Schaeffler unterbewertet!?

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neuester Beitrag: 20.07.24 09:38
eröffnet am: 24.11.15 13:34 von: MilchKaffee Anzahl Beiträge: 9140
neuester Beitrag: 20.07.24 09:38 von: Frieda Friedl. Leser gesamt: 3379469
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24.11.15 13:34
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2166 Postings, 4909 Tage MilchKaffeeSchaeffler unterbewertet!?

Aktien im derzeitigen Freefloat: 75 Millionen
+ Aktien nach 6 monatiger Sperrfist: 91 Millionen (ab 09.04.2016)
= gesamter Freefloat: 166 Millionen
Gestamzahlt der Aktien: 666 Millionen

Entsprichtig einem derzeitigen Börsenwert von 9,99 Milliarden.

KGV in etwa 9-10. 10-13% kontiniuierlicher Wachstum in den letzten 5 Jahren pro Jahr. KGV dürfte eher im Doppelten des derzeitigen Bereiches anzusiedeln sein.

Nahezu gesicherte Aufnahme in den SDAX am 21.12.2015

Ziemlich gute Aussichten hier, würde ich sagen.

Erste Kursziele liegen bei 17-18 Euro. Persönlich denke ich eher, dass durchaus höhere Ziele möglich sind.

PS. Die zweite Conti? (Ist mit einem Augenzwinkern zu betrachten). ;)  
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9114 Postings ausgeblendet.

12.07.24 15:31

104 Postings, 319 Tage crocodem79Unsicherheit bei Vitesco?

Warum ist der Kurs dann sehr gut gestiegen?
Von März 2022 bis August 2023 hat sich der Kurs mehr als verdoppelt?


 

12.07.24 15:44

1308 Postings, 385 Tage Frieda FriedlichDas war wegen der "Übernahme-Phantasie"

- und die Anstiege waren sogar berechtigt. Denn Schaeffler hat den Vitesco-Aktionären am Ende 94 Euro pro Aktie angeboten.

Ein Großteil der Vitesco-Aktionäre hat das Schaeffler-Angebot angenommen und die Aktien für 94 Euro an Schaeffler abgeben.

Da Vitesco am ersten Handelstag unter 60 Euro notierte(Chart unten), gab es durch die Übernahme 60% Gewinn in nur zwei Jahren Haltezeit.

Aktuell ist nur noch ein kleiner Rest Vitesco-Aktien "im Umlauf", an manchen Tagen werden nur wenige 100 Stück gehandelt (Handel ist extrem illiquide mit großen Spreads).

Hier der Chart, der zeigt, was Vitesco-Aktionäre im Zuge der Übernahme verdient haben:

 
Angehängte Grafik:
chart_all_vitescotechnologiesgroupag.png (verkleinert auf 49%) vergrößern
chart_all_vitescotechnologiesgroupag.png

12.07.24 15:45

1308 Postings, 385 Tage Frieda FriedlichContinental-Aktionäre bekamen die Vitesco-Aktien

beim Spinoff automatisch ins Depot gebucht. Vitesco ist die ehemalige "Power-Train"-Sparte von Conti.  

14.07.24 12:31

1308 Postings, 385 Tage Frieda FriedlichZum Glück

gibt es bei Schaeffler keine Kleinanlegermassen, die angesichts heruntergeprügelter Kurse ihrer "überfälligen Erlösung" harren.

Wenn Kleinanleger irgendwo groß drin sind, geht es meist bergab.

Beleg:

https://www.ariva.de/forum/...n-vorzuege-352177?page=850#jumppos21271

(siehe auch die folgenden 5 Charts im VW-Thread, die typische Beispiele zeigen)  

14.07.24 21:53
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1155 Postings, 2493 Tage BiotecfanMan will die Ausschüttungsquote erhöhen

weil die Holdings die Dividenden benötigen um ihre Schulden zu zahlen, um überhaupt Kredite zu erhalten haben sie ihre Aktienpakete verpfändet.
HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler will seinen Aktionären eine unveränderte Dividende für das vergangene Jahr zahlen. Vorgeschlagen werden sollen erneut 0,45 Euro je Vorzugsaktie, kündigte das Unternehmen am Freitag auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in Herzogenaurach an. Zudem soll die Ausschüttungsquote künftig auf 40 bis 60 Prozent angehoben werden, nach bislang 30 bis 50 Prozent. Die außerordentliche Hauptversammlung stimmte unterdessen der Umwandlung der im SDax notierten Vorzugsaktien in Stammaktien im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit dem Automobilzulieferer Vitesco mit großer Mehrheit zu./nas/he

DIENSTAG, 5. DEZEMBER 2023
Verpfändungen von Aktien der Schaeffler AG, der Continental AG und der Vitesco Technologies Group AG
Nach mehreren, heute veröffentlichten Directors' Dealings-Meldungen hat die jeweils in engen Beziehungen zu Herrn Georg F. W. Schaeffler stehende IHO Verwaltungs GmbH Aktien der nachfolgenden Gesellschaften zur Absicherung von Krediten (offenbar im Rahmen der Übernahme der Vitesco Technologies Group AG) verpfändet:
Schaeffler AG: IHO Verwaltungs GmbH, Verpfändung von 333.000.001 Stammaktien der Schaeffler AG im Rahmen eines Kreditgeschäfts
Continental AG: IHO Verwaltungs GmbH, Verpfändung von 48.742.194 Aktien der Continental AG im Rahmen eines Kreditgeschäfts
Vitesco Technologies Group AG: IHO Verwaltungs GmbH, Verpfändung von 9.748.439 Aktien der Vitesco Technologies Group Aktiengesellschaft im Rahmen eines Kreditgeschäfts.
Wenn Conti und Schaeffler keine Dividenden mehr Zahlen sind die Schaeffler auch ganz schnell ihre Aktien los,  denn dann würden sicherlich die Banken zugreifen.  

15.07.24 19:47

1308 Postings, 385 Tage Frieda FriedlichLöschung


Moderation
Zeitpunkt: 18.07.24 11:21
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

15.07.24 19:55

1308 Postings, 385 Tage Frieda FriedlichLöschung


Moderation
Zeitpunkt: 18.07.24 11:24
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

15.07.24 20:05

1308 Postings, 385 Tage Frieda FriedlichQuelle für 25 Mrd. Euro Jahresumsatz des

fusionierten Unternehmens Schaeffler/Vitesco:

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/...-4477-9cc2-8e04dd73ced5

25.04.2024

Am Mittwoch hatten die Aktionäre von Vitesco zugestimmt, am Donnerstag die von Schaeffler: Damit ist der Weg für die Fusion der beiden Autozulieferer frei. Laut Schaeffler-CEO Klaus Rosenfeld soll der neue Riese einen Jahresumsatz von 25 Milliarden Euro generieren.

 

15.07.24 20:11
1

1308 Postings, 385 Tage Frieda Friedlichkorrigierte Version (von # 9121/9122)

Ich verstehe den Text in #9120 so, dass die Dividende in etwa beibehalten werden soll, obwohl Vitesco (vorerst) nicht so profitabel sein wird wie Schaeffler.

D. h. im Klartext: Schaeffler muss mehr vom hauseigenen Gewinn ausschütten (nämlich "40 bis 60%" statt bislang "30 bis 50%" ), um die Dividenden für alle neuen Aktionäre auf bisherigem Niveau zu halten.

Die Gesamtzahl der Aktien dürfte mit der Verschmelzung um etwa 50 % (von unten gerechnet) zunehmen, nämlich von jetzt 666 Mio. auf dann ca. 1 Mrd. Stücke. Der Streubesitz dürfte von jetzt 166 Mio. Vorzugsaktien auf dann ca. 300 Mio. Stammaktien steigen, was dem angestrebten neuen Free Float von 30% (bislang 25%) entspricht.

Da alle neuen Stammaktionäre (Streubesitz und Schaeffler-Familie) die neue Dividende erhalten werden, erhöht sich der Finanzaufwand für die Dividende in gleicher Weise, wie die Gesamtzahl der Aktien steigt - also um etwa 50%.

Gehen wir von 25 Mrd. Umsatz für die fusionierte Firma Schaeffler/Vitesco aus (diese Zahl wurde von Rosenfeld in Aussicht gestellt) - und von einer relativ niedrigen Gewinnmarge von nur 5 % (bislang knapp 8%), dann liegt der künftige Jahresgewinn vor Steuern bei 1,25 Mrd. Euro.

Die maximale Ausschüttung (neue Spanne reicht von 40 bis 60%) ist 60%. Das entspricht bei 1,25 Mrd. Gewinn einer Summe von 750 Mio. Euro.

D.h. für die 1 Mrd. neuen Stammaktien könnten max. 750 Mio. Euro anteiliger Gewinn ausgeschüttet werden - macht 0,75 Euro pro Aktie. Das ist höher als die jetzige Dividende, denn im April wurden nur 0,45 Euro gezahlt.

Nimmt man das untere Limit der neuen Range (40% Ausschüttung), kommt man immer noch auf 50 Cents pro Aktie. Auch das wäre mehr Dividende als dieses Jahr im April.

In diesen Berechnungen ist die geringere Profitabilität von Schaeffler/Vitesco bereits berücksichtigt (in Gestalt von nur 5% veranschlagter Marge für das fusionierte Unternehmen).

Es stehen künftig sogar Dividendenerhöhungen in Aussicht, da die Profitablität der übernommenen Vitesco mit der Zeit zunehmen sollte (wird mit der Zeit auf Schaeffler-Standard getrimmt).

 

15.07.24 21:44
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171 Postings, 5568 Tage NEBELderERDESchaeffler berechnet die Dividende

aber (leider) nicht vom EBIT vor Sondereffekten sonst hätte es ja letztes Jahr (grob) 1.187 Mio€ EBIT / 666 Mio Aktien (Die 1ct Unterschied St.vs VZ. mal außen vor)  * 47% = 84ct geben müssen.
Grundlage ist hier das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnisse, das ca. bei der Hälfte liegt.

Sehr grob gehe ich bei der nächsten Dividende davon aus, das wenn (!!!) es zu dem Szenario mit der 1Mrd Aktien kommt,
das der Zusammenschluss  ca. 15% mehr zu Grunde legendes Konzernergebnis bringt bei 50% mehr Aktien --> sprich ca. 35ct je share.
Durch die Öffnung auf 60% vielleicht 40ct.

Das wird aber wenn überhaupt erst bei der übernächsten Dividende zur Anwendung kommen, da ja für 2024 Schaeffler nur 3 Monate fusioniert sein wird.
Kann man daher auslegen wie man will.
Kann ja auch sein, das es weniger neue Aktien werden u.s.w, dann ist die Rechnung eh hinfällig.







 

15.07.24 23:10

1308 Postings, 385 Tage Frieda FriedlichIch glaube, dass es im April 2025 rückwirkend

für das gesamte Jahr die Dividende geben wird. Entscheidend ist, dass man zum Divi-Stichtag die neuen Schaeffler-Stämme im Depot hat. Ob dort vorher alte Schaeffler-Vorzüge oder alte Vitesco-Stämme waren, spielt wohl keine Rolle.

Dafür spricht auch das, was Biotecfan in #9120 geschrieben hat:

"Man will die Ausschüttungsquote erhöhen, weil die Holdings die Dividenden benötigen, um ihre Schulden zu zahlen. Um überhaupt Kredite zu erhalten, haben sie ihre Aktienpakete verpfändet."

(Unterstreichung von mir)  

15.07.24 23:42

171 Postings, 5568 Tage NEBELderERDEIch glaube auch das es f

15.07.24 23:46

171 Postings, 5568 Tage NEBELderERDEIch glaube auch

das es in 2025 für 2024 eine Dividende in Höhe von 40 oder 45ct geben wird.

Die Erhöhung des prozentualen Bereiches dient aber meiner Meinung nach dazu den Betrag zu erhalten oder nur geringe Abschläge darauf zu gewährleisten und dient nicht einer Erhöhung des Absolutbetrags der Dividende je Aktie.  

16.07.24 00:19
Ja, "Bestanderhaltung" der Dividende im Bereich von 40 bis 45 Cents, obwohl der Vitesco-Beitrag zum Konzerngewinn vorerst anteilig kleiner ist als der von Schaeffler (alt).

Das mit der Erhöhung (letzter Satz in #124) meinte ich langfristig - in der Erwartung, dass Vitesco mit den Jahren profitabler sein wird. Für 2025 spielen diese Überlegungen noch keine Rolle.  

16.07.24 09:27
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1155 Postings, 2493 Tage BiotecfanDie Holdings von Schaeffler

benötigen Einnahmen die sie aus den Dividenden beziehen, um ihre Kredite zu bedienen.
Ohne diese würden die Holdings bald in Schieflage geraten und die Banken würden die verpfändeten Schaeffler Aktien übernehmen.  

16.07.24 09:44
"Grundlage ist hier das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnisse, das ca. bei der Hälfte liegt".

Ich hatte oben in #124 "maximale Ausschüttung" geschrieben (im Sinne von "maximal möglich"). Trotzdem danke für den Hinweis.

Dein Hinweis wirft die Frage auf: Gibt es eigentlich jedes Jahr solche Sondereffekte? Und falls ja, wie erklärt sich dann das Wörtchen "Sonder...", wenn's dann doch eher die Regel ist?

Ich nehme an, dass die Sondereffekte bei den letzten Gewinnermittlungen die Kosten aus der Vitesco-Übernahme waren - und die sollten nur einmalig angefallen sein (könnten allerdings über mehrere Jahre abgeschrieben werden).
 

17.07.24 13:40

171 Postings, 5568 Tage NEBELderERDEEs ist nicht so, das bei der Berechnungsgrundlage

die Vitesco Aktivitäten als einmalige Sonderreduzierung mit eingehen.
Sonst hätte es nur für ca. 23ct Dividende in 2024 für 2023 gereicht.  

18.07.24 09:36

104 Postings, 319 Tage crocodem79Kein Kaufinteresse

...wohl mindestens bis zu den Zahlen im August.
Berechnungsgrundlagen hin oder her.

Sehr anstrengend die Aktie.  

18.07.24 09:44

1308 Postings, 385 Tage Frieda FriedlichAuto-Absatz in Europa boomt

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/...-4c36-b282-604e0b8f660e

Autoabsatz in Europa auf höchstem Stand seit fünf Jahren

Nach einem Dämpfer im Mai haben Autohersteller in der EU im Juni wieder mehr Pkw verkauft. Die Zahl der neu zugelassenen Autos stieg gegenüber dem Vorjahresmonat auf rund 1,1 Millionen Fahrzeuge – die Anzahl neu zugelassener Elektroautos ist allerdings zurückgegangen.

Der Autoabsatz in Europa hat im Juni den höchsten Stand seit Juli 2019 erreicht. Dank florierender Geschäfte in Italien, Deutschland und Spanien legten die Neuwagenverkäufe um 4,3 Prozent zu, wie der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) am Donnerstag mitteilte.

Allerdings schrumpfte die Zahl der Neuzulassungen von E-Autos leicht. Der rasante Anstieg von Elektro-Fahrzeugen in Belgien und Italien mit einem Plus von 50,4 Prozent beziehungsweise 117,4 Prozent habe die zweistelligen Rückgänge in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich nicht ausgleichen können.  

18.07.24 09:47
Aber auch kein Verkaufsinteresse. Kurs läuft seit Wochen seitwärts.

Der boomende Autoabsatz in Europa (#134) sollte sich positiv auf die nächsten Geschäftszahlen auswirken. Vor allem Verbrenner boomen, und in dem Sektor ist Schaeffler immer noch am stärksten aktiv.  

18.07.24 09:55

104 Postings, 319 Tage crocodem79Seitwärtstrend mit Potential...

zur Explosion, wie du es schon unter #9112 geschrieben hast.
Das kein Verkaufsinteresse ist spricht demnach für sich und unterstreicht deine Aussage.

Als "guter" Investor bleibe ich überzeugt dabei und freue mich auf die Divi in 2025.

Trotzdem ernährt sich das Eichhörnchen nur sehr sehr mühsam.  

18.07.24 12:44

1308 Postings, 385 Tage Frieda FriedlichAutoindustrie: Jobs wandern ins Ausland

https://www.n-tv.de/wirtschaft/...t-Stellenabbau-article25098050.html

Zahlreiche deutsche und westeuropäische Autounternehmen prognostizieren einen massiven Stellenabbau in den kommenden Jahren. Die Gründe sind Kostendruck, Konkurrenz und die Investitionen deutscher Unternehmen in ausländische Produktionsstätten. Vor allem China und Indien profitieren davon.

In der deutschen Automobilindustrie stehen laut einer Umfrage zahlreiche Arbeitsplätze auf der Kippe. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen der Branche plant in Deutschland einen Stellenabbau, wie aus einer Umfrage der Unternehmensberatung Horváth unter Führungskräften der Branche hervorgeht. Maßgebliche Gründe seien der hohe Kostendruck und neue Konkurrenz vor allem aus China.

59 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, in Deutschland in den kommenden fünf Jahren mit einer Reduzierung der Mitarbeiterzahl zu rechnen, 14 Prozent sogar mit einer starken Reduzierung. Von einem Personalaufbau gingen dagegen nur 15 Prozent aus.

Kaum besser sah es im übrigen Westeuropa aus, wo 53 Prozent der Befragten einen Stellenabbau planten. Zwar investierten die Firmen auch in Deutschland und Westeuropa weiter kräftig. Neue Jobs entstünden aber woanders.
Stellenaufbau außerhalb von Westeuropa

"Produziert wird zunehmend in den Regionen, wo die Autos am Ende verkauft werden", erklärte Frank Göller, Partner und Automotive-Experte bei Horváth. "Das ist nicht neu, hat sich aber noch verstärkt." Daran hätten auch die schlechten Erfahrungen der vergangenen Jahre mit Lieferengpässen vor allem bei Halbleitern nichts geändert. "Dieser Prozess beschleunigt sich weiter. Mit der Folge, dass sich Arbeitsplätze verlagern."

Im Ergebnis werde fast überall auf der Welt Personal aufgebaut - nur nicht in Deutschland und Westeuropa. 75 Prozent der befragten Unternehmen wollen demnach in Indien Kapazitäten aufbauen, 60 Prozent in China und ebenso viele in Osteuropa. Auch im übrigen Asien stünden die Zeichen auf Wachstum, ebenso wie in Nord- und Südamerika.

"Neue Werke entstehen in Deutschland eher selten", stellte Göller fest. "Wenn neue Werke entstehen, dann in der Regel außerhalb Deutschlands. Und dort findet dann auch der Beschäftigungsaufbau statt."

Dennoch fließe weiter ein Großteil der Investitionen nach Deutschland. "Schaut man sich jetzt nur die Unternehmen mit Zentrale in Deutschland an, zeigt sich zumindest: Ein Viertel der Gesamtinvestitionen der allesamt global agierenden Unternehmen fließt nach wie vor hierher", sagt Göller. Das sei deutlich mehr als in jeder anderen Weltregion.

Doch das Geld gehe von allem in neue Produkte und Technologien und die Umrüstung bestehender Standorte auf Elektro-Antriebe. "In der Produktion wird in hohem Maß in die Automatisierung der Fertigungsanlagen und Digitalisierung investiert." Entsprechend schlecht falle die Beschäftigungsbilanz aus.

"Wir sehen jetzt nicht, dass Deutschland zum reinen Entwicklungsstandort reduziert wird", betont Göller. "Viele Unternehmen, gerade auch die großen Konzerne, bekennen sich nach wie vor zum Standort Deutschland und auch zu den Werken hier." Allerdings seien viele der Fabriken in Deutschland und Europa schon heute bei Weitem nicht voll ausgelastet. Entsprechend groß sei der Kostendruck, auf den viele Hersteller mit Sparprogrammen und Stellenabbau reagierten.

Für die Untersuchung hatte die Unternehmensberatung Horváth im vergangenen Quartal 91 Führungskräfte der Branche in Einzelgesprächen befragt, davon 55 aus Deutschland. Mehr als die Hälfte der Befragten kam von Zulieferern, der Rest von Autoherstellern, großen Händlern und Mobilitätsanbietern. Die Auswahl sei zwar nicht repräsentativ, aufgrund der großen Zahl aber dennoch aussagekräftig, erklärte Göller.  

19.07.24 11:16

1025 Postings, 1131 Tage BailoutNachvollziehbar...

ist das aber schon. Wenn in Zukunft die Fachkräfte fehlen weil die Boomer in Rente gehen, dann wird das noch einmal schlimmer... denn mit der 4 Tagewoche und Work Life Balance wird man im internationen Wettbewerb nur noch weiter hinten dran hängen.

Das Autos da gebaut werden, wo sie produziert werden hängt auch stark mit der Steuerpolitik der einzelnen Länder zusammen. Dann gibt es eben Luxusteuer / CO2 Transportsteuer / Verpackungssteuer  für jedes aus dem Ausland importierte Fahrzeug, einfach mal kreativ sein in Berlin.

 

20.07.24 08:02

171 Postings, 5568 Tage NEBELderERDEUnd schon wieder

sind die ganzen Wochengewinne wieder dahin…  

20.07.24 09:38

1308 Postings, 385 Tage Frieda FriedlichGab ja auch

einen starken Abverkauf beim SP-500 in dieser Woche.
 
Angehängte Grafik:
2024-07-20_09__37_spx500usd_5_515.jpg (verkleinert auf 43%) vergrößern
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