http://meedia.de/2015/12/28/...-kaempfen-p7s1-und-stroeer-raeumen-ab/ . Ströer: + 122 Prozent
In einsame Sphären des Börsenjahres 2015 enteilt ist der Außenwerbevermarkter Störer, den vor Jahresbeginn wohl kaum jemand auf der Rechnung hatte.
2010 bei 20 Euro an der Börse gestartet, machten die Kölner in den ersten Jahren an den Aktienmärkten vor allem Erfahrungen mit fallenden Notierungen bei stagnierenden oder gar rückläufigen Umsätzen – für nicht mal 7 Euro war das Papier noch vor drei Jahren zu haben.
Seit zwei Jahren ziehen die Geschäfte erkennbar an: Die Umsätze legten 2014 noch um 15 Prozent auf 721 Millionen Euro zu und dürften im abgelaufenen Geschäftsjahr wohl auf über 800 Millionen Euro anziehen, während sich das Ebitda bei 200 Millionen Euro belaufen soll. 2016 sollen die Geschäfte dann förmlich explodieren: Die Umsatzprognose wurde erst im November auf 1,2 Milliarden Euro angehoben.
Maßgeblichen Anteil haben daran gleich eine Reihe von bemerkenswerten Übernahmen: So verstärkte der Außenwerbespezialist 2015 sein Digitalgeschäft mit den Zukäufen der Content-Fabrik Contentfleet, dem Statistik-Portal Statista, vor allem aber den viel beachteten Akquisitionen der Telekom-Töchter Interactive Media und T-Online.de. „Die Transaktion markiert den Beginn einer neuen Ära für unser Unternehmen“, verbreite Ströer-Chef Udo Müller zur Übernahme Aufbruchsstimmung.
Lohn des strammen Wachstumskurses: Aktionäre konnten sich über die bemerkenswerten Kurszuwächse von 122 Prozent freuen – und das Management über den Aufstieg in den Nebenwerte-Index MDax, wo sich Ströer vergangene Woche als Neumitglied neben Axel Springer, der RTL Group und ProSiebenSat.1 einreihte.