Man kann wirklich nur noch die Hände aufgrund der "dreiste" Berichterstattung über dem Kopf zusammenschlagen.
Jetzt kommt die WiWo mit einer "neuen" Story über Wirecard an. (HAHA!) Nochmal um es einzuordnen, die WiWo gehört zur selben Verlagsgruppe wie das Handelsblatt. Das Manager Magazin und der Spiegel gehören ebenfalls zu ein und derselben Verlagsgruppe. Die "neue" Story ist doch alter Käse und ist der Grund für die Sonderprüfung (Serviceleistung für den Kapitalmarkt) von KPMG gewesen. Das ist nun schon viele viele Wochen her und es wird erneut den Lesern von der WiWo als "neue" Story verkauft. In dem Artikel steht doch wirklich überhaupt nichts neues drin. All die Sachen sind bekannt gewesen, all die Sachen sind schon mehrfach diskutiert worden.
Wirecard hat stets alle Berichte dementiert und als "irreführend und falsch" zurückgewiesen. Die Vorgänge rund um Al-Alam sind intern bereits mehrmals (!) geprüft worden und Dr. Markus Braun hat sich bereits schon vor Wochen geäußert, dass an den Vorwürfen nichts dran ist, das könne er aufgrund der internen Prüfung sagen. Zusätzlich untersucht wie oben erwähnt KPMG das Ganze gerade auch noch einmal.
Wirecard hat am 10.12.2019 auf ihrer Investor Relations Webseite doch die Funktionsweise von Al-Alam erläutert. Link: https://ir.wirecard.com/websites/wc/German/3150/...tml?newsID=1870027
Dort steht doch folgendes geschrieben, exemplarisch mal ein paar Aussagen, kann ja jeder selber lesen:
"Kunden von Wirecard können über die Plattform von Wirecard auf eine Vielzahl an Finanz-, Risikomanagement und Zahlungsverkehrs-Dienstleistungen zugreifen. Diese Leistungen werden teils direkt von Wirecard erbracht, teils von Partnern wie Al Alam Solutions FZ LLC, die im Hintergrund an die Wirecard Plattform angebunden sind."
"[...] welche technische Dienstleistungen u.a. im Bereich Zahlungsverkehr erbringen"
"Die Wirecard Plattform nutzt im Backend eine von Al Alam bereitgestellte Schnittstelle und erhält so den technischen Zugang zu den bei Al Alam integrierten Zahlungsverkehrs- und Acquiring-Unternehmen."
"Das über Schnittstellen von Al Alam abgewickelte Geschäft beruht auf der Vertriebsleistung von Wirecard. Händler sind direkt an die Plattform von Wirecard angeschlossen."
Al-Alam Solutions stellt für Wirecard einfach Lizenzen zur Verfügung, damit Wirecard in anderen Ländern Zahlungen abwickeln kann. Alles andere erbringt Wirecard selber, sei es die Vertriebsleistung, sei es das Risikomanagement und das komplette Ausfallrisiko trägt usw. Wirecard wickelt also den größten Teil der Wertschöpfungskette selber ab! Nochmal: Der einzige Grund, wofür Al-Alam Solutions von Wirecard benötigt wird ist, dass Al-Alam ein attraktives Lizenzportfolio für Ländern hat, in denen Wirecard operativ tätig ist.
Nun ist die Frage, wie viele Leute denn in einem Unternehmen tätig sein sollen, die ein Lizenzportfolio verwalten? Ich würde sagen, dass es da sicherlich nicht viele Mitarbeiter braucht und das das zum größten Teil auch automatisch ablaufen kann, ohne dass da hunderte von Mitarbeitern rumlaufen/sich drum kümmern, denn es ist einfach eine Plattform und der Vorteil von Plattformen ist, dass sie "brutal" effizient sind und wenig Mitarbeiter benötigen.
Zudem scheinen die Medien und Journalisten auch nicht zu verstehen, wie das Geschäftsmodell abläuft. Ich weiß nicht, ob es zu viel verlangt ist, wenn man schon so kritisch mit einem Unternehmen umgeht, dass man sich mal die Geschäftsberichte und die Homepage anschaut. Dort ist mittlerweile ziemlich genau und klar verständlich dargestellt, wie das Geschäftsmodell von Wirecard funktioniert.
Dann liest man in dem Artikel der WiWo erneut, dass Wirecard hunderte Millionen EUR Umsatz über/durch Al-Alam und märchenhafte Gewinne erwirtschaftet hat. Beziehen die sich dort auf die Excel-Sheets von der FT? Wirecard hat doch kommuniziert, dass Al-Alam nicht für so einen großen Teil des Umsatzes verantwortlich ist und das die Excel-Sheets falsch sind. Selbst wenn es hunderte Millionen EURO Umsatz und märchenhafte Gewinne sind, dann hat Wirecard diese Leistung (s.o.) selber erbracht und lediglich die Lizenzen von Al-Alam dafür benutzt, wofür Al-Alam ein Obolus kassiert.
Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man das Geschäftsmodell nicht verstehen kann. Ich habe das Gefühl man will es einfach bewusst nicht verstehen. Es ist doch ein leichtes sich diese Informationen zu beschaffen. Ich kann nur noch mit dem Kopf über die Berichterstattung schütteln, sowas habe ich wirklich noch nicht erlebt. Da ist ja VW mit seinem Dieselskandal und Bayer mit Monsanto nichts dagegen ..
Dann ließt man jetzt seit gestern Gerüchte, dass Markus Braun Anfang des Jahres auf Grund von Druck zurücktreten wird/muss. Das glaubt ihr doch wohl selber nicht, dass er sein "Baby Wirecard" verlassen wird nur weil eine riesige Hetzkampagne und Schmierenkampagne gegen Wirecard läuft. Ich würde sogar so weit gehen, dass diese Kampagne auch gegen Dr. Markus Braun persönlich geht. Es ist doch überhaupt nichts bewiesen, bis auf die eine Fehlbuchung (2,5 Mio. EUR), die in das falsche Jahr gebucht worden ist. Es hat da doch einen Bericht gegeben, dass Wirecard von Unbekannten erpresst wird. Sie hätten Geld zu zahlen, oder es wird negative Presse geben. Hier der Link: https://www.handelsblatt.com/finanzen/...093-hevLwV9cIs032QBrBHgZ-ap3
Alles in allem kann man wohl wirklich sagen, dass es ein echter Krimi geworden ist. Ein Krimi der allerdings nicht auf einem Bilanzskandal beruht, sondern weil sich Leerverkäufer und die Presse zusammen gegen Wirecard verschworen haben (Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Marktmanipulation). Die Leerverkäufer treiben das Spiel immer weiter auf die Spitze. Die Positionen der Leerverkäufer sind in den letzten Tagen massiv erhöht worden, dass diese nun z.T. im Bundesanzeiger sichtbar sind. Ich verweise hier aber auch nochmal gerne auf die Zahlen von Ihor, dass ca. 20% der Aktien leerverkauft worden sind (Stand Anfang der Woche). Ich halte die Zahlen von Ihor für sehr glaubwürdig, dass hat er unzählige Male auf seiner Twitterseite bewiesen, dass die Zahlen ziemlich genau sind.
Ich bin überzeugt von Wirecard und überzeugt von Dr. Markus Braun. Das Unternehmen wird ihren Weg gehen und irgendwann kann man die fundamentalen Daten nicht mehr außen vor lassen. Wirecard wird sich auf kurz oder lang wieder an diesen fundamentalen Daten orientieren und die sehen wahnsinnig gut aus! Eine in den letzten Tagen hier im Forum spekulierte Übernahme wäre aus meiner Sicht so ziemlich das schlechteste was uns Investoren (!) nicht kurzfristigen Zockern/Tradern passieren könnte.
Schönes Wochenende an alle!
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