eiszeiten und Interglazialen passiert. Ein Wärmeimpuls durch Orbitalzyklen hat für eine höhere Durchmischung der Meere und wegen des deutlich höheren Co2 Gehalts des hochströmenden Tiefenwassers (2-3 mal soviel wie in der Luft) stärkere Ausgasung von Co2 in die Atmosphäre gesorgt. Genau das sehen wir seit geraumer Zeit wieder. Das ist auch keine Erfindung von mir, sondern Stand der Wissenschaft. Nur traut sich noch keiner, das zu beziffern. Ebenso birgt es epochalen Sprengstoff. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass die bisher veröffentlichten CoDaten nicht so ganz korrekt sind, ist nicht gerade klein.

Konkret: Wäre das Meer konstant, würde es locker unser Co2 schlucken. Steigt die Co2 Konzentration in der MeeresOberfläche jedoch, weil sich das Meer lokal besser durchmischt, schluckt es andernorts unser Co2 immer noch, aber gleichzeitig entweicht noch mehr aus der Tiefe und weil es wärmer geworden ist.

Man sieht das auch in der dafür kritischen Region Antarktis. Das Südpolarmeer nimmt das ganze Jahr über so gut wie kein Co2 aus der Atmosphäre auf, außer im antarktischen Winter (Juni bis Sep), da steigt plötzlich die Co2 Konzentration in der Luft, obwohl da weit und breit keine Emissionen und keine Verwesung am Werkeln ist.

Natürlich spielt auch unser Co2 eine Rolle. Mich würde es aber schon sehr stark wundern, wenn es mehr als 50% wären. Ich schätze eher ein Drittel, denn der gleiche Prozess ist auch abgeschwächt in der Arktis zu beobachten.

Das IPCC Kohlenstoffmodell ist in allen Belangen falsch, soviel ist mal sicher, ebenso die Behauptung, alles zusätzliche Co2 stamme von uns. Das ist längst nicht mehr haltbar. Deshalb wahrscheinlich auch die Beschleunigung der Klimapropaganda.

Sorry, in der Kürze kann ich es nicht besser erklären.
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c-cycle.jpg

14.01.20 23:37
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10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerNoch ne Anmerkung dazu

Keine einzige der Zahlen im obigen Bildchen wurde gemessen bzw. kann überhaupt direkt gemessen werden. Es sind Schätzungen, überwiegend ausComputermodellen gewonnen, die wiederum mit wenigen Messungen anderer Größen und vielen Annahmen zu Prozessen und Randbedingungen diese Größen errechnen. Unsicherheiten von plus minus 20-100% darf man annehmen, werden aber unterden Teppich gekehrt. Man kann z.B. auch heute noch nicht den Austausch zw. Atmosphäre und Meer quantifizieren und selbst bei der Berechnung , die man da ansetzt, vernachlässigt man den Tiefenanteil und kennt nicht alle Faktoren, die noch eine Rolle spielen, z.B. Regen, Tageszeit etc. Gamz zu schweigen von der Tatsache, dass so eine heterogene Suppe wie das Meer über 360 Mio qkm schwer vermessbar ist. Die Tiefe einmal ganz außen vor gelassen.

Die Behauptung, dass wir das zu 100% waren, ist der größte Hoax der Wissenschaftsgeschichte, aber ein paar nette Korrelationen aus (fingierten) Messdaten und Emissionen zusammen mit unserem Schuldkomplex lassen das Bild gut vermitteln.
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15.01.20 00:05

10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerNoch ne Ergänzung zum Verständnis

Der Luftdruck ist die Summe der Partialdrücke seiner Bestandteile. D.h. wenn Luft 77% N, 21% O2 und 400 ppm Co2 hat, dann sind deren Partialdrücke 0,77 bar, 0,21 bar und 400 microbar. Zusammen mit Argon und anderen Spurengasen ergeben sich so 1 bar auf Meereshöhe. Das Co2 im Meeresinneren liegt so zwischen 200 und 1200 microbar. Der Jetstream um die Antarktis herum wirkt wie ein Qirl und wirbelt alle Schichten kräftig durcheinander. Dazu gesellt sich lokales Upwelling von Tiefenwasser an fast allen Küsten der Kontinente. Am ausgeprägtesten und fast ganzjährlich westlich von Chile/Peru. Und dann wäre noch  die über Auftriebskräfte lokalen Vermischungen des Meeres. Diese Effekte haben in den letzten Jahren laut Wissenschaft zugenommen.So dass zusehends hochkonzentriertes Tiefenwasser das Kommando übernommen hat. Der langsame Prozess der Meeresausgasung von Co2 vom Anfang des Holozäns bis ca. 1700 hat sich letztes Jahrhundert nach einem kurzen Dip zum Kräftesammeln während der kleinen Eiszeit über mehrere Feedbacks beschleunigt und wurde von unseren Emissionen nur überlagert.
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15.01.20 01:31
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10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerNoch ne Ergänzung

Rechnet man die menschlichen Co2 Emissionen in Atmosphären ppm um, gibt es zwei Problemchen, diedie Carbon Budget Wissenschaft wegretuschiert hat. Erstens ergeben sich durch Umrechnung der reinen Emissionen vor ca. 1960 deutlich geringere Konzentrationen als die in Eisbohrkerndaten gemessenen Werte und zweitens zeigen die Messwerte um WK2 herum ein über ca. 15-20 Jahre langes Plateau, obwohl unsere Emissionen deutlich anstiegen.

Das erste Problem löste man, indem man den Land use change (LUC) erfand. Das sind geschätzte Emissionen durch Rodung, Änderung der Pflanzenwelt durch Landwirtschaft etc. auf Basis von FAO Daten. Dabei hat man jedoch über Jahrzehnte bis heute die FAO  Daten falsch interpretiert, die sich zudem teils mit denen der natürlichen Landemissionen decken. LUC ist m.E. ein reiner Lückenbüßer. Nur so konnte man das Narrativ aufrecht erhalten.

Dann stellt sich die Frage, wieso die Atmosphäre anfangs quasi alles an unseren Emissionen aufnahm und heute nur noch einen wild schwankenden Anteil unserer Emissionen. Ebenso fehlt eine Erklärung, wieso das Meer trotz der angeblichen Puffer jährlich immer mehr aufnimmt. Den verbleibenden Rest, den man bisher überhaupt nicht zuordnen konnte, schlägt man jetzt einfach der Pflanzenwelt zu mit riesigen Fragezeichen und Unsicherheiten. In Wahrheit ist die Korrelation zw. unseren Emissionen und der Konzentration sehr sehr holprig. Die Erklärung der Lücken hat etwas von Voodoo!
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15.01.20 13:28
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10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerCO2 Messdaten vs. Emissionen

Wie weiter oben dargestellt, ergeben sich einige Problemchen, die durch den größtenteils fiktiven LUC Faktor ausgeglichen werden. Nimmt man die reinen fossilen Emissionen und rechnet sie in ppm um, würden die CO2 Messdaten folgendermaßen aussehen.

Blau = offizielle Kurve aus angepassten Eisbohrkerndaten (bis 1958) und Atmosphärenmessungen ab 1959
Orange = Startpunkt 1750 wie offiziell, aber 100% der menschlichen Emissionen bleiben in der Atmosphäre hängen (unrealistisch), LUC Faktor nicht berücksichtigt
Grün wie orange, aber 50% statt 100% (wie derzeitig geschätzter Stand der Carbon Budget Gilde)
Grau = kumulierte menschliche Emissionen

Man sieht, dass wir bei orange, obwohl alle menschl. Emissionen gerechnet werden, die offiziellen Werte nicht erreicht. Statt die Differenz in der Natur zu suchen, erfand man den LUC, der wiederum anthropogen ist. Aber an den glaubt selbst die Gilde nicht so recht.

Nimmt man nur 50% der menschl. Emissionen, bleibt man bis heute unterhalb der gemessenen Konzentration. Interessant auch, dass die orange Linie die blaue 1960 schneidet. 1959 fing genau die Truppe an, offiziell die Atmosphärenkonz. zu messen, die eine menschliche Perturbation lange zuvor zu vermuten. Da wusste man aber noch nichts von Eisbohrkernen und wie groß die Aufnahmen der Biosphäre und des Ozeans sind (wie heute zu einem großen Teil auch noch), wie die Pumpen funktionieren und die Meersströmungen ticken und wieviel sie bewegen.
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Angehängte Grafik:
co2-emissions_-_scenarios.jpg (verkleinert auf 47%) vergrößern
co2-emissions_-_scenarios.jpg

16.01.20 22:00
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906 Postings, 3599 Tage 38downhillhallo lumpensammler, erstmal vielen dank

für deine ausführlichen antworten auf meinen kleinen (ja etwas ranzigen) einwurf. ich habe deine reaktionen jetzt dreimal gelesen und werde nur bedingt schlau daraus. ich bin aber auch weder physiker noch sonst irgendein wissenschaftler, insofern bin ich eh nicht bereit, mich auf eine diskussion über unterschiedliche partialdrücke einzulassen.
Wenn ich dich recht verstehe, hast Du eine reihe von unsicherheiten in der aktuellen klimaforschung identifiziert und schliesst daraus, dass die ganze debatte um klimawandel blödsinn ist. Insbesondere weil genau diese unsicherheiten anscheinend deiner meinung nach in den veröffentlichungen zum thema zu wenig raum einnehmen. (Richtig verstanden?)
Nach meiner Wahrnehmung werden solche unsicherheiten aber keineswegs totgeschwiegen, man muss sich nur mit vorträgen oder texten beschäftigen, die halt etwas tiefer als FAZ oder ZEIT-Artikel gehen, und wird eigentlich ständig darauf hingewiesen, dass viel noch nicht verstanden ist. Auch die einschlägigen,  im deutschsprachigen raum prominentesten Wissenschaftler (Schellnhuber, Rahmstorf; Quaschnigg), die du ja anscheinend für Propagandisten eines antikapitalistisch motivierten Narrativs hältst, scheuen sich im übrigen nicht, unsicherheiten in detailfragen klar zu benennen.
meine interpretation zu der frage, weshalb die stellenweise auch "politisch" oder "alarmistisch" auftreten, ist gegenläufig zu deiner: ich denke, die sind frustriert, dass wissenschaft seit mehr als 30 jahren warnt, aber niemand zuhört. und im gegensatz zum grossteil der bevölkerung sind die seit jahren nah dran an berechnungen, prognosen, szenarien, die ernsthaft beunruhigend sind.
recht geben würde ich dir höchstens damit, dass in tages- wochen- und so weiter-presse viel natürlich verkürzt und simplifiziert dargestellt wird.

naja, soweit sogut. 38dh  

17.01.20 01:46
2

10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerdownhill

Ich glaube, dass recht viele das Ganze so sehen wie du. Das ist auch logisch und vollkommen ok. Natürlich kann und will sich nicht jeder so reinknien, wie ich das tue. Deshalb muss man sich eben auf die Quellen verlassen, die man hat und das sind nun mal überwiegend die Medien. Es kann sich auch keiner vorstellen, dass genau dort noch niemand eine ernsthafte Recherche zu diesem Thema gemacht hat, geschweige denn überhaupt dazu in der Lage wäre. Aber auch das könnte man nur in Schnipseln belegen, weil niemand die Zeit hätte, das alles richtig zu stellen. Und selbst wenn man es täte, bleibt der Zweifel. Denn die können doch unmöglich alle irren. Da muss doch zumindest das Grundkonzept stimmen, oder? Das Schöne ist ja, dass die Wissenschaft ganz offen sagen kann, dass Vieles noch nicht verstanden ist und im nächsten Satz  eine quasi 100%-Sicherheit über den Konsens zum Weltuntergang vermittelt. Na dann ist doch alles klar, oder?

Aber das ist es natürlich nicht. Die ausbleibende Handlung gegen diese beschworene Gefahr, die du, die Grünen oder Rahmstorf und Co. beklagen, liegt nicht etwa in der Unsicherheit von 10%, 20% oder 50% begründet. Wir sprechen hier über 10.000% oder 50.000%, wenn es um die These geht, wieviel Katastrophe auf unser Konto geht. Der Grund liegt in der multiplikativen Verkettung sehr, sehr, seeeeehr vieler Prozessschritte aus der Erforschung der 3 Grundfragen:
A: Wieviel der CO2 Erhöhung geht auf unser Konto?
B: Wieviel Erwärmung zieht das nach sich?
C: Welche Konsequenzen ergeben sich dadurch für Ozean, Biosphäre und Gesellschaft?

Das einzige, was rel. gut erforscht ist, ist der Treibhauseffekt von Co2 ohne Feedbacks und der ist harmlos. Alles andere ist immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Gäbe es zu all diesen Fragen eine so klare Antwort wie zum THE ohne Feedbacks, müsste man auch nicht mit dubiosen Konsensschätzungen um die Ecke kommen. Im Gegenteil. Die Wissenschaft hat durch ihre Erkenntnisse der letzten 10 Jahre das Kohlenstoffmodell ad absurdum geführt. Aber keiner traut sich, die Sau zu schlachten. Wir reden hier über politische Macht in vielen Ländern,  Billionen von Dollars und hunderttausende von Jobs, die an diesem Märchen hängen. Einschließlich des Jobs des potenziellen Judas, der den Offenbarungseid leisten sollte. Vollkommen klar ist, dass die Natur ein ganz gehöriges Wort beim Co2 in der Luft mitredet und eine technische Lösung außerhalb der Kernkraft nicht existiert. Relativ klar ist auch, dass die Erwärmung nicht nur vom Co2 alleine kommt und dass sie mindestens soviele Vor- wie Nachteile hat. Alleine daraus lässt sich ableiten, dass unser Handlungsspielraum ziemlich begrenzt und das Chance-/Aufwandsverhältnis hundsmiserabel ist. Mit anderen Worten: Ein Riesenaufwand mit extremen Nachteilen für die meisten Menschen für eine lächerliche Erfolgsaussicht zu einem kleinen Problem mit riesigen Unsicherheiten.Damit wird das wissenschaftliche Problem zum politischen.

Der ganz kleine, fast unsichtbare Kern der dahinter stehenden ideologischen Bewegung ist glasklar totalitär und fußt im extrem rechten Milieu. Dort würde man liebend gern ein paar Milliarden Paupers über die Klinge springen lassen, wenn es der eigenen Brut dient. Und da ist durchaus Kohle da, auch wenn das nur wenige sind. Die Masse der Unterstützer kommt heute aus dem linken Spektrum, weil die Linke in den letzten 20 Jahren geschnallt hat, dass ihre Kundschaft zu reich geworden ist, nicht etwa, weil sie das erkämpft hätte, sondern weil der Kapitalismus das mit nonchalant links erledigt hat. Also brauchte man ein neues Zugpferd, um der Kundschaft das Maul wässrig zu machen. Die neue Ikone hat man ganz rechts gefunden, geschmeidig verhüllt in eine grüne Weltenretterrobe. Dumm, dass die Maßnahmen alle gegen die originäre Kundschaft gerichtet sind, aber was solls, wo gehobelt wird, da fallen eben auch Späne. Und so kommt es, dass die grün-braunen Misanthropen plötzlich von allen Seiten rot umringt sind. Dass jetzt endlich mal einer durchgreift und bei den Schwarzen, Gelben, jedenfalls woanders aufräumt, dieses Argument gefällt heute ganz vielen und übers ganze politische Spektrum. Selbst die Konservativen sehen, dass man den Menschen mit dieser überdimensionalen Einschüchterung Geld und Freiheit nehmen kann. Die angeblich menschgemachte Planetenkrise ist der politische Freibrief und die lebenslange Legitimation für jeglichen Unfug und ganz tiefen Griff ins Fell der Schäfchen. Der erfolgreichen und zu mächtig gewordenen Wirtschaft entzieht man nebenbei auch noch die Grundlage und kettet sie an die eigene Knute. Junkies meiner Gnade sollt ihr von nun an sein! Verlockend genug, so eine Show abzuziehen.

Glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass diese Riesensau freiwillig geschlachtet wird? Es gibt ja fast keinen, der nicht davon profitierte außer der kleine Bürger, der die Party am Ende finanziert und mit seiner Freiheit bezahlt. Mal sehen, ob man den global so lange so verarschen kann.
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17.01.20 21:53

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18.01.20 11:02

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26.01.20 17:57
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10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerVon Leugnern und Verleumdern

Der Spiegel schickt in primitiv demagogischer Form zwei seiner Tippamazonen vor, um kritische Fragen an die Regierung als extrem rechte Trolle zu verleumden. Das unterirdische Name Calling gegen leise und durchaus sachliche Kritiker einer Regierung hat etwas von DDR 2.0. Das ist aber heutzutage eher publizistische Norm als Sündenfall eines sogenannten ?Leitmediums?. Den hirnlosen Fanatikern in der Spiegelredaktion ist damit die Demokratie einfach nur noch lästiges Anhängsel, ihnen geht es nur um das Durchpeitschen ihrer menschenfeindlichen Agenda.

Interessant auch, dass die CDU jedwede Antwort auf die Klimafragen kategorisch ablehnt, wo die größte Kanzlerin aller Zeiten doch gerade den Dialog zwischen den Klimafronten angemahnt hat, dessen Verweigern gesellschaftlich geächtet werden soll, wenn es nach ihr ginge. Vielleicht sollte man dem Spiegel und der CDU samt Grökaz noch einmal die Bedeutung des Wortes Dialog erklären. In deren Augen ist Dialog die bedingungslose Kapitulation der Minderheit gegenüber der Mehrheitsmeinung. So funktioniert Demokratie eben. Pluralismus ist doch etwas für nostalgische Erbsenzähler.

In Wirklichkeit weiß man, dass man der sachliche Dialog in einer niederschmetternden Niederlage enden würde. Genau das ist auch der Grund, wieso der Dialog verweigert und das identitäre Ausgrenzen und Ächten des Gegenüber als Strohmannlegitimation für den ausbleibenden Dialog vorgeschoben wird. Anders kann man seine Agenda nicht mehr durchboxen. Man muss sich eben radikalisieren, die Nörgler lassen einem gar keine andere Wahl.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/...-4898-a4f3-a11a1c814008
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27.01.20 22:57

10013 Postings, 5722 Tage lumpensammlerUschi voll die Leuchte

will jetzt die Chinesen besteuern, weil die nicht so richtig mitziehen beim Co2 Völkerball. Das sei in ihren erleuchteten Augen unfair gegenüber den europäischen Schildbürgern, die ja mit ihren Co2 Abgaben alles gäben, um den Planeten samt China zu retten.

Nun ja, die Logik zu Ende gedacht, müsste Uschi auch die Amerikaner, die Inder, die Russen und die Afrikaner besteuern. Viel Spaß dabei.

Wenn es ihr aber nur um Gerechtigkeit für die Europäer geht, wäre doch die einfachste Lösung die, den Co2 Quatsch in Europa einfach zu lassen. Das hätte sie sogar direkt in der Hand.

Aber so einfach denken weder Königinnen noch Wegelagerinnen. Das eine Auge ist stets auf die königliche Schatulle gerichtet.
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