Gigaset kriegt wieder Luft
Die Geschäftszahlen waren bereits bekannt, heute erhalten die Investoren auch Antworten auf ihre drängendste Frage: Wie steht es um die Verschuldung des Telefonbauers?
Die Antwort fällt erfreulich aus: Gigaset, Europas größter Hersteller von schnurlosen Telefonen, ist dank der Kapitalerhöhung und des Jahresgewinns beinahe schuldenfrei. Das Management des im TecDax gelisteten Unternehmens teilte heute anlässlich des Geschäftsberichts mit, es habe die Schulden im vergangenen Jahr von 87,7 auf 4,7 Millionen Euro gedrückt.
Gigaset
4.35+0.05+1.27%Abschied von der "belastenden Vergangenheit"
Der Telefonbauer Gigaset gehört der ehemaligen Beteiligungsfirma Arques, die sich auf Telekommunikationstechnik verlegt und in Gigaset AG umbenannt hat. Die hohe Verschuldung resultierte aus dem Geschäft des ehemaligen Firmenjägers.
Im am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht klingt das so: "Die Gigaset AG konnte im Geschäftsjahr 2010 die belastende Vergangenheit hinter sich lassen und die Grundlagen für ein profitables organisches und anorganisches Wachstum in 2011 und darüber hinaus legen."
Die Anleger sind begeistert
Die Investoren reagieren prompt: Das Papier rückte im frühen Handel zwei um Prozent vor und führte den Index der Technologiewerte an. Im laufenden Jahr verteuerte sich der Börsenwert des Unternehmens bereits um mehr als ein Viertel, seit August des vergangenen Jahres hat sich der Aktienkurs etwa vervierfacht.
Die sonstigen Daten waren bereits bekannt: Gigaset bestätigte vorläufige Zahlen, wonach der Umsatz im fortgeführten Geschäft im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 504 Million Euro gestiegen ist. Das operative Ergebnis aus diesem Geschäft lag bei 37,5 Millionen Euro. Der Verlust verringerte sich von minus 52,4 Millionen Euro auf minus 7,4 Millionen Euro.
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