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neuester Beitrag: 12.08.03 18:37
eröffnet am: 12.08.03 13:06 von: stefan2607 Anzahl Beiträge: 3
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News Business




Stern: Anzeige gegen Mobilcom-Vorstandsvorsitzenden Grenz wegen Untreue
Von Dietmar Müller
ZDNet
12. August 2003, 12:25 Uhr
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Nicht nur Unternehmensgründer Schmid könne verantwortlich gemacht werden
Der Mobilcom-Vorstandsvorsitzende Thorsten Grenz ist bei der Staatsanwaltschaft Kiel wegen Verdachts der Untreue angezeigt worden, berichtet das Hamburger Magazin "Stern" in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Anzeige erstattet hat der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki, der den Mobilcom-Großaktionär Millenium GmbH als Anwalt vertritt.



Grenz' Vorgänger, Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid, hatte vor mehr als zwei Jahren in einem "Aktienoptionsprogramm zur Händlermotivation" rund 70 Millionen Euro von der Mobilcom an Millenium überweisen lassen, die seiner Ehefrau Sybille Schmid-Sindram gehört. Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft Kiel gegen Schmid wegen des Verdachts der Untreue.

Ein Gutachten der Professorin Barbara Dauner-Lieb, gleichzeitig Richterin im Gesellschaftsrechtssenat des Oberlandesgerichts Köln, im Auftrag der Millenium GmbH ergibt, dass "all die Vorgänge, für die ...der Vorstandsvorsitzende (Schmid - d. Red.) verantwortlich gemacht wurde, (auch) in den unmittelbaren Verantwortungsbereich des Finanzvorstands fielen". Finanzvorstand damals: Grenz.

Schmid: "Der Aufsichtsrat muss jetzt für die Gesellschaft Schadenersatzansprüche gegen Grenz stellen." Ein Mobilcom-Sprecher: "Die Vorwürfe gegen Herrn Grenz sind unbegründet. Gerhard Schmid hat das Geschäft unter Täuschung seiner Vorstandskollegen sowie des Aufsichtsrats patriarchisch veranlasst und realisiert."


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12.08.03 17:53

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Börsennachrichten  
Kreise: Banken werfen mobilcom-Aktien von Gerhard Schmid auf den Markt  [zurück]

 
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Banken haben nach Angaben aus Kreisen in den vergangenen Tagen weitere mobilcom-Aktienvon Unternehmensgründer Gerhard Schmid am Markt verkauft. Die Institute hätten den Höhenflug der mobilcom-Anteile in den vergangenen Tagen zum Abverkauf genutzt, erfuhr dpa-AFX am Dienstag in Bankenkreisen. Das Aktienpaket von Schmid ist komplett an die Banken verpfändet.

Der ursprünglich Anteil von Schmid dürfte mittlerweise von 32 Prozent auf unter 30 Prozent gesunken sein."Die Beteiligung könnte auf 28 bis 27 Prozent gesunken sein."

In den vergangenen Wochen war der mobilcom-Kurs bei hohen Umsätzen erstmals seit Monaten wiederüber die 10-Euro-Marke gestiegen. Am Dienstag kletterte der Wert zuletzt um 3,4 Prozent auf 9,72 Euro./mur/sk



© dpa - Meldung vom 12.08.2003 17:43 Uhr
 [zurück]

 

12.08.03 18:37

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Kommentar: Über den Berg ist Mobilcom noch nicht
Von Kristina Spiller, Hamburg

Mobilcom-Chef Thorsten Grenz hat es seinem Vorgänger gezeigt. Die Zahlen für das zweite Quartal ließen ihn auf Wolke Sieben schweben.


Firmenchef Gerhard Schmid hatte dem Neuling am Ruder der Mobilfunkgesellschaft bescheinigt, Mobilcom nicht in die richtige Richtung zu führen. Doch Grenz konnte das Kerngeschäft ? den Verkauf von Handyverträgen der großen Mobilfunker wie T-Mobile und Vodafone ? nach etlichen Monaten immenser Verluste wieder über die Gewinnschwelle hieven.

Damit hat Mobilcom, zur Jahreswende noch knapp an der Insolvenz vorbeigeschrammt, wieder festen Boden unter den Füßen. Das Sanierungsprogramm von Grenz hat gegriffen, er hat scheinbar alles richtig gemacht. So hat sich das Management wieder Vertrauen bei den Investoren gesichert ? der Aktienkurs dankt es und steigt.



Grenz braucht ein neues Ziel


Doch über den Berg ist Mobilcom noch nicht. Zurückgestutzt zum Service Provider wie Debitel ist Mobilcom vieler Perspektiven beraubt, die die Telefongesellschaft zu Schmids Zeiten mit eigenem Festnetz und im Aufbau begriffenen Netz für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS noch gehabt hatte. Sicher: Die Firma hätte sich das UMTS-Abenteuer nicht mehr leisten können. Das Festnetz ist bei der Internettochter Freenet, an die es nun verkauft ist, besser aufgehoben. Doch Grenz muss mehr zeigen als eine solide Zahlenbasis ? er braucht ein neues großes Ziel.


Das Geschäft des Service Providers zehrt von geringen Margen. Grenz muss beantworten, wie er Mobilcom am Markt positionieren will. Ansonsten könnte ihm die schon geschwundene Kundenbasis noch weiter wegschmelzen ? ein Risiko, dem sich Grenz schnell entgegenstellen muss. Noch bleibt er den Beweis schuldig, dass er die jetzt vorgelegte Kundenzahl von 4,2 Millionen stabilisieren kann. Darüber hinaus wird es jedoch nicht leicht, sich wieder ein Nutzerwachstum zu erarbeiten. Doch diese Aufgabe muss Grenz meistern und sehr bald zeigen, dass er es kann.



© 2003 Financial Times Deutschland  

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