S&T/Kontron mit Foxconn (vorm. Quanmax AG)

Seite 1 von 236
neuester Beitrag: 30.03.25 23:48
eröffnet am: 14.08.09 13:47 von: jocyx Anzahl Beiträge: 5881
neuester Beitrag: 30.03.25 23:48 von: Klei Leser gesamt: 1968379
davon Heute: 1754
bewertet mit 21 Sternen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 |
234 | 235 | 236 | 236   

14.08.09 13:47
21

58056 Postings, 6370 Tage jocyxS&T/Kontron mit Foxconn (vorm. Quanmax AG)

Zur Verbesserung der Bilanzrelationen wird die Quanmax AG bis zum 27. August eine Kapitalerhöhung durchführen, wobei jedem Aktionär der Bezug von zwei jungen Aktien pro Altaktie angeboten wird. Damit wird das Eigenkapital um 10 Mio. EUR erhöht und eine Quote von 50 Prozent erreicht. Der Hauptaktionär Quanmax Inc. (Taiwan) hat zugesichert, seine Bezugsrechte voll auszuüben.  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 |
234 | 235 | 236 | 236   
5855 Postings ausgeblendet.

28.03.25 19:43

511 Postings, 1463 Tage CrineNaneva

... so viel zu den angekündigten Zukäufen von Ennocon, Naneva und HN im bereits allseits bekannten Interview vom Oktober 2024. Wie ich bereits dazumals kritisiert habe, hat sich ein CEO nicht über geplante Käufe oder Verkäufe von Aktionären zu äußern. Das ist wirklich schwer amateurhaft und mE kursschädigend gewesen.  

28.03.25 20:45
1

30743 Postings, 8730 Tage Tony FordCharttechnik ist eine gute Möglichkeit ...

um das Verhalten der Marktteilnehmer beurteilen zu können. Dazu zählen nicht nur Trend- und Unterstützungs- oder Widerstandslinien, sondern auch der Kursverlauf im Tages- oder Wochenverlauf oder das Handelsvolumen. Wo liegt jeweils das Momentum, liegt es auf der Oberseite oder Unterseite, steigt der Kurs mit hohem/ eher steigenden oder unter fallendem Handelsvolumen oder folgt einer kräftigen Abwärtsbewegung sofort eine dynamische Gegenreaktion oder fällt die Gegenreaktion nur mäßig aus.

Aus all dem kann man ablesen, ob Investoren tendenziell eher einen Ein- oder Ausstieg suchen.

Natürlich gibt es für all das keine Garantien, wie man vor allem gerade an den US-Märkten eindrucksvoll sehen kann, wo eigentlich die Charttechnik eine Reihe von Kaufsignalen generierte, doch die Trumpsche Verunsicherungspolitik jegliche aussichtsreiche Chartbilder/Chartanalysen zunichtemachte.

D.h. Chartanalyse ist eben am Ende auch nur der Versuch, seinen "Wetteinsatz" möglichst hohen Wahrscheinlichkeiten auszusetzen.

Zitat:
"Bei den Tälern mehr nachfassen, bei den Höhen mehr wieder hergeben (und im Forum den schlimmsten Miesmacher und den größten Optimisten jeweils überhören!):"

Sofern die fundamentale Story passt, ist das ein ziemlich guter Handelsansatz, den man u.a. sehr gut mit Charttechnik verknüpfen kann, der aber auch ohne Charttechnik funktioniert. Ich nutze diesen Handelsansatz regelmäßig.  

28.03.25 20:55
1

30743 Postings, 8730 Tage Tony Forddenke ich nicht ...

Charttechnisch haben wir uns relativ weit vom 50er Durchschnitt entfernt. Hinzu kommt die Euphorie wegen des Schuldenpakets. Diese Euphorie hat sich gelegt, die kurzfristigen Trader ihre Gewinne eingestrichen und die Aktie zum 50er Durchschnitt gebracht und bietet dadurch Investoren eine deutlich bessere Einstiegschance als noch vor wenigen Tagen bei deutlich höheren Kursen.

Ich jedenfalls habe mich über die Konsolidierung gefreut und habe zugekauft. Einen Zukauf hätte ich auf dem höheren Niveau nicht getätigt.
Und sollten wir wirklich nochmal in die Nähe der 20€ kommen, käme es mir gelegen.  

28.03.25 21:22

128 Postings, 574 Tage NoobstylerHätten die mal zu dem

28.03.25 21:26
2

400 Postings, 1745 Tage hzenger2020Kontron

Die Aussagen von HN damals zu den potenziellen Käufen von Foxconn und PPF waren vollkommen absurd. Es würde mich nicht wundern, wenn die jetzigen Verkäufe dadurch provoziert wurden. PPF hat einen NAV von 50 Mrd. -- da ist die kleine Kontron-Beteiligung nur ein Rundungsfehler. So ein Mammut will sich vermutlich nicht von einer Mini-Minderheitsbeteiligung auf der Nase rumtanzen lassen.  

28.03.25 22:04

511 Postings, 1463 Tage Crine@hzenger2020

Wollte keine Vermutung aufstellen, dass die Verkäufe unter Umständen als Reaktion darauf zu sehen sind, aber ich stimme Dir hier vollkommen zu.  

28.03.25 22:11

111589 Postings, 9148 Tage KatjuschaKönnt ihr mir das erklären?!

Der Vorstand hat irgendwann mal gesagt, Foxconn dürfte zukaufen?

Und deshalb fühlt sich ein großer Insti so als würde man ihm auf der Nase rumtanzen, und deshalb verkauft er?

Steh grad auf dem Schlauch was ihr meint.
Soll keine Kritik sein. Ich will es nur verstehen.
-----------
the harder we fight the higher the wall

28.03.25 23:04
1

400 Postings, 1745 Tage hzenger2020Kontron

Was wir meinten ist, dass er auch angekündigt hatte, dass Naneva (= PPF) angeblich zukaufen will. Damit wollte er offensichtlich die Kontron Aktie pushen, damit seine eigenen Optionen ins Geld laufen. Wenn PPF das mitbekommen hat, muss sie das extrem irritieren. Wenn ein CEO bei einem Großaktionär Käufe pusht, dieser sagt, dass er sich Käufe vorstellen kann und der CEO dann damit an die Öffentlichkeit geht, macht er das Vertrauensverhältnis kaputt. Und wenn der Push erfolgreich ist, macht er dem Großaktionär zudem noch die Kaufkurse kaputt. Das war ziemlich daneben (auch wenn ich HN sonst wirklich sehr schätze für seine operative Leistung).  

29.03.25 07:11

128 Postings, 574 Tage NoobstylerHmmm kann mir irgendwie nicht

vorstellen, dass Leute mit diesem finanziellen Hintergrund so ein Youtubevideo anschauen bzw in Börsenforen mitlesen.  

29.03.25 07:58
3

428 Postings, 3063 Tage jseyseNaneva

Mir macht es den Eindruck, dass es eventuell zum Bruch zwischen HN und Naneva gekommen sein könnte. Naneva weiß ganz genau, dass HN dringend zeitnah Kurse um 32 für seine Optionen braucht, und als der Aktienkurs erstmalig seit langem auf gutem Wege dahin war, schicken Sie durch Ihre Megaverkäufe den Kurs wieder komplett in die andere Richtung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das gemacht hätten, wenn Sie noch in gutem Verhältnis zu HN wären. Entweder haben Sie selber ganz massive finanzielle Probleme und brauchen dringend Liquidität, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, oder die Optionen von HN sind Ihnen inzwischen völlig egal, was natürlich auch ein direkter Schlag ins Gesicht von HN wäre.

Es ist, wie es ist, spannend bleibt jetzt nur, ob sie erst mal fertig sind, oder auch den Rest noch weiter abverkaufen. Mich wundert insbesondere auch, dass sie den Abverkauf nicht über eine Investmentbank durch Uumplatzierung versucht haben, sondern die Varianteüber die Börse gewählt haben.

Da haben wir gerade die Abverkäufe von Amiral Gestion verdaut und jetzt fängt Naneva an, echt ärgerlich.

Für mich hat  HN auch leider wieder etwas Unglaubwürdigkeit eingebüßt. Aus den Interviews im Herbst hat sich leider nicht viel bewahrheitet, jedenfalls nicht in den genannten Zeitrahmen.

Ich hatte ja immer gesagt, dass ich CB für etwas zu wenig optimistisch halte und HN für etwas zu optimistisch. Ich werde aber hinsichtlich seiner Aussagen so zukünftig gedanklich noch etwas vorsichtiger sein, insbesondere auch beim Zeitrahmen.  

29.03.25 08:22
3

428 Postings, 3063 Tage jseyseConference Call

Was mir noch zum CC aufgefallen ist:

Bisher war nach meinem Verständnis aus den letzten Conference Calls die Rede davon, dass man die Katek-Übernahme verdaut hat und in 2025 bei M&A auch wieder mit einer größeren Sache zu rechnen sein könnte. Davon war jetzt plötzlich keine Rede mehr, und man sagte klar, dass für 2025 nicht mit einer großen Übernahme, sondern nur mit ein paar kleineren Sachen zu rechnen sei.

Und auch hinsichtlich der geplanten Veräußerungen nicht strategischer Beteiligungen klang es mir jetzt nicht so, als ob diese sehr zeitnah anstehen würden, sondern dass er eine Sache von vielen Monaten oder sogar noch Jahren ist.

Mir macht es den Eindruck, dass man gemerkt hat, dass man sich bei der Katek-Übernahme etwas über den Tisch hat ziehen lassen, obwohl anfangs immer die Rede davon war, wie gut man zusammenarbeitet und es kein Bloody-Merger sei.

War ja auch recht deutlich, dass der Ex-Ceo seine Aktie nicht in Kontron getauscht hat, sondern nur verkauft hat und der CFO inzwischen wieder gefeuert ist. Also, die waren beide alles andere als überzeugt von Katek. Und auch der Verkäufer musste offenkundig mehr, wenn er HN direkt angesprochen hat, ob er nicht die Aktien kaufen will. Sowas macht man ja nicht, wenn man nicht weiß, dass es zukünftig Probleme gibt.

Alles nur Spekulation meinerseits, aber mir macht es den Eindruck, dass man bei Kontron inzwischen nicht super glücklich mit der Katek-Übernahme ist und daher erst mal vorsichtig ist und keine weiteren größeren Deals mehr plant, weil man in Bezug auf die Wechselrichter auch gesehen hat, dass man sich bei größeren Übernahmen ggf ganz schön verheben kann, wenn man daneben liegt.  

29.03.25 09:46
2

28 Postings, 864 Tage 95ojeJseyse: Katek

Stimme Dir absolut zu.
Was in dem Zusammenhang auch noch auffällt und Deine Vermutung untermauert:
In Q4 ist die EBITDA Marge im SW&Solu. Segment regelrecht abgerauscht.
Dies lag nach Aussage von HN im CC an den Wechselrichter Geschäft welches bei SW&Solu. ausgewiesen wird.
Mag sein, dass aufgrund der Restrukturierung - wie von HN behauptet - das Geschäft nun auf EBITDA Basis profitabel ist, aber das bedeutet wahrscheinlich nu eine „schwarze „ Null und schon auf EBIT Basis ist es immer noch rot. Eine Besserung ist hier nach eignen Aussagen frühestens im 2Hj. 25 zu erwarten (wenn überhaupt)
Darüber hinaus zieht auf das EV-Charger Geschäft die Kontron Profitabilität nach unten. Zwar soll die EBITDA MArge unverändert zweistellig sein, aber von ursprünglich 180 Mio. Umsatz in 2025 werden nun nur noch 100 Mio. prognostiziert. Die Dafür notwendige Produktionsinfrastruktur steht aber unverändert und muss nun auf weniger Stückzahlen bzw. Umsatz umgelegt werden. Somit wird auch hier das EBIT wenig erfreulich sein.
Leider waren Wechselrichter und Charger die beiden großen Argumente für die Game-Changer Akquisition (sorry für meine Ironie)
Von der im letzten Jahr groß angekündigten HEMS-SW-Lösung war im CC auch keine Rede mehr, aber sehr wohl davon, dass man die knappe Ressource der Ing.-Kapazitätem auf die profitabelsten Projekte strafft und schlechtere Projekte in der Merit-Order hinten runter fallen.
Was auch ein Hinweis ist, dass es bei Katek nach wie vor sehr düster aussieht, ist die Tatsache, dass trotz umfangreicher Restrukturierungen, Kostensenkungen und Synergien, dass EBITDA von Katek in 2024 nahezu unverändert zu 2023 ist 42 Mio. € zu 45 Mio.€.
Es würde mich interessieren, ob jemand im Forum noch Katek Aktien hält uns somit das Jahresergebnis von Katek in 2024 kennt (sollte ja auch am Donnerstag vorliegen)?
Ich gehe schwer davon aus, dass es negativ ist und dass trotz all der harten Einschnitte.
Somit ist das Ergebnis von Kontron nicht aufgrund von Katek, sondern trotz Kontron im letzten Jahr stark gestiegen.
Die Erste Prognose für 2024 lag noch vor Katek bei 87 Mio. €. Ich möchte nicht wissen, was ohne Katek möglich gewesen wäre. Da wären wir wahrscheinlich schon bei 100 Mio. €.
Aber wäre, wäre, Fahrradkette ….
Trotzdem glaube ich weiter an Kontron und auch an HN, da sie offensichtlich aus den Fehlern gelernt haben und in Summe ein sehr innovatives Unternehmen, in einer hoch attraktiven Nische sind.
Es wird nur leider meines Erachtens noch dass ganze Jahr 2025 und vielleicht auch noch 2026 dauern, bis  Katek verdaut ist und wir ein wirklich überproportionales Gewinnwachstum sehen werden.
Jedem dem das zu lange dauert, kann ich aber sehr gut verstehen.  

29.03.25 11:12

908 Postings, 6040 Tage pinktrainer@ jseyse

Kellnerova hat ihre 13,2 Mio € gestern offensichtlich nicht über die Börse erzielt. Das gesamte Handelsvolumen an den Börsenplätzen lag darunter. Also, absichtliches Drücken der Kurse halte ich für unwahrscheinlich

 

29.03.25 12:00

2336 Postings, 3354 Tage Werner01@ jseyse #5866

Netter weißer Schimmel im zweitletzten Absatz.

Aber ich gebe Dir völlig Recht. Viele und da zähle ich mich auch dazu, haben sich beim Zeitrahmen verschätzt. Extrem ärgerlich für jene, die mit Derivaten handeln, aber auch wenn man die Aktien hält wird es nach Jahren enger. Ob wohl ich bei vielen Aktien die in #5854 von Homeopath beschriebene Strategie mit einen definierten Trading-Anteil verfolge, hatte ich es bei Kontron bis vor ein paar Monaten lange nicht gemacht, weil man ja nie die "breaking news" am nächsten Tag ausschließen konnte. Nachweislich ein Fehler, aber man lernt nie aus. Daher gerne auch einen Dank an Alle, die hier wirklich substantielle Beiträge schreiben.

PS
Die Naneva Verantwortlich lesen hier sicher nicht mit, aber die Interviews werden sie vermutlich schon registrieren. Daher halte ich den Deutungsversuch von hzenger #5864 wirklich nicht für unplausibel.
Hoffen wir mal dass wenigstens HN hier mitliest und seine Kapitalmarktkommunikation weiter verbessert.  

29.03.25 12:52

6384 Postings, 3659 Tage bozkurt7Naneva

Ich bin zwar nicht Naneva, aber ich habe vorvorige Woche meinen nicht allzu geringen gesamten Bestand an Kontron bei 25 € verkauft. Nun warte ich auf die Konsolidierung über 22 €.
Ich bin als Physiker sehr vertraut mit Analysen und Statistiken, bin aber absolut kein Freund von Charttechnik. Gerade an der Börse ist Wissenschaftlichkeit fast unverträglich mit den Anlagestrategien der meisten Beteiligten.  

29.03.25 13:09

428 Postings, 3063 Tage jseyse@pinktrainer

Du musst den gesamten Börsenumsatz seit der letzten Meldung von Naneva am 21.3. addieren, dann passt es wieder.

Alle, die hier ausgestiegen sind, haben im Nachhinein richtig Glück gehabt, dass  Naneva verkauft. Ohne die massiven Verkäufe wäre der Kurs aus meiner Sicht wohl tendenziell eher gleich geblieben.  

29.03.25 13:15

428 Postings, 3063 Tage jseyseNaneva Verkäufe

Ich wundere mich tatsächlich über die Vorgehensweise der Börslichen Verkäufe, sowas macht man normal nur mit ziemlich viel Wut im Bauch. Die hätten ihre Aktien in einem Paketdeal ggf mit Bookbuilding deutlich kursschonender außerbörslich verkaufen können (so wie es Grosso beim letzten Verkauf gemacht hat). Also insbesondere, wenn Naneva auch den Rest verkaufen will, macht die gewählte Vorgehensweise wirtschaftlich eigentlich nicht viel Sinn, dass sie sich selbst den Kurs kaputt machen.

Da stehen für mich schon einige Fragezeichen im Raum, wie es zu sowas kommen konnte und warum  HN das nicht verhindern konnte.

Da ist auch Amiral deutlich kursschonender vorgegangen.

Für mich haben die Naneva-Verkäufe irgendwie etwas den Anschein von Wutverkäufen (oder alternativ Notverkäufen, was aber eher unwahrscheinlich sein dürfte).  

29.03.25 16:00

908 Postings, 6040 Tage pinktrainer@ jseyse

Da passt nichts.
Der neue Prozentsatz bei der Schwellenberührung gestern, zeigt ja die gesamten Verkäufe seit der Meldung vom 21.3..  

29.03.25 17:47

428 Postings, 3063 Tage jseyse@pinktrainer

Allein auf Xetra wurden zwischen 22.3. und 28.3. ca 1,5 Mio Aktien gehandelt, also mehr als 2% des Grundkapitals. Und Naneva hat seitdem knapp 1% vom GK abverkauft.  

29.03.25 18:37

111589 Postings, 9148 Tage KatjuschaMir alles ein Rätsel

Also wenn ernsthaft ein Insti verkauft weil ein CEO mal in einem Interview meinte, der Insti könnte nachkaufen, dann muss ich echt am Sachverstand des Instis zweifeln.

Ich glaub aber eh nicht dass an eurer Idee was dran ist. Ein für mich völlig überbewertetes Thema bezüglich CEO Interview. Da scheinen sich manche Forenuser etwas an diesem Thema hochzuschaukeln. Nix für ungut.
-----------
the harder we fight the higher the wall

30.03.25 08:57
3

30743 Postings, 8730 Tage Tony FordMegaverkäufe ...

Meiner Meinung nach eine vollkommen falsche Interpretation, denn die Verkäufe resultieren häufig aus einem Rebalancing heraus. Die Einstiegskurse von Naneva und Amiral Gestion liegen deutlich unter den aktuellen Kursen. Allein vom Tief im November lagen wir 70% im Gewinn, liegen immer noch gut 40% im Gewinn. D.h. die Positionen, die Naneva oder Amiral Gestion im Portfolio halten, haben wahrscheinlich einfach nur durch diese fulminante Entwicklung eine große Gewichtung erhalten, welche durch die Reduzierung der Positionen wieder auf ein geringeres Maß ausgeglichen wird.
Bei Naneva kenne ich den Anteil am Portfolio nicht, doch bei Amiral Gestion weiß ich aus der Quelle Morningstar.com, dass der Anteil "nach" der Reduzierung  immer noch gut 20% beträgt. Das spricht definitiv für ein Rebalancing.

Generell kann ich den Pessimismus nicht verstehen, scheint in den vergangenen Jahren an den Börsen religiöse Züge angenommen zu haben. Permanent wird das Negative bis zum Erbrechen immer wieder hervorgekehrt, das Haar in der Suppe gesucht, während man die positiven Seiten allenfalls beiläufig mal mit erwähnt.

Dass Kontron Rekordergebnisse erreicht hat und die Dynamik deutlich zunimmt, würde man bei diesem Threadverlauf nicht vermuten. In früheren Zeiten hätte man solche Ergebnisse gefeiert und sich in Kursfantasien geübt.

Heute aber liegt der ForwardKGV bei 12,5 tendenziell eher am unteren Ende, während die Wachstumsraten eher am oberen Ende liegen, trotzdem prügelt man auf den Vorstand von Kontron ein.

Wie dem auch sei, so extrem hoch wie der Pessimismus selbst nach der tollen Entwicklung fundamental sowie charttechnisch ist, sollte noch sehr viel Luft nach Oben sein. Für mich definitiv eher eine Stärkung meines Zukaufs.  

30.03.25 14:35
5

400 Postings, 1745 Tage hzenger2020Kontron

Zu den Naneva Verkäufen: Ich halte es für ausgeschlossen, dass es sich hier um ein Rebalancing handelt. Kontron macht 0,14% von PPF aus und ist daher eine Minimalstbeteilgung. Da gibt es nichts zu auszubalancieren. Was wir wissen ist, dass HN öffentlich erklärt hat, Naneva werde nachkaufen, um damit den Kurs zu treiben. Tatsächlich hat Naneva jedoch einen extrem aggressiven Verkauf über die Börse gewählt, was den Kurs belastet.

Zur Q4 EBITDA-Marge in Software & Solutions: Die dürfte daran liegen, dass man den Bereichsleiter Solar gefeuert hat, weil die Fortschritte bei der Integration von Kontron Software und Katek Solar Hardware (HEMS) weit hinter der Integration von Kontron Software und Katek Wallboxen herhinkt. Ich denke man wird hier Abfindung zahlen müssen und ggfs. Restrutuierungskosten, um den Aufbau der Software/Hardware-Integration neu zu starten mit neuem Manager. Vielleicht könnte das auch in Q1 nochmal ein paar Sonderkosten verursachen. Aber was den rein operativen Teil des Geschäfts angeht, ist die Kommunikation ja weiterhin, dass man da bei einer schwarzen Null ist. Ich denke daher, dass die niedrige Q4 Marge von S&S im wesentlichen ein Einmaleffekt aus dem Bereich Solar ist.

Zu M&A in 2025: Dass keine größeren Käufe geplant sind, ist nicht neu oder verändert. Da die Kontron Aktie momentan mit niedrigeren Multiples bewertet ist als die Assets, aus denen sie besteht, ist der kommunizierte Plan nicht-Kern Aktivitäten (IT Solutions und Teile der EMS Produktion) zu verkaufen und mit den Erlösen eigene Aktien zu kaufen.

Zu den geplanten Verkäufen: Meine Vermutung ist, dass gebündelter Verkauf der verbleibenden IT Solutions Aktivitäten zu schwierig war. Es handelt sich ja um Gesellschaften in unterschiedlichen Ländern. Zudem sind die verbliebenen Gesellschaften schrumpfend im Umsatz und waren Restrukturierungsfälle (deshalb wollte Vinci sie damals nicht übernehmen). Sie werden daher vermutlich jede Gesellschaft einzeln lokal verkaufen. Was den möglichen EMS Verkauf angeht: Die Branche hat es sehr schwer im Moment (siehe Fortec oder die Blue Cap Beteiligung Hy-Line). Ich denke, man will das nicht verramschen und wartet daher wahrscheinlich auf erste Zeichen einer Nachfragebelebung. Das würde es für potenzielle Käufer attraktiver machen, mit Katek EMS zusätzliche Kapazität zu erwerben.

Zur Katek-Übernahme: in meinen Augen ist es zu früh, das abschließend zu beurteilen. Katek war nicht sehr teuer. Was klar ist, ist, dass Kontron sowohl bei Solar als auch bei E-mobility dann kurz nach dem Kauf extremer Gegenwind aufkam. Mit der Folge, dass das Solargeschäft extrem schwach ist und die Wallboxen sich derzeit deutlich schlechter verkaufen als ursprünglich geplant. Allerdings: Bei Emobility werden die Verkäufe auch wieder anziehen und man macht mit den Wallboxen gutes Geld. Auch Solar sollte früher oder später zurückkommen.

Der wirkliche Kaufgrund aber war ja ohnehin nicht, mit dieser Hardware an sich Geld zu verdienen. Sondern eben mit der Kombination von Hardware und Software. Bei den Wallboxen hat man hier den ersten erfolgreichen Schritt gemacht. Aber da werden ja weitere Schritte folgen (z.B. bidirektionales Laden und Integration der Wallbox mit HEMS). Bei Solar ist man mit der Integration der Software hintendran und jetzt soll ein neues Management die Entwicklung beschleunigen.

Ich will das alles nicht schönreden: es ruckelt in der Entwicklung. Allerdings bin ich gerne in ein Unternehmen investiert, das proaktiv die Technologien der Zukunft entwickelt, auch wenn die aktuelle Nachfrage schwach ist. Wir werden in 3-4 Jahren sehen, wo Kontron dann mit Solar, HEMS und Wallboxen steht. Die Logik der Übernahme ist in meinen Augen weiterhin voll intakt, auch wenn es zugegebener Maßen etwas beschwerlicher ist, als ursprünglich angenommen.

Generell zur Aktie: Ich habe um 22€ nochmal nachgekauft. Das, was technologisch momentan im stark wachsenden S&S Bereich läuft, ist in meinen Augen nur ein Vorgeplänkel. Die wirklichen Wachstumsschübe dürfte hier 2028-2032 bevorstehen. Im Bahnbereich ist FRMCS noch weit, weit entfernt von der praktischen Anwendbarkeit. Hier stehen noch nichtmal die technischen Standards voll. Vor 2028 wird da sehr wenig passieren. Bestenfalls werden ein paar neue Strecken "FRMCS-ready" gebaut. Aber die richtig großen Volumen einer Umstellung der Bestandsstrecken auf FRMCS wird in meinen Augen erst 2030-2050 passieren. Hier ist enormes weiteres Wachstum vorprogrammiert, was weit, weit über die aktuellen Auftragsvolumina hinaus gehen dürfte -- jedenfalls dann, wenn 5G flächendeckend ausgerollt wird wie geplant. In Deutschland ist das Budget durch den Sonderfonds dafür da, aber es wird dauern bis der Zug voll ins Rollen kommt.

Auch im Militärbereich wird das alles dauern, bis die enormen Budgeterhöhungen in Europa sich in konkreten Aufträgen widerspiegeln. Defense ist ein sehr schwerfälliger Bereich. Da warten aber allein in Deutschland 500 Mrd. darauf ausgegeben zu werden. Natürlich wird das Kontron sehr helfen bei der hohen Marge, die man hier verdient. Es ist hier ähnlich wie im Zugbereich: Kontron wächst in Defense extrem stark mit hohen Margen auch ohne, dass die Erhöhung der staatlichen Gelder hier ankommen. Es ist leicht sich auszumalen, was passiert, wenn hier noch zusätzlich mit dem staatlichen Füllhorn gegossen wird.

Schlussendlich: auch die Module für Automotive und Züge stehen noch ganz am Anfang. Es werden perspektivisch alle Autos und Züge voll vernetzt sein, was einen explosiven Bedarf an Kontron Produkten erzeugen sollte (jedenfalls dann, wenn Qualcomm sich hier technologisch durchsetzt). Kontron schätzt das Potenzial hier bei 1 Mrd. Wird das schnell passieren? Nein. Aber 2028-2030 dürfte da bereits einiges passieren.

Natürlich kann auch immer alles mögliche schiefgehen. Qualcomm könnte bei V2X Automotive nicht wie erwartet zum neuen Standard werden. Die Bahnen könnten sich entscheiden, den 5G Rollout doch nicht mit spezifischem Zugfunk zu machen, sondern über normale Mobilfunknetze. Im Militärbereich könnte die Trump-Regierung Kontron ausbremsen um lokale Lieferanten zu bevorzugen. Niemand steckt da drin. Allerdings hat Kontron in meinen Augen aktuell wirklich eine ganze Handvoll extrem dicker Eisen im Feuer (über Kontron OS recurring services habe ich noch nichtmal gesprochen).

Selbst, wenn nur zwei von vier Treibern voll durchschlagen, sollte das sehr profitabel sein. Man ist eben nicht mehr nur der langweilige Elektroniklieferant für kleine Plastikbildschirme. Im Gegenteil, man ist ein integrierter innovativer Anbieter, der super auf die Zukunft vorbereitet ist. Und das mit KGV unter 13. Wie viele Wallboxen oder Wechselrichter sie 2025 verkaufen oder ob da irgendwo nochmal begrenzte Restrukturierungskosten entstehen, ist in meinen Augen da nebensächlich. Ich stelle mich jedenfalls auf eine lange Haltedauer ein, bis das Unternehmen irgendwann von Private Equity von der Börse genommen wird.

 

30.03.25 18:55
1

30743 Postings, 8730 Tage Tony FordNaneva ...

ich habe mal in die Historie geschaut, Naneva kaufte Ende 2021/Anfang 2022 bei Kursen um 15€ gut 5% der Aktien.

Nun hat man den Anteil von 5 auf 4% reduziert, nachdem der Kurs 60%-70% im Gewinn lag.
Ich finde, Begriffe wie extrem, aggressiv sind nicht angemessen. Oder würde man einen Kleinanleger, der 1/5 seiner Pos. Gewinne mitnimmt, als extrem und aggressiv in seinem Handeln bezeichnen?.

Dafür hätte Naneva die Pos. mind. mal halbieren müssen.

Deshalb bleibe ich bei meiner Meinung, dass es sich um Rebalancing handelt, um z.B. den Cashbestand zu erhöhen, mit denen man an anderer Stelle vielleicht ein neues Unternehmen ins Portfolio holen möchte. Da liegt es nahe, dass man mal ein paar Gewinnpos. reduziert.

Fundamental wächst das Unternehmen derzeit im Umsatz und Gewinn um ca. 25-30% im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Bewertet ist die Aktie mit einem KGV vom 12
https://de.tradingview.com/symbols/XETR-KTN/...ials-income-statement/
https://www.onvista.de/aktien/kennzahlen/Kontron-AG-Aktie-AT0000A0E9W5

Analysten erwarten für 2025 ein Wachstum von gut 15%

Angemessen wäre meiner Meinung nach ein KGV zwischen 20 und 30, so wie es einem Wachstumswert / Technologiewert eigentlich auch zusteht.  

30.03.25 19:24
1

400 Postings, 1745 Tage hzenger2020Kontron

Hallo Tony: wir werden es sehr bald wissen. Wenn Naneva nicht mehr weiter verkauft, wird es keine weiteren Schwellenberührungen mehr geben. Ich fand es aggressiv, weil sie nicht sehr kursschonend vorgehen, sondern momentan jeden Tag 100.000 Aktien in den Markt werfen.  

30.03.25 23:48

5967 Postings, 8046 Tage KleiVerkäufe von Naneva

ehrlich gesagt nenne ich Naneva nie Naneva sonderm immer Kellernova .... das ist die Milliadärin der diese Gesellschaft gehört.

Sie ist Tschechin. Genau wie die ehefrau von Hannes Niederhauser.

Es sind eher persönliche Kontakte, die da stattfinden und vielleicht hatte man ja Hannes auch nur einen Gefallen tun wollen, den Kurs im Richtigen Flow zum Richtigen Zeitpunkt etwas Auftrieb zu verleihen. Das Timing passte doch gut.

Mit 5% war man dann wohl etwas über das Ziel hinaus geschossen.

Nun sind die 4% binnen einer Woche unterschritten. Über 600.000 Aktien zusätzlich auf den Markt sorgen natürlich für enormen Druck.

Österreich hat wohl bei 4% die Meldeschwelle.... dann hören wir ja über weitere Verkäufe wohl erstmal nix mehr.... Wo liegt denn die nächste Meldeschwelle für Österreich?

 

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 |
234 | 235 | 236 | 236   
   Antwort einfügen - nach oben