Stefan Hajek kommentiert ja nun schon länger in Sachen BVB Aktie. Und anscheinend hat er es immer noch so richtig verstanden, seine Fragen bleiben irgendwie nicht besonders schlau.
Lest Euch mal diesen Artikel vom Juli 2012 durch. Sehr interessant. Nur wieso stellt er immer noch solche Fragen???
Ich zitiere aus dem 2012 Artikel:
"Heute notiert das Papier mit rund 2,40 Euro wieder gut 200 Prozent über seinem Tiefststand bei 80 Cent von 2009. Allerdings sind Anleger, die dem BVB und seiner Aktie seit Anfang an die Treue halten, noch immer mit rund 75 Prozent im Minus. BVB-Boss Watzke geht davon aus, „dass die überwältigende Mehrheit unserer Anleger, die jetzt dabei sind, mit ihrem BVB-Investment im Plus sind“. Watzke schätzt den Anteil der BVB-Aktionäre der ersten Stunde nur noch auf rund ein Prozent."
http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/...leibt-der-erfolg/6849206-3.html
In dem neuen Artikel hat er immer noch Schwierigkeiten zu kapieren, daß nun mal im Grunde genommen so gut wie alle Anleger im Plus sind. Und Watzke muss es ihm noch mal erklären, das finde ich schon sehr krass.
Bei der Erstemmission gab es 13,5 Millionen Aktien, die Banken hatten sich bei der Erstemmission mit BVB Aktien eingedeckt, damit der Börsengang überhaupt zu Stande kommt, heute gibt es fast fünfmal so viele Aktien wie im Jahr 2000, dann wird die Aktie 13 Jahre gehandelt, es ist wirklich unglaublich einfach.
Dann fragt er sowas:
"Und die drastisch gestiegenen Gehälter?"
Wie kann man so etwas fragen??? Es ist doch klar, daß Bayern München immer noch einen doppelt so hohen Personaletat hat und daß der Gewinn, den Dortmund erzielt hat, der höchste überhaupt in der Geschichte der Bundesliga war. Es ist auch klar, daß Dortmund nicht mehr Geld ausgibt als Schalke oder Wolfsburg. Das ist sattsam bekannt.
Dann der Punkt mit der variablen Vergütung. Nämlich daß 35% der Gagen erfolgsabhängig sind. Daraus folgt, daß man auch bei Erfolgslosigkeit schwarze Zahlen schreibt.
Nichts anderes schreibt Bankhaus Lampe, die ihr Kursziel bei 5 Euro ansetzen für den Fall, daß man in der Champions League Gruppenphase ausscheidet und in der 2. Pokalrunde.
Aber nein, daraufhin sagt Stefan Hajek:
"Das ist angesichts früherer BVB-Verluste schwer zu glauben."
Das finde ich schon ziemlich unglaublich. Er hat anscheinend nicht den Unterschied zwischen Niebaum/Meier und Watzke/Zorc verstanden. Wirklich ziemlich unfassbar.
Schon die erste Frage von Stefan Hajek ist absolut entlarvend:
"Herr Watzke, als Ihr Team gerade 0:2 gegen Mönchengladbach verloren hatte, büßte die BVB-Aktie daraufhin 1,8 Prozent ein. Folgt der Kurs von Fußballaktien nur den sportlichen Ergebnissen?"
Was ist das für eine unsinnige Frage? Der Kurs ging aus sehr vielen Gründen zurück, da kam alles zusammen, er stieg vorher maßgeblich, die USA Krise, sehr viele neue Verletzte, die Gladbach Niederlage und natürlich die Länderspielpause. Wäre der Kurs so stark zurückgekommen, wenn es keine Verletzten gegeben hätte, keine Länderspielpause gewesen wäre, keine USA Krise, sondern man drei Tage später zu Hause gegen Hannover gespielt hätte?? Wohl kaum.
Die viel, viel wichtigere Niederlage in Neapel, mit Verletzten und roten Karten hatte rein kurstechnisch weniger ausgelöst als die Gladbach Niederlage.
Watzke gibt sehr kluge und besonnene Antworten, ob der Fragesteller es wirklich verstanden hat, wage ich zu bezweifeln. Aber darum geht es ja nicht nur. Letztlich bekommt der Leser einen weiteren Eindruck, das ist entscheidend.
Und der entscheidene Satz von Watzke war ja: "Unser Aktionäre sind nicht dumm."
Dem kann ich folgen. Es wäre enttäuschend, wenn man in der Champions League ausscheidet, dann lautet das Kursziel "nur" 5 Euro. Und wie die Aktie auf das letzte dramatische CL Aus vor 2 Jahren reagiert hat, wissen wir: Die Aktie stieg von 1,80 auf 2,80
Hier noch mal der Link zum aktuellen Wirtschafts Woche Interview:
http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/...llionen-umsatz/8918236.html |