@hda: Es war eine interessante Zeit in der DDR, dass kann ich dir sagen. Hab zwar nur 9 Jahre davon erlebt, aber es hatte durchaus auch seine Vorteile speziell für Familien. Ich kenne eine Familie, die neulich vom Westen zurück gezogen ist, weil die Kinderversorgung dort exponentiell besser ist. Zumal man im Westen inzwischen auch nicht mehr so verdient, dass die Frau daheim bleiben kann. Meine Eltern waren in der DDR privat - ja, hat es durchaus gegeben. Und daher wurden sie auch von der Stasi bespizelt. Von Freunden, Verwandten und allen aus dem Umfeld - sogar eine Aushilfe im Restaurant, welches sie führten hat gespizelt. Man wusste es und man hat damit gelebt - nich jeder ist in der Lage die Spitzelversuche zu verstecken.... Trotzdem hatten sie mit Vollbeschäftigung 3 Kinder und aus denen ist etwas geworden, dank Kindergarten etc. Bei uns wurden nur studierte Leute und echte Fachkräfte zu Erziehern, nicht wie heute, dass das jeder machen kann. Wir hatten als Kinder spaß - den älteren hat das System eben nicht so gefallen. Ist ja klar, wenn man für seine Arbeit nicht das bekommt, was man gern hätte. Was hat man heute ? Nicht genug Geld um überhaupt an Kinder zu denken... Was nutzt es einem, wenn man alles kaufen kann und kein Geld hat? Ich kenne Frauen, die für 800€ arbeiten gehen. Mitte 20, dafür würde ich nichtmal aufstehen. Wie soll man da Kinder bekommen? Wenn man nichtmal das Auto reparieren kann? Das ist Gang und gäbe im Ostdeutschland der heutigen Zeit. Die Grenzen wurden geöffnet und na klar, was passiert wenn man plötzlich die DM in Händen hat und in volle Supermärkte gehen kann.... die Leute haben erst nach ein paar Monaten begriffen, was auf sie zu kommt. Der Kohl hat nich umsonst die Fahnenstange selbst in die Hand genommen - nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die DDR als demokratischer Staat existiert hätte. So konnten viele Leute aus dem Westen gigantische Profite machen - letzlich auf kosten des Volkes. An die 10.000 Staatsbetriebe standen zum verschenken bereit. Wer daran am meißten verdient hat, muss ich nicht aussprechen. In der Kohl-Ära wurden übrigens Schwarzgelder in Spenden für die Partei umbenannt. So konnten die Parteien endlich Millionen legal einnehmen und nicht nur einzelne Politiker. Plötzlich waren ihre Produkte nicht mehr gefragt. Die Supermärkte verdrängten mit Waren des Westens die HOs und wie sie hießen. Die Ostbürger bekamen Geld (Schulden des Westens) um Waren des Westens zu kaufen.... plötzlich wurden die "Wessis" ihre Alten Autos los. Ein Run begann, der nicht zu stoppen war. Seit dem gibt es den Solizuschlag und die "dummen" Ossis gehen in den Westen arbeiten. |