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Staat spart durch zinsflaute

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neuester Beitrag: 05.02.19 15:22
eröffnet am: 08.01.19 17:20 von: Juto Anzahl Beiträge: 85
neuester Beitrag: 05.02.19 15:22 von: Grinch Leser gesamt: 1705
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bewertet mit 10 Sternen

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08.01.19 17:20
10

32010 Postings, 5001 Tage JutoStaat spart durch zinsflaute

368mrd.

Niedrigzinsen und kein Ende: Was die deutschen Sparvermögen schrumpfen lässt, freut die Finanzminister. Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 sparten sie unvorstellbare Milliardenbeträge.
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der dumme merkt nix, der schlaue sagt nix
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59 Postings ausgeblendet.

09.01.19 14:06

4780 Postings, 883 Tage 007_Bond@hokai

Ich habe früher viele Jahre (ab Mitte der 80er) bei Union Investment in FFM gearbeitet - Du brauchst mir so etwas nicht erklären wollen.  

09.01.19 14:08

24551 Postings, 3433 Tage hokai#61 ich dachte wir wären Unternehmerkumpel:-)

09.01.19 14:15
1

48466 Postings, 5563 Tage SAKU@bond:

Nö, meint er nicht, sonst hätte er nicht "Kapitaleinkünfte" geschrieben.

Denn wenn, dann wäre das ja noch, sagen wir, spannender. Der Durchschnittslohn (Quelle: Schublade im Hirn) in Schland sind 1900 (netto) - also irgendwo um die 23.ooo im Jahr. Davon nun jedes Jahr den Kaufkraftverlust von 2.800 weg und du lebst im 8 Jahr auf der Straße von Luft und Liebe.

Bei aller Liebe... nö!
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Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!

09.01.19 14:30

4780 Postings, 883 Tage 007_BondDas ist ja das Doofe hier in Deutschland!

Man zahlt in Deutschland Steuern für sog. "Kapitalerträge", ohne dabei jedoch die Inflationsrate zu berücksichtigen zu dürfen! Merke: Erträge entstehen nur, wenn etwas mehr dabei rauskommt!  Man nennt so etwas auch Gewinn! ;-)

Und bei den Sparbüchern war es ja so, dass man dort auch noch den Zinseszins hatte. Sprich, man hat z. B. 3 % p. a. auf beispielsweise 10.000 DM bekommen. Am Jahresende war der Kontostand dann 10.300 DM. Im nächsten Jahr waren es dann schon 10.609 DM, usw. usf. Die Kaufkraft des Geldes blieb beim Sparbuch also erhalten (hat mir Norbert Blüm vor ein paar Jahren einmal genau so erklärt).
 

09.01.19 14:32
1

4780 Postings, 883 Tage 007_Bond@Saku

Das mit den 23.000 Euro ist aber wie beim Monopoly - jedes Jahr darfst Du wieder auf Start! ;-)  

09.01.19 14:41
2

4780 Postings, 883 Tage 007_Bond@hokai

Erst seit Mitte der 90er bin ich Unternehmer. Davor war ich in zahlreichen Unternehmen als Angestellter (zunächst angefangen vom kleinen Sachbearbeiter bis später hin zum Manager) tätig und fragte mich dann irgendwann: Warum mache ich das eigentlich für andere?  

09.01.19 14:44
4

48466 Postings, 5563 Tage SAKU@bond:

Und der Kaufkraftverlust spielt auch monopoly, da er ja pro Jahr auftreten soll:

Januar Jahr 1: Kaufkraft 23.ooo
Januar Jahr 2: Kaufkraft 23.000-2.800=21.200 (dein "neuer Start"-Wert)
Januar Jahr 3: Kaufkraft 21.200-2.800=18.400
Januar Jahr 3: Kaufkraft 18.400-2.800=15.600
Januar Jahr 4: Kaufkraft 15.600-2800=12.800
Januar Jahr 5: Hier wird überlegt, das Netflixabo zu kündigen, man spart aber lieber am Essen.
Januar Jahr 6: Beim Netflixabo leider die Kündigungsfrist verdengelt und es wird auf Stopfen umgestiegen.
Januar Jahr 7: Mit genug Alk Netflix schauen & dabei Selbstgedrehte rauchen, damit man nicht den Kontoauszug holen muss, regnet eh schon den ganzen Tach.

...
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Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!

09.01.19 14:45
4

24551 Postings, 3433 Tage hokaiich vermute wir werden in den nächsten

Jahrzehnten keine nennenswerten Zinsanstiege mehr erleben ( Japan lässt grüssen), dass kann man jetzt beklagen und gerade für die private Altersversorge ist das ein echtes Problem, deswegen sollten die ganzen Riesterversuche auch wieder eingestampft werden und das Thema Bürgerversicherung auf breiter Basis wieder auf den Tisch.

Auf der einen Seite ist soviel Liquidität im Markt ( siehe auch zB. sakus post zu den privaten Vermögen und ja sie sind zum Teil ungerecht verteilt, kann man und sollte dran gearbeitet, es ist aber nunmal zur Zeit so)
Auf der anderen Seite haben wir mittlerweile ein so gutes soziales Netz und mit ihm einhergehende Ansprüche, die sich von der Unterschicht bis in den Mittelstand ziehen. Wir hatten noch nie einen so hohen Wohlstand, Urlaubsreisen, durchschnittlicher Autowert, etc. blablabla.
Das geht nicht nur uns so, sondern in den meisten europäischen Ländern ähnlich ( Ausnahmen wie Griechenland bestätigen die Regel). In den letzten 10 Jahren gab es einen enormes Wirtschaftwachstum und die Wähler haben sich daran gewönnt, immer mehr, immer mehr.
Allerdings ziehen zunehmend Wolken am Wirtschaftshimmel auf, eigentlich hat die EZB in den letzten Jahrenwirtschaftspolitik durch Niedrigzins und Anleihenaufkauf betrieben, die Politik ist da leider nicht mehr in der Lage zu, man eilt von Krise zur Krise und ist auch immer viel mit sich selber beschäftigt.
Also was kann / wird passieren, wenn die Wirtschaft sich nachhaltig eintrübt, Arbeitslosenzahlen steigen, die Einnahmen nicht mehr so sprudeln, Staatsverschuldungen auf Grund von sozialen Verpflichtungen wieder steigen?
Wieder wird man Hilfesuchend zur EZB schauen; aber da ist nicht mehr viel an Instrumenten verblieben?
Nun, nach dem Anleihekauf kommt dann vielleicht der Anleiheschreder, was passiert denn praktisch, wenn die EZB aufgekaufte Staatsanleihen einfach vernichtet und Fälligkeiten keine Rolle mehr spielen?
Hat das irgendeinen praktischen Einfluss, ausser das Staatsanleihen dann vielleicht als noch sicherer gelten als heute, in der Gewissheit, dass die EZB diese so oder so bedienen wird?

Das klingt heute alles noch abenteuerlich, aber wer hätte sich vor 10-15 Jahren vorstellen können, dass es mal so etwas wie einen Negativzins gibt, dass muss man sich einfach nochmal vor Augen führen, man gibt jemand Geld dafür, dass er Geld annimmt...

Der Zins ist liegt bis auf unbestimmte Zeit im Koma.  

09.01.19 14:53

4780 Postings, 883 Tage 007_BondUnd genau das hatte ich hier auch geschrieben!

09.01.19 14:54

4780 Postings, 883 Tage 007_Bond@Saku

Schau Dir einmal mein Posting #8 in diesem Thread an.  

09.01.19 15:00

4780 Postings, 883 Tage 007_Bond@Saku

Nach Deinem Beispiel darf ein normaler d. h. durchschnittlich verdienender Arbeitnehmer aber nicht mehr 1000 Euro Miete im Monat bezahlen, insofern er auch noch ausschließlich von Luft und Liebe lebt! Trotzdem wäre er nach 2 Jahren dann vollkommen pleite.

1. Jahr 23.000 - 12.000 = 11.000
2. Jahr = 11.000 - 12.000 = -1.000

;-)  

09.01.19 15:08
1

1283 Postings, 260 Tage stockpicker68#68

Das klingt heute alles noch abenteuerlich, aber wer hätte sich vor 10-15 Jahren vorstellen können, dass es mal so etwas wie einen Negativzins gibt, dass muss man sich einfach nochmal vor Augen führen, man gibt jemand Geld dafür, dass er Geld annimmt...




Am Anfang hieß es dass die Negativzinsen nur die Banken betreffen werden. Dann fingen vereinzelt die Banken an, diese an ihre Kunden weiterzugeben. Ich z.B. zahle schon seit einem Jahr bei meinem Broker (FLATEX /Fintech Group Bank) Negativzinsen und zwar ab dem ersten ?uro aufs Guthaben. Dies umgehe ich weitgehend indem ich dort nur Geld liegen lasse, welches ich sowieso die nächsten Tage investieren werde. Der Rest liegt bei einer anderen Online Bank wo ich sogar etwas Zinsen erhalte. Wenn ich heute Abend was überweise ist es am nächsten Morgen da. Zur Not verkaufe ich einen Wert falls ich unbedingt sofort Geld brauche weil ich gerade irgendwo einen erfolgsversprechenden Dip sehe und diesen traden möchte. Mensch kann/ muß sich eben auf alles irgendwie einstellen.

 

09.01.19 15:11
3

24551 Postings, 3433 Tage hokai#72 ganz genau "Mensch kann / muss sich eben

auf alles irgendwie einstellen", Satz des Tages!
Jammerdebatten über vermeintlich bessere Zustände in der Vergangenheit führen niemanden persönlich  weiter.  

09.01.19 15:32

4780 Postings, 883 Tage 007_BondJemand vergewaltigt Deine Frau, sie

meldet das der Polizei und Du regst Dich dann bitte nicht über den Beamten auf, wenn er sagt: "Mensch kann / muss sich eben auf alles irgendwie einstellen ... Jammerdebatten über vermeintlich bessere Zustände in der Vergangenheit führen niemanden persönlich weiter." ;-)

Bitte, gerne geschehen!  

09.01.19 15:33
2

6096 Postings, 1186 Tage spekulator@bond

"Jemand vergewaltigt Deine Frau"

Blödsinniger Vergleich...  

09.01.19 15:41
1

48466 Postings, 5563 Tage SAKU@bond:

Öhm... nö.

Kaufkraftverlust pro Jahr bedeutet, dass dein Geld pro Jahr weniger (Gegen)Wert hat. Daher is meine Rechnung schon richtig so - Also der Rechenweg, basierend auf den Daten von Lucky.

Deinem Beispiel folgend:

1. Jahr: 23.ooo (Gegen)wert Einnahmen - 12.ooo (Gegen)wert Ausgaben = 11.ooo Rest(wert)
2. Jahr: 21.200 (Gegen)wert Einnahmen - 12.ooo (Gegen)wert Ausgaben = 10.200 Rest(wert)

Aber nichtsdestodennoch: Das Beispiel is für die Füße, da lucky von 2.800 - 4.800 "Kapitaleinkünften" im Jahr gesprochen hat, die ich leider immer noch nicht erklärt bekommen habe :-/
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Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!

09.01.19 16:02

4780 Postings, 883 Tage 007_BondDu gehörtst doch bestimmt zu der Gruppe

von Menschen, die sagen: "wenn ich überwacht werde, dann macht mir das nix aus - ich habe nichts zu verheimlichen!" ?!

;-)  

09.01.19 16:08
1

4780 Postings, 883 Tage 007_Bond@Saku

Das geht um die Mitteilungen, dass die Medien verbreitet haben, dass alleine nur für das Jahr 2018 die Sparer 28 Milliarden Euro verloren haben. Teile die 28 Mrd. durch 81 Mio.  -> voilà!

Wegen Inflation und Niedrigzins ? Deutsche Sparer verlieren dieses Jahr 28 Milliarden Euro
Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die zuletzt wieder etwas höhere Inflation kosten deutsche Sparer Unsummen. Von Januar bis Ende März 2018 haben sie durch schlecht verzinste Einnahmen insgesamt 7,1 Milliarden Euro verloren, wie aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Barkow und des Onlinebrokers Comdirect hervorgeht. Auf das Jahr hochgerechnet würde der Wertverlust bei 28,4 Milliarden Euro liegen.

https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/...1u5kSMAnhC7z-ap4

Aber vielleicht liege ich hier ja falsch?!?!

 

09.01.19 16:11
1

4780 Postings, 883 Tage 007_BondNö, mein Beispiel hinkt auch ...

das dürften ja dann nur um die 345 Euro sein ....  

10.01.19 09:33
1

48466 Postings, 5563 Tage SAKU@bond:

#78 i.V.m. #79 zeigt auf, was ich meine... 345 Euro (vom Baby zum Greis) ist irgendwie weiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiit weg von jenen 4800?, die von Lucky einfach mal so rausgeballert wurden.
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Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!

10.01.19 11:18
1

4780 Postings, 883 Tage 007_BondWo Du recht hast, hast Du recht!

Aber vielleicht meinte er ja auch insgesamt - also mit Beginn der Niedrigzinsphase?!

Diese u. verlinkte Grafik (Entwicklung verschiedener Zinssätze im Zeitraum von 1972 bis 2018) finde ich zum Thema ganz interessant:



Quelle:
http://www.windsurf-schmidt.de/hypzins18b.jpg  
Angehängte Grafik:
_zinsentwicklung_72_18.jpg (verkleinert auf 71%) vergrößern
_zinsentwicklung_72_18.jpg

11.01.19 14:35
1

48466 Postings, 5563 Tage SAKU@bond:

1) "[...] Dem Durchschnittlichen Deutschen Sparer fehlen ca. 2800...4900? im Jahr Kapitaleinkünfte...!!!![...]"


2) In den 70ern rund 3,7% Guthabenzinsen vs. rund 4,9% Inflation - passt doch...

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Doppel-ID, Doppel-D, alles eine Baustelle!

11.01.19 20:42

37521 Postings, 6513 Tage Dr.UdoBroemmeMir fehlen jedes Jahr 2800...4900? Gehalt wegen

zu niedriger Abschlüsse. Zusammen mit den Zinsverlusten haut das echt ins Kontor.
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Everybody Has a Plan Until They Get Punched in the Mouth

05.02.19 14:30

24551 Postings, 3433 Tage hokaiuij, jetzt wird schon wie in #68 vermutet

"..Nun, nach dem Anleihekauf kommt dann vielleicht der Anleiheschreder, was passiert denn praktisch, wenn die EZB aufgekaufte Staatsanleihen einfach vernichtet und Fälligkeiten keine Rolle mehr spielen?
Hat das irgendeinen praktischen Einfluss, ausser das Staatsanleihen dann vielleicht als noch sicherer gelten als heute, in der Gewissheit, dass die EZB diese so oder so bedienen wird?.."

Laut drüber nachgedacht:

"..Denn er glaubt nicht, dass die Anleihen von der Notenbank noch mal auf den Finanzmarkt zurückgebracht werden. ?Die Schulden werden bei der Zentralbank endgelagert.? Das hält er für richtig. ?Die Japaner haben erkannt, dass sie ihre Schulden nie wieder zurückzahlen können.?......Panse geht daher noch einen Schritt weiter: Letztlich sollten die Notenbanken jene Schuldtitel, die bei ihnen lagern, einfach aus der Bilanz streichen. Denn ob sie nun darinstehen, ohne Aussicht jemals wieder in den Markt zurückgegeben zu werden, oder ob sie einfach gestrichen werden, mache keinen Unterschied. Außer, dass nach der Streichung die jeweiligen Staaten diese Titel nicht mehr bedienen müssen und daher die Zinsen wieder steigen könnten, auch zum Nutzen der Sparer..."
https://www.welt.de/finanzen/article188261147/...ur-eine-Loesung.html
 

05.02.19 15:22

175206 Postings, 6346 Tage GrinchEure Armut kotzt mich an!

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Grinch die Boardlegende!

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