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Steinhoff International Holdings N.V.

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neuester Beitrag: 18.07.19 17:13
eröffnet am: 09.01.18 15:22 von: wetterfrosch. Anzahl Beiträge: 193434
neuester Beitrag: 18.07.19 17:13 von: waeck. Leser gesamt: 21065656
davon Heute: 26115
bewertet mit 219 Sternen

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02.12.15 10:11
219

Clubmitglied, 26485 Postings, 5250 Tage BackhandSmashSteinhoff International Holdings N.V.

Rechtsform Naamloze vennootschap
ISIN NL0011375019
Gründung 1. Juli 1964[1]
Sitz Amsterdam, Niederlande
Leitung Markus Jooste[2]
Mitarbeiter 91.000 (2014/15)[3]
Umsatz 134,868 Mrd. Rand (2014/15)[3]
Branche Einzelhandel/Möbelindustrie
Website steinhoffinternational.com

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Steinhoff_International_Holdings

Möbelhersteller und Möbelhändler bei uns gelistet,...

hm mal sehen was das wieder ist, kennt das jemand ?  
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193408 Postings ausgeblendet.

18.07.19 14:35
2

164 Postings, 212 Tage Kyrill 1@Stefan

Lass dich nicht einschüchtern von diesen Hirnis. Block sie einfach. Ich hab auch schon Post von diesen Schwachmaten bekommen... lächerlich. Jeder der mir solch einen Dreck schreibt wird direkt gelockt, Ende.  

18.07.19 14:35

164 Postings, 212 Tage Kyrill 1geblockt sollte das werden

18.07.19 14:41
2

10 Postings, 0 Tage Stefan Köpplihr habt recht

tut mir leid, ich bin bei mehreren communitys, aber sowas habe ich noch nie erlebt. die können mich beobachten was sie wollen, mir doch egal. meine aktien bekommen sie auf jeden fall nicht. und ich glaub nur darum geht es diesen typen.  

18.07.19 14:45
3

164 Postings, 212 Tage Kyrill 1Nee,

ich glaube denen geht es nur darum in einem anonymen Forum ein auf dicke Hose zu machen. Ich garantiere Dir, das diese Herrschaften im richtigen Leben, wenn sie dir gegenüberstehen nicht machen würden und wenn, dann wahrscheinlich nur einmal. Völlig harmlos diese Krebstierchen...  

18.07.19 14:49
6

164 Postings, 212 Tage Kyrill 1so,

aber mehr werde ich hierzu nicht sagen. Eigentlich möchte ich ja nur lesen, nur manchmal platzt mir einfach der Kragen. Also Sorry für  "Off Topic". Sehen aber wahrscheinlich viele  ähnlich.  

18.07.19 15:14
2

24 Postings, 14 Tage Investor GlobalDefine : Bericht Seeking Alpha

Moin Define          #193365
Aber nach 2 Jahren sollte es wirklich dem Dümmsten hier auch mal endlich ins HIRN gehen.

Ich widerspreche dir mit deiner Annahme und Schlussfolgerung.

Es sind in Steinhoff ganz andere Gesellschaften mit hohen Aktienbeständen investiert.
Ich habe die von Dirty hier im Forum zur Verfügung gestellte Auflistung noch mal als Anhang eingestellt.

Eine Aktie entspricht eine Stimme. Viele Aktien eben viele Stimmen. Wenn es Abstimmungen mit den
Aktionären bei der Hauptversammlung gibt, entscheidet sich das bei den Prozentualen Beteiligungen.

Schlussfolgerung hierzu,.: Die hochinvestierten werden nicht gegen Ihre Interessen stimmen.

Mit der Annahme, fühle ich mich doch mit meinem Invest, diesbezüglich auf der sicheren Seite.

Ich persönlich bin ganz bestimmt nicht in Steinhoff investiert, weil ich träume. Sondern nach genauer
Abschätzung der Möglichkeiten die sich hier bieten.

Das Management leistet erstklassige Arbeit und verfügt über ein Konzept, welches mit den Gläubigern
abgestimmt ist.
Bis Ende August, mit der Hauptversammlung, wird alles Wissenswerte zur Verfügung stehen.

Danach wird Steinhoff neu bewertet.

Nicht, das die Kollegen von Werner von Braun diese Aussage gleich wieder übernehmen.


Keine Kauf oder Verkaufsempfehlung, rein persönlich gesehen.
 
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18.07.19 15:19

5 Postings, 3157 Tage prosim@ Define #193400

Wenn Ihrer Aussage gefolgt würde, dürfte kein Investierter mehr eine Aussage zu Steinhoff treffen.

Jeder Marktteilnehmer hat eine andere Erwartungshaltung, insbesondere Käufer und Verkäufer. Das sollte einen jedoch nicht davon abhalten, sich mit den Gendankengängen anderer Marktteilnehmer zu befassen und sich in der Auseinandersetzung mit deren Argumentation ein eigenes Urteil zu bilden ob investiert werden soll oder nicht.

Im Übrigen verweist Herr Oberholster am Ende seiner Einschätzung auf einen möglichen Interessenkonflikt hin.
Siehe: "Disclosure: I am/we are long SNHFF. I wrote this article myself, and it expresses my own opinions. I am not receiving compensation for it (other than from Seeking Alpha). I have no business relationship with any company whose stock is mentioned in this article."  

18.07.19 15:27
1

10992 Postings, 2468 Tage H731400@Investor Global

die waren doch schon fast alle beim Knall mit drin und sitzen genauso auf dicken Verlusten, das hat gar nichts zu heißen. Es gab so gut wie 0 Stimmrechtsmitteilungen die letzten 1,5 Jahre.  

18.07.19 15:35
6

2293 Postings, 246 Tage Dirty JackH7

nicht ganz:
 
Angehängte Grafik:
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18.07.19 15:51
1

24 Postings, 14 Tage Investor GlobalH731400 : @Investor Global

Moin H731400  #193417
Ich spreche auch nicht von der Vergangenheit, sondern von der Zukunft.
"An der Börse wird die Zukunft gehandelt"

Steinhoff ist heute Glasklar aufgestellt, fast völlig transparent. (Ende August)

Es gibt auch Aktionärsrechte die einer Abstimmung bedürfen.
 

18.07.19 15:59
1

4 Postings, 15 Tage TomStonerInvestor Global & Dirty Jack... Aufstellung

Vielen Dank für die Aufstellung und die Mühe.

Blackrocks Kauf von nahezu 60m Aktien im Mai finde ich durchaus interessant.

Wie wertet ihr insgesamt diese Zukäufe?  

18.07.19 16:10
2

24 Postings, 14 Tage Investor GlobalTomStoner

Moin TomStoner  #193420

Die Jungs haben garantiert nicht Zugekauft um Geld zu verbrennen.
Investiert wird um Geld zu verdienen.  

18.07.19 16:13
1

341 Postings, 545 Tage Calibeat1also

ich komme nicht mit hängenden ohren zurück - weil, ich war ja nicht weg lol
aber erst will fb deine telefonnummer, dann dein foto..und sperren dich, weil du nicht den klarnamen angibst....nein, möchte nicht gläsern sein...dann geht es eben nicht drüben ...ich komm drüber weg lol  

18.07.19 16:16
3

2293 Postings, 246 Tage Dirty Jack@TomStoner

Blackrocks Zuwachs basiert erst mal auf Zusammenlegung von iShares und BR, damit man mehr Tabellenzeilen darstellen kann.
Aber iShares hat dieses Jahr trotzdem in dieser Höhe zugelegt. Man konnte und kann es auf Morningstar auch ein wenig nachvollziehen.

Interessant ist auch die Doppelbelegungen, also Aktionär und Gläubiger:
Invesco Global Convertible Fund
BLACKROCK CREDIT ALPHA FUND LP
Bank of America / Merrill Lynch International Limited
J.P. Morgan Securities
Gläubigernamen kann man sich in den Abstimmungsdateien (German Translation) vom 14.12.2018 auf
https://www.lucid-is.com/steinhoff/
ziehen.

Richtig hatte auch H7 angemerkt, dass viele Aktien schon vor dem Crash gehalten worden, wie bei BOA z.B. als Kreditsicherheit. Verhältnis etwa 1 : 1.
Viele sind aber auch in den Handel gelangt.
 

18.07.19 16:25

202 Postings, 125 Tage AfriGeldmeine Aktien (800.000) behalte ich

Ja meine Aktien behalte bis zu bitterem Ende. Billig gebe ich sie nicht her. Lieber alles verlieren. Gott seid Dank ich kann es ggf. verkraften.  

18.07.19 16:26

202 Postings, 125 Tage AfriGeldSo lange

BLACKROCK und co. dabei sind und auch wenn diese verkaufen, bleibe ich dabei, meine Aktien sind unverkäuflich  

18.07.19 16:27

202 Postings, 125 Tage AfriGeldZudem

macht diese hin und her doch richtig spaß oder....und echt nicht ironisch gemeint  

18.07.19 16:33
1

1053 Postings, 614 Tage Klaas KleverSpaß machen ....

... wird's mir erst wenn wir hier andere Kurse sehen (höhere natürlich). Leider bleiben die 8 Cent festgetackert bis CVA endlich durch ist. Und dann gibt es noch Analysten-/Investorentag und HV Ende August als weitere Hoffnungsträger auf bessere Kurse. Mal sehen, die Zeit vergeht schnell und irgendwann müssen auch diese idiotischen festbetonierten Dauer-Acht-Cents mal Geschichte sein !  

18.07.19 16:45

4 Postings, 15 Tage TomStonerDirty Jack

Bzgl. Blackrock. Okay schade, aber laut deiner Auflistung waren die vor Bekanntwerden des Bestrugs nicht invesiert oder verstehe ich das falsch?

Danke  

18.07.19 16:46

77 Postings, 548 Tage DefineNachkaufsünde

Seit zwei Jahren liest man hier:

Kurs steigt, wenn..
Kurs steigt, wenn..
Kurs steigt, wenn..


Kurs ist bisher immer gefallen.
So wie heute. Wieviele Wochen halten das einige noch durch?

Hier haben einige Haus und Hof verzockt, die Anzahl an Shares die für die Summe draufgegangen ist, kauft sich jetzt die nächste Schicht an Zockern mit einem läppischen Monatsgehalt ein. Dafür haben einige ihr Lebenswerk verballert.
Und die neuen sind natürlich jetzt die "Schlauen" die die Chance genutzt haben?


 

18.07.19 16:52
4

11 Postings, 12 Tage WulfBleyeine kurze juristische Analyse von mir

18.07.19 16:55
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2293 Postings, 246 Tage Dirty Jack@TomStoner

Die ETF Sparte von BR, iShares, war seit Anfang des Jahres  aktiv und hat einiges an Aktien gekauft.
Um den Jahreswechsel werden einige Fonds immer etwas aktiver.
In der Aufstellung vor dem Crash sind nur die Shareholder erfasst, keine Aktien, die als Securities dienten. Nach dem Crash sah das anders aus, deshalb kommen dann Invesco (hier der ehemalige Oppenheimer Dev. Fond mit über 115 Mio Shares) oder die Bank of America/Merryll Lynch oder auch BR plötzlich in die Aktionärsschiene.
Und eine Meldeschwellenüberschreitung hatten wir im April mit dem Abschluss der Übernahme von Oppenheimer durch Invesco (jetzt 133 Mio Shares) wurde die 3 % Hürde überschritten.
Viele mittlere Aktienhalter, also die ohne Securities-Shares, sind ein -oder ausgestiegen, aber Tendenzen lassen sich daraus nicht ablesen.  

18.07.19 17:00
2

334 Postings, 2708 Tage Sealchen@Define

Sehr führsorglich von dir, wer hier investiert ist und das nicht "durchhält" sollte lieber BASF oder Deutsche Post kaufen, denn dann ist man hier völlig falsch!

Die Aktie war nach dem Crash ein Zock, das muss jeder gewusst haben, denn das eigene Unternehmen hat ja davor gewarnt!

Und das der Kurs genau dann steigt, wenn es die Lemmingmasse im Forum gerne hätte, das war doch wohl wirklich jedem klar?

Der Kurs steigt, wenn er steigt und das weiß hier niemand. Darum geht es auch nicht, es geht darum herauszufinden ob die Eckpfosten im operativen Geschäft leben und die Handlungen des Unternehmens zu interpretieren. Aktuell kämpfen die Manager und es sieht schonmal hoffnungsvoll aus.

Selbst wenn das CVA durch ist der Investorentag durch ist, heißt es nicht das der Kurs sofort ohne ende steigt oder überhaupt auch nur einen Cent steigt!
Das müssen die wirklich relevanten Marktakteure entscheiden, welche für ordentlich Umsatz sorgen und diese sind aktuell nicht im Handel. Die Aktie kann doch nur so geprügelt werden, weil es keine relevante Nachfrage oder überhaupt irgendeine Nachfrage gibt!

Niemand weiß wann dies geschieht, aber man sollte wissen, wenn das Unternehmen überlebt und es keine bitterbösen Kapitalmaßnahmen gibt, die Aktie irgendwann zu seiner Zeit steigen MUSS! Dafür wird es keinen Termin geben, das wird nicht in diesem Forum oder sonstigen Schmierblättern geregelt, dafür sorgen ganz andere Kapazitäten....

Wir sind hier in einem isolierten Privatanlegerbereich, diese ganzen Schmierblätter sprechen doch nur euch privaten an, das sind doch keine seriösen Researches. Somit sprechen die niemand an der den Kurs beeinflussen kann - > absolut unintressant. Kein Profi bei Blackrock/Vanguard und wie sie nicht alle heißen scheren sich auch nur einen Furz um uns. Das muss euch mal klar werden!!

Zum Thema wieso sollte gerade ihr so abkassieren... nunja bei Wirecard konnte man schön sehen, das auch einige im Forum tief gekauft haben und der Kurs mit den privaten an Board problemlos gestiegen ist... entweder scheißen oder runter vom Topf!!!  

18.07.19 17:01

3545 Postings, 1192 Tage tom.tom@Wulf E. Bley

Du kannst doch den Text hier auch einstellen, da es eine sehr sachliche Analyse ist, dürfte hier keiner etwas dagegen
haben! Ups, sehe gerade Dein Posting wurde schon gemeldet...dann stelle ich den Text mal selber ein...

Gute Arbeit übrigens!
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Haftung von Christoph Wiese

Eine kurze juristische Analyse von Wulf E. Bley


Der ehemalige Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese setzt den schwer angeschlagenen südafrikanischen Möbelkonzern mit einer milliardenschweren Klage stark unter Druck. Die private Vermögensverwaltung des Milliardärs, Titan Group, fordert 3,9 Milliarden Euro von Steinhoff.
Dabei geht es zum einen um eine Kapitalspritze, mit der Wiese 2016 die Übernahme des US-Matratzenkonzerns Mattress Firm mitfinanziert hatte. Zum anderen verlangt die Titan Group die Rückabwicklung des Verkaufs seines südafrikanischen Textil- Einzelhändlers Pepkor an Steinhoff, für den Wiese ebenfalls Steinhoff-Aktien
bekommen hatte.
Dagegen steht aber, unabhängig davon, ob er überhaupt eine Chance hat, mit dieser Klage durchzudringen, eine Forderung der Steinhoff Holding gegen ihn als ehemaligen Vorsitzenden des Aufsichtsrates wegen mangelhafter Aufsicht und Kontrolle des Vorstandes.
So wollen Anlegeranwälte den südafrikanisch-deutschen Möbelkonzern Steinhoff und seine Manager und Berater wegen des Bilanzskandals auf eine Milliardensumme verklagen. Die deutsche Anwaltskanzlei Tilp teilte am Donnerstag mit, die südafrikanische Kanzlei LHL Attorneys habe eine Sammelklage vor dem High Court in Johannesburg eingereicht. "Das vorläufige Klagevolumen beläuft sich auf circa zwölf Milliarden Euro", hieß es in der Mitteilung. Verklagt werde nicht nur der ums finanzielle Überleben kämpfende Konzern selbst, sondern auch dessen Banken und Wirtschaftsprüfer sowie der ehemalige Steinhoff-Chef Markus Jooste, sein Finanzchef Ben la Grange und Ex-Aufsichtsratschef und Großaktionär Christo Wiese. Hier geht es mir nur um eine mögliche Haftung des Christoph Wiese, zur Klageaussicht gegen die Gesellschaft Steinhoff hatte ich mich bereits in einem Video geäußert, was für die klagenden Aktionäre im Musterfeststellungsverfahren gilt natürlich auch für die Klage von Christoph Wiese.
Allgemeine Haftungsvoraussetzungen
Grundsätzlich gilt für die persönliche Haftung von Aufsichtsratsmitgliedern - einschließlich der Pflichtverletzung - nichts anderes als für die Vorstände in Aktiengesellschaften. Nach § 116 Aktiengesetz sind für Sorgfaltspflichten und für die Verantwortung der Aufsichtsräte die Regelungen für Vorstände "sinngemäß" anzuwenden. Gemäß § 93 Abs. 2 AktG (Sorgfaltspflicht und Verantwortlichkeit der Vorstandsmitglieder) sind Vorstandsmitglieder, die ihre Pflichten verletzen, der Gesellschaft zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens als Gesamtschuldner verpflichtet. Ist es streitig, ob sie die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters angewandt haben, so trifft sie die Beweislast. Kommt es dazu, dass der Aufsichtsrat Haftung übernehmen soll, muss demnach das Aufsichtsratsmitglied beweisen, dass es seine Pflichten nicht verletzt hat und deshalb zum Schadensersatz nicht herangezogen werden kann. Dies kann insbesondere für bereits ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder, (so auch für Christoph Wiese), schwierig werden, da sie (er) keinen Zugriff mehr auf die Unterlagen der Gesellschaft haben. Auch Personen, die wegen ihrer speziellen Sachkenntnisse in den Aufsichtsrat aufgenommen wurden, unterliegen der gesteigerten Sorgfaltspflicht. In
1
einer wirtschaftlichen Krise bzw. unternehmerischen Entscheidungen von erheblicher Tragweite wird die gesteigerte Sorgfalt für alle Aufsichtsratsmitglieder verpflichtend.
Neben der Überwachungspflicht dem Vorstand gegenüber besteht für die Aufsichtsratsmitglieder auch eine Überwachungspflicht gegenüber eventuell vorhandenen Aufsichtsratsausschüssen, was einer doppelten Kontrolle der Leitungsentscheidungen gleichkommt.
Werden dem Aufsichtsrat Berichte des Vorstandes nicht oder nur unvollständig zu den vereinbarten Terminen vorgelegt, hat der Aufsichtsrat die Pflicht, diese Berichte einzufordern. Aus der Bringschuld des Vorstands wird in diesem Fall eine Holschuld des Aufsichtsrates. Diesem Sachverhalt kommt gerade in Zeiten der Krise, bei konkreten Verdachtsmomenten oder auch bei riskanten Geschäften des Unternehmens eine besondere Bedeutung zu. Dies kann so weit gehen, dass zum Beispiel bei Risikogeschäften vom Aufsichtsrat eine selbstständige Risikoanalyse vorgenommen werden muss, gegebenenfalls mit Hilfe externer Sachverständiger. Wird dies versäumt und entsteht ein Schaden, kann es ebenfalls zu Haftungsansprüchen gegen den Aufsichtsrat kommen. Die Sorgfaltspflicht geht so weit, dass ein einzelner Aufsichtsrat bei Bedenken gegen einen Beschluss des Gesamtvorstandes verpflichtet ist, diese vorzubringen und bei einer Abstimmung gegen den Beschluss stimmen oder sich zumindest der Stimme enthalten muss. Der Ersatzanspruch der Gesellschaft kann auch von den Gläubigern der Gesellschaft geltend gemacht werden, soweit sie von dieser keine Befriedigung erlangen können. Kontrollpflichtverletzungen begründen nicht eigenständig eine Haftung, sondern nur dann, wenn sie Bezug haben zu einer Pflichtverletzung der Geschäftsführung. Ist diese Pflichtverletzung aufgrund mangelnder Kontrolle unerkannt geblieben oder wurde ihr nicht entgegengetreten oder vorgebeugt und dadurch ein Schaden verursacht - dann stellt sich die Haftungsfrage beim Aufsichtsrat und den von ihm beauftragten Kontrolleuren. Die Geschäftsführung des Unternehmens unterliegt einer Überwachung auf Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit. Grundvoraussetzung einer wirksamen Kontrolle sind umfassende Berichtspflichten des Vorstandes, festgeschrieben in § 90 I AktG. Das praktische Problem besteht oftmals weniger darin, dass diese Berichte unzutreffend oder irreführend sind, sondern dass sie unvollständig ausfallen oder so angesehen werden. Aber wie umfassend müssen die Informationen sein, wie tief müssen sie gehen? Das hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Zum akuten Streitpunkt werden Berichtspflichtverletzungen ("unzureichende Informationen") regelmäßig erst dann, wenn eine Krisensituation im Unternehmen eingetreten ist. In Krisensituationen, so sagen es Rechtsprechung und Literatur,
werde eine "erhöhte Kontrollpflicht" notwendig. Der erhöhte Kontrollbedarf setzt also eine krisenhafte Zuspitzung voraus, er sollte eigentlich aber gerade diese Zuspitzung verhindern. Der Aufsichtsrat kontrolliert die Maßnahmen und Entscheidungen des Vorstandes auf Rechtmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Dieser vergangenheitsbezogenen Kontrolle steht weiterhin eine auf die Zukunft gerichtete aktive Beratertätigkeit gegenüber, wenn es um die strategische Ausrichtung des Unternehmens geht.
Aus all diesen Kernaufgaben erwachsen dem Aufsichtsrat Pflichten. Ihre Erfüllung ist also nicht beliebig, sondern eine Nichterfüllung zieht Konsequenzen nach sich – im schlimmsten Fall für den Aufsichtsrat Haftung mit seinem persönlichen Vermögen. Neben der Kontrollpflicht gehört im Übrigen auch, dass der Aufsichtsrat sich selbstständig die Wissensgrundlage erarbeitet, die nötig ist, um relevante Sachverhalte adäquat beurteilen zu können. Eine gesteigerte Sorgfaltspflicht besteht
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zudem für Aufsichtsräte, die besondere Funktionen innehaben. Dies können zum Beispiel Vorsitzende, Ausschussvorsitzende und Finanzexperten sein. Auch Personen, die wegen ihrer speziellen Sachkenntnisse in den Aufsichtsrat aufgenommen wurden, unterliegen der gesteigerten Sorgfaltspflicht.
In einer wirtschaftlichen Krise bzw. unternehmerischen Entscheidungen von erheblicher Tragweite wird die gesteigerte Sorgfalt für alle Aufsichtsratsmitglieder verpflichtend.
Im Jahre 2011 wurde Christoph Wiese durch den Tausch eines Aktienpakets zum „kleinen Anteilseigner“ von Steinhoff. Zwei Jahre später, also im Jahre 2013, war er Vorsitzender des Aufsichtsrats. Es heißt: «So habe er Einblick gewonnen, wie das
Unternehmen gemanagt wurde, und in das Kaliber der Leute im Board: einige der prominentesten Geschäftsleute Südafrikas, hochprofessionell, mit fantastischer Reputation». Daneben war Wiese mit 23 % größter Einzelaktionär des niederländisch-südafrikanischen Möbelkonzerns Steinhoff International Holdings, den er nach dem Rücktritt des CEO Markus Jooste im Zuge eines Bilanzskandals am 5. Dezember 2017 interimistisch führt. Wenige Tage nach Amtsantritt trat auch Wiese am 14. Dezember 2017 mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern zurück.
Eine weitere Quelle seines Reichtums war die von ihm kontrollierte Pepkor-Gruppe, die günstige Kleidung und Schuhe verkauft. Weithin respektiert, galt Wiese als scharfsinniger Geschäftsmann, der jede Verästelung seines Vermögensgeflechts im Griff hatte So wurde er zum sechstreichsten Mann des Kontinents. Im März 2015 ist er laut „Forbes“ 6,3 Mrd. Dollar schwer. Um diese Zeit macht er den Deal seines Lebens: Er verkauft Pepkor für 5,7 Mrd. Dollar in Cash und Aktien an Steinhoff und wird zu dessen größten Aktionär. Wiese will sein Erbe sichern – und dabei von Südafrika aus einen „afrikanischen Champion“ aufbauen.
Der südafrikanische Multimilliardär Christo Wiese hat inzwischen seinen Anteil am angeschlagenen südafrikanisch-deutschen Möbelkonzern Steinhoff reduziert. Laut einer Mitteilung der niederländischen Börsenaufsicht hält Christoph Wiese nur noch 6,2 Prozent nach zuvor rund 23 Prozent.
Im Dezember hatte Wiese seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzenden bei Steinhoff aufgegeben, einige Tage später wurde er auch als vorübergehender Vorstandschef abgelöst. Wiese war bis dahin die zentrale Figur bei der Entwicklung von Steinhoff. Im März 2015 ist er laut „Forbes“ 6,3 Mrd. Dollar schwer. Um diese Zeit macht er den Deal seines Lebens: Er verkauft Pepkor, die ehemalige „Steinhoff Africa Retail
Limited“, für 5,7 Mrd. Dollar in Cash und Aktien an Steinhoff und wird zu dessen größtem Aktionär. Wiese wollte damit sein Erbe sichern – und dabei von Südafrika aus einen „afrikanischen Champion“ aufbauen.
Zur Haftungsbegründung
Christoph Wiese erwarb einen Bachelor of Arts und einen Bachelor of Law an der Universität Stellenbosch und erhielt später einen Ehrendoktortitel derselben Universität. Er leitet das südafrikanische Einzelhandelsunternehmen Shoprite. Zudem kontrolliert er das südafrikanische Unternehmen Pepkor.
Damit hatte er die fachlichen Voraussetzungen und Kontrollfähigkeiten für das Amt des Vorstandsvorsitzenden mit besonderen Pflichten, zumal er zu der Zeit Hauptaktionär war.
3

Bereits im Jahr 2007 hatten Analysten von JPMorgan Chase & Co. einige Warnsignale formuliert. In einem 56-seitigen Bericht fragten sie, warum es den Steinhoff-Konten an "entscheidenden Informationen" fehlte, wo sie Einnahmen generieren und warum sie sich eher auf Steuervergünstigungen als auf das eigentliche Geschäft konzentrierten.
Dieses Warnsignal für Wiese später genügen müssen, zu überdenken, ob er im Jahre 2015 überhaupt seine Pepkor-Gruppe an Steinhoff verkaufen sollte. Das lag ihm aber fern, da er von diesem Deal am meisten profitieren würde, was dann auch so kam. Denn 5,7 Mrd. Dollar in Cash und Aktien machten ihn ja in diesem Jahr zu einem der reichsten Männer Südafrikas. Doch Steinhoff erwirbt im selben Jahr für 3,4 Mrd. Euro den Matratzenhersteller Mattress Firm in den USA und Poundland, das britische Äquivalent zu Rudis Resterampe. Auch die Übernahme von Shoprite wird vorbereitet. Welches materielle Interesse Christoph Wiese dabeigehabt hatte, ist durch die Untersuchungen von PWC zu spezifizieren. Im Parlament hat Christoph Wiese gesagt: „Normalerweise siehst du Probleme kommen, wenn du ein Unternehmen führst. Die Verkäufe brechen ein. Die Liquidität trocknet aus. Mitarbeiter verlassen das sinkende Schiff. Du kannst Gegenmaßnahmen ergreifen. Aber in diesem Fall war es buchstäblich ein Blitz aus heiterem Himmel.“ Ganze drei Tage vor der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2017, an dem die Bilanz hätte vorgelegt werden sollen, sei er erstmals über „eine ernsthafte Schwierigkeit“ informiert worden. Aufsichtsräte, Anwälte, Berater seien so fassungslos wie überfordert gewesen: „Wir waren alle schwer angeschlagen. Was machen wir jetzt?“, schilderte Christoph Wiese. „Es herrschte absoluter Aufruhr.“
Hat der Skandal Christoph Wiese und die anderen wirklich treffen wie ein „Blitz aus heiterem Himmel“?
„Das ist nun wirklich überhaupt nicht überzeugend“, sagt Craig Butters. Das Büro des Finanzhauses Prudential, wo er als Analyst arbeitet, liegt gleich um die Ecke. Mit Steinhoff beschäftigt sich Butters seit 2003. Er arbeitete damals bei dem Hedgefonds Brait, der einen Großteil von Wieses Vermögen verwaltet. Joostes Dominanz habe ihn alarmiert, seine übertrieben selbstbewussten Prognosen, die blinde Akquisitionswut. 2007 verstärkte sich Butters’ Skepsis weiter. Die Investmentbank JP Morgan hatte, wie schon erwähnt, eine mehr als 50-seitige vernichtende Analyse über Steinhoff veröffentlicht: Die Strukturen seien intransparent. Die Expansion folge keiner Strategie. Der Cash-Flow sei enttäuschend. Die Zukäufe brächten keine Synergien. Schon früh beschlich Butters die Ahnung, dass Wiese mit Steinhoff noch Großes vorhaben könne. Um ihn zu warnen, traf er ihn 2009 im Luxushotel One & Only an der Waterfront in Kapstadt zum Frühstück. Wiese habe „die richtigen Fragen“ gefragt und erklärt, warum er über einen großen Deal mit Steinhoff nachdachte, erzählt Butters. „Sinngemäß: Er brauchte einen Nachfolger für sein Imperium, und er dachte, Markus könnte der Mann sein.“ Christoph Wiese habe ihm aufmerksam zugehört und für seine Warnung gedankt. Zwei Jahre passierte nichts, dann stieg Wiese doch bei Steinhoff ein.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Gericht Christoph Wiese abnimmt, dass er von all dem, was alles „wie aus heiterem Himmel“ passiert ist, keinerlei Kenntnis hatte. Und selbst wenn man ihm das abnehmen würde, käme man immer noch zu dem Ergebnis, dass er verpflichtet gewesen wäre, alle großen Zukäufe durch eine außerordentliche Hauptversammlung der Aktionäre absegnen zu lassen und dafür die erforderlichen Unbedenklichkeitsbescheinigungen und Expertisen einzuholen. Christoph Wiese war spätestens seit der Razzia im Jahre 2015 bekannt, dass die unternehmerischen Fehlentscheidungen bekannt werden. Im November 2017
4

wurden ja zwecks Vorbereitung des Shoprite Deals die ersten 2 Cash Tranchen an Wiese bzw. eines seiner Unternehmen ausgezahlt, 1 X 125 Mio. & 1 X 200 Millionen. Diese Auszahlungen wurden dem Markt bekanntgegeben, sondern kamen erst im Nachhinein ans Tageslicht und das sogar erst nach Ausbruch der Krise.
Schlusswort:
Im umgekehrten Fall, dass Christoph Wiese Steinhoff verklagen würde, sehe ich keinen vernünftigen Grund, darüber besorgt zu sein.
Denn keiner hat Interesse daran, dass Steinhoff insolvent wird und schon gar nicht Christoph Wiese. Und das betrifft vor allem die Gläubiger, die die Kuh nicht schlachten werden, die sie noch melken wollen. Gott sei Dank wird an der Börse (manchmal) auch mit Vernunft regiert, denn schließlich geht es allen Beteiligten darum, Mehrwerte zu schaffen, eben die Grundmaxime des Kapitalismus zu verwirklichen.
Ich könnte noch viel zu diesem Thema und zur juristischen weiteren Begründung sagen, aber das würde dann doch den mir selbst gelegten Rahmen sprengen.
5  

18.07.19 17:13
1

18 Postings, 471 Tage waeck.Fundamentaler Aktienwert

Na liebe freunde der nackten Erotik,

was haltet ihr eigentlich von fundamentalen Aktienwerten, habe mich mal ein wenig damit befasst und auch einen max. Kaufpreis für Steinhoff kalkuliert, gemäß der "Graham-Formel".

Ich habe demnach aus dem "Half-year report 2019" S. 61 den Gewinn genommen (259€m) und von S. 42 das Eigenkapital (172€m) und diese Werte in die Formel gesetzt:

Max. Kaufpreis = Wurzel aus (22,5) * Gewinn/Aktie * EK/Aktie --> wobei ich die 22,5 genau aufgebröselt habe auf den KBV*KGV von Steinhoff, in unserem Falle 1,48*12,13= 17,9524.
Graham hat 22,5 gewählt, weil der Buchwert einer Aktie mindestens 1,5 mal so groß sein sollte wie sein tatsächlicher Wert und der Gewinn mind. 15 mal so groß sein sollte, also 1,5*15=22,5.

=> Wurzel(17,9524*(259/(Anzahl Aktien=4309,73)*(172/(Anzahl Aktien=4309,73)) = 0,2075

Ich meine mich erinnern zu können das wir genau diesen Wert vor etwa genau einem Jahr erreicht hatten und sogar noch 0,02c höher standen.
Bin mir fast sicher das wir diesen Wert schon bald wiedersehen werden und sobald mir neue Zahlen vorliegen dieser Wert sich weiter erhöhen wird. Ist jetzt natürlich "nur" eine Bilanztechnische Analyse, aber es gibt viele Leute die an so etwas glauben genau so wie andere Leute eher an Charttechnische Analysen glauben, aber da es ja im Moment hier im Forum etwas ruhiger geworden ist, dachte ich mir kann ich euch ja mal von meiner Theorie erzählen.

So Long, cheerio!  

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