Global-Markets-Newsletter !

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 6. Jahrgang - Ausgabe #296 (04.07.2006) - DEUTSCHE BIBLIOTHEK ISSN 1863-0677    


1. EDITORIAL / Börsenausblick, Konjunktur, Marktbericht

Liebe Leserinnen und Leser,

trotz einiger Turbulenzen ist an den internationalen Aktienmärkten im ersten Halbjahr 2006 überwiegend eine positive Tendenz auszumachen. So konnte beispielsweise beim hiesigen DAX seit Jahresanfang ein Anstieg von 5,1% verzeichnet werden. Innerhalb Europas liegt er damit im oberen Mittelfeld. An der Spitze zu finden sind der norwegische OSE All Share (+15%) und der PSI 20 aus Lissabon mit 10,3%. Stark auch die russischen Aktien: Hier erreichte der von der Wiener Börse ermittelte RTX, der den Angaben nach die zehn attraktivsten russischen Werte umfasst, einen Wertzuwachs von 50%.

Rubel nun frei

Möglicherweise ist hier noch nicht Schluss, und der Kapitalmarkt Russlands könnte für ausländische Investoren noch attraktiver werden. Das Land hat seine Währung, den Rubel, seit dem 1. Juli frei konvertierbar gemacht. Von der Währungsliberalisierung erhofft sich die Regierung Wachstumsimpulse für die Wirtschaft und den Zustrom von Kapital. Das Land profitiert zum einen von seinem Rohstoffreichtum und zum anderen von den wachsenden Handelsbeziehungen zu Europa, China und Indien. Dies führt zu steigenden Reserven und verbessert die regionale Stabilität. Durch die Entscheidung, alle Beschränkungen für den Kapitalverkehr aufzuheben, wird somit ein weiterer Schritt in Richtung Anschluss an die Weltwirtschaft gemacht. Möglicherweise ein Punkt, der für weitere langfristige Investments in dem Land spricht.

China an der Spitze

In Asien ist China an der Spitze bei der bisherigen Performance fürs erste Halbjahr. Der Shanghai Composite legte seit Jahresanfang um 44% zu. Vergleichsweise mager sieht es dagegen beim indischen Sensex (+12,9%) und beim indonesischen Leitindex JKSE (+12,7%) aus. Wenn man aber bedenkt, dass der Sensex vor wenigen Wochen nach der heftigen Korrektur sogar in die Minuszone gerutscht war, durchaus eine beeindruckende Entwicklung. Auch in Japan konnten sich die Kurse in den vergangenen zweieinhalb Wochen kräftig erholen, und der Nikkei 225 legte einen Zwischenspurt aufs Parkett. Für den Sprung in die Pluszone reichte es aber noch nicht ganz und die bisherige Jahresperformance liegt bei minus 3,8%. Schwächer schnitten allerdings noch der thailändische SET (-5%) und der südkoreanische KOSPI (- 6,1%) ab.

Nikkei einen Blick wert

In Japan stehen die Chancen für weite Kurssteigerungen aber nicht schlecht. Charttechnisch betrachtet hat sich hier das Bild weiter aufgehellt. In der vergangenen Woche kletterte der Nikkei 225 um 2,5% und schaffte damit den Sprung über die Marke von 15.500 Punkten - wenn auch nur knapp. Wichtig ist nun, dass es dem Index gelingt, seinen Widerstand bei 15.600 Punkten nachhaltig zu überwinden, was neue Long-Investments oder den Ausbau bereits bestehender Investitionen sinnvoll erscheinen lässt. Dafür spricht auch die etwas kleiner gewordene Angst vor weiter steigenden Zinsen in den USA. Damit sinkt die Sorge einer sich zu stark abkühlenden US-Wirtschaft, was die Risiken für die Gewinne japanischer Firmen erst einmal nicht länger belasten dürfte.

Gute Stimmung

Allerdings gibt es derzeit auch das Thema Leitzinsen. Möglicherweise ein kurzfristig bremsender Faktor. Der Tankan-Bericht der Bank of Japan impliziert, dass die Stimmung in den großen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im Juni erneut gestiegen ist. Dabei nahm insbesondere die Investitionsbereitschaft der großen Industrieunternehmen zu. Diese wollen in dem im März 2007 endenden Fiskaljahr 11,6% mehr investieren als im Vorjahr. In der vorherigen Umfrage im März hatten sie lediglich einen Investitionsanstieg von 2,7% vorhergesagt. Ein positives Signal für eine anhaltende wirtschaftliche Belebung. Allerdings nähren die guten Daten auch die Erwartung des Marktes, dass die japanische Notenbank bei ihrer Sitzung am 13. und 14. Juli ihre Leitzinsen erhöhen könnte. Möglicherweise ein belastender Faktor in den kommenden Tagen, auch wenn die Abkehr von der Nullzinspolitik zunächst kein Grund zur Sorge ist. Zeigt sie doch, dass die deflationären Zeiten vorbei sind und die Wirtschaft wieder wächst. Dies sollte sich auch in den Firmenergebnissen der in den kommenden Wochen anstehenden Berichtssaison widerspiegeln. Möglicherweise kann dies für Auftrieb sorgen.

Kurzfristiger Abwärtstrend gebrochen?

Auftrieb gab es in der vergangenen Woche auch an der Wall Street, nachdem die US-Notenbank indirekt eine Pause im Zinserhöhungszyklus andeutete. Die Performance im ersten Halbjahr konnte damit auch deutlich gebessert werden. Der Dow Jones legte um 4% zu. Beim breiter gefassten S&P 500 sprang ein Plus von 1,8% heraus. Rote Vorzeichen weisen dagegen die Technologiewerte auf. Der NASDAQ Composite büßte 1,5% ein, der NASDAQ 100 verlor sogar 4,3%. Allerdings sieht es nun auch hier danach aus, als wenn die kurzfristigen Abwärtstrendlinien nach oben durchbrochen werden könnten. Kurzfristig betrachtet lässt dies weitere Kurssteigerungen erwarten. Vor dem Hintergrund der sich abschwächenden Zinsängste keine unwahrscheinliche Entwicklung!

Noch keine klare Tendenz

Zum Wochenauftakt gab es bereits weiter anziehende Notierungen. Angesichts des verkürzten Handels und des Feiertages am heutigen Dienstag (Unabhängigkeitstag), an dem die Börsen geschlossen bleiben, ist jedoch nicht ganz sicher, ob sich der jüngst eingeschlagene positive Trend fortsetzt. Das in der vergangenen Woche beendete erste Halbjahr (Stichwort: Window-Dressing), der hohe Ölpreis und die dünnen Umsätze rund um den Feiertag beeinträchtigen womöglich das Bild etwas. Außerdem beginnt in der kommenden Woche die Berichtssaison. Darüber hinaus schauen die Börsianer nach wie vor auf die weiteren Daten zu Konjunktur und Inflation. Kein Wunder, sind sie doch möglicherweise Hinweise auf die weitere Zinspolitik der US-Notenbank. Diese hatte jüngst erneut bestätigt, für ihre nächsten Entscheidungen auf die weiteren Daten schauen zu wollen. Im Wochenverlauf gibt es dabei bereits wieder reichlich Gesprächsstoff. Möglicherweise verstärkt sich aber das Bild eines sich langsam abkühlenden Wirtschaftswachstums, was wiederum die Hoffnung auf eine Zinspause erhöht und möglicherweise gar das Ende des Zinserhöhungszyklus signalisiert.

Jede Menge Daten

Die am Montag veröffentlichten Daten passten bereits. So haben sich die Bauausgaben für Mai unerwartet verringert. Das Minus von 0,4% war den Angaben nach der stärkste Rückgang seit September 2004. Entgegen den Prognosen rückläufig war auch der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe. Er sank von 54,4 auf 53,8 Zähler, blieb aber weiter über der Marke von 50 Punkten, was eine Expansion in dem Sektor impliziert. Für etwas Entspannung an der Inflationsfront sorgte der Preisindex, der leicht zurückging. Am Mittwoch folgen nun die Industrieaufträge und am Donnerstag der ISM-Index für den Dienstleistungssektor. Am Freitag steht dann noch der Arbeitsmarktbericht für Juni auf der Agenda.

Herzlichst,
Ihre Aktienservice.de-Redaktion





2. INDIZES / Entwicklung der weltweit wichtigsten Indizes

Index  04.07.06  % Vorwoche  52weekHigh  % 52week  
DJ IND  11228,02  +2,78%  11670,19  +6,05%  
S&P 500  1280,18  +3,31%  1326,70  +5,49%  
NASDAQ  2190,43  +4,29%  2375,54  +4,75%  
NIKKEI 225  15638,50  +3,08%  17563,37  +36,99%  
DAX  5699,45  +4,40%  6162,37  +24,34%  
TecDAX  669,23  +7,47%  769,41  +22,35%  
EUROSTOXX 50  3652,34  +4,15%  3897,40  +14,91%  

Stand: Dienstag, 12:15 Uhr



3. Fiat - gut geschmiert in eine profitable Zukunft?

Über viele Jahre knirschte reichlich Sand im Getriebe des altehrwürdigen italienischen Traditionskonzerns Fiat. Schlechte Ergebnisse und eine drohende Pleite ließen den Kurs seit dem Hoch im April 1998 um mehr als 90% einbrechen. Firmenlenker Sergio Marchionne hat es aber geschafft, das Unternehmen wieder in Schwung zu bringen: Mittlerweile läuft es wieder wie geschmiert.

Dem Vorstand ist es gelungen, den Konzern schneller aus der Krise zu führen als noch vor zwei Jahren von den größten Optimisten gedacht. Vor allem in der für lange Zeit angeschlagenen Autosparte wurde der Turnaround geschafft. Hier erwirtschaftet der Konzern rund 42% seiner Umsätze, und die Geschäfte laufen immer besser.

Verkaufsschlager Punto

Insbesondere der im vergangenen Herbst eingeführte Kompaktwagen "Fiat Grande Punto" verkauft sich bestens. Dies führte dazu, dass der Pkw-Absatz der Marke Fiat in Europa in den ersten fünf Monaten 2006 um knapp 57% nach oben kletterte. Der Marktanteil in Italien verbesserte sich dabei um 2,4 Prozentpunkte auf 30,7%, in Westeuropa gab es insgesamt ein Plus von 7% auf 8%. Außerdem verdient der Konzern seit zwei Quartalen mit Pkws wieder Geld, nach zuvor siebzehn in Folge mit Verlusten. In den ersten drei Monaten 2006 erzielte die Sparte Fiat einen operativen Gewinn von 57 Mio. Euro, nach einem Verlust von 143 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Kein Wunder also, dass der Vorstand optimistisch auf das Gesamtjahr blickt. Er rechnet mit einem Konzerngewinn von 700 Mio. Euro. Ein nachhaltiger Turnaround wird somit immer wahrscheinlicher.

Trendwende scheint geschafft

Bereits im vergangenen Geschäftsjahr schaffte der Konzern, der neben Pkws (Fiat, Maserati, Alfa-Romeo, Lancia Ferrari) landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge, Baumaschinen, Lkws und Motoren produziert, den Sprung zurück in die Gewinnzone. Nach einem dicken Verlust von 1,6 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2004, fiel 2005 einen Überschuss von 1,4 Mrd. Euro an. Zwar sind hier Sondererträge durch Firmenverkäufe und den Deal mit General Motors enthalten, aber auch ohne diese kehrte man bereinigt um Restrukturierungskosten operativ in die schwarzen Zahlen zurück. Gleichzeitig konnte der Umsatz mit etwa 2% auf 46,5 Mrd. Euro leicht gesteigert werden.

"Made in Italy" ist Trumpf

Ein wichtiger Punkt, um zum Erfolg zurückzukehren war der Deal mit General Motors vor gut einem Jahr. Die Amerikaner wurden dazu gebracht, 1,55 Mrd. Euro zu zahlen, um sich von ihrem Engagement bei den Italienern frei zu kaufen. Seinerzeit noch mächtig angeschlagen eigentlich kein gutes Signal, wenn ein Unternehmen dazu gebracht wird, sich aus einer defizitären Beteiligung frei zu verabschieden. Allerdings nutzte der Vorstand den Fakt, dass Fiat nun wieder allein in italienischer Hand ist, als gute PR-Maßnahme. "Made in Italy" ist im Heimatmarkt ein gern gesehener Slogan, der Kundschaft anlockt. Außerdem verbesserte der gezahlte Abschlag die finanzielle Situation von Fiat.

Verkäufe gestoppt

Das Unternehmen kam in den vergangenen Jahren finanziell arg in Bedrängnis, und die Schuldenlast drückte immer stärker. Deshalb versilberte der Industriekonzern auch Firmenteile. Beispielsweise 2002 auf dem Höhepunkt der Krise, als 34% der Anteile an dem Sportwagenbauer Ferrari an die Investmentbank Mediobanca abgegeben wurden. Nach den jüngsten Veräußerungen will sich der Konzern laut Vorstand aber nicht von weiteren Geschäftsbereichen trennen. Vor kurzem wurde die Schweizer Banktochter BUC an den Versicherer Generali veräußert. Zudem verhandelt Fiat derzeit über den Verkauf einer Mehrheit von 51% an der Finanztochter Fidis an mehrere italienische Banken.

Lukrativer Deal

Möglicherweise kommt es hier zu einem interessanten Geschäft. Mediobanca gewährte Fiat 2002 einen mit Sicherheit unterfütterten Kredit (Verkauf Ferrarianteil), der nun zurück abgewickelt wird. Angesichts des für Fiat günstig erscheinenden Deals könnte Marchionne zum Dank der Mediobanca eine Beteiligung an Fidis anbieten. Interesse wird der Bank schon länger nachgesagt. Derzeit wird erwartet, dass Fiat wie geplant ein Aktienpaket von 29% am Sportwagenhersteller Ferrari von der Mediobanca zurückkauft. Im Vergleich zum ursprünglich abgegebenen Anteil von 34% etwas weniger, da die vom Emirat Abu Dhabi kontrollierte Investmentgesellschaft Mubadala Development 5% von der Mediobanca gekauft hatte. Nichtsdestotrotz ein gutes Geschäft für Fiat.

Rekordjahr bei Ferrari

Ferrari rechnet den Angaben zufolge mit einem Rekordjahr. Allein im ersten Quartal kletterten hier die Umsätze um 27%. Gleichzeitig wurde ein Überschuss von elf Mio. Euro erzielt, nach einem Verlust von acht Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2005. Fiat-Chef Marchionne selbst bewertet Ferrari nach der Rückkehr in die Gewinnzone mit mindestens fünf Mrd. Euro. Der zur Disposition stehende Anteil von 29% ist somit rund 1,5 Mrd. Euro wert. Die Spekulationen über den Kaufpreis liegen bei 800 Mio. Euro. Dieser setzt sich zusammen aus dem ehemaligen Verkaufspreis von 775 Mio. Euro (für 34%) plus Zinsen. Derzeit laufen die Verhandlungen, die bis Ende September abgeschlossen werden sollen.

Mit wem kooperiert Fiat?

Phantasie bergen auch Kooperationen in der Autosparte. Anfang des Jahres hatten die Italiener bereits angekündigt, bis Ende des ersten Halbjahres eine Zusammenarbeit mit einem bislang noch nicht genannten Partner bekannt geben zu wollen. Nun will Fiat bei Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal am 24. Juli Konkretes vermelden. Kooperationen sind ein probates Mittel, um im harten Wettbewerb bestehen zu können. Möglicherweise auch ein Erfolgsgarant für Fiat.

Aktie wieder in Fahrt

Insgesamt betrachtet gibt es somit eine Reihe von Signalen, die für eine Genesung des italienischen Konzerns sprechen. Diese scheinen auch von Investoren ausgemacht worden zu sein. Seit April 2005 hat der Kurs mächtig Fahrt aufgenommen und sich mehr als verdoppelt. Und der Weg für weitere Kurssteigerungen ist frei! Charttechnisch gesehen ist der längerfristige Aufwärtstrend intakt. Außerdem ist die Bewertung nicht zuletzt durch die jüngste Korrektur seit Anfang Mai 2006 vergleichsweise günstig. Spekulative Käufe können daher auf dem aktuellen Niveau in Erwägung gezogen werden. Als Absicherung bietet sich ein Stopp-Loss auf Tagesschlusskursbasis von 9,35 Euro an.

Derivate-Trading

Investoren, die sich der Risiken bewusst sind, können versuchen, mögliche Kursgewinne mit Derivaten zu hebeln. Auf den Basiswert Fiat gibt es dazu auch einige Hebelzertifikate. Interessant ist beispielsweise der UNLIMITED TURBO-BULL der Commerzbank (WKN: CM0900). Ausgestattet mit einer theoretisch unbegrenzten Laufzeit weist er derzeit einen Hebel von rund fünf auf. Die Knockout-Schwelle liegt aktuell bei 8,79 Euro und damit unter unserem bevorzugten Stopp-Loss von 9,35 Euro auf Aktienkursbasis.

Anleger sollten sich generell über die erhöhten Risiken beim Handel mit Optionsscheinen bzw. Knockout-Produkten bewusst sein und eine adäquate Limittechnik verfolgen. Sie sollten verstehen, dass der Handel mit Derivaten unter anderem durch die höhere Reagibilität wesentlich risikoreicher ist als der physische Aktienhandel und vornehmlich der gezielten Nutzung von zeitlich fest definierten Marktchancen dient. Auf Grund der Hebelwirkung ist im Vergleich zum physischen Erwerb der Aktie ferner lediglich ein wesentlich geringerer Kapitaleinsatz erforderlich.

Kennzahlen : Fiat  
 WKN:  860007  
ISIN:  IT0001976403  
Markt:  Mailand  
Kurs 04.07.06:  10,42 Euro  
52-Wochen-Hoch:  11,80 Euro  
52-Wochen-Tief:  5,66 Euro  
Empfohlener Stopp-Loss:  9,35 Euro  
Unser Anlageurteil:  spekulativer Kauf  



4. NOVARTIS - erhöht Anteil

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis (WKN: 904278) hat seinen Anteil an dem britischen Biotechunternehmen NeuTec Pharma (WKN: 548219) auf 52% des Kapitals erhöht. Eigenen Angaben zufolge haben die Schweizer jüngst 8,3% der Anteile erworben. Zuvor war die Andienungsfrist auf den 13. Juli verlängert worden. Der Vorstand der britischen Firma befürwortet die Annahme der Offerte über 10,50 GBP je Aktie. Damit wird NeuTec mit rund 305 Mio. GBP bewertet, hieß es.



5. ROSTELECOM - Abschreibungen belasten

Beim russischen Telekomkonzern Rostelecom (WKN: 912293) drückten Abschreibungen auf die Gewinne im vergangenen Geschäftsjahr 2005. Sie wurden auf Aktiva für Ferngespräche vorgenommen. Genaue Details gab es aber nicht. Vermutlich stellt die Gesellschaft die Bilanzierung älterer Anlagen ein, die dem Unternehmen keine Werte mehr bescheren, wird spekuliert. Der Überschuss sank wegen der Abschreibungen daher deutlich von 4,3 auf 0,98 Mrd. Rubel. Ohne Wertbereinigungen wäre er um 12% auf 4,76 Rubel gestiegen, erläuterte die Gesellschaft. Beim Umsatz legte sie von 37,32 auf 40,96 Mrd. Rubel zu. Einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gab es indes nicht.



6. FERROVIAL - kräftiges Ergebnisplus durch Zukauf

Der spanische Baukonzern Ferrovial (WKN: 922041) rechnet nach der Übernahme des britischen Flughafenbetreibers BAA (WKN: 873580) mit deutlich steigenden Ergebnissen. Demnach dürfte der Umsatz um 40% auf mehr als 14 Mrd. Euro klettern. Ferner soll sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf drei Mrd. Euro verdoppeln. Zwar dürfte sich die Übernahme zwischen den Jahren 2006 bis 2008 negativ auf den Gewinn je Aktie (EPS) auswirken, dies werde allerdings durch Teilverkäufe ausgeglichen, hieß es.



7. PHILIPS - mit Übernahme

Der niederländische Elektronikkonzern Philips (WKN: 940602) kauft von der finnischen Gesellschaft Fiskars Brands deren Tochter Power Sentry. Das Unternehmen mit Sitz in Plymouth (US-Bundesstaat Minnesota) stellt den Angaben nach Steckdosen mit Überspannungsschutz her und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 50 Mio. US-Dollar. Zubehör- und Peripherie-Geräte gehören zu den am schnellsten wachsenden Produktgruppen in der Verbraucherelektronik und weisen zudem höhere Margen auf, hieß es. Finanzielle Details würden nicht bekannt gegeben, teilte Philips mit.



8. BP - fördert weniger Öl

Der britische Mineralölkonzern BP (WKN: 850517) hat im zweiten Quartal weniger Öl gefördert als im Vorjahr. Von April bis Juni holte die Gesellschaft rund 4,01 Mio. Barrel Öläquivalente pro Tag (BOEPD) aus dem Boden. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 4,112 Mio. BOEPD. Für den Rückgang im zweiten Quartal ist unter anderem die veränderte Gesetzeslage in Venezuela verantwortlich. Laut BP kam es hier zu Desinvestitionen, vor allem wegen der Verstaatlichung der Anlagen. Insgesamt beläuft sich der Verlust auf 20.000 Barrel Öl je Tag. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wird für das zweite Quartal mit einer zusätzlichen Aufwendung von 500 Mio. US-Dollar gerechnet. Sie fällt im Zusammenhang mit der Beilegung eines Rechtsstreits um den Tod von 15 Arbeitern im März 2005 auf der texanischen Raffinerie "Texas City" an. Dies kommt zu den bereits im vergangenen Jahr verkündeten 700 Mio. US-Dollar hinzu.



9. TELEFONICA - will Beteiligung aufstocken

Der spanische Telekomkonzern Telefónica (WKN: 850775) will einem Pressebericht zufolge seine Beteiligung an China Netcom (WKN: A0DKX0) ausbauen. Geplant ist eine Aufstockung des Anteils von 4,9% auf 9,9%. Dazu soll ein Großteil von Altaktionären und 0,6 Prozentpunkte über die Börse erworben werden. Der Kaufpreis stehe indes noch nicht fest, hieß es. Das Unternehmen Telefónica war vor einem Jahr bei dem chinesischen Festnetzanbieter eingestiegen und hatte seinen Anteil anschließend erhöht. Für die gehaltenen knapp 5% wurden rund 420 Mio. Euro gezahlt.



10. ZURICH FINANCIAL SERVICE GROUP
     streicht Stellen in Deutschland

Beim Schweizer Versicherer Zurich Financial Service Group (WKN: 579919) stehen in Deutschland offenbar 1.000 Stellen zur Disposition. Der Konzern bestätigte entsprechende Presseberichte. Allerdings betonte er auch, dass es zwar Planungen in diesem Umfang gebe, eine endgültige Entscheidung aber noch nicht gefallen sei. Sie wird für Ende August erwartet. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland derzeit etwa 5700 Mitarbeiter. Gemäß den Presseberichten soll sich die Arbeit künftig auf die fünf Direktionen Bonn, Frankfurt, Köln, Oberursel und Wiesbaden konzentrieren.





11. RATINGS / Internationale Aktien

Die Liste ist alphabetisch sortiert, damit Sie Ihre Favoriten schnell auffinden können. Die Ratings der letzten Tage:

TITEL  RATING  INSTITUT  DATUM  
Agfa-Gevaert  buy  Goldman Sachs  30.06.06  
Apple Computer  buy  Citigroup  30.06.06  
Apple Computer  buy  Citigroup  30.06.06  
Arcelor  verkaufen  Citigroup  30.06.06  
BAE Systems  overweight  Lehman Brothers  29.06.06  
Bridgestone  equal-weight  Morgan Stanley  28.06.06  
Computer Sciences  neutral-weight  Prudential Financ.  30.06.06  
Danone  verkaufen  Helaba Trust  30.06.06  
Danone  verkaufen  Helaba Trust  30.06.06  
EMC  outperform  RBC Cap. Markets  30.06.06  
EMC  outperform  Robert W. Baird  30.06.06  
FedEx  kaufen  Aktienservice Res.  28.06.06  
FedEx  kaufen  Erste Bank  30.06.06  
Fortis  kaufen  BÖRSE am Sonntag  03.07.06  
Genentech  outperform  RBC Cap. Markets  28.06.06  
Genentech  overweight  Morgan Stanley  28.06.06  
Generali  underweight  Morgan Stanley  28.06.06  
Generali  kaufen  Bankgesell. Berlin  30.06.06  
Generali  kaufen  Bankgesell. Berlin  30.06.06  
Gilead Sciences  outperform  RBC Cap. Markets  29.06.06  
Google  buy  Citigroup  30.06.06  
Google  outperform  Prudential Financ.  29.06.06  
Google  outperform  Prudential Financ.  30.06.06  
Google  outperform  RBC Cap. Markets  30.06.06  
Hennes & Mauritz  neutral  Goldman Sachs  28.06.06  
Intern. Paper  overweight  Morgan Stanley  30.06.06  
Jabil Circuit  sector perform  RBC Cap. Markets  29.06.06  
LUKoil  buy  Citigroup  29.06.06  
LUKoil  overweight  Helaba Trust  30.06.06  
LUKoil  overweight  J.P. Morgan Sec.  30.06.06  
Micronas  buy  J.P. Morgan Sec.  30.06.06  
Motorola  buy  Citigroup  29.06.06  
Motorola  outperform  RBC Cap. Markets  29.06.06  
Nike  neutral-weight  Prudential Financ.  28.06.06  
Nissan Motor  overweight  Morgan Stanley  30.06.06  
Nissan Motor  overweight  Morgan Stanley  30.06.06  
Nokia  buy  Citigroup  29.06.06  
Nokia  neutral  Goldman Sachs  03.07.06  
Paychex  neutral-weight  Prudential Financ.  29.06.06  
PPR  buy  Banque SYZ & CO  28.06.06  
Sanofi-Aventis  neutral  Lehman Brothers  29.06.06  
Schneider  halten  Goldman Sachs  30.06.06  
Schneider  halten  Helaba Trust  30.06.06  
Surgutneftegaz  buy  Alfa Bank  29.06.06  
Tesco  overweight  J.P. Morgan Sec.  28.06.06  
Tom Tom  overweight  Lehman Brothers  28.06.06  
Vinci  overweight  Investor Alert  29.06.06  
VisualMED  strong buy  Investor Alert  29.06.06  
WPP  neutral  Goldman Sachs  28.06.06  


 

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Oskar

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