Was passiert mit den Anlegern?
Wird eine Aktie aufgrund der Insolvenz des Unternehmens vom Handel ausgesetzt, gibt es eine Reihe von möglichen Szenarien. Grundsätzlich sind die Forderungen der Aktionäre nachrangig, das bedeutet andere Gläubiger (z.B. Banken oder Lieferanten) haben mit ihren Forderungen Vorrang. In vielen Fällen gehen Aktionäre leider leer aus, da das Vermögen des Unternehmens nicht ausreicht, um alle Gläubiger zu befriedigen. Die Aktien sind dann wertlos.
In seltenen Fällen, in denen das Vermögen des Unternehmens ausreicht, um alle Gläubiger zu befriedigen, und noch etwas übrig bleibt, können die Aktionäre eine Mindestauszahlung erhalten. Dies ist jedoch selten der Fall und beträgt in der Regel nur einen Bruchteil der ursprünglichen Investition. Zugegeben, als Aktionär kann man nicht viel tun, außer das Ende des Insolvenzverfahrens abzuwarten. Dennoch ein Tipp am Rande: Je nach Steuerrecht und Land kann man die Verluste möglicherweise geltend machen.
Quelle:
https://www.finanztrends.de/tupperware-aktie-insolvent/Das heißt die Aktien von Tupperware Brands unter der WKN 901014 werden nie wieder in den freien Handel gehen, wie vom Epi89 korrekt geschrieben, weil die Firma halt pleite ist. Wenn Chapter 11 erfolgreich abgeschlossen werden kann, wird es eine neue Gesellschaft unter dem Namen Tupperware geben, die dann unter einer neuen WKN wieder an die Börse geht. Dann kann jeder wieder von vorne anfangen damit zu handeln, nur dann mit frischem Geld für neue Aktien, weil alle alten Aktien wertlos sind oder ggf. noch ein paar Cent bringen (siehe oben). Aber auch wenn sie noch was wert sind, gibt es nur eine Einmalzahlung und dann sind die alten Aktien Geschichte. Wie auch immer sind alle Shareholder, die noch Aktien von Tupper besitzen, leider die Leidtragenden und können zu 99,99% davon ausgehen, dass sie ihr Geld nie wieder sehen. Die Aktien haben lange genug bei rund 1€ "herumgedümpelt" und jeder hatte Zeit genug sich zu informieren und zu überlegen was er/ sie macht. Diese Zeit ist nun abgelaufen.