Aufgefallen ist mir unter den Meldungen folgendes: Wegen der Dürre werden nicht nur weniger Lebensmittel erzeugt, sondern auch Gras als Viehfutter fehlt. Dazu hieß es: "Die Landwirte müssen bereits jetzt Futter zukaufen". Meine Reaktion darauf war: Die Glücklichen! Wenn es irgendwo fehlt, kann man es von anderswo zukaufen. Das ist anders als in früheren Jahrhunderten, wo sofort Not die Folge gewesen wäre. Das verdanken wir der Tatsache, dass die europäischen Regionen und der Rest der Welt heute eng verbunden sind. Insofern finde ich die Blut-und-Boden-Rhetorik mit Ananas' "unseren deutschen Landwirten" sinnlos. Gerade weil der Klimawandel in der Zukunft wiederholte Dürren bringen wird, ist es sehr wichtig, in größerem Maßstab Zusammenhalt zu pflegen, und das muss man sich dann auch bewusst machen. |