Börsianer erwarten weiter spürbaren Aufwind

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eröffnet am: 31.12.07 17:24 von: börsenfurz1 Anzahl Beiträge: 1
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Börsianer erwarten weiter spürbaren Aufwind
31. Dez 07:55


Mitte Juli stand der Dax bei über 8150 Punkten.
Foto: dpa


Trotz US-Krise und Rekord-Ölpreis: Der Dax hat seit Jahresbeginn um mehr als ein Fünftel zugelegt. Auch 2008 dürfte der Aufstieg weitergehen - wenn auch nicht mehr in dieser Dimension.
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Den vielen Hiobsbotschaften zufolge hätte es kein gutes Jahr für Aktionäre sein dürfen: Kreditkrise, Rekord-Ölpreis und das Schreckgespenst einer Rezession in den USA trieben Anlegern Sorgenfalten auf die Stirn. Doch der deutsche Leitindex Dax gewann seit Jahresbeginn gut 20 Prozent.

Damit übertrumpfte er den amerikanischen Dow Jones, der aber trotz der Turbulenzen am US-Immobilienmarkt auf Dollar-Basis noch auf etwa acht Prozent Plus kam. Für 2008 sind die meisten Experten optimistisch, dass die Rekordjagd zumindest an den deutschen Börsen weitergeht. Und selbst für die USA erwarten die Fachleute überwiegend deutliche Aktiengewinne.

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«Das war ein Jahr zwischen Euphorie und Panik», bilanziert die Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), Gertrud Traud. Am 1. Juni kletterte der Deutsche Aktienindex erstmals seit März 2000 über die 8000er-Marke, sechs Wochen später wurde der sieben Jahre alte Rekord eingestellt und der Index sprang gar über 8150 Punkte. Dann schickte die Krise auf dem US-Häusermarkt weltweit die Börsen auf Talfahrt, Händler berichteten von «Panikverkäufen», Angst vor einem Crash machte sich breit. Doch der Dax erholte sich relativ rasch – auch dank brummender deutscher Konjunktur und starkem Export, der Auto- und Maschinenbauern gute Gewinne bescherte.

Anleger, die trotz heftiger Schwankungen die Nerven behielten, konnten denn auch erneut kräftig verdienen: Wer Anfang des Jahres 1000 Euro in einen Korb aus den 30 Dax-Werten investierte, hatte im Dezember gut 1200 Euro in seinem Depot. Zum Jahresende kletterte der Dax wieder über die 8000er-Marke. Wer in diesem Jahr dagegen auf die US-Märkte setzte, brauchte weit bessere Nerven. Anleger mussten sich trotz eines Rekordhochs beim Dow Jones Anfang Oktober von 14.164,50 Punkten am Ende mit deutlich niedrigeren Gewinnen zufriedengeben. Gar massive Verluste kassierte, wer zu lange auf den Finanzsektor setzte.

Zu den Profiteuren der Turbulenzen zählte die Deutsche Börse: Weil kräftig gekauft, verkauft und gehandelt wurde, erreichte der Frankfurter Marktbetreiber bereits nach den ersten neun Monaten 2007 sein Gewinnziel für das Gesamtjahr. Weiteren Auftrieb im umkämpften Börsenmarkt erhofft sich der Konzern von der milliardenschweren Übernahme der New Yorker Optionsbörse ISE, die kurz vor Weihnachten perfekt gemacht wurde.

Dax könnte im Juli bei 8600 Punkten stehen

Nach der Berg- und Talfahrt geht die Commerzbank für 2008 von einem insgesamt stabileren Börsenklima aus: Der Dax dürfte «bei abnehmendem Pessimismus bereits im ersten Halbjahr wieder deutlich zulegen». Laut einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Börsen Hamburg-Hannover erwarten mehr als 70 Prozent der Anleger, dass der Dax 2008 um bis zu zehn Prozent steigt, zumindest aber sein Niveau halten kann. Die Helaba sieht den Dax Mitte 2008 bei 8600 Punkten.

Auch für die US-Börsen rechnen die meisten Experten trotz der Rezessions- und Inflationsgefahr mit spürbarem Aufwind. Für die 30 Werte im Dow Jones sieht Citigroup-Aktienstratege Tobias Levkovich beispielsweise einen zweistelligen Anstieg auf 15.100 Punkte.

Öko-Aktien stärker im Visier

Voraussetzung für kräftige Börsengewinne ist nach Einschätzung von Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater, dass sich «die Finanzkrise im ersten Halbjahr 2008 allmählich herauswächst». Dazu müsse feststehen, wie hoch die Abschreibungen bei Banken tatsächlich seien. Dann werde auch das Vertrauen in die US-Wirtschaft zurückkehren, der US-Dollar wieder gestützt und damit der Höhenflug des Euro endgültig gestoppt, der vielen Ökonomen, Unternehmern und Notenbankern in diesem Jahr zunehmend Sorgen machte.

Für Aufwind an den Börsen weltweit dürfte nach Ansicht von Fachleuten der Klimawandel sorgen: Jüngste Zahlen des Deutschen Aktieninstituts belegen, dass Verbraucher bei der Geldanlage zunehmend auf Umweltschutz achten. Nach dem «Statusbericht Nachhaltige Geldanlagen 2007 - Deutschland, Österreich und die Schweiz» stieg das Volumen nachhaltiger Investments von Anlegern aus dem deutschsprachigen Raum im Jahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel auf 20 Milliarden Euro. Mit einem «Öko-Dax» aus Unternehmen, die sich für Energie aus Wind, Wasser und Sonne stark machen, versucht die Deutsche Börse, an dem Trend zu verdienen. (Von Jörg Bender und Roland Freund, dpa)  

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