Vivalis + Intercell = Valneva

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neuester Beitrag: 24.10.21 23:38
eröffnet am: 29.05.13 20:22 von: proxima Anzahl Beiträge: 1726
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29.05.13 20:22
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4812 Postings, 5688 Tage proximaVivalis + Intercell = Valneva

Lyon (Frankreich), 28. Mai 2013 - Valneva SE (Valneva) gibt heute den Abschluss des "Merger of Equals" von Vivalis und Intercell zur Bildung eines neuen europäischen Biotech-Unternehmens für Impfstoffe und Antikörper bekannt, das anstrebt, in diesem Segment marktführend zu werden.

Die Valneva-Stammaktien (ISIN FR0004056851) werden ab heute im geregelten Markt der NYSE Euronext in Paris unter dem Ticker-Symbol "VLA.PA" notieren und  im Prime Markt-Segment der Wiener Börse unter dem Ticker-Symbol "VLA" gehandelt werden. Die Valneva-Vorzugsaktien (ISIN FR0011472943) werden ab heute im geregelten Markt des NYSE Euronext Paris unter dem Ticker-Symbol "VLApr.PA" und im unregulierten Dritten Markt der Wiener Börse unter dem Ticker-Symbol "VLAP" gehandelt werden.

Thomas Lingelbach, President und Chief Executive Officer und Franck Grimaud, President and Chief Business Officer von Valneva, kommentieren: "Heute wurde ein wichtiger Meilenstein für das neue Unternehmen erreicht. Valneva kombiniert die Stärken und Fähigkeiten von Vivalis und Intercell bei der Entdeckung von Antikörpern und bei der Entwicklung von Impfstoffen und deren Vermarktung. Wir haben eine klare Strategie zu wachsen und durch steigende Einnahmen aus Produktverkäufen, durch bestehende und zukünftige Partnerschaften sowie durch Investitionen in Impfstoffentwicklung und Entdeckung von Antikörpern ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen. Wir glauben, dass damit  Werte generiert werden können von denen  unsere Aktionäre nachhaltig profitieren."

Valneva deckt die gesamte biopharmazeutische Wertschöpfungskette mit innovativen Technologieplattformen, Forschungs- und Entwicklungskapazitäten und seiner modernen Produktions- und Vermarktungsexpertise ab. Valneva generiert Einnahmen aus diversifizierten Quellen -  aus dem Produkt am Markt sowie aus bestehenden und neuen kommerziellen Partnerschaften.

Valneva hat ein breites Portfolio an Produktkandidaten (intern/in Partnerschaft), das aus einem Impfstoff gegen Pandemische Grippe in Phase III, einem Impfstoff gegen Pseudomonas in Phase II/III und einem Impfstoff gegen Tuberkulose in Phase II besteht.

Darüber hinaus verfügt es auch über ein Portfolio an Technologieplattformen die auf dem Weg sind, zum Industriestandard zu werden. Darunter befindet sich die validierte und vermarktete EB66®-Zelllinie für die Entwicklung von human- und veterinärmedizinischen Produkten, die Antikörperplattform VIVA|ScreenTM und das neuartige IC31® Adjuvans.

Rückfragehinweis:
Valneva SE

Corporate Communications

Tel.: +43-1-20620-1222/-1116

Email: communications@valneva.com

--------------------------------------------------

Emittent:    Valneva SE
            Gerland Plaza Techsud, 70, rue Saint Jean de Dieu
            F-69007 Lyon
Telefon:     +33 4 78 76 61 01
Email:       communications@valneva.com
WWW:         www.valneva.com
Branche:     Biotechnologie
ISIN:        FR0004056851
Indizes:
Börsen:      Geregelter Markt: Euronext Paris, Geregelter Markt/Prime Standard: Wien
Sprache:    Deutsch  
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1700 Postings ausgeblendet.

24.10.21 10:45
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230 Postings, 40 Tage MDinvestLink zu Novavax-Aussagen

https://ir.novavax.com/sec-filings

Lest euch die SEC-filings mit Start vom 09.09.2021 genau durch, hier werden die Kaufs- und Verkaufspreise genau aufgelistet!
 

24.10.21 10:53
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631 Postings, 373 Tage GuthrieMDinvest - meinen herzlichen Dank

für deine ausführliche  und professionelle Erklärung (#1701) sowie für den link (#1702)!
Deine stets fundierten und interessanten statements sind eine Bereicherung für für diesen Thread!  

24.10.21 11:05
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254 Postings, 253 Tage cesco88Kimmich

Sehr gut das valneva jetzt mal von einem Promi in der Öffentlichkeit genannt wurde. Nur positiv zu bewerten.  

24.10.21 12:05
2

351 Postings, 334 Tage wolf1611Kimmich

Was hat der liebe Hr.Kimmich vergessen?

Seine Begründung ist ja, dass es noch keine "Langzeiterfahrungen" mit den aktuellen Impfstoffen gibt. Blöderweise gibt es die generell nicht für "neue" Impfstoffe, mal egal mit welcher Technologie sie hergestellt wurden. Es ist nun mal ein "neuer" Impfstoff, und bzgl. Langzeiterfahrungen kann man keinen der Corona-Impfstoffe mit Grippeimpfstoffen, die ja auch jährlich wechseln, vergleichen!

Gilt auch für Valneva und alle die, die evtl. noch kommen  

24.10.21 12:07

936 Postings, 502 Tage FashTheRoadVLA2101 Studie: Variantenbasiert + Ältere Personen

Eine Phase 3 Studie mit einem auf Varianten angepassten Impfstoff läuft bereits !! Außerdem sollen
hierbei Daten für ältere Personen ab 56 Jahren ermittelt werden !!



Biologisch: VLA2101
Ganzvirus-inaktivierter SARS-CoV-2-Impfstoff, adjuvantiert mit Cytosin-Phosphor-Guanin (CpG) 1018
in Kombination mit Aluminiumhydroxid (variantenbasiert)

2 Impfungen im Abstand von 28 Tagen


Diese Studie dient zwei Zwecken. Einerseits werden Sicherheits- und Immunogenitätsdaten bei Freiwilligen ab
56 Jahren generiert (Kohorte 1), um die Datenbasis für diese Altersgruppe zu stärken. Andererseits wird ein
Immun-Bridging des VLA2101-Impfstoffs von Valneva zu VLA2001 durchgeführt, ergänzt durch den
entsprechenden Sicherheitsvergleich (Kohorte 2).



https://www.clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04956224


 

24.10.21 12:11

230 Postings, 40 Tage MDinvest@Wolf

Ich muss Dir leider widersprechen, Die Totimpfstoffe lassen sich sogar absolut miteinander vergleichen was Nebenwirkungen betrifft, anders sieht es bei den mRNA- und Vektorimpfstoffen aus.
Natürlich sind das insgesamt naive Aussagen eines unkundigen Fußball-Stars, da gebe ich Dir recht.  

24.10.21 12:18

230 Postings, 40 Tage MDinvest@Fashteroad

Ist mir natürlich bekannt. Ich bin schon sehr gespannt, ob sich signifikante Unterschiede in der Effektivität der zwei Vakzinvarianten von Valneva zeigen. Rein rechnerisch sollte der Unterschied aber sehr gering sein, wenn laut dem CEO von Valneva VAL 2001 schon über 90% Effektivität zeigt. Mehr als 95% wie anfangs bei Biontech werden wohl kaum zu erwarten sein, ich kenne persönlich kein Vakzin das zu 100% vor Infektionen schützt. Im allerbesten Fall ist die Varianten-angepasste Version zu 96-97% effektiv.  

24.10.21 12:52

77 Postings, 584 Tage didisidiist natürlich

immer Super wenn sich bekannte Persönlichkeiten um dem Totimpfstoff von Valneva reissen,.....spitzen Werbung,....wobei glaub ich das Valneva es ned wirklich nötig hat,.......ihre Leistungen in der Forschung sind Werbung genug,....und wird uns noch viele Jahre Freude machen!!  

24.10.21 13:46
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677 Postings, 473 Tage David1983links und co

24.10.21 13:58

230 Postings, 40 Tage MDinvestTheorie zum Novavax-Lieferproblem

Unter folgendem link beschreibt Novavax seine Impfstoff-Technologie. Ich hatte bisher gedacht, dass das Covid 19-Vakzin von Novavax eine Art von Untereinheitenimpfstoff ist, das wiederum eine Art von Totimpfstoff ist. Wenn man sich das ganze (mit etwas Fachwissen)genau ansieht kommen doch einige Problemzonen zum Vorschein. Mit dieser Art von Impfstofferzeugung ist auch noch kein einziger Impfstoff auf den Markt gekommen.
https://www.novavax.com/...ecombinant-nanoparticle-vaccine-technology

Ich vermute, dass im vorletzten und letzten Teil der bildlich gezeigten Herstellungs-Reihenfolge der Stolperstein bezüglich Impfstoff-Reinheit zu finden ist.
Nach Expression der Antigene (Untereinheiten des Spike-Proteins von Covid 19) aus der Insektenzelle, wird daraus das fertige Spike-Protein gebildet, durch Bildung eines sogenannten Multimers (das ist ein Stoff/Molekül, dass aus mehreren verschiedenen, sich wiederholenden Untereinheiten besteht).
Durch Fehler bei der Multimerisierung in das fertige Spike-Protein könnten so einfach Unreinheiten entstehen, wenn sich zum Beispiel die falschen Untereinheiten miteinander verbinden oder die richtigen Untereinheiten sich einfach nicht miteinander verbinden wollen (hier sind Umgebungsbedingungen wie Temperatur,ph-Wert ... entscheidend).

Ich hoffe ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt oder verwirrt.....  

24.10.21 14:04
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677 Postings, 473 Tage David1983Deutsche

Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin

hat in diesem Video viele Infos zu VALENVA zusammengetragen

https://youtu.be/AaFmSv2eQ8w

 

24.10.21 14:25
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6842 Postings, 1967 Tage ReeccoSky/Bild Interview Kimmich

finde es eine Frechheit  einen Fussballspieler  nach einem Match  über den Impfstatus usw. zu interviewen.

Wie wäre es,  wenn A.Schwarzer ,  J.Rechelt nach einem Boxkampf mit C. Stahl  über Moral interviewt ?

Der Boxkampf wäre interessant aber das Interview müsste wahrscheinlich eh ausfallen :-)  

24.10.21 14:52
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230 Postings, 40 Tage MDinvest@david

Danke für die links, insbesondere das Parlaments-Video aus UK war sehr interessant für mich, die MP von Livingston kommt ja mit zwar berechtigter aber sehr harscher Kritik am Gesundheitsminister und dessen Impfstoff-Beauftragtem. Ich hoffe sehr, dass es auch etwas bewirkt!
Der Lügenbaron von Gesundheitsminister müsste eigentlich seinen Posten räumen...  

24.10.21 15:00

455 Postings, 179 Tage scooper666..

Das mit Kimmich war vor dem Spiel so abgesprochen worden mit ihm, also dass er sich "exklusiv" auf Sky äußert.  

24.10.21 15:38

6842 Postings, 1967 Tage ReeccoOk, wenn das so war

Mein Respekt hat er, auch wenn's nicht das Thema Fussball ist und der FCB sowas nicht gerne sieht.
Hab mir das Sky Video über YT (aus rechtlichen Gründen..Blub) angesehen  und auch Folgevideos zum Thema. Es geht mMn. nur um Quoten, viele verstehen auch nicht warum das Thema Corona in den Sport getragen wird. Wenn hilft Brücken zu bauen, dann aber gerne mehr davon. Mit Bild wird das aber mMn nichts.  

24.10.21 15:43
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230 Postings, 40 Tage MDinvestEs rührt sich was in UK....

https://www.ft.com/content/cfc924b5-8f7d-4a7d-8cb0-3a1c6d478c16

Vielleicht steht bald ein neuer uk-deal vor der Tür!  

24.10.21 16:45

284 Postings, 579 Tage EscalonaMD

Artikel kann ich nicht lesen, da hinter Bezahlschranke. Können Sie was zum Inhalt mitteilen?  

24.10.21 16:54

230 Postings, 40 Tage MDinvestText


                
§
          §Valneva’s Covid-19 vaccine elicits a stronger immune response with far fewer side effects than the Oxford/AstraZeneca jab, according to trial results published a month after the UK terminated a €1.4bn deal with the French vaccine maker.

The first data from the phase 3 trial showed that participants who were given the Valneva vaccine had more neutralising antibodies than those who received the AstraZeneca shot.

The strong results have renewed concerns about whether the UK government should have abandoned the contract, which was also designed to bolster domestic production capacity for future pandemics.

At the time, people familiar with data from a separate trial to assess booster doses said Valneva’s vaccine had performed less well than others. The results of that trial, called Cov-Boost, are yet to be published.

About four-fifths of people aged over 12 in the UK have received a complete course of vaccination. The UK is likely to focus only on shots whose utility in boosting has been demonstrated.

But Clive Dix, former interim head of the UK vaccine task force, said it had been “very dangerous” to extrapolate from Cov-Boost to assess the vaccine’s overall performance.

“It has come out as superior [to AstraZeneca] on all parameters, which means there’s no reason to believe that the vaccine won’t get approved,” he said.



Shares in Valneva rose 43 per cent on Monday. They fell 42 per cent in one day last month after the UK said it was ending its agreement to purchase at least 100m doses of the vaccine. The government said it had terminated the contract for “commercial reasons”. Valneva would not comment.

Ministers have been accused of failing to give an adequate explanation for why they suddenly cancelled the contract. Sajid Javid, the health secretary, originally told the House of Commons that the vaccine would not receive regulatory approval.

But Javid was forced to correct the ministerial record, explaining that he had meant to say the vaccine had not yet won approval. That prompted Dix to call for Javid’s resignation.

Valneva has begun a rolling submission to the UK’s Medicines and Healthcare products Regulatory Agency and is preparing to start the application procedure for conditional approval in the EU.

Thomas Lingelbach, Valneva’s chief executive, pointed out a flaw in the Cov-Boost trial, saying it boosts “very early”, after two-and-a-half to three months. Valneva would be running its own trial in “real booster settings”, when people’s antibody response had significantly waned, he said.

Adam Finn, professor of paediatrics at the University of Bristol and trial chief investigator, said it would be hard to assess the Cov-Boost results when published because we do not know “how boosting influences effectiveness”.

The trial of more than 4,600 people was smaller than and designed differently to the previous phase 3 studies. The vaccine was compared with the AstraZeneca shot because it is no longer seen as ethical to use a placebo since approved jabs became available. The trial compared antibody levels with those elicited by the AstraZeneca vaccine, rather than producing an overall efficacy rate, based on the numbers who became sick. There were no severe cases of Covid-19 in either group.



Significantly fewer participants receiving the Valneva vaccine suffered from side effects, with no serious adverse events reported. Many countries have restricted the use of the AstraZeneca vaccine to older parts of their population, or dropped it completely, because of a rare blood-clotting side effect.

The UK government had invested in Valneva’s Scottish manufacturing plant in Livingston, in part to shore up domestic production of vaccines.

Hannah Bardell, Scottish Nationalist MP for Livingston, said ministers had questions to answer about why they cancelled the Valneva contract. “They need to urgently rethink their decision,” she said.

The danger, Dix warned, was that “the site doesn’t get fully developed” so the UK would not have the lasting legacy to protect against future pandemics for which it had hoped. Nor did cancelling a contract help the rest of the world, he said.

“The government at one fell swoop has basically broken promises and killed off two of the objectives for the vaccines task force,” Dix added.
 

24.10.21 17:11

455 Postings, 179 Tage scooper666..

Kimmich hat sich aber schon selbst aus dem Sport heraus bewegt, WE Kick Corona... Von daher darf man bei ihm schon andere Massstäbe ansetzen.

Man darf auch nicht vergessen, dass er während des permanenten Spiel und Trainings Betriebs sich ohnehin nicht impfen lassen kann (empfohlene Sportpause von mind. 3 Tagen, eher ne Woche). Denke er wird es Weihnachten machen lassen.  

24.10.21 17:21

284 Postings, 579 Tage EscalonaDanke MD!

24.10.21 17:39

2243 Postings, 1378 Tage iudexnoncalculatSonntagshandel bei Ls @?19,70

24.10.21 17:56

963 Postings, 3178 Tage amir82Langfristig 50?

24.10.21 23:38

667 Postings, 1083 Tage CapricornoKommt Wasserstoff im Pkw doch no

Laut Umfragen wollen viele lieber Wasserstoff als Elektro im Pkw. Doch fast alle Hersteller haben sich davon verabschiedet. Ein Fehler?

Von Christina Kunkel

An Selbstbewusstsein mangelte es über viele Jahre nicht beim schwäbischen Autozulieferer Mahle. Das Firmengelände im Stuttgarter Nordosten ist so weitläufig, dass der Taxifahrer erst im zweiten Anlauf die richtige Fabrikhalle findet. Doch viel Platz und viele Mitarbeiter (72 000 waren es bei Mahle Ende 2020 weltweit) brauchen auch ein profitables Geschäftsmodell. Und da wird es knifflig.

Denn womit Mahle lange Jahre Geld verdient hat, Kolben, Pumpen, Filter und andere Teile für Verbrennungsmotoren, werden immer weniger gebraucht in der Autoindustrie. Der Umstieg auf emissionsfreie Antriebe trifft nicht nur die Autohersteller, sondern vielleicht noch mehr die Firmen, die all die Teile und auch die Software liefern, die ein Verbrennungsmotor braucht. Deshalb stehen Unternehmen wie Mahle, Bosch, Continental oder ZF vor der Frage: In welche Technik soll man investieren? Ist es wirklich richtig, sich nur auf Batteriefahrzeuge zu konzentrieren? Über allem schwebt auch immer die Frage: Was ist mit Wasserstoff?

Bei Mahle schlägt sich diese Ungewissheit schon in Zahlen nieder. Der Konzern hat sich ein striktes Sparprogramm auferlegt, 7600 Jobs sollen wegfallen, 2000 davon in Deutschland. Der Vorwurf der Arbeitnehmervertreter: Die Unternehmensleitung habe den Wandel verschlafen und zu spät in Richtung E-Mobilität umgesteuert.

Vielleicht lässt sich so die Aktion erklären, die an einem verregneten Tag im Oktober in einer dieser blau-weißen Mahle-Hallen stattfand. Toyota, mit 9,5 Millionen verkauften Fahrzeuge im vergangenen Jahr immer noch der größte Autohersteller der Welt, will hier für etwas werben, das fast alle anderen Autobauer schon abgeschrieben haben: Pkw mit Brennstoffzellen-Antrieb. Und der schwäbische Zulieferer Mahle will den Besuchern zeigen, dass er gerüstet ist für dieses Geschäft, an das außer Toyota und Hyundai zumindest offiziell kein anderer Autohersteller im Pkw glaubt.

Für zwei Millionen Euro haben sie in die Stuttgarter Fabrikhalle zwei neue Prüfstände gebaut. Rechts steht ein herkömmlicher 500-PS-Verbrennungsmotor, den man theoretisch mit gasförmigem Wasserstoff betreiben kann. Es gibt erste zaghafte Versuche für schwere Nutzfahrzeuge. Erfolgsaussichten? Ungewiss. Mehr Hoffnung gibt es für den Prüfstand links in der Halle. Dort testen die Mitarbeiter Teile rund um einen Elektromotor, der von Strom aus einer Wasserstoff-Brennstoffzelle angetrieben wird. Also der Antrieb, dem Toyota neben Hyundai als einziger Autohersteller eine Zukunft im Pkw bescheinigt.

Doch warum klammern sich die Japaner noch an diese Technik? "Wir glauben, dass der Kunde die Wahl haben sollte", sagt Toyota-Manager Ferry Franz. Die Vorstellung vom Wasserstoffauto lautet: Man kann Hunderte Kilometer fahren, dann ein kurzer Stopp an der Tankstelle, statt Benzin fließt Wasserstoff in den Tank und schon geht es weiter.

Dieser Ansicht sind sie auch bei Toyota. Sie haben den Mirai, ein Brennstoffzellenauto, nach Stuttgart mitgebracht. Der kostet knapp über 60 000 Euro und wird wie ein Batterieauto staatlich gefördert. Und fährt man mit der großen Limousine, fühlt es sich tatsächlich genauso an wie in einem Elektroauto. Nur ein paar hundert hat Toyota bisher davon in Deutschland verkauft, davon einige an Taxi-Betreiber oder den Sammeltaxi-Dienst Clevershuttle. Weltweite Verkaufszahlen nennt Toyota nicht.
"Wasserstoff ist für Pkw ein tot geborenes Kind"

"Um ganz klar zu sein, Wasserstoff ist für Pkw ein tot geborenes Kind", sagt Ferdinand Dudenhöffer vom Car-Institut. Warum Toyota das anders sieht? Vielleicht wolle man davon ablenken, dass man bei den vollelektrischen Autos nichts vorzuweisen habe, so der Autoforscher. Oder man wolle einfach in konservativer und auch ein bisschen stoischer Manier an etwas festhalten, auch wenn der Rest der Branche in eine andere Richtung läuft. "So eine Art Scheuklappen-Effekt", wie Dudenhöffer es nennt.

Klar ist: Grundsätzlich funktioniert der Brennstoffzellen-Antrieb im Auto. Auch die deutschen Autohersteller haben daran gearbeitet, am Ende jedoch ihre Wasserstoff-Projekte für die Großserie im Pkw eingestellt und sich auf Batterien fokussiert. Wohl, weil man es sich nicht leisten wollte oder konnte, zwei Technologien parallel zu entwickeln. Eine rein politische Entscheidung war es jedenfalls nicht: Auch die Entwicklung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen wurde vom Staat gefördert, und der Aufbau von Wasserstoff-Infrastruktur ist weiterhin für Lkw und andere Sektoren relevant.

"Aus ökonomischer Sicht spricht vieles gegen Wasserstoff im Pkw", sagt etwa Patrick Herhold. Er hat bei der Boston Consulting Group (BCG) an der gerade veröffentlichten Klimapfade-Studie als Co-Autor mitgearbeitet. Die beschäftigt sich unter anderem damit, wie der Verkehr klimaneutral werden kann. Wasserstoff ist dafür wichtig - allerdings kaum als Antrieb im Pkw. Herhold rechnet vor: Um mit einem Brennstoffzellen-Auto so weit zu kommen wie mit einem reinen Batteriefahrzeug, braucht es etwa die zweieinhalbfache Menge an Strom. Es ist also wesentlich ineffizienter. Und nur, wenn der Wasserstoff aus Ökostrom gewonnen wird, fährt das Auto wirklich klimaneutral. Dieser grüne Strom ist kostbar und gerade in Deutschland noch lange nicht in den benötigten Mengen verfügbar. Das rechne sich nicht, so die BCG-Experten.
Zu wenig Tankstellen

Zumal da auch noch ein ganz praktisches Hindernis besteht: Aktuell gibt es gerade einmal 92 Wasserstofftankstellen in Deutschland. Zum Vergleich: Benzin kann man an 14 000 Orten tanken. Zwar wird gerade an den wichtigen Transportrouten entlang der Autobahnen ein Wasserstofftankstellen-Netz aufgebaut, um den Lkw-Fernverkehr zu versorgen. Doch in der Fläche wird kaum ein Anbieter eine Infrastruktur für Wasserstoff aufbauen wollen.

Dass Wasserstoff aber eine wichtige Rolle spielen wird, wenn es darum geht, die Klimaziele zu erreichen, das bestreiten weder Wissenschaftler noch Unternehmenschefs. Doch da es ihn gerade in den nächsten Jahren nur limitiert geben wird, wird er vor allem für Anwendungen gebraucht, wo es nicht oder nur schwer möglich ist, Strom direkt zu nutzen. Die Klimapfade-Studie rechnet vor, dass bis 2045 für schwer dekarbonisierbare Anwendungen wie in Stahl, Chemie und Flugverkehr Importe von ungefähr 433 Terawattstunden grünen Wasserstoffs und strombasierter Kraftstoffe benötigt werden.

Hinter einer Bezahlschranke nachzulesen unter: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...ogout=true&reduced=true  

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Oskar

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Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
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