finanzen.net

Wie die "großen" Banker die Dinge sehen !!! :-(O)

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 11.07.02 13:11
eröffnet am: 11.07.02 13:11 von: Digedag Anzahl Beiträge: 1
neuester Beitrag: 11.07.02 13:11 von: Digedag Leser gesamt: 1106
davon Heute: 2
bewertet mit 0 Sternen

11.07.02 13:11

818 Postings, 7198 Tage DigedagWie die "großen" Banker die Dinge sehen !!! :-(O)

aus einem anderen Forum:

--------------------------------------------------
Wahnsinn, Habe gerade mit Mezger (Silberstudie) von der BW-Bank gesprochen

Geschrieben von Theo Stuss am 11. Juli 2002 11:49:02:

Er redete ganz offen in Bezug auf Silber von folgendem Szenario:
?Man muß hier einen letzten Ausschüttler machen, wo die privaten Investoren die Nerven verlieren. Die Presse muß manipuliert werden, so daß 6 Monate lang nur noch negative Meldungen zu Gold und Silber kommen. Dadurch sollen die Rohstoffe von den schwachen in die starken Hände wechseln, damit man die privaten Kleinanleger aus dem Geschäft drängen kann.? (Das sagt der so ganz locker)
Anlaß könnte eine letzte Zwischenrallye bei Aktien sein, die Mezger im Herbst sieht, weil er vieles für überverkauft hält. Von daher hält er JÜKÜ?s Szenario von Silber auf $3,70 und Gold auf $200 durchaus für möglich, das ich ihm auch geschildert habe.
Da dann aber der Spielraum von Greenspan, was die Zinsen angeht, ausgereizt ist, wird das wirklich ein letztes Zwischenhoch für Aktien sein und ein massiver Inflationsschub wird folgen. Wirkliche Gewinne der AG?s werden wieder einmal fehlen und Dividenden in Proportion zu den Kursanstiegen werden ausbleiben. So könne man die Privatanleger ins Leere plumpsen lassen, wobei denen dann nachher auch noch das Geld fehlen wird in verbilligte Rohstoffe umzusteigen. Die werden sich die Großen teilen. Alle Privatanleger werden bei der letzten Zwischenrallye auf Aktien rasiert. Wer dann noch Gold und Silber hat, muß es hergeben, weil er bares brauchen wird, sofern er bei Aktien dick verloren hatte. (Der letzte Satz ist sinngemäß wiedergegeben)
Ich befragte ihn direkt zu Paul Volcker und einer neuen Zinsanhebung wie damals in den 80er, die ich diesmal für unmöglich halte. Er stimmte mir zu und meinte ebenfalls, daß bei der hohen öffentlichen Verschuldung der USA drastische Zinsanhebungen nur den Eindruck von Risikoprämien erwecken können. Die Rating-Agenturen werden darauf reagieren, was dann die Rallye auf die Rohstoffe auslösen wird (Raus aus den Bonds, rein ins Gold)
Er sei sich selbst nicht im klaren, warum das System nicht längst zusammengebrochen sei, den wenn man in Japan wirklich alles berücksichtige, dann liege die Verschuldung bei 350% des BIP. Ich meinte, daß läge an der Mentalität, denn Japaner legen sich ins Bett verhungern, Franzosen machen Revolutionen, außerdem sei das Hauptproblem die fehlenden Tilgungen und Abschreibungen und das Hochbuchen mache alles schlimmer. Volle Zustimmung von Mezgers Seite. Hier vollführte ich einen Schwenk zu einem neuen Goldstandard mit angemessener Parität, die Abschreibungen erleichtern solle.
Ich befragte ihn also ganz offen zu Dottores Vorschlag einer Stoßabwertung des Dollars gegenüber Gold und nannte eine Parität von $15.000 bis $30.000/Unze. Mezger war weit davon entfernt schockiert zu sein und hält diesen Vorschlag für vernünftig und praktikabel und hatte auch gegen eine für normal Sterbliche ungewöhnlich klingende Parität dieser Größenordnung nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil. Das Problem sei rein politisch und für die Durchsetzung dieses Schemas müßten noch einige Köpfe rollen, Greenspan eingeschlossen, dessen Politik er für hochgefährlich halte. Er sah es genau wie ich, daß die Aktienhausse nur eine verdeckte Form der Inflation sei, wie es Reinhard in seinem Buch ja auch so schön darstellt. Prinzipiell könne der neue Goldstandard mit der vorbezeichneten Parität auf dem G8 beschlossen werden. Er befürchte nur, daß die jetzigen Politiker dieses System so lange dehnen wollen, wie es geht.
Die Zukunft des Euro sieht er optimistisch, sofern es nicht zu Kapitalverkehrskontrollen komme. Sollte der Euro-Raum offen bleiben, so müsste sich der Wechselkurs bei $1,25/? einspielen. Die Lage der Old Economy in den USA und die Vernachlässigung der Infrastruktur halte er auch für katastrophal. Jahrelang hat man die alte Ökonomie zerstört und ihnen die Kredite entzogen, weil woanders dickere Gewinne lockten. Das rächt sich jetzt. Er arbeitet derzeit an einer Dollarstudie, die er mir schicken will.
Interessant, was diese Banker so aus dem  Nähkästchen plaudern, wenn sie zum sprechen bringt.

Theo.

--------------------------------------------------
http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/129854.htm
 

   Antwort einfügen - nach oben

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Amazon906866
NEL ASAA0B733
Microsoft Corp.870747
Infineon AG623100
TeslaA1CX3T
BayerBAY001
Airbus SE (ex EADS)938914
Apple Inc.865985
BASFBASF11
CommerzbankCBK100
Deutsche Telekom AG555750
GAZPROM903276