Es gibt sicher niemanden hier im Forum, der derzeit mit FCE glücklich ist. Die meisten, wenn nicht alle, haben große Buchverluste. Aber das ist eben "nur" der Aktienkurs. Schauen wir mal auf die mögliche Firmenperspektive.
Die Auftragsbücher sind voll - allerdings nur um Kraftwerke zu bauen, die im Besitz der Firma bleiben und dadurch Gewinn erwirtschaften sollen. Ob die Zahl von 60MW eigener Kapazitäten tatsächlich ausreichen, um ein positives Ebita zu generieren, können wir nicht überprüfen. Sollte es aber der Fall sein, ist der Weg dahin überschaubar:
Bis zu den Quartalszahlen I/19 im März wird der eigene Bestand bei ca. 30 MW liegen. Durch die jüngsten Abschlüsse wird das Backlog auf ca. 2,5 Mrd USD ansteigen - eine weitere Rekordsumme - auch wenn sich diese Summe überwiegend aus jahrzehntelangen Einnahmen aus dem Stromverkauf generieren. Ebenso erwarte ich bis März eine weitere Ankündigung zur Zusammenarbeit mit ExxonMobil, welche den Kurs auffrischen sollte. Meine Prognose daher bis März ein Kurs um 0,80ct. Dieses wird der kritische Moment sein, da nun weitere Projekte angekündigt werden müssen, um bis Anfang Mai den Kurs wieder stabil über 1 USD zu bekommen. Das erscheint mir vor dem Hintergrund der Auftragslage aber auch den Finanzierungsmöglichkeiten möglich. Einen RS oder eine KE wird vermutlich nicht notwendig sein. Es bleibt aber ein Pokerspiel - die nächsten vier Monate werden extrem interessant.
- Bis zu den Quartalszahlen II/19 im Juni wird der eigene Bestand bei ca. 33MW liegen. Der Sommer wird weiter dahindümpeln, wenn sich nicht andere Ereignisse auswirken.
- Bis zu den Quartalszahlen III/19 im September wird der eigene Bestand bei ca. 45MW liegen, was schon 3/4 der notwendigen Generationskapazität liegt und schon maßgeblich zu den finanziellen Ergebnissen beitragen kann. Dennoch wird FCE weiter rote Zahlen schreiben.
- Dann kommt eine Durststrecke von einem Jahr bis zu den Quartalszahlen III/20, bzw. IV/20, bei den die 60MW erreicht werden sollen. Bis dahin kann noch viel passieren. Aber dann sollte es losgehen. Für mich, der seit 2013 dabei ist, eine sehr überschaubare Zeitspanne.
Insbesondere sehe ich derzeit eine bisher nie dagewesene Aufbruchstimmung im Einsatz von BZ in allen möglichen Bereichen. Gleichzeitig steigt der Druck auf die Politik, Länder und Kommunen, um Umwelttechnologien zu implementieren. Energie wird teurer und die BZ werden damit auch wirtschaftlich relativ interessanter. Ich sehe hier also mehrere Linien, die uns innerhalb der nächsten zwei Jahren auf einen sehr positiven Kurs mit FCE führen könnten. Diese schwache Hoffnung wird natürlich täglich durch den Katastrophenkurs gedämpft aber wir sollten bei aller Kritik auch das große Bild im Blick behalten.
Noch ein Wort zu Plug (gehört hier eigentlich nicht her - ich weiß). Hier sehe ich keine annähernd vergleichbare Wachstumsprognose, da das Portfolio zu eingeschränkt ist. Eigentlich verbindet man Plug immer nur mit Gabelstaplern, deren weltweiter Bedarf auch absehbar ist.
Übrigens, wer weiß etwas über die Performance des 400kw FCEL-Kraftwerkes im Forschungszentrum- und Bildungsministerium. Auf jeden Fall ist die deutsche Vertretung von FCE, FCES nirgendwo erkennbar präsent - vermutlich verbrauchen die nur gutes Geld.
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