Wenn Conergy schon die kleinsten Aufdachanlagen über die PR Abteilung öffentlich macht, scheint es mir, als würde hier schon versucht mit der „Brechstange“ gegen die starken Umsatzeinbrüche vorzugehen. Von Gewinneinbrüchen brauchen wir erst gar nicht reden, denn Gewinne gab es ja schon seit Jahren nicht mehr! So zu tun, als würde hier das Rad neu erfunden, indem man die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage auch ohne Förderung erzielen kann, haben viele (z.B. Fraunhofer Institut), auf Grund der Strompreisentwicklung (je nach Land), schon angekündigt. Weiters ist es völlig unabhängig, ob die PV-Anlage von Conergy oder einem anderen Anbieter kommt, wenn ohnedies die PV-Technologie es möglich macht, da die Produktunterschiede nicht wirklich entscheidend sind (Unternehmensspezifische Merkmale, die zu einem Vorteil führen könnten, sind im Endprodukt praktisch nicht enthalten). Da zählt wohl noch immer der Angebotspreis, und der ist wenn man im Geschäft bleiben will, quasi für viele leider in der Nähe der Eigenkosten, wenn nicht darunter. (PV-Unternehmer träumen ja schon von steigenden Marktpreisen, obwohl nach wie vor Überkapazitäten in Hülle und Fülle vorhanden sind). Man sollte auch nicht vergessen, dass „smart grid“ bei vielen großen Unternehmen mittlerweile ein eigener Geschäftszweig geworden ist. Ich selbst habe bereits sehen können, mit welchen Themen hier über intelligente Energieversorgung ziemlich professionell nachgedacht und bereits gehandelt wird. Denn im Endeffekt geht es immer noch um eine Gesamtenergieversorgung, wobei die PV-Technologie nur einen Part übernehmen kann! Wenn dann ein Unternehmen wie Conergy, das zwangsläufig sich von einem Pioneer der EE zu einem, na sagen wir mal großzügigerweise „mittleren“ Modulanbieter praktisch ohne große Forschung und Entwicklung reduziert hat, selbst also die Marktvorgaben akzeptieren muss, wird es halt ganz schön eng. Im Grunde fehlt den PV-Firmen das Geld. Geld das aber benötigt wird um einen eigenen Wirtschaftssektor aufzubauen, indem auch Lösungen der Zukunft enthalten sind.Umgekehrt haben die klassischen Energieanbieter viel Geld und bestimmen auch ganz ordentlich wie es weiter gehen wird. Ein kleines Beispiel dazu: In China wird Kernenergie stark thematisiert, nach verschiedenen Presseangaben sind dort nicht nur Verbesserungen des Sicherheitsstandards bestehender AKW’s geplant, sondern ein Neubau von an die 100 Kernkraftwerke vorgesehen. Es ist also überhaupt nicht verwunderlich, dass die PV-Branche in kontinuierlich schwierigen Rahmenbedingungen steckt. Wer (sicher zu recht) geglaubt hat, die Katastrophe von Fukushima könnte eine positive Wende eingeleitet haben, wurde wohl eines besseren belehrt. |