finanzen.net

Yahoo soll zum Filtern gezwungen werden

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 08.12.01 22:27
eröffnet am: 08.12.01 22:27 von: Luki2 Anzahl Beiträge: 1
neuester Beitrag: 08.12.01 22:27 von: Luki2 Leser gesamt: 365
davon Heute: 1
bewertet mit 0 Sternen

08.12.01 22:27

7538 Postings, 6890 Tage Luki2Yahoo soll zum Filtern gezwungen werden

Yahoo soll zum Filtern gezwungen werden

Vor einem Jahr hatte ein französisches Gericht das US-amerikanische Portal Yahoo.com mit Sitz in Kalifornien dazu verurteilt, den Zugang zu Auktionen, auf denen Nazi-Andenken angeboten werden, für französische Internetbenutzer zu sperren. Technisch, so der Richter, sei dies möglich. Die Verbreitung von rassistischen und antisemitischen Inhalten ist in Frankreich verboten, in den USA sind solche Inhalte, wenn sie nicht direkt zur Gewalt aufrufen, weitgehend von der Verfassung geschützt.

Yahoo hatte zwar zwischenzeitlich die beanstandeten Angebote aus den Auktionen entfernt, kam dem Urteil des Richters aber nicht nach, der bei Nichtbeachtung Geldstrafen in Aussicht gestellt hatte. Yahoo selbst ist Ende des letzten Jahres in Kalifornien vor ein Gericht gezogen, um die Frage klären zu lassen, ob französisches Recht in den USA Geltung haben könne. Am 7. November entschied das Gericht, dass das französische Verbot der Verbreitung von rassistischen und antisemitischen Inhalten in den USA die verfassungsrechtlich gesicherte Meinungsfreiheit einschränkt. Ein US-Unternehmen sei einzig den Gesetzen unterworfen, die in den USA gelten, weswegen Yahoo keine Filter installieren müssen.

Die ursprünglichen Kläger, die beiden Anti-Rassismusbewegungen LICRA und die Union des Etudiants Juifs de France, haben nun gegen das Urteil des kalifornischen Bezirksgericht Widerspruch eingelegt und angekündigt, den Fall, wenn notwendig, auch bis zum Obersten Gericht zu bringen. Für den Präsidenten der Liga gegen Rassismus und Antisemitismus (LICRA), Marc Knobel, der übrigens auch die Klage gegen französische Internetprovider eingebracht hatte, um sie zur Sperrung des US-Hassportal front.14.org zu bringen ( Einladung zum Filtern), ist es ein Skandal, dass Nazi-Nostalgiker die Meinungsfreiheit verbiegen und missbrauchen können.

Der US-Anwalt der beiden französischen Organisationen, Ronald Katz, glaubt allerdings, dass im Berufungsverfahren durchaus Chancen auf eine Anerkennung des französischen Urteils bestünden, zumal der Richter eingeräumt habe, dass sein Urteil nur vorläufig sein könne.

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/data/fr-08.12.01-000/

 

   Antwort einfügen - nach oben

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Microsoft Corp.870747
Deutsche Bank AG514000
Ballard Power Inc.A0RENB
Wirecard AG747206
Apple Inc.865985
Daimler AG710000
TeslaA1CX3T
Scout24 AGA12DM8
NEL ASAA0B733
Amazon906866
E.ON SEENAG99
Allianz840400
BASFBASF11
Varta AGA0TGJ5
BMW AG519000