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AT&S - Wachstumsweg zu 80 Euro

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neuester Beitrag: 06.08.20 06:11
eröffnet am: 28.03.20 07:27 von: cicero33 Anzahl Beiträge: 279
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28.03.20 07:27
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867 Postings, 1666 Tage cicero33AT&S - Wachstumsweg zu 80 Euro

Ich habe mich dazu entschlossen einen neuen AT&S - Thread zu eröffnen, weil das Unternehmen im Rahmen der dem Leitsatz "More than AT&S" untergeordneten Strategie eine bedeutende Veränderung erfährt, die dazu führen wird, dass AT&S auch an der Börse neu bewertet werden wird. 

Ich möchte damit auch das Kursziel 80 Euro für das Geschäftsjahr 2024/25 ausgeben und habe entsprechend auch den Thread-Titel angepasst.

Die Grundlage für dieses Kursziel bilden die unternehmenseigenen Prognosen, wonach mittelfristig, also in 5 Jahren (GJ 2024/25), ein Umsatz von 2 Mrd Euro und eine EBITDA-Marge von 25-30% erreicht werden soll. 

Was steht also hinter dem Leitsatz bzw. der Strategie "More than AT&S":?

* Die Hauptsäule ist definitiv der massive Ausbau der IC-Substrate - Produktion, welche die Kapazitäten bis zum GJ 2024/25 stufenweise verfünffachen lässt und AT&S unter die TOP 3 - Hersteller (weltweit) vorstoßen lassen soll. 

* Daneben steigt AT&S verstärkt in die Modulproduktion ein. Es wurden bereits Investitionen in Produktionsanlagen (Werk Chongqing II) vorgenommen. Die Umsätze sollen in den nächsten 2 Jahren
5-10% des Konzernumsatzes erreichen. 

* Zusätzlich zur "Produktion" von Modulen wird AT&S auch Dienstleistungen in diesem Bereich anbieten. Das geht von der Planung mit dem Kunden, über die Produktion und den Tests. Die Wertschöpfung wird also gesteigert und weitere Umsätze erzielt.

In den letzten Jahren ist es gelungen weltweit die Nr. 1 bei der Produktion von technologisch hochwertigen Leiterplatten zu werden. Die Margen stiegen stetig an. Die Pläne unter "More than AT&S" werden eine weitere Margenverbesserung nach sich ziehen.
Die Projekte sind nicht nur bereits geplant und großteils finanziert, sondern es wurde bereits mit der Umsetzung begonnen. Nach zuletzt getätigten Investitionen wird sich die Kapazität für die Produktion von IC-Substraten bereits im GJ 2020/21 nahezu verdoppeln. 

Anhand der angeführten Parameter (Umsatzverdoppelung und Margenverbesserung) lässt sich somit für das Geschäftsjahr 2024/25 ein EBITDA von 500-600 Mio bzw. ein Nettogewinn zwischen 205 und 280 Mio errechnen (Selbstverständlich wurden dabei auch erhöhte Abschreibungen und Zinskosten bzw. Steuern berücksichtigt).
Unterstellt man nun bei gleichbleibender Aktienanzahl einen Aktienkurs von 80 Euro käme man auf einen Marktwert von 3,1 Mrd Euro. Bei der erwarteten Gewinnspanne würde das ein KGV von 11-15 bedeuten. Die Kosten für den Ausbau sollen aus dem CashFlow, den bestehenden liquiden Mittel und neuen Krediten, bestritten werden. Es ist also keine Kapitalerhöhung geplant.

Ich freue mich auf Eure Meinungen zum Thema...  
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253 Postings ausgeblendet.

30.07.20 07:47

867 Postings, 1666 Tage cicero33Unimicron - Intel

Auch Unimicron wird offenbar in Zusammenarbeit mit Intel ein neues Werk für IC-Substrate bauen.

Unimicron neue Anlage soll Anfang 2022 ABF-Substrate für Intel produzieren

Der IC-Substrathersteller Unimicron Technology soll bis Ende 2020 den Bau eines neuen Werks in Yangmei, Nordtaiwan, abschließen, gefolgt von einer Prozessoptimierung und -validierung im Jahr 2021, bevor Anfang 2022 die kommerzielle Produktion von IC-Substraten für Intel aufgenommen wird. Es bleibt abzuwarten, ob Intels Plan, die Produktion von 7-nm-Chip-Lösungen auszulagern, den Betrieb der neuen Anlage beeinflussen wird.

Den Quellen zufolge hat sich Unimicron seit 2019 mit Intel zusammengetan, um den Bau der neuen Anlage zu einem Gesamtpreis von 40 Mrd. NT $ (1,33 Mrd. NT $) zu starten, die für die Herstellung von ABF-Substraten zur Unterstützung der fortschrittlichen EMIB des Chipherstellers bestimmt ist (Embedded Multi-Die Interconnect Bridge) Verpackungsprozess für seine Chips.

Intel hat noch keine Details zu seinem Outsourcing-Plan und den zugehörigen Zeitplänen veröffentlicht. Der Plan könnte sich jedoch auf den Betrieb von Unimicron auswirken, da er möglicherweise darauf hindeutet, dass Intel seine neuen HPC-CPU-Produkte nicht planmäßig auf den Markt bringt.

Der Plan von Intel, die Produktion neuer CPUs wahrscheinlich an TSMC auszulagern, kann jedoch als wirksame Lösung für die Verzögerungen bei der Einführung neuer Chips dienen, da die Verpackungstechnologie für EMIB-Chips hinsichtlich der Kompatibilität auf Chips anwendbar ist, die von Intel, TSMC oder anderen Taiwan-Unternehmen hergestellt wurden -basierte Gießereihäuser, so die Quellen weiter.

Dementsprechend wird Unimicron angesichts der engen Partnerschaften mit TSMC und anderen Gießereiunternehmen in Taiwan nicht unbedingt unter dem Outsourcing-Plan von Intel leiden, so die Quellen.



https://www.digitimes.com/news/a20200728PD209.html

 

30.07.20 08:04
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867 Postings, 1666 Tage cicero33Unimicron versus AT&S

Während die hohen Investitionen für Intel - bei Unimicron an der Börse für Euphorie sorgen (Die Aktie notiert heute bei einem Rekordwert von 63 TWD und damit einem Marktwert von 2,6 Mrd Euro)  sorgen die selben Investitionen bei AT&S nur für noch tiefere Kurse.

Unimicron ist mit heute mehr als 4 mal so teuer wie AT&S und das etwa bei doppelter Unternehmensgröße - siehe die nachfolgende Tabelle:

EV/EBITDA liegt bei Unimicron bei 7,8 (Zahlen mit Ende 2019) im Gegensatz zu den 4,1 von AT&S.

Also auch hier die klare Sicht auf die extreme Unterbewertung im Vergleich mit Unimicron.

Unimicron ist von den Peers wohl der, der am ehesten vergleichbar ist - das zeigt auch wieder die Zusammenarbeit mit Intel.
 
Angehängte Grafik:
unimicron.png (verkleinert auf 85%) vergrößern
unimicron.png

31.07.20 21:06

867 Postings, 1666 Tage cicero33Este Bank Analyse

Der für gewöhnlich sehr gut informierte Analyst der Erste Bank Daniel Lion hat heute ein Analyseupdate bekannt gegeben.

Er bleibt bei seinem Kursziel von etwa 23 Euro. Für das laufende GJ sieht er einen Gewinn/Aktie von 1,06 Euro.

Damit billigt er dem Unternehmen einen Marktwert von knapp 900 Mio Euro und ein KGV von knapp 22 zu.
Ich bin auch der Meinung, dass diese 23 Euro aktuell ein fairer Preis wären.

Offen gestanden, getraue ich mich keine Schätzung zum Gewinn/Aktie für die nächsten Jahre abzugeben. Ich meine, es ist schwierig genug, Umsatzschätzungen abzugeben.

https://www.finanzen.at/analyse/ats-at&s-kaufen-724420
 

01.08.20 07:20

867 Postings, 1666 Tage cicero33OCF

Hier ist die Entwicklung des Operativen Cashflow der AT&S.

Bemerkenswert ist dabei, die stetigen Steigerungen und die Konstanz des OCF im Vergleich zum Gewinn.

Der OCF ist maßgeblich für die Fähigkeit eines Unternehmens die Schulden zu tilgen.

Ich denke, im GJ 2023/24 könnte AT&S bereits auf einen OCF von 400 Mio kommen.
 
Angehängte Grafik:
operativer_cashflow.png (verkleinert auf 84%) vergrößern
operativer_cashflow.png

01.08.20 15:17

867 Postings, 1666 Tage cicero33Ausblick aus der Analyse von Daniel Lion

Hier ist der ausführliche Ausblick der Analyse von Daniel Lion:

Ausblick

AT&S hat im Juni Quartal die neuen Produktionslinien für IC-Substrate gestartet. Dadurch wird bis Jahresende des aktuellen GJ 2020/21 die Produktionskapazität für IC-S um 90% J/J steigen, der entsprechende Umsatz um 50%. Die Nachfrage nach IC-substraten, welche Prozessoren mit Leiterplatten verbinden, wird getrieben vom steigenden Datenvolumen, der Implementierung von 5G und der dadurch benötigten höheren Prozessorenleistung. Der aktuelle globale Engpass an hochwertigen IC-S soll sich im nächsten Jahr sogar verschärfen.

Durch die schrittweise Erweiterung der IC-S Produktion sehen wir AT&S eine Wachstumsphase einläuten, die mehrere Jahre andauert, nachdem das nächste große IC-S Werk bereits mit Ende 2022 (3Q23) in Betrieb genommen werden soll. Im Smartphone Bereich wird AT&S von der breiteren Einführung neuer 5G Modelle profitieren, allen voran von den neuen iPhones.

Lediglich die Bereiche Automotive & Industrie leiden aktuell unter den Aus-wirkungen der Corona Krise. Das abgeschlossene June Quartal sollte hier allerdings den Tiefpunkt markiert haben. Für das 1Q21 (Juni Quartal) erwarten wir, dass AT&S die eigenen Ziele, nämliche ein Ergebnis auf Vorjahres-niveau, übertreffen wird. Auch das jüngste Apple Ergebnis und dessen Aus-blick auf das Septemberquartal sollten AT&S Rückenwind verleihen. Wir sehen AT&S als Profiteur der 5G Implementierung und eine positive Gewinndynamik in den kommenden Quartalen, weshalb wir unsere Kauf-empfehlung bestätigen.

https://aktien-portal.at/shownews.html?nid=60631&s=AT%26amp%3BS-
 

02.08.20 07:31

867 Postings, 1666 Tage cicero33Weitere Erläuterungen

Im Zusammenhang mit Daniel Lions Ausführungen muss man folgendes  anfügen:

Im Smartphone Bereich wird AT&S von der breiteren Einführung neuer 5G Modelle profitieren, allen voran von den neuen iPhones.



AT&S führt immer wieder neue Technologien ein, die dann auch von anderen Herstellern übernommen werden. Diese neuen Technologien bringen dem Kunden einen Mehrwert etwa durch eine größere Verpackungsdichte, geringeren Strombedarf oder wie jetzt bei 5G höhere Übertragungsgeschwindigkeiten.
Wenn Apple jetzt im neuen IPhone 12 die 5G - Technik einführt, dann werden die technologischen Anforderungen auch an die Leiterplatte steigen. Technologieführer wie AT&S bekommen hier also die Aufträge. Wegen der Vorteile für den Kunden ist er auch bereit höhere Stückpreise zu bezahlen.
Ich erinnere in dem Zusammenhang an die Einführung der MSAP - Technolgie durch AT&S vor ein paar Jahren.  AT&S konnte mit seinen MSAP - Produkten höhere Stückpreise durchsetzen. Erst später zog die Konkurrenz  nach, wodurch das erhöhte Angebot auch die Preise wieder fallen ließ.

Ich denke, dass Daniel Lion diesen Umstand meint. Das selbe trifft dann wohl auch auf die Apple Watch Series 6 zu. Auch dort soll 5G eingeführt werden.


 

02.08.20 08:38

867 Postings, 1666 Tage cicero33Weitere Erläuterungen II

Für alle, die sich wenig mit dem Unternehmen beschäftigen:

Daniel Lion schreibt:

AT&S hat im Juni Quartal die neuen Produktionslinien für IC-Substrate gestartet. Dadurch wird bis Jahresende des aktuellen GJ 2020/21 die Produktionskapazität für IC-S um 90% J/J steigen, der entsprechende Umsatz um 50%.



Man muss hier zwischen der zur Verfügung stehenden Kapazität und den aus diesen Kapaziäten erzielbaren Umsätzen unterscheiden.

Ich denke, man muss da 3 Phasen unterschieden.

Die 1. Phase ist die Phase, wo die Produktionsmaschinen aufgestellt werden. Diese Phase wurde bereits im März Quartal des letzten GJ beendet.

Phase 2 ist die Ramp-Phase. Dabei werden die neuen Linien hochgefahren. Dabei wird vieles probiert und eingestellt. Hier werden vorerst nur geringe Umsätze gemacht, später kommen dann Volumina hinein. Dieser Ramp findet seit etwa April beginnend statt und ist bzw. wird in Q2 und Q3 verstärkt.

Die Phase 3 ist dann jene, wo der Ramp abgeschlossen ist. Das wird etwa das Jahresende sein. Wenn man also davon spricht, dass die Kapazitäten zur Verfügung stehen, dann meint man, dass der Ramp abgeschlossen ist und die Produktion im Vollbetrieb laufen kann.

Das heißt dann natürlich auch, dass AT&S im laufenden GJ nicht 100% an Umsätzen mit der neuen Linie macht, sondern - wie Daniel Lion  richtig schreibt - etwa 50%.

Ich habe das ja auch schon vor ein paar Monaten geschrieben. Wenn man den Umsatzbeitrag aus der Substratproduktion bislang mit 150 Mio eingeschätzt hat, dann kann man im laufenden GJ - durch die Erweiterung der Linien - mit einem zusätzlichen Umsatz von etwa 65 bis 70 Mio und im nächsten GJ mit etwa 140 Mio rechnen.
 

02.08.20 09:23

867 Postings, 1666 Tage cicero33Chongqing III

Ich denke, so erklärt sich auch die Grafik zur Erweiterung der IC-Substrate - Produktion.

Mit Ende Kalenderjahr 2021 sollen die Maschinen fix fertig in Chongqing stehen. Mit Beginn Kalenderjahr 2022 bzw. Q4 2021/22 beginnt der Ramp in Chongqing III. Die ersten Kapazitäten stehen zur Verfügung - daher auch die Erweiterung der Kapazität in der Grafik auf 220%. Im darauf folgenden GJ 2022/23 läuft der Ramp bereits wesentlich stärker. Die Kapaziäten erhöhen sich entsprechend auf 360%. In diesem GJ darf man dann auch schon mit deutlichen Umsätzen aus Chongqing III rechnen. Am Beginn des GJ 2023/24 stehen die Kapzitäten aus Chongqing III voll zur Verfügung und es ist auch mit den vollen Umsätzen aus diesen Kapazitäten zu rechnen.  
Angehängte Grafik:
ic-substrates.png (verkleinert auf 55%) vergrößern
ic-substrates.png

02.08.20 09:49

867 Postings, 1666 Tage cicero33AT&S Umsatzschätzung

Die nachfolgende Tabelle zeigt meine Umsatzprognose für die nächsten 4 Geschäftsjahre.

2020/21 könnte zu konservativ sein. Hier bin ich nur von einer Steigerung des Geschäftes durch die zusätzliche IC-Substrate - Produktion ausgegangen.
Unberücksichtigt bleiben hier aber steigende Preise durch einen höherwertigen Produktmix - etwa 5G-fähige PCBs.
 
Angehängte Grafik:
at_s_umsatzsch__tzung.png (verkleinert auf 89%) vergrößern
at_s_umsatzsch__tzung.png

02.08.20 12:29

867 Postings, 1666 Tage cicero33Umsätze durch Packaging

Wem jetzt aufgefallen ist, dass sich das rechnerisch nicht ausgeht, dass man also mit einer Verfünffachung des Umsatzes aus den Substraten - bei einer Annahme von 150 Mio  im Jahr Null - nur 750 Mio heraus holen kann, dem sei gesagt, dass sich die fehlende Differenz von 250 Mio auch zu einem Teil aus Umsätzen die aus dem Bereich Packaging kommen, ergeben.  

03.08.20 18:40

867 Postings, 1666 Tage cicero33Schlechtes Omen

Das ist eigentlich kein gutes Omen, wenn am Tag vor den Zahlen, der Kurs in einem sehr positiven Umfeld, nachgibt. Bei guten Zahlen sollten die Insider eigentlich für steigende Kurse sorgen.  

04.08.20 09:31

5057 Postings, 3830 Tage mikkkiDas mit dem Omen

Stimmt wohl. Hatte mich gestern auch gewundert.
Aber die Zahlen lesen sich nicht schlecht für mich. Keine Ahnung wie die Erwartungen sonst sind.

https://www.finanznachrichten.de/...-geschaeftsjahr-gestartet-015.htm  

04.08.20 15:14

867 Postings, 1666 Tage cicero33Zu den Zahlen

Die Umsätze bzw. das EBITDA waren weit über den Prognosen, welche ja lauteten, dass man das Quartal auf Höhe des Vorjahres abschließen werde. Wieder einmal hat Herr Gerstenmayer also bei den Umsatzprognosen weitaus zu tief angetragen - exakt um 11,3%. Bedingt durch die höheren Umsätze war natürlich bei gleichbleibenden EBITDA-Margen auch das EBITDA höher - exakt um 13,1%.
Zynisch könnte man daher sagen, Herr Gerstenmayer hat sich wieder einmal zu Ungunsten der Erwartungsfroh in die Zukunft blickenden Aktionäre grob verschätzt.

Ich betone das jetzt deswegen mit so spitzer Zunge, weil ich denke, dass auch die Prognosen für das nächste Quartal viel zu tief gehalten werden. Auch hier will man (nach den Aussagen) lediglich auf Vorjahresniveau liegen.
Das würde aber nichts anderes bedeuten, als dass Q2 im Stammgeschäft (außerhalb der Substratproduktion)  mit Umsatzverlusten konfrontiert wäre. Das Substratgeschäft müsste ja eigentlich in Q2 schon höhere Umsatzbeiträge bringen als in Q1.
Leider nehmen solche Prognosen sämtliche kurzfristige Phantasie aus der Aktie. Ich denke, das ist auch der Hauptgrund, wieso die Aktie heute verliert.

Ob das Konzernergebnis nun wegen des teilweise währungsbedingt schwachen Finanzergebnisses um 1 Mio tiefer liegt als im Vorjahr ist meiner Ansicht nicht relevant.  

04.08.20 16:06

867 Postings, 1666 Tage cicero33Weitere Daten

Mal schauen, was man aus dem CC bzw. aus dem BRN-Interview (wird ja hoffentlich noch kommen) entnehmen kann.

Sehr interessant ist auch das neue Interview mit dem Fondmanager der 3-Banken Gesellschaft - Herrn Wögerbauer.

Ab Minute 12 wird auch AT&S kurz besprochen. Auch Herr Wögerbauer hadert offenbar mit der Wiener Börse und meint wörtlich "Wo würde AT&S bei diesem Zahlen-Setup und diesen Geschäftsaussichten stehen, wenn sie an nicht an der Wiener Börse sondern an der NASDAQ notieren würden"?  

04.08.20 16:07

867 Postings, 1666 Tage cicero33Interview

Hier ist das BRN-Interview mit Herrn Wögerbauer:

https://www.wienerborse.at/marktdaten/...10&a=1#tab-content-59039
 

04.08.20 16:31

867 Postings, 1666 Tage cicero33Hohe Vorlaufkosten

Man muss sich bei den Vordergründig schwachen Zahlen von AT&S immer Vor Augen halten, dass das Unternehmen wegen der starken Geschäftserweiterung bereits jetzt hohe Kosten zu bewältigen hat.
Beispielsweise beschäftigt das Unternehmen bereits mit Stand "Ende Q1" 600 Mitarbeiter mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Hier stehen aber derzeit noch kaum Umsätze gegenüber. Diese Mitarbeiter möchten bezahlt werden.
Auch sind die Ausgaben für F&E im Zusammenhang mit der Modularisierungsstrategie bzw. "wegen der Vorbereitung auf zukünftige Technologiegenerationen" gestiegen.

Siehe Geschäftsbericht!  

04.08.20 16:54
1

867 Postings, 1666 Tage cicero33brn-Interview

Das BRN-Interview ist Online. Man muss sich das unbedingt anhören! Der CEO denkt laut über einen Börsenwechsel nach. Gut so - die Wiener Börse ist definitiv der falsche Börsenplatz!

https://www.wienerborse.at/marktdaten/...10&a=1#tab-content-59039
 

04.08.20 17:22

867 Postings, 1666 Tage cicero33Börsenwechsel

Dieses  BRN-Interview hat mich nun doch bewogen, heute nochmals etwas nachzulegen.
Ich denke, das könnte tatsächlich etwas werden mit einem Börsenwechsel. Der CEO ist da offensichtlich auch verärgert über die schwache Performance an der Wiener Börse.

Ich kann an dieser Stelle aber nur appellieren "nicht" nach Asien zu gehen.

Gerade die Deutsche Börse mit Frankfurt erscheint mir der bessere Börsenplatz zu sein.
AT&S wird über kurz oder lang die Voraussetzungen für den TecDax haben.

Die Deutsche Börse hat österreichischen Wachstumsunternehmen wie S&T eine gute Bühne geboten.
Außerdem sind dort viele weitere Tech-Unternehmen gelistet. AT&S würde mit ihrer Wachstumsstrategie "More than AT&S" hier genau dazu passen.  

04.08.20 20:53

88 Postings, 5327 Tage alderswedeBörsenwechsel

Hab auch aus diesem Grund dick nachgelegt

Genug Luft nach oben  

04.08.20 20:53

16 Postings, 88 Tage stockererFrankfurt? Nicht besser als Österreich

Ich würd ja ein Listing in Taiwan feiern


Aber du hattest recht

Auch der Hr Gerstenmayer denkt darüber nach.

Auf jeden Fall ist At&S noch unterbewertet.

 

04.08.20 20:55

16 Postings, 88 Tage stockererIndien

Leider hört man über eine Investition in Indien nie etwas.

Dort ist die Versorgungskette sicher nicht so gut aber Indien ist ja auch ein Wachstumsmarkt.  

05.08.20 08:31

867 Postings, 1666 Tage cicero33Börsenwechsel

In Taiwan gehen die PCB-Hersteller heute wieder völlig durch die Decke.
Compeq, Zhen Ding, Unimicron - alle zwischen 5 und 10% im Plus. Unimicron hat mittlerweile einen Marktwert von 3,15 Mrd Euro.
Billigt man AT&S die Hälfte des Marktwertes einer Unimicron zu müsste die Aktie bei etwa 40 Euro liegen.

Die Taiwan Stock Exchange hat sich - seit Corona ähnlich gut wie die Nasdaq entwickelt.
 

05.08.20 09:15

867 Postings, 1666 Tage cicero33Börsenwechsel

Bei einem Börsenwechsel muss man halt aufpassen, dass man da nicht auf einen Börsenhype aufspringt, wie im Jahr 2008, als man zur Wiener Börse wechselte.
Techwerte laufen derzeit weltweit gut. Das ist sicher teilweise auch berechtigt - die Zahlen der entsprechenden Unternehmen sind ja durchwegs gut. Ich denke aber doch, dass bestimmte PCB-Hersteller in Taiwan doch etwas voraus gelaufen sind. Das gibt dann auch wieder Rückschlagpotential.

Im TecDax kann ich derzeit keinen Hype erkennen und trotzdem sind die Bewertungen der Unternehmen um etwa das doppelte höher als in Österreich.

Ich hätte halt die Befürchtung, dass man die Aktie - bei einem Wechsel nach Asien - aus den Augen verliert - vor allem bei den Kleinanlegern.

AT&S  hat ja nicht nur einen hohen Endkundenanteil in Deutschland (Mit 14% - Zweithöchster Anteil nach den USA) sondern mittlerweile auch eine hohe Repräsentanz von deutschen Aufsichtsräten.
Im Deutschsprachigen  Privatinvestorenbereich ist der Bekanntheitsgrad einer AT&S sicher als hoch einzustufen.
Der Geschäftsbericht wird aktuell in Deutsch verfasst. Da muss man sich auch die Frage stellen, wird man den GB in Zukunft nur noch auf Englisch bringen, wenn man an eine Asiatische Börse geht?
Für die Privatanleger ist das sicher ein Nachteil. Für Internationale Anleger - allerdings ein Vorteil.

Wie sieht es mit den Bestrebungen seitens der EU aus, in Europa den Bereich Microelectronic verstärkt zu etablieren? Kommt da noch mehr?

Da stellen sich viele Fragen, da muss man sorgfältig abwägen. Das wird aber sicher getan.  

05.08.20 18:28

5057 Postings, 3830 Tage mikkkiSchon verrückt.

Gestern fällt der Wert in einem besseren Marktumfeld und unter den gleichen Informationen.
Und heute läuft der Wert an einer Linie hoch. Börse ist echt irrational und unberechenbar.
Gucke ja auch zuviel auf meine Werte. Da hilft echt nur buy and hold.
Kann natürlich sein das der CEO sich an seiner Aussage mit dem Börsenplatzwechsel in Zukunft messen lassen muss.
Und das heute noch einige Anleger angelockt hat.  

06.08.20 06:11
1

867 Postings, 1666 Tage cicero33mikki

Ja, das war sicher auf den ersten Blick irrational, was da in den letzten beiden Tagen abgegangen ist.

Wie geschrieben, war für mich vor allem der Umsatz von Q1 Top. Gehadert hatte ich mich dem Ausblick auf Q2, weil da kein Wachstum erkennbar war.  

Man muss halt sehen, dass dann im laufe des Tages einerseits der CC weiteres Licht bzw. ein paar Hintergrundinfos gebracht hat und andererseits das BRN-Interview kam.

Ob jetzt dieser klar erkennbare Unmut des CEO über die Performance an der Wiener Börse (und die damit verbundene Hoffnung, dass es nun tatsächlich zu einem Wechsel und einer adäquaten Bewertung kommt) den Ausschlag gegeben hat, oder ob die Börsianer letztlich über Nacht in sich gekehrt sind und gesagt haben. So schlecht ist das alles ja gar nicht, wir haben das Verlustquartal hinter uns, Q2 soll bereits eine EBITDA-Marge wie im Vorjahr bringen und das bei den hohen Kosten, welche jetzt bereits jetzt durch Chongqing I und III anfallen. Operativ läuft es also im Grunde gar nicht schlecht.  Substrate laufen super und Mobile Endgeräte auch nicht schlecht - hier kommt nun der Technolgiewechsel auf 5G, was AT&S in die Hände spielen sollte. Automotive und Industrial läuft zwar schlecht, aber die sind ja ohnehin nur für 25% der Umsätze verantwortlich.

Mal schau`n. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass jetzt endlich der Knoten geplatzt ist und wir in einem ersten Lauf bis dorthin marschieren, wo wir Vor dem Corona-Ausbruch waren. Das wäre dann einmal eine Bewertung, mit der man vorläufig einmal zufrieden sein kann - von den Peers zwar noch immer  teilweise weit entfernt, aber immerhin.
 

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