Auf good News folgten Gewinnmitnahmen, aber die News waren nicht gut genug für einen starken Rebound. Bei Blackberry gab es dieses Szenario mehrmals. Es gab viel Fanatsie und Gerüchte, die Aktie stieg, dann gab es gute Nachrichten, aber immer wieder eine mittelmäßige Präsentation durch den CEO, die Aktie schmierte ab, es gab einen Rebound, der aber nicht deutlich über meinen Einstieg ging. Es war zum Haareraufen. Ich hätte dann mit ca. EUR 600,00 Gewinn rausgehen können, aber hoffte eben auf die Bestätigung der guten Verkäufe. Die Analysten wurden enttäuscht, die Aktie rauschte in die Tiefe und ich bin mit ca. EUR 2.000,00 Verlust raus.
Ähnliches bei Apple. Vor der großen Präsentation letztes Jahr sah es nicht schlecht aus. Es gab keine Innovationen, aber eine solide Produktpflege. Trotzdem ging die Aktie am Tag der Präsentation runter und danach schleichend über Monate von $700 auf $390. Über einen KO-Invest mit 32% Abstand verlor ich eine nicht kleine Summe. Damit hätte ich nicht gerechnet, aber ich habe daraus wieder etwas gelernt. Teures Lehrgeld.
Mit Pennystocks habe ich noch nie Glück gehabt, weil ich damals die Regeln noch nicht kannte und irgendwann feststellen mußte, dass die Börse doch etwas komplexer und fieser ist.
A.I.S. ist einer der letzten Pennystockleichen in meinem Depot. Es ist natürlich klasse, wie es sich entwickelt hat. Mit etwas Glück könnte ich die Verluste der letzten Jahre damit ausgleichen. Aber genau da stecke ich wieder in der Falle. Momentan könnte ich mit einem guten Gewinn von mehreren tausend EURO rausgehen. Aber wenn man wieder der Fantasie freien Lauf läßt und dann noch seine Erwartungen herunterschraubt, dann ist da viel mehr drin. Also spiele ich wieder mit dem Risiko durch die Hoffnung auf mehr u.U. am Ende doch über SL mit +/- Null herauszugehen.
Mein Steuerberater sagt: "Von Gewinnmitnahmen ist noch keiner Pleite gegangen." Recht hat er, aber die insgeheime Gier steckt leider in fast jedem von uns.
Wir werden sehen. Ich bin ab Freitag im Urlaub, werde ein SL setzen und bereite mich auf das Leiden vor, wenn ich rausgekegelt wurde. |